Kollektion Nummer 5 mit erfolgreicher Bestimmung *PIC*

Ingo, (vor 6939 Tagen)

Hallo Pilzfreunde!

Hier ein paar Detailaufnahmen zum 5. Rätselpilz, gleichzeitig auch Kollektion Nummer 5
zum Thema der Vorwoche, aufgefunden am 28.10.2007.

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Hier erstmals von mir beobachtet: Man achte auf die Zeichnung des Hutrandes

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Standortmerkmale: wie Kollektion 4, am Ufersaum eines Waldsees, unter Kiefern, im Sand.
Fruchtkörper: sehr kompakt, hartfleischig und zum Teil leicht enghohl
Hut: bis zu 12 cm, Stiel: bis zu 8 cm hoch; bis zu 3 cm breit, z.T. bauchig.
Oberfläche leicht geschuppt, matt, trocken, nahezu seidig
Lamellen: bei jungen Exemplaren recht engstehend, mit creme bis rosa-Farbtönen,
leicht gesägt, an den Schneiden bei älteren Exemplaren einheitlich bräunend
Geruch: deutlich mehlartig, ähnlich Mairitterling
Geschmack: aromatisch mehlartig, mit leichter Maggikomponente, wenig bitterlich im Nachgeschmack
Sporen: im Schnitt 5 x 3 (am 29.10. im PABB Wochentermin besichtigt)
Aufgrund des Standortes und des Erscheinungsbildes der Fruchtkörper wohl identisch zu Kollektion 4,
die allerdings nicht büschelig wuchsen. Die hier gezeigte Kollektion fruktizierte in mehreren Nestern,
vier mit mindestens 10 Exemplaren und weitere 4 mit weniger, komplett in Büscheln. Kein einziges
Exemplar wuchs für sich! Das hat doch was! Oder nicht?

Die letzten 15 Punkte warten!

Grüsslis Ingo

p.s. durch diesen Zufallsfund, und mit meinem letzten Joker im Ärmel, glaube ich nun, eine für mich
sinnvolle Einteilung dieser Tricholoma- Sektion aufstellen zu können.

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Re: das Ganze mal übersetzt:

Ingo, (vor 6938 Tagen) @ Ingo

Mahlzeit allerseits,

ich glaube, ich muss an dieser Stelle mal Klarheit schaffen.

Die hier vorgestellte Kollektion ist zum Einen der 5. Rätselpilz meines
gestrigen Beitrages: Tiaren, Boleten und andere Rätsel.
Gleichzeitig handelt es sich auch um die 5. Kollektion meiner Betrachtungen
aus der Vorwoche, zum Thema braunhütige Ritterlinge in Kiefernwäldern.

Auch wenn hier wesentliche Merkmale vom Sande verweht wurden, so handelt
es sich EINDEUTIG um Tricholoma pessundatum (im Sinne von Fries).

Der deutliche Mehlgeruch und andere äußere Merkmale schließen den
Feinschuppige Ritterling aus.

Leider zeigte ich in der Vorwoche, ergänzend zu den vier Kollektionen,
ein Bild mit einem Büschel feinschuppiger Ritterlinge. Grund dafür war,
dass ich mal Hüte mit ähnlichen Flecken zeigen wollte, wie sie dem
Getropften Ritterling nachgesagt werden.Allein aus dem Grund, dass ich bis
dato (21.10.2007) noch niemals einen sicheren Pessundatum gefunden hatte.
Hat wohl mehr Verwirrung gestiftet als weiter geholfen.

Um so größer der Zufall, dass mir ausgerechnet eine Woche später der
Fund des echten Pessundatum gelang.
Und auch etwas unglücklich, dass deshalb einige Beiträge, scheinbar ohne
Zusammenhang, vermischt wurden.

Eigentlich dachte ich ja, bei dem büscheligen Wachstum und den hellen Hutfarben,
gleich an die Bon-Monographie. Das einzige aus der Sektion, was auch als
büschelig wachsend beschrieben wird, nennt sich T. tridentinum var. cedretorum.
Das wäre dann allerdings etwas weit hergeholt gewesen, denn Zedern habe ich
zuletzt auf Gran Canaria gesehen.

Daher: persönlicher Erstfund - Tricholoma pessundatum

Schönen Tag noch - Ingo