Hilfe erbeten. *PIC*

Barbara Formentera, (vor 6926 Tagen)

Guten Tag, darf ich als Laie ab und zu einige Fragen stellen?
Jetzt zur Zeit, wo die Reizker wachsen, herrscht große Verwüstung in den Wäldern.
Alle Nichtreizker werden um- oder zertreten.
Es ist ein Jammer. Aber manchmal lässt sich doch ein oder der andere hübsche Pilz fotografieren.
Bitte kann mir jemand sagen um welchen samtigen Pilz es sich hier handelt?

Gruß nach Norden.
B

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Re: Hilfe erbeten.

Andreas ⌂, (vor 6926 Tagen) @ Barbara Formentera

Guten Tag, darf ich als Laie ab und zu einige Fragen stellen?
Jetzt zur Zeit, wo die Reizker wachsen, herrscht große Verwüstung in den
Wäldern.
Alle Nichtreizker werden um- oder zertreten.
Es ist ein Jammer. Aber manchmal lässt sich doch ein oder der andere hübsche
Pilz fotografieren.
Bitte kann mir jemand sagen um welchen samtigen Pilz es sich hier handelt?
Gruß nach Norden.
B

Hallo Barbara,

Du hast da etwas höchst seltenes gefunden, leider noch zu jung um ganz genau zu sagen was es ist.
Es handelt sich auf jedenfall um eine erdbewohnende Stachelingsart, und zwar mit allergrößter Wahrscheinlichkeit aus der Gattung Sarcodon. Die im Schnitt halbwegs erkennbare grauliche Stielbasis lässt auf eine Art wie z.B. Sarcodon glaucopus schließen.

Was es eventuell auf Formentera noch geben könnte, das es hier nicht gibt, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber meines Wissens gibt es keine rein mediterranen Stachelinge.

beste Grüße,
Andreas

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Re: Hilfe erbeten. *PIC*

Barbara Formentera, (vor 6925 Tagen) @ Andreas

Hallo Barbara,
Du hast da etwas höchst seltenes gefunden, leider noch zu jung um ganz genau
zu sagen was es ist.
Es handelt sich auf jedenfall um eine erdbewohnende Stachelingsart, und zwar
mit allergrößter Wahrscheinlichkeit aus der Gattung Sarcodon. Die im
Schnitt halbwegs erkennbare grauliche Stielbasis lässt auf eine Art wie
z.B. Sarcodon glaucopus schließen.
Was es eventuell auf Formentera noch geben könnte, das es hier nicht gibt,
entzieht sich meiner Kenntnis. Aber meines Wissens gibt es keine rein
mediterranen Stachelinge.
beste Grüße,
Andreas

Danke sehr, Andreas.
Ich hab mich nochmal aufgemacht und fand weitere Exemplare, leider auch schon umgestoßen.
Einen habe ich nach Hause verschleppt und werde ihn unter meinen Pinien in die Nadeln packen. Hilft zur Bestimmung, wenn Du ihn von Innen siehst? Er schmeckt zum speien bitter.

Gruß B.

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Re: Hilfe erbeten.

Andreas ⌂, (vor 6925 Tagen) @ Barbara Formentera

Danke sehr, Andreas.
Ich hab mich nochmal aufgemacht und fand weitere Exemplare, leider auch schon
umgestoßen.
Einen habe ich nach Hause verschleppt und werde ihn unter meinen Pinien in
die Nadeln packen. Hilft zur Bestimmung, wenn Du ihn von Innen siehst? Er
schmeckt zum speien bitter.
Gruß B.

Hallo Barbara,

also zum Speien bitter ist Sarcodon scabrosus, der Gallen-Stacheling. Eigentlich ein Laubbaumbegleiter, aber ich habe ihn dieses jahr auch ein Mal unter 100% nur Nadelbäumen gefunden. Der sollte aber eigentlich eine feldrig aufreißende Hutoberfläche haben. Da sehen mi Deine zu samtig aus dafür. Dann gibt es noch Sarcodon glaucopus, der würde gut passen, ist aber nur wenig bitter und nicht saubitter.
Es wäre aber durchaus möglich, dass auch noch ein oder zwei andere Arten in Frage kommen, leider kenne ich diese Arten nur wenig, da alle sehr selten.
Ein Schnittbild würde mir nicht helfen, der Pilz ist innen graucremeweißlich, bis auf die Stielbasis, die ist auch innen graugrün.

beste Grüße,
Andreas

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Re: Hilfe erbeten.

Ingo, (vor 6925 Tagen) @ Barbara Formentera

Hallo Barbera,

was weiter helfen könnte, wäre ein Bild von der Hutoberseite
eines weiter entwickelten Exemplars.
Andreas liegt mit Sarcodon auf jeden Fall richtig. Wenn die
Hutoberfläche rissig wird, ist es auch mit großer Wahrscheinlichkeit
der Gallenstacheling Sarcodon scabrosus.

@Andreas
Das Vorkommen im reinen Kiefernwald kann ich per Fund aus diesem Herbst
bestätigen. Den grauenvollen Geschmack übrigens auch. Im Roger Phillips
findet sich auch eine sehr passende Beschreibung. Als Standort ist dort
übrigens Nadelwald agegeben. Möglicherweise existieren ja auch für diese
Typusart mehrere gute Arten. Ähnlich wie bei den lieben Verwandten.

Grüsslis Ingo

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Re: Hilfe erbeten.

Waldschrat, (vor 6925 Tagen) @ Andreas

also zum Speien bitter ist Sarcodon scabrosus, der Gallen-Stacheling.
Eigentlich ein Laubbaumbegleiter, aber ich habe ihn ... :

Hallo Andreas,
in meiner Literatur wird Sárcodon scabrósus ausnahmslos in den Nadelwald verwiesen Sehr wahrscheinlich ist es der auch, zumal Fruktifikation Sept. - Nov. angegeben ist.
Gruß - Waldschrat

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Re: Hilfe erbeten. *PIC*

Barbara Formentera, (vor 6925 Tagen) @ Ingo

Hallo Barbera,
was weiter helfen könnte, wäre ein Bild von der Hutoberseite
eines weiter entwickelten Exemplars.
Andreas liegt mit Sarcodon auf jeden Fall richtig. Wenn die
Hutoberfläche rissig wird, ist es auch mit großer Wahrscheinlichkeit
der Gallenstacheling Sarcodon scabrosus.
@Andreas
Das Vorkommen im reinen Kiefernwald kann ich per Fund aus diesem Herbst
bestätigen. Den grauenvollen Geschmack übrigens auch. Im Roger Phillips
findet sich auch eine sehr passende Beschreibung. Als Standort ist dort
übrigens Nadelwald agegeben. Möglicherweise existieren ja auch für diese
Typusart mehrere gute Arten. Ähnlich wie bei den lieben Verwandten.
Grüsslis Ingo

Danke Ihr wackeren Helfer. Hier die Oberseiten zweier Exemplare. Sie wachsen im lichten Pinienwald mit wenig Unterholz.
Gruß B

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Re: S. scabrosus sollte hinkommen *oT*

Ingo, (vor 6925 Tagen) @ Barbara Formentera

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