2 häufige Ascos an Fichtenzapfen *PIC*

Ingo Wagner, (vor 6920 Tagen)

Hallo Pilzfreunde!

Nicht alle Pilzfreunde befinden sich ja in Rudis Lage, im derzeitigen Klima noch mal fix 28 schöne verschiedene, recht große Pilzarten aufzuspüren und ablichten zu können.
Ich auch nicht, aber um so besser, kann man sich endlich wieder verstärkt den kleinen, nicht minder interessanten Pilzlein zuwenden.

Auf Zapfen und Früchten gibt es ja sehr viele Pilze, wöllte man sich nur mit Pilzen an Nadelholzzapfen beschäftigen, hätte man wirklich auch das ganze Jahr zu tun (und das meine ich wirklich ernst).
Besonders mit kleinen weißen Becherlingsarten hat es die Natur sehr gut gemeint, das spannende: man weiß vor´m Mikroskopieren oft noch nicht einmal, in welcher Gattung man landen wird, denn hier kommen locker so etwa 15 Gattungen in Frage.

Allen denen, die sich an der Pilzkartierung beteiligen oder auch nur für kleine Pilzchen aufgeschlossen sind, möchte ich mal folgendes vorschlagen: Dreht doch beim nächsten Fichtenwald-Spaziergang mal ein paar schon ältere, von der Nadelstreu umschlossene, etwas feucht liegende Fichtenzapfen herum und inspiziert die genau. Sollte mich nicht wundern, wenn wenigstens einer der folgenden zwei (wieder einmal völlig unterkartierten) Arten zum Vorschein käme:

Antinoa (Cyathicula) strobilina ("Zapfen-Antinoa")
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meist nur bis 1 mm Durchmesser, Fruchtschicht grau und glänzend, in Draufsicht regelmäßig, Außenseite grau, Stiel schwarz, Herbst-Frühjahr, verbreitet.

Hamatocanthoscypha (Psilocistella) conincola (Zapfenbewohnende Hamatocanthoscypha)
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Oft kleiner als 1mm, weiß, fein ("noch weißer") behaart, kurzer Stiel, Stielansatz als brauner Ring, Ap. ausgewachsen etwas flatterig und dünn, in Seitenansicht oft fast gleichseitig dreieckig, abtrocknend gelblich, mindestens Herbst- Frühjahr, häufig.
Beschreibung und Foto in BEYER "Pilzflora von Bayreuth....." betrifft eine andere, seltenere Art.

Ist übrigens bis jetzt einer der wenigen mir bekannten höheren Pilze (außer Pyrenos), der es schafft, in Gesellschaft von Strobilurus esculentus einen Zapfen zu besiedeln. Oder gibt´s da andere Erfahrungen?

Jung-Fruchtkörper von Strobilurus esculentus (Fichtenzapfen-Nagelschwamm)
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Sollte ich jmdn. zapfenmäßig überzeugt haben, wäre das Ergebnis für mich natürlich interessant.

Viele Grüße
Ingo W

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Re: 2 häufige Ascos an Fichtenzapfen

EricS ⌂, (vor 6920 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

interessante Arten, gibts sowas auch für Douglasienzapfen? Die wurden/werden in meiner Kante gerne angebaut... Immerhin den Mäuseschwanz-Rübling (Baespora myosurus) und den Weißmilchenden Helmling (Mycena galopus) hab ich schon auf Douglasienzapfen gefunden. Discomyceten bisher Fehlanzeige.

Das mit den Zapfenrüblingen ist übrigens gut beobachtet, das wird auch schon industriell ausgenutzt. Ein paar Zeilen hab ich dazu mal geschrieben: http://forum.fungiworld.com/index.php?topic=1959.0

Viele Grüße,
Eric

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@Eric

Ingo Wagner, (vor 6920 Tagen) @ EricS

Hallo Ingo,
interessante Arten, gibts sowas auch für Douglasienzapfen? Die wurden/werden
in meiner Kante gerne angebaut... Immerhin den Mäuseschwanz-Rübling (
Baespora myosurus ) und den Weißmilchenden Helmling ( Mycena galopus ) hab
ich schon auf Douglasienzapfen gefunden. Discomyceten bisher Fehlanzeige.
Das mit den Zapfenrüblingen ist übrigens gut beobachtet, das wird auch schon
industriell ausgenutzt. Ein paar Zeilen hab ich dazu mal geschrieben:
http://forum.fungiworld.com/index.php?topic=1959.0
Viele Grüße,
Eric

Hallo Eric
Ich danke dir für den Link.
Douglasienzapfen habe ich aus Mangel noch nicht weiter beobachtet.
Eigentlich nahm ich bisher an, dass sich die Pilze recht schwer tun mit diesem Baum, sei´s als Mykorrhiza oder als Zersetzer, aber wenn du die oben genannten Arten schon darauf gefunden hast, dann müssen auch Ascos drauf zu finden sein, vielleicht aber nicht ganz so häufig.

Zapfige Grüße
Ingo W

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Re: 2 häufige Ascos an Fichtenzapfen

Gernot, (vor 6919 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

vielen Dank für's Zeigen. Die beiden waren mir noch neu, werd' ich in Zukunft sicher darauf achten. Die beiden sind ja nicht mal in PdS drinnen, was wohl wirklich für eine Unterkatierung spricht.

Schöne Grüße
Gernot

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@Ingo

EricS ⌂, (vor 6916 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

na dann werde ich bei meinen Runden mal drauf achten. Wenn ich da was interessantes aus der Discomyceten-Ecke finde, sage ich Bescheid.

Noch zur Douglasie: ein paar Arten kann man wohl an/unter dem Baum finden, es sieht aber allgemein doch sehr mau aus. An Stümpfen kommt in meinem Hauswald (MTB 8112, äußerster Westrand des Schwarzwaldes) eigentlich nur der Wurzelschwamm und der Dunkle Lackporling öfter mal an Douglasie vor. Aber sonst...

Viele Grüße,
Eric

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Re: @Eric

Ingo Wagner, (vor 6915 Tagen) @ EricS

Hallo Ingo,
na dann werde ich bei meinen Runden mal drauf achten. Wenn ich da was
interessantes aus der Discomyceten-Ecke finde, sage ich Bescheid.
Noch zur Douglasie: ein paar Arten kann man wohl an/unter dem Baum finden,
es sieht aber allgemein doch sehr mau aus. An Stümpfen kommt in meinem
Hauswald (MTB 8112, äußerster Westrand des Schwarzwaldes) eigentlich nur
der Wurzelschwamm und der Dunkle Lackporling öfter mal an Douglasie vor.
Aber sonst...
Viele Grüße,
Eric

Hallo Eric!
Nochmal Dank für deine Arbeit mit der Liste. Wer weiß, wozu man die Liste noch gebrauchen kann und damit´s nicht umsonst war, habe ich sie mir erst mal kopiert - hier hoffe ich natürlich auf deine freundliche Genehmigung -, nicht dass die nächsten Tage der Anwalt vor der Tür steht!

Ängstliche Grüße
Ingo W

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Nur zu

EricS ⌂, (vor 6915 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

keine Bange, ich bin ein Freund des zwanglosen Austausches unter den Pilzkundlern, auch was Literatur angeht. Wenn Du die Liste gebrauchen kannst, umso besser. Und als bettelarmer Student kann man sich eh keinen Anwalt leisten ;-)

Viele Grüße,
Eric