Andreas Schlüssel: Kritik und Lob *oT*
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Hallo Andreas,
ich war mal so frei, einen neuen Thread aufzumachen, wegen der Übersichtlichkeit.
Also, ich fang mal an:
Bei den "Hellsporigen Faserblättlern" kommt direkt unter 2 die Aufschlüsselung nach Amyloidität. Für einen Anfänger oder leicht Fortgeschrittenen, für den das Buch ja sein soll, wird der Test wohl etwas schwer werden (Sporenmenge für Test ohne Mikro muß man erstmal erreichen, Melzers braucht man auch, genau wie die Beurteilung derselben schwerfallen dürfte.
Was mir gut gefällt, sind die jeweiligen Hinweise im Schlüssel auf zu alte, zu trockene, usw. Arten. Oder der Hinweis bei den Seitlingen, das auch andere Pilze sich aus Ritzen quetschen können, und dann ähnlich aussehen.
Ich bin noch nicht weit gekommen und meine Zeit scheint begrenzt zu sein, aber es ließ sich sehr gut lesen und verstehen.
LG,
Jens
Hallo Andreas,
ich war mal so frei, einen neuen Thread aufzumachen, wegen der
Übersichtlichkeit.
Also, ich fang mal an: Bei den "Hellsporigen Faserblättlern" kommt
direkt unter 2 die Aufschlüsselung nach Amyloidität. Für einen Anfänger
oder leicht Fortgeschrittenen, für den das Buch ja sein soll, wird der
Test wohl etwas schwer werden (Sporenmenge für Test ohne Mikro muß man
erstmal erreichen, Melzers braucht man auch, genau wie die Beurteilung
derselben schwerfallen dürfte.
Was mir gut gefällt, sind die jeweiligen Hinweise im Schlüssel auf zu alte,
zu trockene, usw. Arten. Oder der Hinweis bei den Seitlingen, das auch
andere Pilze sich aus Ritzen quetschen können, und dann ähnlich aussehen.
Ich bin noch nicht weit gekommen und meine Zeit scheint begrenzt zu sein,
aber es ließ sich sehr gut lesen und verstehen.
LG,
Jens
Hallo Jens,
Du hast natürlich völlig recht, dass das mit dem amyloiden Sporenabwurf so eine Sache ist. Ich habe versucht, das möglichst nur bei größeren Arten als Schlüsselmerkmal zu nehmen, gerade weil z.B. Mycena nun nicht gerade der Topproduzent von tonnenweise Sporenpulver ist .....
Aber irgendwo muss man halt eine Klippe nehmen, um makroskopisch eine relativ hohe Zahl an Gattungen schlüsseln zu können. In anderen Schlüsseln ist der "Knackpunkt" oft die Frage nach der Statur (tricholomoid-collyboid-mycenoid) was auch oft Probleme bereitet. Das wollte ich unbedingt weitestgehend umgehen, weil es sich in den Kursen als wirklich schwierig herausgestellt hat, vor allem bei Leuten mit wenig Erfahrung.
Und dann kommt noch hinzu, dass es halt so ein schön eindeutiges Merkmal ist - wenn man denn Sporenpulver zur Verfügung hat.
Naja, ich überdenke das jedenfalls nochmal, vielleicht fällt mir ja noch was anderes ein.
beste Grüße,
Andreas
Hallo Andreas,
ich habe die Schlüssel mal überflogen (mehr lässt meine Zeit im Moment leider nicht zu), und da ist mir außer der Abzweigung, wo man über die Amyloidität der Sporen entscheiden muss, eigentlich nur eines aufgefallen: Wenn ich jetzt z.B. Leucopaxillus aufschlüssel, komme ich mit dem Gruppenschlüssel erstmal schön richtig zu den Blätterpilzen. Weiter würde ich dann mit dem Blätterpilz-Schlüssel schlüsseln, wo ich ohne große Probleme zu den Ritterlingsartigen komme. So weit, so gut. Doch nach den Ritterlingsartigen ist dann Schluss, weil ich zu irgendeiner Seite gelotst werde. Dabei würde man mit dem Schlüssel "Hellsporige Faserblätter" doch schön zu den Krempentrichterlingen kommen. Viele schauen sich aber sicher keinen weiteren Schlüssel mehr an, wenn sie mit dem Blätterpilz-Schlüssel gleich zu einem Ergebnis kommen. Meine Idee wäre deshalb, dass im Blätterpilz-Schlüssel neben der Seitenanzahl noch auf den Schlüssel der Hellsporgen Faserblätter hingewiesen werden würde, wo man seinen Fund dann von den Ritterlingsartigen noch weiter aufschlüsseln könnte.
Aber ansonsten ist der Schlüssel wirklich gut gelungen und vor allem sehr benutzerfreundlich. Die Hinweise auf Wachstumsstörungen, unterschiedliches Aussehen wegen dem Alter etc. finde ich auch sehr gut und prakisch.
Schöne Grüße
Gernot
Hallo gernot,
absolut richtig, aber das ist nur ein Benennungsfehler meinerseits. Ich hatte die zuerst "Faserblättler" genannt und mich später wieder umetnschieden, doch herkömlich bei der Benennung "Ritterlingsartige" zu bleiben. Im Übersichtsschlüssel hab' ich's geändert, den Schlüssel selbst hab' ich vergessen umzubenennen. Also statt "Hellsporige Faserblättler" bitte "Ritterlingsartige" lesen.
beste Grüße,
Andreas
Hallo Andreas,
ich habe die Schlüssel mal überflogen (mehr lässt meine Zeit im Moment leider
nicht zu), und da ist mir außer der Abzweigung, wo man über die
Amyloidität der Sporen entscheiden muss, eigentlich nur eines aufgefallen:
Wenn ich jetzt z.B. Leucopaxillus aufschlüssel, komme ich mit dem
Gruppenschlüssel erstmal schön richtig zu den Blätterpilzen. Weiter würde
ich dann mit dem Blätterpilz-Schlüssel schlüsseln, wo ich ohne große
Probleme zu den Ritterlingsartigen komme. So weit, so gut. Doch nach den
Ritterlingsartigen ist dann Schluss, weil ich zu irgendeiner Seite gelotst
werde. Dabei würde man mit dem Schlüssel "Hellsporige
Faserblätter" doch schön zu den Krempentrichterlingen kommen. Viele
schauen sich aber sicher keinen weiteren Schlüssel mehr an, wenn sie mit
dem Blätterpilz-Schlüssel gleich zu einem Ergebnis kommen. Meine Idee wäre
deshalb, dass im Blätterpilz-Schlüssel neben der Seitenanzahl noch auf den
Schlüssel der Hellsporgen Faserblätter hingewiesen werden würde, wo man
seinen Fund dann von den Ritterlingsartigen noch weiter aufschlüsseln
könnte.
Aber ansonsten ist der Schlüssel wirklich gut gelungen und vor allem sehr
benutzerfreundlich. Die Hinweise auf Wachstumsstörungen, unterschiedliches
Aussehen wegen dem Alter etc. finde ich auch sehr gut und prakisch.
Schöne Grüße
Gernot
Hallo Andreas,
ich habe mal ein Buch über (Seil-)Knoten erworben. Da war am Rand ein Kästchen angebracht mir zwei Stück Schnur, einem Rundholz und einem Ring zum üben.
Vielleicht solltest du in deinem Buch auch eine Lücke einbauen und ein Fläschchen Melzers einlegen.
Ich selbst besitze bisher auch noch keines und habe in meiner Pilzkarriere erst ein Mal in Hornberg die Reaktion gesehen.
Also wer mich zu Weihnachten beschenken will: eine Buddel mit Melzers
Gruß Alis
Hallo Alis,
leider ist Melzers Reagenz nicht besonders lange haltbar.
Wobei es natürlich interessant wäre, wodurch es altert. Vielleicht ist Deine Idee ja doch gar nicht so schlecht, wenn man dann mal Melzers in Einmal-Verpackung bekommt, wo dann nur 3-4 Tropfen drin sind, das Ganze aber unter z.B. Luftabschluss viel länger haltbar wäre.
Oder die Bestandteile mischen sich erst vor Ort, wie bei Knicklichtern o.ä.
Viele Grüße,
Jens
Hallo Andreas,
ich habe mal ein Buch über (Seil-)Knoten erworben. Da war am Rand ein
Kästchen angebracht mir zwei Stück Schnur, einem Rundholz und einem Ring
zum üben.
Vielleicht solltest du in deinem Buch auch eine Lücke einbauen und ein
Fläschchen Melzers einlegen.
Ich selbst besitze bisher auch noch keines und habe in meiner Pilzkarriere
erst ein Mal in Hornberg die Reaktion gesehen.
Also wer mich zu Weihnachten beschenken will: eine Buddel mit Melzers
Gruß Alis
Hallo Andreas,
ich kenne zwar nicht diesen Schlüssel (vielleicht hast Du ihn ja der Sendung beigelegt), aber darf ich vorschlagen, die deutschen Begriffe "Faserstielige Blätterpilze" und "Sprödstielige Blätterpilze" zu verwenden. Es ist halt so, dass es wenige Russulales mit weichen Lamellen und ebenso Agaricales mit ziemlich spröden Lamellen. Das unterscheidende Stielmerkmal ist sicher - und vor allem für Anfänger - viel eindeutiger.
Beste Grüße,
Heinz Ebert
Hallo gernot,
absolut richtig, aber das ist nur ein Benennungsfehler meinerseits. Ich hatte
die zuerst "Faserblättler" genannt und mich später wieder
umetnschieden, doch herkömlich bei der Benennung
"Ritterlingsartige" zu bleiben. Im Übersichtsschlüssel hab'
ich's geändert, den Schlüssel selbst hab' ich vergessen umzubenennen. Also
statt "Hellsporige Faserblättler" bitte
"Ritterlingsartige" lesen.
beste Grüße,
Andreas
Hallo Alis,
leider ist Melzers Reagenz nicht besonders lange haltbar.
Wobei es natürlich interessant wäre, wodurch es altert. Vielleicht ist Deine
Idee ja doch gar nicht so schlecht, wenn man dann mal Melzers in
Einmal-Verpackung bekommt, wo dann nur 3-4 Tropfen drin sind, das Ganze
aber unter z.B. Luftabschluss viel länger haltbar wäre.
Oder die Bestandteile mischen sich erst vor Ort, wie bei Knicklichtern o.ä.
Viele Grüße,
Jens
Hallo jens,
dass Melzers nicht haltbar sein soll ist ein Gerücht, das sich leider hartnäckig hält. Und das Clemencon immerhin zu einem entsprechenden Beitrag in der Schweiz. Z. Pilzkunde inspiriert hat, wo er diese getrennte Aufbewahrung von Jodlösung und Chloralhydrat "zur besseren Haltbarkeit" eindeutig als Unfug abtut. Und er hat sicher recht, denn mein Melzers ist bestimmt schon 10 Jahre alt, komplett mit Chloralhydrat versetzt, und es tut immer noch wie am ersten Tag.
Ansonsten habt ihr schon recht und ich werde mir Gedanken machen wegen des Amyloidtests. Vermutlich werde ich am ehesten versuchen, die Schlüssel umustellen, dass die Abgrenzung dann später kommt, so dass die, die etwas fortgeschrittener - sprich neugieriger - sind, sich vielleicht Melzers besorgen und es eben genauer wissen wollen, und die anderen dann halt bei "Trichterlinsartige" enden (als Beispiel).
beste Grüße,
Andreas
Hallo jens,
dass Melzers nicht haltbar sein soll ist ein Gerücht, das sich leider
hartnäckig hält. Und das Clemencon immerhin zu einem entsprechenden
Beitrag in der Schweiz. Z. Pilzkunde inspiriert hat, wo er diese getrennte
Aufbewahrung von Jodlösung und Chloralhydrat "zur besseren
Haltbarkeit" eindeutig als Unfug abtut. Und er hat sicher recht, denn
mein Melzers ist bestimmt schon 10 Jahre alt, komplett mit Chloralhydrat
versetzt, und es tut immer noch wie am ersten Tag.
Ansonsten habt ihr schon recht und ich werde mir Gedanken machen wegen des
Amyloidtests. Vermutlich werde ich am ehesten versuchen, die Schlüssel
umustellen, dass die Abgrenzung dann später kommt, so dass die, die etwas
fortgeschrittener - sprich neugieriger - sind, sich vielleicht Melzers
besorgen und es eben genauer wissen wollen, und die anderen dann halt bei
"Trichterlinsartige" enden (als Beispiel).
beste Grüße,
Andreas
Hallo in die Runde,
nun ist mir Andreas zwar zuvor gekommen, aber geschrieben ist's sowieso.
Wegen der Haltbarkeit von Jod-haltigen Reagenzien wie Melzers Reagenz oder Lugolscher Lösung braucht man sich auch nach meiner Erfahrung keine großen Sorgen zu machen.
Man muss den Saft natürlich einigermaßen pfleglich behandeln. Aufbewahrung in Glasfläschchen, geschützt gegen dauerhafte Sonneneinwirkung sind schon die halbe Miete. Wenn man dann noch sauber arbeitet und Verunreinigen durch andere Reagenzien vermeidet (Laugen wie Kali-, Natronlauge oder Ammoniak sind allerdings Gift für Jod-haltige Reagenzien insbesondere für Melzer), steht einer jahrelangen Gebrauchsfähigkeit kaum noch etwas im Wege. Luft das heißt Sauerstoff schadet dem Jod nicht.
Jod ist allerdings ein sehr reaktives Element, das besonders gerne mit organischen Substanzen reagiert. Wer schon mal etwas Melzer auf die Hand bekommen hat, weiß, dass sich der braune Fleck nicht mehr abwischen lässt, weil das Jod spontan mit den Molekülen der Haut reagiert hat. Ähnlich große Zuneigung zeigt Jod zu Kunststofffläschchen oder Gummi. Deshalb färbt sich das Gummihütchen der Pipette auf dem Fläschchen mit Melzer oder Lugol über kurz oder lang braun. Das schadet zwar dem Pinpettenhütchen, weil der Gummi irgendwann bröselig wird, aber das Jodreagenz ist dann wahrscheinlich immer noch ok. Aber soweit muss man es ja nicht kommen lassen.
Fazit meines hoffentlich nicht zu langen Vorwortes: Die Haltbarkeit von Melzers Reagenz sollte kein Hinderniss für erfolgreiche Bestimmungsversuche sein.
Salut
Thomas
N'abend zusammen,
erst mal schönen Dank für diese Hinweise.
Ich hatte aufgrund meines Hinweises von vorhin schon überlegt, an welchem sicher bestimmbaren Pilz ich mein Melzers testen könnte. Aber da es ja erst ein Jahr bei mir rumsteht, erübrigt sich wohl der Test.
Vielen Dank,
Jens
Hallo Andreas,
Heißen die Erlenschnitzlinge jetzt Sumpfschnitzlinge? Kommen gar einige von ihnen gar nicht bei Erlen vor?
Noch ein kleiner Hinweis am Rande;) In Gruppe 2 Blätterpilze scheibst du "Rötlingartige" anstelle von "Rötlingsartige". Hättest Du ja wahrscheinlich spätestens beim Korrekturlesen gesehen, aber ich wollt halt mal Korinthenkacker spielen.
Wirst Du auf den angegeben Folgeseiten (Sxxx) dann wenigstens auch die lateinischen Gattungsnamen mit angeben? Für weitere IT- oder Buchrecherchen wäre das ja fast unabdingbar.
Bisher liest sich alles prima, aber von vielen Familien habe ich leider noch viel zu wenig Ahnung, um etwas Kritisches anzumerken.
LG,
Jens
Hallo Andreas!
Können ja nur Kleinigkeiten sein, die man da verbessern kann:
Gruppe 7 Schlauchpilze:
Punkt 1: "Frk. schüsselförmig oder kugelig und Außenseite hart"
könnte je nach Betonung des "UND" oder des "ODER" zu Missverständnissen führen.
Besser wäre vielleicht
Punkt 1: "Frk. entweder schüsselförmig oder kugelig mit harter Außenseite"
Gruß Ingo W
Hallo Andreas!
Können ja nur Kleinigkeiten sein, die man da verbessern kann: Gruppe 7
Schlauchpilze: Punkt 1: "Frk. schüsselförmig oder kugelig und
Außenseite hart"
könnte je nach Betonung des "UND" oder des "ODER" zu
Missverständnissen führen.
Besser wäre vielleicht
Punkt 1: "Frk. entweder schüsselförmig oder kugelig mit harter
Außenseite"
Gruß Ingo W
Hallo Ingo,
ja, danke, super!
beste Grüße,
Andreas
Hallo Andreas,
ich kenne zwar nicht diesen Schlüssel (vielleicht hast Du ihn ja der Sendung
beigelegt), aber darf ich vorschlagen, die deutschen Begriffe
"Faserstielige Blätterpilze" und "Sprödstielige
Blätterpilze" zu verwenden. Es ist halt so, dass es wenige Russulales
mit weichen Lamellen und ebenso Agaricales mit ziemlich spröden Lamellen.
Das unterscheidende Stielmerkmal ist sicher - und vor allem für Anfänger -
viel eindeutiger.
Beste Grüße,
Heinz Ebert
Hallo Heinz,
da hast Du recht, das Wort Faserblättler fand ich auch so unglücklich, dass ich mich ja statt dessen wieder für "Ritterlingsverwnadte" entschieden habe. Im Schlüssel wird ja darum auch explizit auf die Brüchigkeit des Stiels und nicht etwa der Lamellen hingewiesen - bei den Milchlingen hätte man da auch so seine Probleme und der Seifen-Ritterling hat dafür umgekehrt auch oft Täublings-Lamellen ....
Ich werde mir Deinen Vorschlag mit "-stilieg" aber überlegen, gefällt mir eigentlich ganz gut, nur ein bißchen lang.
beste Grüße,
Andreas
Hallo Andreas,
ich finde es ja lustig, dass du auch den Begriff "Faserblättler" verwendet hast - das hab ich vor ein paar Monaten mal hier im Forum ganz arglos so hingeschrieben, als jemand bei einem Lamellenpilz mit rotem Hut gefragt hat, ob das ein Täubling oder ein Fliegenpilz sei. Bei meiner Erklärung hatte ich dann auf den grundsätzlichen Unterschied zwischen Sprödblättlern und "Faserblättlern" verwiesen und mir prompt eine Rüge von Heinz Ebert eingefangen, dass ich mit diesem gar nicht existenten Begriff für Verwirrung sorgen würde... 
Ich halte "Faserblättler" aber trotzdem für gar keine so schlechte Bezeichnung. "Sprödblättler" verstehe ich ja auch nicht so, dass es sich dabei um einen Pilz mit spröden Blättern handelt, sondern um einen Blätterpilz, der spröde ist. Ebenso wäre ein Faserblättler für mich kein Pilz mit faserigen Blättern (das wäre in der Tat etwas irreführend), sondern um einen Blätterpilz, der faserig ist. Und es ist einfach kürzer als "faserstielige Blätterpilze", auch wenn ich gerne einräume, dass das eine präzisere Beschreibung ist.
Viele Grüße
Melli
Hallo Melli,
den Begriff hat meines Wissens Walter Pätzold in seinem "1mal1 des Pilze sammelns" geprägt oder zumindest publik gemacht. Auch Rita Lüder in ihrem "Grundkurs Pilzbestimmung" spricht des öfteren von Faserblättlern.
@Heinz: Den Begriff gibt es also durchaus schon.
beste Grüße,
Andreas
hallo ihr lieben,
darf ich vorschlagen, die deutschen Begriffe
"Faserstielige Blätterpilze" und "Sprödstielige
Blätterpilze" zu verwenden.
da will ich dem heinz sehr beipflichten.
die begriffe faserblättler und sprödblättler scheinen mir, anders, als z.b. melli, eher unglücklich. wie soll denn ein laie darauf kommen, dass es hier nicht um die konsistenz der lamellen geht? da ist mir ein längerer, aber korrekter begriff viel lieber. zumal die stielprobe für anfänger eine sehr einfache, eindrückliche und gut zu reproduzierende möglichkeit bietet, der merkmalsflut zu begegnen.
gruss von coco
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Hallo Wortfinder,
eigenartigerweise erwecken die Beiträge in mir zunehmend Assoziation zu Hornberg. Walters Pilze können unmöglich der Grund sein. Was aber dann? Etwa das absehbare Ende
.
Gruß - Waldschrat
... und alle,
die Begriffe "Sprödstielige" und "Fasterstielige" Blätterpilze wurden ein klein wenig früher vorgeschlagen. Nachzulesen in Z.Mykol.71/2(2005), DGfM-Mitteilungen: 57-58. Leider hat es die DGfM - obwohl sie einen bezahlten Admin hat - bisher nicht geschafft, die Ausgaben der Mitteilungen online zu stellen.
Beste Grüße,
Heinz Ebert
Hallo Melli,
den Begriff hat meines Wissens Walter Pätzold in seinem "1mal1 des Pilze
sammelns" geprägt oder zumindest publik gemacht. Auch Rita Lüder in
ihrem "Grundkurs Pilzbestimmung" spricht des öfteren von
Faserblättlern.
@Heinz: Den Begriff gibt es also durchaus schon.
beste Grüße,
Andreas
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Hallo Wortfinder,
eigenartigerweise erwecken die Beiträge in mir zunehmend Assoziation zu
Hornberg. Walters Pilze können unmöglich der Grund sein. Was aber dann?
Etwa das absehbare Ende.
Gruß - Waldschrat
Hallo,
irgendwie ist bei mir heute Tag der langen Leitung, scheint mir. Ich kapiere nicht wirklich was Du sagen möchtest.
beste Grüße,
Andreas
... und alle,
die Begriffe "Sprödstielige" und "Fasterstielige"
Blätterpilze wurden ein klein wenig früher vorgeschlagen. Nachzulesen in
Z.Mykol.71/2(2005), DGfM-Mitteilungen: 57-58.
Hallo Heinz,
also eindeutig prioritätsberechtigt 
Schade dass mir bisher kein prägnanter Einzelbegriff dazu eingefallen ist, denn "Faserstieler" und "Sprödstieler" klingt doof, "Faserfleischer/Sprödfleischer" noch schlimmer *schauder*
Obwohl, der Clou wäre vielleicht "Fasertramer" und Sprödtramer"?
beste Grüße,
Andreas
Hallo Andreas,
Leitungen werden eher bei mir immer länger, nicht aber bei Einem in der Blüte seiner Jahre. Also: Die Diskussion über Formulierungen zum Schlüssel endet wahrscheinlich wie einstmal das Hornberger Schiessen.
Gruß - Waldschrat
hallo andreas,
Schade dass mir bisher kein prägnanter Einzelbegriff dazu eingefallen ist,
denn "Faserstieler" und "Sprödstieler" klingt doof
beim ersten lesen ja. inzwischen denke ich, das klingt auch nicht doofer, als "faserblättler" und "sprödblättler" es tun, wenn man die begriffe erstmals liest.
also schlage ich ernsthaft vor, von "faserstielern" und "sprödstielern" zu sprechen.
gruss coco
p.s. für karl-heinz meinetwegen "brechstieler" ;)
Hallo Wortfinder,
eigenartigerweise erwecken die Beiträge in mir zunehmend Assoziation zu
Hornberg. Walters Pilze können unmöglich der Grund sein. Was aber dann?
Etwa das absehbare Ende.
Gruß - Waldschrat
lieber, garst´ger schrat,
manchmal verstehe ich dein miesepeter-gebrummel wirklich nicht.
dieser thread ist doch eindeutig fruchtbar für alle mitmacher und hilfreich für andreas. ist diskutieren schon zuviel der kommunikation?
übrigens endet m.e. wenig, was andreas anpackt, wie das hornberger schiessen. und wenn´s mal etwas dauert, wird es sicher extra gut ;)
gruss coco
Hallo coco,
au weia, das sitzt. Aber wetten, am Ende habe ich recht!
Gruß - Waldschrat
mein Beitrag zielte nicht auf Andreas, sondern auf die Kommentare zu seinem Schlüssel. Anrea´s Fachwissen beeindruckt mich sehr und löst wiederholt Bewunderung und Minderwertigkeitkomplexe bezüglich meinem pilzlichem Wissen aus.
Gruß - Waldschrat
P.S.: Dein Schriftstil imponiert mir sehr!
Hallo Andreas,
Leitungen werden eher bei mir immer länger, nicht aber bei Einem in der Blüte
seiner Jahre. Also: Die Diskussion über Formulierungen zum Schlüssel endet
wahrscheinlich wie einstmal das Hornberger Schiessen.
Gruß - Waldschrat
Hallo Waldschrat,
ah, so war das gemeint.
Nun, das wollen wir natürlich nicht hoffen, und ich denke auch nicht dass es so sein wird. Denn eigentlich weiß ich ja recht genau was ich machen will. Aber erstens ist nichts so gut, dass es nicht noch besser werden könnte und zweitens verspreche ich mir doch ein paar überdenkenswerte Anregungen, auf die ich selber nicht gekommen wäre. Man hat halt manchmal einfach eingefahrene Pfade und merkt es nicht mal.
Und dass ich letztlich in Entscheidungsnöte käme und dann gar nix dabei rauskommt, das kann ich guten Gewissens verneinen. Ich denke, dass letztlich keiner der Beteiligten mir ernsthaft böse ist, wenn ich seine Vorschläge dann doch nicht umsetze, aus welchen Gründen auch immer.
beste Grüße,
Andreas, der sich bisher Zeit seines Lebens in der Blüte fühlte und hofft, dass das noch bis ans Lebensende anhält 
hallo andreas,
beim ersten lesen ja. inzwischen denke ich, das klingt auch nicht doofer, als
"faserblättler" und "sprödblättler" es tun, wenn man
die begriffe erstmals liest.
also schlage ich ernsthaft vor, von "faserstielern" und
"sprödstielern" zu sprechen.
gruss coco
p.s. für karl-heinz meinetwegen "brechstieler" ;)
Hallo Coco,
hmm, also ich weiß nicht recht. Abewr ich werd's die nächsten Tage mal immer vor mich hin murmeln, vielelicht gewöhne ich mich ja doch dran 
beste Grüße,
Andreas
Hallo zusammen,
ich persönlich finde "Faserfleischige" und "Sprödfleischige" als Bezeichnungen am besten. Klingt nicht so seltsam wie "Faser-" bzw. "Sprödfleischer", ist aber trotzdem einfach und korrekt. Aber am Ende ist's ja doch nur eine Frage der persönlichen Vorlieben, welche Ausdrücke man verwendet. Vereinheitlichen ist bei so was schwierig bis unmöglich.
Schöne Grüße
Gernot
Aber erstens ist nichts so gut, dass es nicht noch besser werden könnte
und zweitens verspreche ich mir doch ein paar überdenkenswerte Anregungen,
auf die ich selber nicht gekommen wäre. Man hat halt manchmal einfach
eingefahrene Pfade und merkt es nicht mal.
Genau so ist es. Gleichwohl sprießt aus Komunikation die Gefahr, sich unbewußt anzupassen an Falsches.
letztlich keiner der Beteiligten mir ernsthaft böse ist, wenn ich seine
Vorschläge dann doch nicht umsetze, aus welchen Gründen auch immer.
Ganz gewiß, schließlich sind alle Beteiligte Natur- und somit (unbewußt) Wahrheitsliebhaber!
Gruß - Waldschrat
Hallo Coco,
hmm, also ich weiß nicht recht. Abewr ich werd's die nächsten Tage mal immer
vor mich hin murmeln, vielelicht gewöhne ich mich ja doch dran
beste Grüße,
Andreas
Hallo Andreas,
also ich fand damals im Gerhardt die Erklärung (Zitat): "Fleisch käseartig-brüchig,; Lamellen bei Verletzung splitternd oder milchend" absolut gut verständlich (...für Autodidakten). Aber auch Gerhardt hätte natürlich darauf hinweisen sollen, dass das Stielfleisch gemeint ist.
Ich werf mal, auch wenn das wohl nie übernommen wird, Käsebruch-Stieler in den Raum, wobei ich gerade doof grinse
.Immerhin weist Faserbruch ja auch auf Fasern hin. Und spröde oder Brechstieler triffts ja nicht genau.
Allerdings, da jeder heute sofort googelt, würde ich vielleicht auch beim Begriff Sprödblättler bleiben, auch weil Du ja in der Schlüsselerklärung darauf eingehen kannst, was die Merkmale sind.
Für den Rest finde ich Faserstieler gut.
LG,
Jens
Hallo Andreas!
Kleine Anmerkung noch:
Gruppe 5, hier fehlt 6* (stattdessen 5*)
Ich denke, die Erdzungen und Kernkeulen wirst du über die Keulen aufschlüsseln, stimmt´s?
Aber was machst du mit Cudoniella, Cudonia oder Vibrissea truncorum oder auch stark konvex geformten Ascos? Aber womöglich führt das zu tief, richtig?
VG
Ingo W