Erfahrungen mit Mikroskop

AlexR, (vor 6880 Tagen)

An alle Mikroskopexperten,

ich suche schon seit längerer Zeit ein geeignetes Mikroskop zur Bestimmung
von Pilzen.

Nachdem ich schon zahlreiche Diskussionsbeiträge über das Für und Wider
diverser Mikroskophersteller gelesen habe und ich ein fast schlüssiges
Bild für eine sinnvolle Ausstattung habe, ist noch ein Punkt offen, bei
dem ich Eure Hilfe benötige.

Der Punkt ist die Beleuchtung. Die Verfechter der reinen Lehre raten
zu einer echten Köhlerschen Beleuchtung. Echte Köhlersche Beleuchtung
heißt ein Kondensor mit einer Apertur von ca. 1,2 der höhenverstellbar
und zentrierbar ist sowie eine auf das Mikroskop gerechnete richtige
Leuchfeldblende.

Bei vielen Mikroskopen neuerer Bauart auch der namhafter Hersteller wurden aufgrund der einfacheren Bedienbarkeit die echte Köhlersche Beleuchtung durch eine sog. Fixed-Köhlersche-Beleuchtung ersetzt. Diese ist also nicht mehr verstellbar.

Jetzt die Frage: Ist es recht nett eine echte Köhlersche Beleuchtung zu haben
oder ist die Fixed-Variante völlig ausreichend, um die entscheidenden
Mikromerkmale sauber zu erkennen und sich dabei an einem schönen Mikrobild
zu erfreuen, das nicht dem Herbst im Park entspricht?

So jetzt bin ich mal auf Eure Antworten gespannt, in der Hoffnung am Ende
des Tages schlauer zu sein.

Gruß,

AlexR

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Re: Erfahrungen mit Mikroskop

hoennetaler, (vor 6880 Tagen) @ AlexR

Hallo Alex!

Bin zwar kein Experte, kann aber trotzdem mal von meinen Erfahrungen berichten.

Ich selbst mikroskopiere mit einem Carl Zeiss Jena Laboval 4. Eines der letzten Zeiss-Labormikroskope aus DDR-Produktion. Dieses Mikro hat auch "nur" eine Fixed-Köhlerbeleuchtung. Ein Foto mit Russula-Sporen in 1000facher Vergrößerung kannst Du dir hier ansehen: Beitrag 131731
Das Angebot an Optiken für Zeiss Jena Mikroskope bei ebay ist ausreichend, zudem wird das Gerät praktisch baugleich von der Nachfolgefirma http://www.askania.de (RML 5)vertrieben. Service und Ersatzteile sind also auch gesichert.

In unserem Pilzverein benutzen wir ein älteres Zeiss-Standard, mit echter Köhlerbeleuchtung. Ersatzteillage natürlich optimal. Wenn aber jemand mal aus Versehen am falschen "Rädchen" dreht, muss wieder mühsam geköhlert werden.

Viel benutzt unter Pilzlern werden auch die Olympus CH 2 Mikroskope. Die sind glaube ich auch mit Fixed-Köhlerbeleuchtung.

Mein Fazit: Mir reicht, auch auf Grund der einfachen Bedienung, ein Mikroskop mit Fixed-Köhler vollkommen aus.

Es wird aber wohl auch andere Meinungen geben. Wenn man fotografisch das letzte aus seinem Präparat rausholen will, soll die Köhlerbeleuchtung noch etwas mehr an Qualität bringen.

Gruß
Jürgen

An alle Mikroskopexperten,
ich suche schon seit längerer Zeit ein geeignetes Mikroskop zur Bestimmung
von Pilzen.
Nachdem ich schon zahlreiche Diskussionsbeiträge über das Für und Wider
diverser Mikroskophersteller gelesen habe und ich ein fast schlüssiges
Bild für eine sinnvolle Ausstattung habe, ist noch ein Punkt offen, bei
dem ich Eure Hilfe benötige.
Der Punkt ist die Beleuchtung. Die Verfechter der reinen Lehre raten
zu einer echten Köhlerschen Beleuchtung. Echte Köhlersche Beleuchtung
heißt ein Kondensor mit einer Apertur von ca. 1,2 der höhenverstellbar
und zentrierbar ist sowie eine auf das Mikroskop gerechnete richtige
Leuchfeldblende.
Bei vielen Mikroskopen neuerer Bauart auch der namhafter Hersteller wurden
aufgrund der einfacheren Bedienbarkeit die echte Köhlersche Beleuchtung
durch eine sog. Fixed-Köhlersche-Beleuchtung ersetzt. Diese ist also nicht
mehr verstellbar.
Jetzt die Frage: Ist es recht nett eine echte Köhlersche Beleuchtung zu haben
oder ist die Fixed-Variante völlig ausreichend, um die entscheidenden
Mikromerkmale sauber zu erkennen und sich dabei an einem schönen Mikrobild
zu erfreuen, das nicht dem Herbst im Park entspricht?
So jetzt bin ich mal auf Eure Antworten gespannt, in der Hoffnung am Ende
des Tages schlauer zu sein.
Gruß,
AlexR

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Re: Erfahrungen mit Mikroskop

Der Juergen, (vor 6880 Tagen) @ AlexR

Hallo AlexR,

Jetzt die Frage: Ist es recht nett eine echte Köhlersche Beleuchtung zu haben
oder ist die Fixed-Variante völlig ausreichend, um die entscheidenden
Mikromerkmale sauber zu erkennen und sich dabei an einem schönen Mikrobild
zu erfreuen, das nicht dem Herbst im Park entspricht?

Meiner Erfahrung nach, und ich konnte schon einige Beleuchtungsarten durchs Okular begutachten (Fixed-Köhler, Köhler, 'Kritische Beleuchtung' (Oympus)), bietet die Köhler'sche Beleuchtung die besten Möglichkeiten, das letzte optische Quentchen herauszukitzeln. Natürlich muss alles andere stimmen: Gute Optik und leistungsstarke Lichtquelle. Da zum Glück miese Mikroskope (Optisch) kaum mit Köhler'scher Beleuchtungseinrichtung bestückt werden, ist das ja schon mal ein Qualitätsmerkmal für gute bis sehr gute Mikroskope. Ich arbeite momentan mit Fixed-Köhler, und das reichti mir völlig aus, selbst zum Fotografieren.

Grüßle
Juergen

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Re: Erfahrungen mit Mikroskop

Roman Krettek, (vor 6880 Tagen) @ AlexR

Hallo AlexR,

ich glaube auch, dass in den meisten Fällen eine Fixed-Köhler ausreicht. Trotzdem habe ich schlechte Erfahrungen damit und dieser Ausnahmefall kann halt passieren: ein relativ neues Olympus-Mikroskop zeigte ein flaues Bild. Ursache war ein "schiefer" Kondensor, der Lichtstrahl war einfach nicht mittig. Der Techniker von Olympus meinte, da könne auch er nichts machen. Es wäre also ein kompletter Kondensoraustausch fällig gewesen. Dann doch lieber gleich die teurere Variante...

Viele Grüße
Roman