Re: Alpen

Markus H., (vor 9903 Tagen) @ michel

Vergangenes Wochenende war ich bei Fieberbrunn (östlich von Kitzbühel)
unterwegs,da scheint zur Zeit einiges los zu sein mit Pilzen.
Ich war nicht speziell darauf aus, habe nur bei einer Rast
in ein Fichtenwäldchen zwischen Almwiesen reingeschaut.
Der Boden war voller Schafporlinge, Täublinge, Milchlinge,
Schleierlinge...paar Steinpilze waren auch dabei, die habe ich
mitgenommen. Wobei mir als deutschem Michel gleich etwas mulmig
wurde wegen der Pilzschutzbestimmungen. Die sind doch je nach
AU-Bundesland bzw. CH-Kanton verschieden, von Südtirol und sonstigem
Norditalien ganz zu schweigen.Alle zusammen dürften fast ein
mehrbändiges Werk ergeben, einen Überblick hat da wohl keiner?!
Also: Als Tourist einen Bogen um alle Pilze machen oder
wie ich dann doch)die Sache nicht ernst nehmen?
Und warum gibt es diese Schutzbestimmungen gerade
in den Alpengebieten, wo es doch schon wegen der Geländeverhältnisse
äusserst unwahrscheinlich ist, dass selbst von einer begehrten
Pilzart wie Boletus edulis auch nur die Hälfte des Fruchtkörperbestandes
in einer Region abgesammelt wird? Vielleicht hat einer der Markusse
aus den Alpenländern da mehr Durchblick?
Oder ist irgendwer schon mal beim Wandern auf Pilze kontrolliert worden?
Schöne Grüsse,
Michel

Hi Michel!

Klar gibt´s in Österreich Pilzschutzbestimmungen, und die
können nicht nur in jedem Bundesland, sondern auch in jeder
Region (Bezirk) anders sein. Ich kenne diese Bestimmungen auch nicht gut.
Grundsätzlich gilt aber:
1.) In Naturschutzgebieten soll man sich nicht erwischen lassen.
2.) Gibts Naturschutzgebiete, die man nicht mal betreten darf.
3.) Überall anders, wo nicht Tafeln stehen "Pilze pflücken und Beeren sammeln verboten"
kann man rund 2 kg/Person Speisepilze sammeln.
4.) Am besten fährt man in Gebiete, die nicht vom Tourismus überrannt sind;
dort wird auch nicht kontrolliert.

Hoffe, ich konnte dir ein bißchen helfen!

Ciao Markus H.

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