Neue Folge: Täubling der Woche #22 *PIC*

Thüringer-Holz, (vor 6718 Tagen)

heute:

Russula atrorubens - Schwarzroter Spei-Täubling oder Gilbender Spei-Täubling Quélet 1897

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Hallo liebe Gemeinde, heute stelle ich euch mal wieder einen scharfen Weißsporer aus der
Untersektion „Atropurpurinae“ vor.

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Charakteristisch für diesen Täubling ist seine beißende Schärfe, wenig festes Fleisch, blumig süßer
Bonbongeruch, leichtes Gilben beim Trocknen und das weiße bis leicht cremefarbene Sporenpulver.

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Sehr ähnlich kann Russula fragilis aussehen, der jedoch Laubbäume bevorzugt und meistens
gesägte Lamellenschneiden aufweist.

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Hut: leuchtend rot, karminrot, schwärzlich purpurrot, auch violettpurpurn oft mit dunkler Mitte

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Lamellen: weiß, ganzrandig, entfernt – nie gesägt, beim trocknen Tendenz zum Gilben

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Stiel: weiß, beim Trocknen von der Basis aufwärts leichtes Gilben

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Fleisch: weiß, sehr scharf

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Vorkommen: typischer Fichtenforst-Begleiter gern an feuchteren Ecken,
bei uns auf oberflächenversauerten Kalkböden, sonst eher im sauren sandigen Milieu,
eventuell auch bei Salix

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Erscheinungszeit: September bis Anfang November

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Mikroskopisch hat Russula atrorubens von allen rothütigen, scharfen Weißsporern die kleinsten Sporen –
die zumal meist länglich ausfallen.

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Hier unterscheidet er sich auch von der emetica-Gruppe die wesentlich größere
Sporen haben und immer rein weißes Sporenpulver aufweisen.

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Nachfolgend Auszüge der Mikromerkmale der hier vorgestellten Kollektionen die ich zusammen
mit Robin ausgearbeitet habe.

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Trotz der großen Variabilität der Huthautelemente zeigen die DZ meist keine oder eine einfache Septierung.

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Sporen: 6-8 x 4,5-7 im Schnitt 6,7 x 5,3

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Sporenpulverfarbe: weiß bis schwächst creme (Ib – IIa)

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Bis zum nächsten mal

Euer Felix

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Re: spekt,

ziggi, (vor 6718 Tagen) @ Thüringer-Holz

immer wieder ein Genuss.
Da es ja nun draußen wieder los geht mit den spröden Gesellen, würd ich mich nur zu gern an all das erinnern, was du leztes Jahr gezeigt hast...

LG Markus

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Re: Neue Folge: Täubling der Woche #22

Jochen Girwert, (vor 6718 Tagen) @ Thüringer-Holz

Eine schöne Erinnerung aus glücklichen Tagen, als es noch reichlich Täublinge gab! Eine Stunde heute: 1 schwer beschädigter (Frauen?-)Täubling, 2 x gedörrte Sommersteinpilze, 2 x Winz-Ascos.

Grüße, Jochen

heute: Russula atrorubens - Schwarzroter Spei-Täubling oder Gilbender
Spei-Täubling Quélet 1897


Hallo liebe Gemeinde, heute stelle ich euch mal wieder einen scharfen
Weißsporer aus der
Untersektion „Atropurpurinae“ vor.

Charakteristisch für diesen Täubling ist seine beißende Schärfe, wenig festes
Fleisch, blumig süßer
Bonbongeruch, leichtes Gilben beim Trocknen und das weiße bis leicht
cremefarbene Sporenpulver.


Sehr ähnlich kann Russula fragilis aussehen, der jedoch Laubbäume bevorzugt
und meistens
gesägte Lamellenschneiden aufweist.

Hut: leuchtend rot, karminrot, schwärzlich purpurrot, auch violettpurpurn oft
mit dunkler Mitte

Lamellen: weiß, ganzrandig, entfernt – nie gesägt, beim trocknen Tendenz zum
Gilben

Stiel: weiß, beim Trocknen von der Basis aufwärts leichtes Gilben

Fleisch: weiß, sehr scharf

Vorkommen: typischer Fichtenforst-Begleiter gern an feuchteren Ecken,
bei uns auf oberflächenversauerten Kalkböden, sonst eher im sauren sandigen
Milieu,
eventuell auch bei Salix

Erscheinungszeit: September bis Anfang November

Mikroskopisch hat Russula atrorubens von allen rothütigen, scharfen
Weißsporern die kleinsten Sporen –
die zumal meist länglich ausfallen.

Hier unterscheidet er sich auch von der emetica-Gruppe die wesentlich größere
Sporen haben und immer rein weißes Sporenpulver aufweisen.

Nachfolgend Auszüge der Mikromerkmale der hier vorgestellten Kollektionen die
ich zusammen
mit Robin ausgearbeitet habe.

Trotz der großen Variabilität der Huthautelemente zeigen die DZ meist keine
oder eine einfache Septierung.

Sporen: 6-8 x 4,5-7 im Schnitt 6,7 x 5,3

Sporenpulverfarbe: weiß bis schwächst creme (Ib – IIa)

Bis zum nächsten mal
Euer Felix

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Re: Neue Folge: Täubling der Woche #22

Markus Wilhelm ⌂, (vor 6717 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hallo Felix,

wie gewohnt sehr schöne Bilder und Dokumentation, Danke!
Zum Glück hat die Art gegenüber der doch sehr ähnlichen R. atropurpurea andere ökologische Aspekte, aber auch so wird die sicher viel verwechselt!

Viele Grüsse, Markus