Seitlings-Zweifel *PIC*

Pilzthomas, (vor 6601 Tagen)

Hallo in die Runde,

vorgestern habe ich einen Seitling an Douglasie gefunden, den ich - wenn er an Buche gewesen wäre - als Austernseitling angesprochen hätte.

Der Fund stammt aus einem Douglasien-Fichten-Forst (Garreler Talsandplatten südlich von Oldenburg):

[image]

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Der Wirtsbaum ist ungewöhnlich und für mich völlig neu.

Hat den schon mal jemand von Euch an Nadelholz insbesondere Douglasie gefunden?
Gibt es da evtl. noch andere Arten, die in Frage kommen?

Lieben Gruß und schönen Sonntag noch
Thomas

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Nachtrag: Seitlings-Zweifel

Pilzthomas, (vor 6601 Tagen) @ Pilzthomas

Nun habe ich mal Literatur gewälzt:

Nach GRÖGER 1, PDS 3 und PilzeBW 3 wird der Austernseitling an folgenden Nadelbaumarten selten gefunden: Tanne, Fichte, Kiefer und Wacholder.

Also nehme ich mal an, dass Douglasie auch in Ordnung geht, obwohl die bislang noch nicht genannt wird.

Die Nordamerikanerin scheint sich langsam einzuleben bei uns ;-)
Nach der Glucke letztes Jahr jetzt die Austernseitlinge, so darf das gerne weiter gehen mit der Integration.

Euch noch einen schönen Restsonntag
Thomas

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Re: Nachtrag: Seitlings-Zweifel

Heinz Ebert ⌂, (vor 6601 Tagen) @ Pilzthomas

Hallo IHR,
vorletzten Samstag gab es eine Krause Glucke an Fichte, den Rillstieligen Seitling gab es dieses Wochenende an Laub- und Nadelholz, und warum soll der Austernseitling nicht auch mal "fremdgehen".
Die nordamerikanischen Nadelhölzer und die ebenfalls von dort stammende Robinie (allgemein als Akazie bezeichnet, die sie aber nicht ist) haben bei uns kaum Begleitpilze. Anders ist es mit der amerikanischen Roteiche, die nach meinen Erfahrungen gerne mit einheimischen Eichenbegleitern Mykorrhizen bildet.
Beste Grüße,
Heinz Ebert

Nun habe ich mal Literatur gewälzt: Nach GRÖGER 1, PDS 3 und PilzeBW 3 wird
der Austernseitling an folgenden Nadelbaumarten selten gefunden: Tanne,
Fichte, Kiefer und Wacholder.
Also nehme ich mal an, dass Douglasie auch in Ordnung geht, obwohl die
bislang noch nicht genannt wird.
Die Nordamerikanerin scheint sich langsam einzuleben bei uns ;-)
Nach der Glucke letztes Jahr jetzt die Austernseitlinge, so darf das gerne
weiter gehen mit der Integration.
Euch noch einen schönen Restsonntag
Thomas

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Re: Nachtrag: Seitlings-Zweifel

Der Juergen, (vor 6601 Tagen) @ Heinz Ebert

Hallo Heinz,

Die nordamerikanischen Nadelhölzer und die ebenfalls von dort stammende
Robinie (allgemein als Akazie bezeichnet, die sie aber nicht ist) ...

Ich kenne die Robinie unter "Schein-Akazie" oder "Falsche Akazie".

Grüßle
Juergen

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Re: Nachtrag: Seitlings-Zweifel

Matthias, (vor 6601 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Jürgen,
der Name kommt halt von der Ähnlichkeit zur Akazie wie man auch am schlauen Namen sieht: Robinia pseudoacacia
Man könnte natürlich auch Gemeiner Schotendorn sagen um noch einen deutschen Namen ins Spiel zu bringen ;o)
viele Grüsse
Matthias

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OT: Scheinakazie

Gábor, (vor 6601 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Juergen,

nicht umsonst heißen Robininen auf schlau Robinia pseudoacacia.

Die echten Akazien Acacia sind übrigens äußerst spannend.
Sie verfügen u.A. über ein Kommunikationssystem, um sich untereinander vor Fraßfeinden zu warnen.

Zitat aus Wikipedia:
"Es wurde gezeigt, dass Akazien außerdem über ein Kommunikationssystem verfügen, um sich untereinander vor Fraßfeinden zu warnen. Dies geschieht über Ausbreitung von Ethylen über die Luft. Daraufhin wird in den Blättern der Gehalt an Tanninen drastisch erhöht. Entdeckt wurde dies, nachdem über 3000 eingezäunte Antilopen verendeten, die zwangsweise nur Akazien in dem eingezäunten Gebiet zum Fressen zur Verfügung hatten."
http://de.wikipedia.org/wiki/Akazien

LG, Gábor

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Re: Nachtrag: Seitlings-Zweifel

Neu-Ostwestfale, (vor 6600 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Heinz,
Ich kenne die Robinie unter "Schein-Akazie" oder "Falsche
Akazie".
Grüßle
Juergen

Hallo*,

den Austernseitling habe ich schon auf allen möglichen Hölzern und Substraten kultiviert bekommen. Der nimmt sogar Kaffeesatz.
Nur bei einer Holzsorte bin ich gescheitert: Robinie
Auf dem Holz wächst auch nach 3-4 Jahren kaum was.
....ist aber ein hervoragendes Brennholz mit einer höheren Dichte als Eiche und Buche.

Gruß
Wolfgang

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Re: Nachtrag: Seitlings-Zweifel

Waldschrat, (vor 6600 Tagen) @ Neu-Ostwestfale

... mit einer höheren Dichte als Eiche...:

Hallo Wolfgang,
das ist mir neu. Hatte es bislang andersrum gelernt.
Gruß - Waldschrat

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Re: Nachtrag: Seitlings-Zweifel

Gábor, (vor 6600 Tagen) @ Neu-Ostwestfale

Hallo Wolfgang,

das kann mit der Dichte nicht stimmen, denn die Robinie ist ein relativ leichtes Holz.
In meiner Kindheit habe ich daraus vieles geschnitzt...

LG, Gábor

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Re: Nachtrag: Seitlings-Zweifel

Neu-Ostwestfale, (vor 6600 Tagen) @ Gábor

Hallo Wolfgang,
das kann mit der Dichte nicht stimmen, denn die Robinie ist ein relativ
leichtes Holz.
In meiner Kindheit habe ich daraus vieles geschnitzt...
LG, Gábor

Hallo Gabor,

habe da was rauskopiert:
Holzart Brennwert/fm Brennwert/rm Brennwert/Kg
Ahorn 2600 1900 4,1
Birke 2700 1900 4,3
Buche 2800 2100 4,0
Eiche 2900 2100 4,2
Erle 2100 1500 4,1
Esche 2900 2100 4,2
Pappel 1700 1200 4,1
Robinie 3000 2100 4,1
Ulme 2800 1900 4,1
Weide 2000 1400 4,1
Douglasie 2200 1700 4,4
Fichte 2100 1500 4,5
Kiefer 2300 1700 4,4
Lärche 2300 1700 4,4
Tanne 2000 1400 4,5
Da die Dichte = Masse/ Volumen ist, kann man die Dichte aus den Werten "Brennwert/fm" und "Brennwert/kg" relativ einfach ausrechnen. Die Robinie liegt da ganz weit vorne.

...habe im Frühjahr eine Robinie zu Brennholz verarbeitet. Die war definitiv ziemlich schwer. Du musst da was verwechselt haben ;-).

Gruß
wolfgang

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