Peniophora cinerea *PIC*

Ingo Wagner, (vor 6500 Tagen)

Hallo!

Er dürfte der häufigste Zystidenrindenpilz bei uns sein, allerdings auch unauffälliger als seine Brüder: Peniophora cinerea (Aschgrauer Zystidenrindenpilz)
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Er wächst an vielen Laubhölzern, macht auch vor verholzten Kräuterstängeln keinen Halt. Dabei ist er an Laubholz meist an ansitzenden Ästen zu finden, Trockenheit scheint ihn nicht zu stören.

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auf unberindetem Holz bildet er meist langgezogene und gut abgegrenzte Beläge (erstes Bild!), auf Rinde sieht´s zu Anfang aus wie eine dicke graue Staubschicht.

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Die Beläge werden schnell felderig-rissig, unter der +- grauen Oberfläche ist die Trama rotbraun.

Wie ihr seht, sind auch an diesem Fruchtkörper wieder ein paar Hyphodiscus theiodeus (Rundsporige Hyphodiscus). So langsam müssen wir den wohl hier als gut verbreitet einschätzen, war wieder in einem anderen Viertelquadranten.

Falls ihr nichts anderes zu tun habt, könnt ihr ja mal bei euch nachschauen, würde mich schon interessieren, wie´s mit dem Becherling in anderen Gegenden aussieht.

VG Ingo W

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Re: Peniophora cinerea

MartinB, (vor 6500 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

so im Vorbeilaufen hätte ich gedacht: ja, ja, Diatrype stigma...
werd ich in Zukunft näher hinschauen.

Viele Grüße, Martin

Hallo!
Er dürfte der häufigste Zystidenrindenpilz bei uns sein, allerdings auch
unauffälliger als seine Brüder: Peniophora cinerea (Aschgrauer
Zystidenrindenpilz)

Er wächst an vielen Laubhölzern, macht auch vor verholzten Kräuterstängeln
keinen Halt. Dabei ist er an Laubholz meist an ansitzenden Ästen zu
finden, Trockenheit scheint ihn nicht zu stören.

auf unberindetem Holz bildet er meist langgezogene und gut abgegrenzte Beläge
(erstes Bild!), auf Rinde sieht´s zu Anfang aus wie eine dicke graue
Staubschicht.

Die Beläge werden schnell felderig-rissig, unter der +- grauen Oberfläche ist
die Trama rotbraun.
Wie ihr seht, sind auch an diesem Fruchtkörper wieder ein paar Hyphodiscus
theiodeus (Rundsporige Hyphodiscus). So langsam müssen wir den wohl hier
als gut verbreitet einschätzen, war wieder in einem anderen
Viertelquadranten.
Falls ihr nichts anderes zu tun habt, könnt ihr ja mal bei euch nachschauen,
würde mich schon interessieren, wie´s mit dem Becherling in anderen
Gegenden aussieht.
VG Ingo W

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Re: Peniophora cinerea

Ingo Wagner, (vor 6499 Tagen) @ MartinB

Hallo Ingo,
so im Vorbeilaufen hätte ich gedacht: ja, ja, Diatrype stigma...
werd ich in Zukunft näher hinschauen.
Viele Grüße, Martin

Hallo Martin!

Wenn du auf dem ersten Bild das Eichenblatt als Größenverhältnis nimmst, siehst du, dass die Peniophora meist gar nicht so groß ist. Auch ist sie nie schwarz, je nach Witterung hell- bis dunkelgrau, manchmal mit violettlichen oder bräunlichen Tönen.
Also vor Ort kaum Verwechslungsgefahr.

VG Ingo W

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Re: Peniophora cinerea

Violet, (vor 6499 Tagen) @ Ingo Wagner

Danke, lieber Ingo, das war sehr informativ!
Liebe Grüße
Ditte

Hallo!
Er dürfte der häufigste Zystidenrindenpilz bei uns sein, allerdings auch
unauffälliger als seine Brüder: Peniophora cinerea (Aschgrauer
Zystidenrindenpilz)

Er wächst an vielen Laubhölzern, macht auch vor verholzten Kräuterstängeln
keinen Halt. Dabei ist er an Laubholz meist an ansitzenden Ästen zu
finden, Trockenheit scheint ihn nicht zu stören.

auf unberindetem Holz bildet er meist langgezogene und gut abgegrenzte Beläge
(erstes Bild!), auf Rinde sieht´s zu Anfang aus wie eine dicke graue
Staubschicht.

Die Beläge werden schnell felderig-rissig, unter der +- grauen Oberfläche ist
die Trama rotbraun.
Wie ihr seht, sind auch an diesem Fruchtkörper wieder ein paar Hyphodiscus
theiodeus (Rundsporige Hyphodiscus). So langsam müssen wir den wohl hier
als gut verbreitet einschätzen, war wieder in einem anderen
Viertelquadranten.
Falls ihr nichts anderes zu tun habt, könnt ihr ja mal bei euch nachschauen,
würde mich schon interessieren, wie´s mit dem Becherling in anderen
Gegenden aussieht.
VG Ingo W

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Re: Peniophora cinerea

Lothar, (vor 6499 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

Er dürfte der häufigste Zystidenrindenpilz bei uns sein

das sind Aussagen, mit denen ich vorsichtig wäre. Was ist zum Beipiel mit Gegenden mit hohem Nadelwaldanteil? Ich glaube, P. cinerea kommt nicht an NH vor (oder irre ich mich? - falls, dann jedenfalls sehr selten). Ich denke, im Harz z.B. gehört P.c. nicht zu den häufigsten 30 Rindenpilzen.
Für welche Gegend trifft Deine Aussage zu? Und: bist Du sicher, dass er auch bei Dir z.B. häufiger ist als Hyphodontia sambuci, Radulomyces confluens oder Exidiopsis effusa (um nur mal drei zu nennen, die auch nach meiner Erfahrung sehr häufig sind).
Also: die Aussage
P. cinerea ist einer unserer häufigsten Rindenpilze
dürfte eher o.k. sein. Sorry für mein Erbsenzählertum *g*. Aber das kennt man ja nicht anders von mir ;-)
LG,
Lothar

Trockenheit scheint ihn nicht zu stören.

Er scheint sie eher sogar zu benötigen. Auf dauerhaft nassem Holz in der Bodenschicdht findet man P.c. eigentlich nicht (?).

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Re: Peniophora cinerea

Ingo Wagner, (vor 6499 Tagen) @ Lothar

Hallo Lothar!

Endlich mal etwas Intervention zu meinen Aussagen.

Als ich schrieb, "dürfte der häufigste Zystidenrindenpilz" bei uns sein, so meinte ich natürlich im engen Sinn, also nur Peniophoren betreffend.
Die anderen Rindenpilze mit Zystiden haben ja glücklicherweise dank "Bollmann & Co" einen sich unterscheidenden deutschen Namen bekommen, damit nicht alle Zystidenrindenpilz heißen.

Exidiopsis effusa (Rosagetönte Wachskruste) würde ich natürlich auch im weitesten Sinn nicht zu den Zystiden-Rindenpilzen zählen.

P. cinerea habe ich an Nadelholz noch nicht gesehen, aber auch in nadelholzreichen Gegenden gibt es doch immer irgendwo Laubholz, doch bestimmt auch im Harz.
Du hast allerdings recht, meine Einschätzung fußt aus der Erfahrung in meiner Gegend und das sollte man wohl nicht verallgemeinern. Dennoch, ich wüsste keine Peniophora-Art, die häufiger ist.

VG Ingo W

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Re: Peniophora cinerea

Lothar, (vor 6499 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,
Du schriebst ja tatsächlich "Zystidenrindenpilz" - ich war wohl wieder mal schludrig und las "Rindenpilz". Nun ja- aber man kann auch streiten, ob nicht P. incarnata in manchen Ecken häufiger ist, oder P. quercina, zumindest in warmen Ecken mit viel Eichen ...
Natürlich kommt P. cinerea auch im Harz vor, aber sicher seltener als manch anderer Rindenpilz. Da die meisten Peniophoren Laubholz besiedeln (bzw. die Nadelholzbewohner unter ihnen eher selten sind), wird Deine Aussage mit den obigen Einschränkungen (P. incarnata) auch für den Harz gelten.
Also wie gesagt: meine Intervention lag an ungenauem Lesen (s.o.).
LG,
Lothar

Hallo Lothar!
Endlich mal etwas Intervention zu meinen Aussagen.
Als ich schrieb, "dürfte der häufigste Zystidenrindenpilz" bei uns
sein, so meinte ich natürlich im engen Sinn, also nur Peniophoren
betreffend.
Die anderen Rindenpilze mit Zystiden haben ja glücklicherweise dank
"Bollmann & Co" einen sich unterscheidenden deutschen Namen
bekommen, damit nicht alle Zystidenrindenpilz heißen.
Exidiopsis effusa (Rosagetönte Wachskruste) würde ich natürlich auch im
weitesten Sinn nicht zu den Zystiden-Rindenpilzen zählen.
P. cinerea habe ich an Nadelholz noch nicht gesehen, aber auch in
nadelholzreichen Gegenden gibt es doch immer irgendwo Laubholz, doch
bestimmt auch im Harz.
Du hast allerdings recht, meine Einschätzung fußt aus der Erfahrung in meiner
Gegend und das sollte man wohl nicht verallgemeinern. Dennoch, ich wüsste
keine Peniophora-Art, die häufiger ist.
VG Ingo W

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Re: Peniophora cinerea

Ingo Wagner, (vor 6499 Tagen) @ Lothar

Hallo Ingo,
Du schriebst ja tatsächlich "Zystidenrindenpilz" - ich war wohl
wieder mal schludrig und las "Rindenpilz". Nun ja- aber man kann
auch streiten, ob nicht P. incarnata in manchen Ecken häufiger ist, oder
P. quercina, zumindest in warmen Ecken mit viel Eichen ...
Natürlich kommt P. cinerea auch im Harz vor, aber sicher seltener als manch
anderer Rindenpilz. Da die meisten Peniophoren Laubholz besiedeln (bzw.
die Nadelholzbewohner unter ihnen eher selten sind), wird Deine Aussage
mit den obigen Einschränkungen (P. incarnata) auch für den Harz gelten.
Also wie gesagt: meine Intervention lag an ungenauem Lesen (s.o.).
LG,
Lothar

Hallo Lothar!

Ich habe auch an die incarnata als häufigste Peniophora gedacht, denke aber, dass er einfach auffälliger ist und deshalb wohl der Bekanntere und häufiger gemeldete. Ist allerdings bloß Theorie.

Aber im Ernst, selbst, wenn ich nicht im Buchenwald unterwegs bin (wo er wohl fast an jedem 2. Ast zu finden ist) ist cinerea bei Exkursionen allgegenwärtig, wenn ich nicht gerade in reinen Nadelwäldern unterwegs bin.

Mit seinen Doppelgängern muss ich mich allerdings noch mal auseinandersetzen. An Weide gibt´s z.B. immer einen, der mehr violettgrau ist.

VG Ingo W

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Re: Peniophora cinerea

Lothar, (vor 6499 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,
an Buche - ja da kommt cinerea auch vor. Viel häufiger finde ich die Art aber z.B. an Weide. Violettgrau oder auch nicht, das ist wohl nix eigenes. Apropos Doppelgänger: makroskopisch nicht unbedingt unterscheiden kann ich P. lycii. Die scheint aber eher in wärmeren Ecken häufiger zu sein, gern auch an Ziersträuchern. Was nicht heißt, dass P. cinerea die meiden würde ....
Wie auch immer -.....
LG,
Lothar

Hallo Lothar!
Ich habe auch an die incarnata als häufigste Peniophora gedacht, denke aber,
dass er einfach auffälliger ist und deshalb wohl der Bekanntere und
häufiger gemeldete. Ist allerdings bloß Theorie.
Aber im Ernst, selbst, wenn ich nicht im Buchenwald unterwegs bin (wo er wohl
fast an jedem 2. Ast zu finden ist) ist cinerea bei Exkursionen
allgegenwärtig, wenn ich nicht gerade in reinen Nadelwäldern unterwegs
bin.
Mit seinen Doppelgängern muss ich mich allerdings noch mal auseinandersetzen.
An Weide gibt´s z.B. immer einen, der mehr violettgrau ist.
VG Ingo W