Macrolepiotamumienfrage und Mikroskop *PIC*

Violet, (vor 6488 Tagen)

Liebe Kundige, also um mich im Mikroskopieren zu üben, hab ich heut nachmittag im Wintergarten eine Macrolepiotamumie eingesammelt und eingeweicht. Die M.s wachsen da jedes Jahr, und ich bin davon ausgegangen, dass es M. rachodes var. hortensis ist - und hab sie stehenlassen. Der Hut hat noch nicht ausgesport, aber ich hab ein Stückchen Lamelle mikroskopiert - und da geschah das Wunder: Während ich durchschaute, schoss eine Fontäne neuer Sporen ins Bild! War das die Wärme???
Ich jedenfalls war platt und bin überhaupt voll begeistert vom Mikroskopieren, auch wenn ich bislang mit Ausnahme der Sporen nichts identifizieren kann....

Also: Da ich noch keine anschließbare Kamera und noch kein Messdingens habe, hab ich die Sporen aufgemalt. Kann jemand damit was anfangen und/oder mit dem Bild der Mumie?

Hier die Mumie:

[image] http://www.imgbox.de

Hier der Stiel der Mumie (hatte, wie ich mich erinnere, eine Knolle unten):

[image] http://www.imgbox.de

Und hier meine Super-Umzeichnung der Sporen:

[image] http://www.imgbox.de

Noch Tipps (außer: Üben, üben üben)???

Ich grüß euch!
Ditte

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Re: Macrolepiotamumienfrage und Mikroskop

Ingo Wagner, (vor 6488 Tagen) @ Violet

Hallo Ditte!

und da geschah das Wunder: Während ich durchschaute,
schoss eine Fontäne neuer Sporen ins Bild! War das die Wärme???

Die Wärme war´s mehr indirekt. Das Wasser verdunstet mit der Zeit, manchmal beginnt das Wasser dann in eine bestimmte Richtung zu strömen und transportiert natürlich die leichteren Teile.

Ich will damit sagen, die freischwimmenden Sporen existierten schon an anderer Stelle, meist etwas abseits des Präparates.

VG Ingo W

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Re: Macrolepiotamumienfrage und Mikroskop

Violet, (vor 6487 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ditte!
Die Wärme war´s mehr indirekt. Das Wasser verdunstet mit der Zeit, manchmal
beginnt das Wasser dann in eine bestimmte Richtung zu strömen und
transportiert natürlich die leichteren Teile.
Ich will damit sagen, die freischwimmenden Sporen existierten schon an
anderer Stelle, meist etwas abseits des Präparates.
VG Ingo W

Auch hier: Danke, Ingo!
Aber mit der Mumie weiß niemand Rat?
LG Ditte

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Re: Macrolepiotamumienfrage und Mikroskop *PIC*

Andreas ⌂, (vor 6487 Tagen) @ Violet

Auch hier: Danke, Ingo!
Aber mit der Mumie weiß niemand Rat?
LG Ditte

Hallo Ditte,

nee so einfach geht das bei Macrolepiota leider nicht. Dass es eine ist, ist schon klar, aber welche? Was z.B. noch weiterhelfen würde wäre die Form des Keimporus. Das ist die Stelle gegenüber dem Apikulus (dem Anwachspunkt der Spore, also dieser Schniepel da). Diesen Porus hast Du gar nicht gezeichnet, er muss aber da sein.

Ich hänge mal ein Bildchen an, da siehst Du die Sporen einmal gezeichnet und einmal als Mikrofoto. Es sind zwar keine Macrolepiota-Sporen sondern welche von Leucoagaricus, aber die sehen ganz ähnlich aus in der Struktur (weniger in der Form). Da kannst Du den Porus ganz gut erkennen. Das Mikrofoto ist in Brilliantkrsylblau, ein Farbstoff der metachromatisch wirkt. Das Sporeninnere und die Sporenwand bekommen verschiedene Färbungen. Bei Macrolepiota färbt sich die dicke Wand rosa, das Innere blau, während bei Leucoagaricus nicht die ganze Wand rosa färbt sondern selekktiv der Porustrakt, der das Innere dann ebenfalls blau wie bei Macrolepiota.

beste Grüße,
Andreas

[image]

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Re: Macrolepiotamumienfrage und Mikroskop

Violet, (vor 6487 Tagen) @ Andreas

Hallo Ditte,
nee so einfach geht das bei Macrolepiota leider nicht. Dass es eine ist, ist
schon klar, aber welche? Was z.B. noch weiterhelfen würde wäre die Form
des Keimporus. Das ist die Stelle gegenüber dem Apikulus (dem Anwachspunkt
der Spore, also dieser Schniepel da). Diesen Porus hast Du gar nicht
gezeichnet, er muss aber da sein.
Ich hänge mal ein Bildchen an, da siehst Du die Sporen einmal gezeichnet und
einmal als Mikrofoto. Es sind zwar keine Macrolepiota-Sporen sondern
welche von Leucoagaricus, aber die sehen ganz ähnlich aus in der Struktur
(weniger in der Form). Da kannst Du den Porus ganz gut erkennen. Das
Mikrofoto ist in Brilliantkrsylblau, ein Farbstoff der metachromatisch
wirkt. Das Sporeninnere und die Sporenwand bekommen verschiedene
Färbungen. Bei Macrolepiota färbt sich die dicke Wand rosa, das Innere
blau, während bei Leucoagaricus nicht die ganze Wand rosa färbt sondern
selekktiv der Porustrakt, der das Innere dann ebenfalls blau wie bei
Macrolepiota.
beste Grüße,
Andreas

Oh, Andreas, du bist ein Schatz - ich werd nachher gleich ausführlich gucken und mich dann nochmal melden. Und danke auch für die Info mit dem Farbstoff!
Sagst du mir auch, wie das geht, dass der Samtfußrübling "zuweilen" anastomisiert?
Sonnige Grüße
Ditte

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Re: Macrolepiotamumienfrage und Mikroskop

Andreas ⌂, (vor 6487 Tagen) @ Violet

Hallo,

Sagst du mir auch, wie das geht, dass der Samtfußrübling "zuweilen"
anastomisiert?

tja, da kann ich nur zu sagen, das ist halt so ....
Bei den Menschen soll's auch Unterschiede geben in der Ausprägung der Stirn-Anastomosen - sogar innerhalb derselben Familie ist das recht unterschiedlich *ggg*

beste Grüße,
Andreas

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keine Schniepel weit und breit *PIC*

Violet, (vor 6487 Tagen) @ Andreas

Also, lieber Andreas, nun hab ich etwa 500 Sporen von allen Seiten betrachtet, aber einen Schniepel welcher Art auch immer hab ich nicht gesehen :(( Außen sind sie schwarz, dann fogt ne rosa Hülle, dann grüne Innereien, mal am Stück, mal zweigeteilt, mal dreigeteilt, mal gekrösig. Unten die Linien sind alle zugezogen.
Kurz: Ich bin unbedingt dafür, dass Schniepelsuchen zu den Arbeiten eines fortgeschrittenen Mikroskopierers gehört :)) Vielleicht gibts die Schniepel ja auch nicht bei wiederbelebten Mumien?

Hier nochmal, was ich gesehen habe:

[image] http://www.imgbox.de

Liebe Grüße
Ditte

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Re: keine Schniepel weit und breit

Andreas ⌂, (vor 6487 Tagen) @ Violet

Also, lieber Andreas, nun hab ich etwa 500 Sporen von allen Seiten
betrachtet, aber einen Schniepel welcher Art auch immer hab ich nicht
gesehen :(( Außen sind sie schwarz, dann fogt ne rosa Hülle, dann grüne
Innereien, mal am Stück, mal zweigeteilt, mal dreigeteilt, mal gekrösig.
Unten die Linien sind alle zugezogen.
Kurz: Ich bin unbedingt dafür, dass Schniepelsuchen zu den Arbeiten eines
fortgeschrittenen Mikroskopierers gehört :)) Vielleicht gibts die
Schniepel ja auch nicht bei wiederbelebten Mumien?
Hier nochmal, was ich gesehen habe:
Liebe Grüße
Ditte

Hallo Ditte,

tja, da kann ich Dir so jetzt nüscht weiter zu sagen, woran das liegt. Kann sein, Dein Mikroskop bringt's nicht so, kann sein Dein Präparat bringt's nicht so, kann sein dein Mikroskop bringt's ist aber nicht gut eingestellt, kann sein die Färbetechnik ist optimierbar, kann sein .....
Der Pilz muss jedenfalls ein Schniepelchen haben und am anderen Ende der Spore einen Porus, der mit einem kleinen halbrunden Deckelchen ("Kallus")verschlossen ist.

Vielleicht bringst Du das Teil mal mit, dann gehen wir gemeinsam Schniepelchen suchen *hihi*

beste Grüße,
Andreas

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Re: keine Schniepel weit und breit

Violet, (vor 6487 Tagen) @ Andreas

Hallo Ditte,
tja, da kann ich Dir so jetzt nüscht weiter zu sagen, woran das liegt. Kann
sein, Dein Mikroskop bringt's nicht so, kann sein Dein Präparat bringt's
nicht so, kann sein dein Mikroskop bringt's ist aber nicht gut
eingestellt, kann sein die Färbetechnik ist optimierbar, kann sein .....

Hab ja gar nichts gefärbt... am wahrscheinlichsten ist, dass ICH es noch nicht so bringe - hab ja grad erst angefangen und so völlig ohne Unterweisung ist es ein klarer Fall von trial-and- error. :)) Naja, sie werden wieder wachsen und dann sehn wir weiter und dann bring ich einen mit.

Dank dir jedenfalls (wenn ich da die Angaben oben von Maren lese, packt mich der blanke Neid...)
Liebe Grüße
Ditte

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Re: keine Schniepel weit und breit

myco_loco, (vor 6487 Tagen) @ Andreas

Hi ihr zwei (Andreas, Ditte),

ich hab zwar absolut keine Ahnung, was ein "Schniepel" ist, geschweige denn ein "Schniepelchen", aber ich möchte Andreas Aussage korrigieren...

Den Keimporus mit Kallus haben nur die "echten" Macrolepioten, also nicht Chlorophyllum (mit Ch. rhacodes), denn da fehlt der Kallus.

Zum Bestimmen der Leiche bräuchte man deutlich mehr Merkmale - z.B.: Sporenpulverfarbe, Lamellenfarbe, Fleischverfärbung an der Luft, Schnallen an Basidien oder nicht, Sporengröße, HDS (Länger der Haare bzw. Zelllänge derselben), Größe und Art des Keimporus usw.

- ich mag die Gattung - :-)

Vermutlich kann man zumindest Chlorophyllum (Macrolepiota) molybdites ausscheiden lassen. Die Sporen wären am Ende sehr breit abgestutzt, wie abgesägte Projektile. Das wäre Ditte sicher aufgefallen.

Ansonsten hat Andreas natürlich völlig Recht - es kann am Mikroskop liegen, an mangelnder Erfahrung, an beidem oder am Pilz... Wenn der Pilz (Wintergarten) niemals Frost mitbekommt, kann es auch etwas aus den Tropen/Subtropen sein).

LG
Christoph

Hallo Ditte,
tja, da kann ich Dir so jetzt nüscht weiter zu sagen, woran das liegt. Kann
sein, Dein Mikroskop bringt's nicht so, kann sein Dein Präparat bringt's
nicht so, kann sein dein Mikroskop bringt's ist aber nicht gut
eingestellt, kann sein die Färbetechnik ist optimierbar, kann sein .....
Der Pilz muss jedenfalls ein Schniepelchen haben und am anderen Ende der
Spore einen Porus, der mit einem kleinen halbrunden Deckelchen
("Kallus")verschlossen ist.
Vielleicht bringst Du das Teil mal mit, dann gehen wir gemeinsam
Schniepelchen suchen *hihi*
beste Grüße,
Andreas

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Re: keine Schniepel weit und breit *PIC*

Violet, (vor 6487 Tagen) @ myco_loco

Hi ihr zwei (Andreas, Ditte),
ich hab zwar absolut keine Ahnung, was ein "Schniepel" ist,
geschweige denn ein "Schniepelchen", aber ich möchte Andreas
Aussage korrigieren...
Den Keimporus mit Kallus haben nur die "echten" Macrolepioten, also
nicht Chlorophyllum (mit Ch. rhacodes), denn da fehlt der Kallus.

Ha! :))

Zum Bestimmen der Leiche bräuchte man deutlich mehr Merkmale - z.B.:
Sporenpulverfarbe, Lamellenfarbe, Fleischverfärbung an der Luft, Schnallen
an Basidien oder nicht, Sporengröße, HDS (Länger der Haare bzw. Zelllänge

derselben), Größe und Art des Keimporus usw.

Tja, lieber Christoph. Mehr, als dass die Sporenpulverfarbe weiß ist (hab ihn auf schwarzen Karton gelegt), kann ich dir leider nicht sagen. Ich häng noch eine Umzeichnung dessen an, was ich eben gesehen habe. Das eine sieht für mich schon aus wie Schnallen (nach den Bildern im P.d.S. zu urteilen)...

Vermutlich kann man zumindest Chlorophyllum (Macrolepiota) molybdites
ausscheiden lassen. Die Sporen wären am Ende sehr breit abgestutzt, wie
abgesägte Projektile. Das wäre Ditte sicher aufgefallen.

Ja, das sind sie nicht.

Ansonsten hat Andreas natürlich völlig Recht - es kann am Mikroskop liegen,
an mangelnder Erfahrung, an beidem oder am Pilz... Wenn der Pilz
(Wintergarten) niemals Frost mitbekommt, kann es auch etwas aus den
Tropen/Subtropen sein).

Ja, es friert nicht drin. Ich sammel im Sommer wieder einen ein...

[image] http://www.imgbox.de

Lieben Dank und Schöne Grüße!
Ditte

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Re: keine Schniepel weit und breit

myco_loco, (vor 6487 Tagen) @ Violet

Hi Ditte...

Ha! :))

Oh, da muss ich Dich leider enttäuschen... Ich bezog mich nur auf den Kallus. Einen Keimporus allerdings solltest du schon sehen können - recht groß und auffällig sogar.

Tja, lieber Christoph. Mehr, als dass die Sporenpulverfarbe weiß ist (hab ihn
auf schwarzen Karton gelegt), kann ich dir leider nicht sagen.

"Weiß" kann man auf Schwarzem Karton schlecht beurteilen. Ist es rein weiß, oder mit einem Hauch creme, oder einem Rosahauch etc. (die Nuancen verschwinden auf schwarzem Grund).

Deshalb: auf weißes (rein weißes!) Papier aussporen lassen und den Abdruck ("weiß auf weiß") bei diffusem Tageslicht schräg in flachem Winkel ansehen - der Farbreflex ist dann gut zu erkennen, wenn vorhanden. Oder die Sporen sind wirklich rein weiß (bzw. farblos).

Ja, es friert nicht drin. Ich sammel im Sommer wieder einen ein...

Das macht die Bestimmung wie gesagt schwierig, da auch Exoten möglich sind.

Deine Schnallenzeichnung ist nicht klar. Wenn Du eine Schnalle genau von der Seite siehst, dann erkennst du ein Septum mit Winkel (Doppelseptum - Zelle zu Zelle und Schnalle zu Zelle) nebst Schnallenbogen. Dann ist die Schnalle erst sicher nachgewiesen.

LG
Christoph

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Re: keine Schniepel weit und breit

Violet, (vor 6487 Tagen) @ myco_loco

Hi Ditte...
Oh, da muss ich Dich leider enttäuschen... Ich bezog mich nur auf den Kallus.
Einen Keimporus allerdings solltest du schon sehen können - recht groß und
auffällig sogar.
"Weiß" kann man auf Schwarzem Karton schlecht beurteilen. Ist es
rein weiß, oder mit einem Hauch creme, oder einem Rosahauch etc. (die
Nuancen verschwinden auf schwarzem Grund).
Deshalb: auf weißes (rein weißes!) Papier aussporen lassen und den Abdruck
("weiß auf weiß") bei diffusem Tageslicht schräg in flachem
Winkel ansehen - der Farbreflex ist dann gut zu erkennen, wenn vorhanden.
Oder die Sporen sind wirklich rein weiß (bzw. farblos).
Das macht die Bestimmung wie gesagt schwierig, da auch Exoten möglich sind.
Deine Schnallenzeichnung ist nicht klar. Wenn Du eine Schnalle genau von der
Seite siehst, dann erkennst du ein Septum mit Winkel (Doppelseptum - Zelle
zu Zelle und Schnalle zu Zelle) nebst Schnallenbogen. Dann ist die
Schnalle erst sicher nachgewiesen.
LG
Christoph

Lieber Christoph, danke für die Tipps mit dem weiß! Was den Rest angeht: Ich höre und lerne (und verzweifel angesichts all der komplizierten Schwierigkeiten). Zum Glück hat mir gerade Uschi (Gelbfieber) angeboten, den Pilz zu mikrokopieren. Ich schick ihn ihr am Montag, dann kann sie das Ergebnis selbst posten.
Was die Exoten angeht: ich weiß nicht, wie warm die es dauerhaft wollen. Es friert da drin zwar nicht, ist im Winter aber schon sehr frisch (weil dann hps. eine Igelzuflucht).
Liebe Grüße von der recht entmutigten
Ditte

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Re: keine Schniepel weit und breit

Andreas ⌂, (vor 6487 Tagen) @ Violet

Lieber Christoph, danke für die Tipps mit dem weiß! Was den Rest angeht: Ich
höre und lerne (und verzweifel angesichts all der komplizierten
Schwierigkeiten). Zum Glück hat mir gerade Uschi (Gelbfieber) angeboten,
den Pilz zu mikrokopieren. Ich schick ihn ihr am Montag, dann kann sie das
Ergebnis selbst posten.
Was die Exoten angeht: ich weiß nicht, wie warm die es dauerhaft wollen. Es
friert da drin zwar nicht, ist im Winter aber schon sehr frisch (weil dann
hps. eine Igelzuflucht).
Liebe Grüße von der recht entmutigten
Ditte

Hallo Ditte,

kein Grund zu verzweifeln! Das lernt sich mit der Zeit. Ganz ohne Anleitung ist's natürlich etwas schwierig, denn man ist sich oft sehr unsicher, ob das was man da sieht auch das ist was man sehen soll .....
Außerdem ist das mikroskopische Bestimmen auch eine Sache der Erfahrung, ebenso wie das makroskopische. Das geht auch nicht von heut auf morgen und ganz für sich alleine.

beste Grüße,
Andreas

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Re: keine Schniepel weit und breit

Violet, (vor 6487 Tagen) @ Andreas

Hallo Ditte,
kein Grund zu verzweifeln! Das lernt sich mit der Zeit. Ganz ohne Anleitung
ist's natürlich etwas schwierig, denn man ist sich oft sehr unsicher, ob
das was man da sieht auch das ist was man sehen soll .....
Außerdem ist das mikroskopische Bestimmen auch eine Sache der Erfahrung,
ebenso wie das makroskopische. Das geht auch nicht von heut auf morgen und
ganz für sich alleine.
beste Grüße,
Andreas

Ach, Andreas, das ist lieb!! Ich sitze da und hadere von wegen Septen und Schnallen und Keimporussen, die man dick und breit sehen sollte und auch jeder sieht, bloß ich nicht ... und da nützt mir auch kein kleines bißchen, dass ich weiß, was die dardische Liquidenmetathese oder ein Bahuvrihi ist.
Herzlieben Dank also
Ditte

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Re: keine Schniepel weit und breit

Wolfgang P., (vor 6487 Tagen) @ Violet

Ach, Andreas, das ist lieb!! Ich sitze da und hadere von wegen Septen und
Schnallen und Keimporussen, die man dick und breit sehen sollte und auch
jeder sieht, bloß ich nicht ... und da nützt mir auch kein kleines
bißchen, dass ich weiß, was die dardische Liquidenmetathese oder ein
Bahuvrihi ist.
Herzlieben Dank also
Ditte

Hallo Ditte,

Heidelberg ist zwar 'ne Ecke weg, aber am 14. Februar haben wir im NaBu-Zentrum in Bingen-Gaulsheim eine Pilz-Mikroskopie-Session, wo wir einige wenige Präparate vergleichend unter Mikroskope verschiedener Hersteller und Preisklassen legen.

Wenn Du also mal einen Keimporus einer Makrolepiota bildfüllend auf einem Monitor betrachten willst, dan komm und bring eine Lamelle mit.

Auch ansonsten sind uns Pilzmikroskopie-Anfänger bei unseren monatlichen Arbeitstreffen jederzeit willkommen. Näher wäre für Dich natürlich die Mannheimer Gruppe, aber deren Angebote kenne ich nicht.

Grüße,

Dr. Wolfgang Prüfert
NaBu Bingen, Fachgruppe Mykologie

Achtung - in die E-Mail-Adresse ist ein kleiner Spam-Schutz eingebaut ;-)

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Re: keine Schniepel weit und breit

Violet, (vor 6486 Tagen) @ Wolfgang P.

Hallo Ditte,
Heidelberg ist zwar 'ne Ecke weg, aber am 14. Februar haben wir im
NaBu-Zentrum in Bingen-Gaulsheim eine Pilz-Mikroskopie-Session, wo wir
einige wenige Präparate vergleichend unter Mikroskope verschiedener
Hersteller und Preisklassen legen.
Wenn Du also mal einen Keimporus einer Makrolepiota bildfüllend auf einem
Monitor betrachten willst, dan komm und bring eine Lamelle mit.
Auch ansonsten sind uns Pilzmikroskopie-Anfänger bei unseren monatlichen
Arbeitstreffen jederzeit willkommen. Näher wäre für Dich natürlich die
Mannheimer Gruppe, aber deren Angebote kenne ich nicht.
Grüße,
Dr. Wolfgang Prüfert
NaBu Bingen, Fachgruppe Mykologie
Achtung - in die E-Mail-Adresse ist ein kleiner Spam-Schutz eingebaut ;-)

Lieber Wolfgang, ich überleg mir das ernsthaft, danke! In Bingen-Gaulsheim am Rhein hab ich als Kind im Winter immer die Zugvögel, wie die verschiedenen Säger, angeschaut - kenn ich also gut. (Ich komm aus Mainz).
Falls ich es einrichten kann, schick ich dir kurz vorher ne Mail, damit ich weiß, wohin ich fahren muss etc.
Liebe Grüße
Ditte