Re: Glückwunsch!

Stapler, (vor 6342 Tagen) @ Gábor

Hi,

ich kann da noch etwas Licht ins Dunkle bringen, was ein Stacking Programm so macht:
Schritt 1: Alle Bilder müssen deckungsgleich gemacht werden, das heißt skaliert und hingerückt werden. Dies ist schon gar nicht so leicht, da durch die unterschiedlichen Focusebenen gleiche Objekte an unterschiedlichen Stellen scharf sind. Obendrein verzerrt die Linse des optischen Systems die Einzelbilder unterschiedlich...
Schritt 2: Die Bilder werden in den Frequenzraum transformiert, um Bereiche mit hohen Frequenzanteilen (=scharfe Bereiche) zu identifizieren.
Schritt 3: Die scharfen Teile jedes Eizelbildes von hinten nach vorne überlagern.
Schritt 4: Verbliebene Lücken passend schließen.

Bei den Aufnahmen, die ich im Wald mache, schwankt die Anzahl der Einzelbilder zwischen ca. 4 und über 20. Regel: je dichter ich am Objekt bin, desto mehr Einzelbilder muß ich machen (wegen der geringen Tiefenschärfe). Bei einem winzigen Pilzchen werden das ganz schnell 20 Bilder, bei nem Täubling eher fünf.
Ich hab schon von Mineralien-Freaks gelesen, die mehrere hundert Aufnahmen machen, um ein Kristall in Szene zu setzen...

Gruß

Andreas

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