Nicht viel, aber eine giftige Schönheit :-) *PIC*

HoBi, (vor 6290 Tagen)

Hallo zusammen,

heute haben wir eine Stelle von gestern noch einmal aufgesucht, um einige schöne Flockenhexen zu holen,
die wir dummerweise stehenliessen. Leider waren alle weg :-(
Auf dem Weg dorthin wollten wir auch die "Tintenfische" nochmal aufsuchen, um zu sehen, wie die sich
wohl verändert haben. Wir trauten unseren Augen nicht, scheinbar über Nacht "atomisiert", war absolut nix
mehr von ihnen zu finden. Auch die noch geschlossenen Eier waren verschwunden, als wären sie nie
dagewesen. Damit hatten wir nun absolut nicht gerechnet. So kann es gehen.

Standortwechsel, neue Fotoobjekte zum Üben. Es war einiges an verschiedenen Boleten zu finden,
aber wie in diesem Jahr scheinbar typisch für uns, kamen wir wieder zu spät :-(
Ein einziger intakter war noch da, hier ein Bild:

[image]

Unweit davon ein Ritterling (denken wir zumindest).

[image]

[image]

Eine rechte Idee haben wir da grad nicht. Gegilbt hat er scheinbar nicht. Ist auch im Wald geblieben,
für eine genauere Untersuchung fehlt uns im Moment die Zeit.

Den sieht man hier gerade an fast jeder "Ecke". Nix besonderes, kann aber durchaus ganz hübsch sein.

[image]

Nun ein kleiner giftiger Geselle, über den wir uns sehr gefreut haben!
Der ist hier recht selten, wir kennen auch nur zwei Standorte, an denen er ab und an mal vorkommt.
Im letzten Jahr hatten wir kein Glück, aber jetzt war er wieder da:

[image]

Amanita virosa - Kegelhütiger Knollenblätterpilz

Das soll es dann auch schon wieder gewesen sein.
Allen einen schönen Sonntagabend wünschen

Sabine & Holger

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Re: Nicht viel, aber eine giftige Schönheit :-)

HARZPILZCHEN, (vor 6290 Tagen) @ HoBi

Im letzten Jahr hatten wir kein Glück, aber jetzt war er wieder da:
Amanita virosa - Kegelhütiger Knollenblätterpilz

Hallo HOBI's

den hab ich bisher erst 2x, und immer im Laubwald, gefunden.
Schöner giftiger Fund! LG Hartmut

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Re: Nicht viel, aber eine giftige Schönheit :-)

Ingo, (vor 6290 Tagen) @ HoBi

Eine rechte Idee haben wir da grad nicht. Gegilbt hat er scheinbar nicht. Ist
auch im Wald geblieben,

Hallo Ihr Beiden,

seit wann gilben denn Seifenritterlinge? Aber Spass beiseite. Was gescheiteres
fällt mir gerade auch nicht ein. Die Lamellen sehen für T. s. etwas merkwürdig
aus. Hat der Pilz denn nach was gerochen?

*ggg* Ingo

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Re: Nicht viel, aber eine giftige Schönheit :-)

HoBi, (vor 6289 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,

also das er deutlich nach Mehl gerochen hat, können wir nicht sagen.
Nach "Waschküche" roch er aber auch nicht ;-) Hm, bleibt wohl erstmal nur
T. spec.
Wir sind öfter in diesem Waldstück unterwegs, werden bei Gelegenheit schauen,
ob evtl. noch mal welche nachkommen und ihn dann mal etwas genauer
unter die Lupe nehmen. Interessiert uns ja nun doch :-)

Liebe Grüße von

Sabine & Holger

Hallo Ihr Beiden,
seit wann gilben denn Seifenritterlinge? Aber Spass beiseite. Was
gescheiteres
fällt mir gerade auch nicht ein. Die Lamellen sehen für T. s. etwas
merkwürdig
aus. Hat der Pilz denn nach was gerochen?
*ggg* Ingo

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Re: Nicht viel, aber eine giftige Schönheit :-)

HARZPILZCHEN, (vor 6290 Tagen) @ HoBi

Unweit davon ein Ritterling (denken wir zumindest).
Eine rechte Idee haben wir da grad nicht. Gegilbt hat er scheinbar nicht. Ist
auch im Wald geblieben,

Hallo Hobi

Na klar, Ritterling. Diese Dinger, die nicht gilben, kenne ich auch, riechen etwas streng.

Das scheint Tricholoma argyraceum zu sein! Im RIVA steht's auch, das er nicht gilbt. Gilben tut der hier: Tricholoma scalpturatum. Mögen die Spezialisten nicht mit mir schimpfen ;O) LG Hartmut

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Re: Nicht viel, aber eine giftige Schönheit :-)

zuehli ⌂, (vor 6289 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Hallo Hobi
Na klar, Ritterling. Diese Dinger, die nicht gilben, kenne ich auch, riechen
etwas streng.
Das scheint Tricholoma argyraceum zu sein! Im RIVA steht's auch, das er nicht
gilbt. Gilben tut der hier: Tricholoma scalpturatum. Mögen die
Spezialisten nicht mit mir schimpfen ;O) LG Hartmut

Hier schimpft doch keiner! Für mich sind agyraceum und scalpturatum dasselbe und Gilben tun die eigentlich erst wenn sie alt werden.
Dafür scheint mir aber abgebildeter Pilz zu kräftig zu sein, vom Bild her würde ich da tendenziell eher den Seifenkollegen sehen, allerdings muß ich Ingo beipflichten, dass der Lamellenansatz schon etwas merkwürdig für ne Tricholoma ist.

Gruß Harald

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Re: Nicht viel, aber eine giftige Schönheit :-)

Gerd-A, (vor 6289 Tagen) @ zuehli

Hallo Harald,

Hier schimpft doch keiner! Für mich sind agyraceum und scalpturatum
dasselbe und Gilben tun die eigentlich erst wenn sie alt werden.
Dafür scheint mir aber abgebildeter Pilz zu kräftig zu sein, vom Bild her
würde ich da tendenziell eher den Seifenkollegen sehen, allerdings muß ich
Ingo beipflichten, dass der Lamellenansatz schon etwas merkwürdig für ne
Tricholoma ist.

- Da ging es dir wie mir:

- Auf dem Bild sind kaum Detailmerkmale zu erkennen.
---> Aber aufgrund der Hutstruktur ist mir (reines Bauchgefühl!)nur "Megacollybia platyphylla(Breitblatt", diese Art werfe ich jetzt als Alternative in den Ring, eingefallen.

---> Und übrigens kann ich mich mit keiner mir bekannten "Tricholoma spec." (auch nicht mit dem recht plastischen "Seifen-Ritterling" oder seinem evtl. Doppelgänger "T. sejunctum", wenn man nicht daran riecht) anfreunden.

Grüße
Gerd

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Re: Nicht viel, aber eine giftige Schönheit :-)

phragmobasidie, (vor 6288 Tagen) @ HoBi

Hallo,

Ritterlinge gibt es hier ja nicht in rauhen Mengen.
Der Gilbende ist nach dem Schwefel-R. noch der häufigste.
Einen Seifen-R. habe ich hier überhaupt noch nicht gefunden.
Was selbstredend nicht heißen muss, dass Ihr nicht doch einen gefunden habt,
Ihr macht ja z.B. auch mehr Kilometer als ich.

Grüße
Robin

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Re: Nicht viel, aber eine giftige Schönheit :-) *PIC*

HoBi, (vor 6288 Tagen) @ phragmobasidie

Hallo Robin,

Du hast völlig recht, so arg viele Ritterlinge gibt es hier bei uns in der
Gegend wirklich nicht. Im letzten Jahr fanden wir erstmalig ein paar
Seifenritterlinge und die sahen so aus:

[image]

Haben so irgendwie gar keine Ähnlichkeit mit dem Fund vom Sonntag.
Das der sehr veränderlich daherkommt wissen wir, aber den Geruch haben wir
förmlich noch in der Nase ;-)
Was auch immer wir da gefunden haben, an einen Breitblättrigen Rübling mögen wir
da aber absolut nicht glauben! Der wurde ja auch noch ins Rennen geworfen.

Liebe Grüße von

Sabine & Holger

PS: Den "seifigen Freund" können wir Dir bei Gelegenheit gern mal zeigen :-)

Hallo,
Ritterlinge gibt es hier ja nicht in rauhen Mengen.
Der Gilbende ist nach dem Schwefel-R. noch der häufigste.
Einen Seifen-R. habe ich hier überhaupt noch nicht gefunden.
Was selbstredend nicht heißen muss, dass Ihr nicht doch einen gefunden habt,
Ihr macht ja z.B. auch mehr Kilometer als ich.
Grüße
Robin

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Re: Nicht viel, aber eine giftige Schönheit :-)

Ingo, (vor 6288 Tagen) @ HoBi

Hallo Robin,
Du hast völlig recht, so arg viele Ritterlinge gibt es hier bei uns in der
Gegend wirklich nicht. Im letzten Jahr fanden wir erstmalig ein paar
Seifenritterlinge und die sahen so aus:
Haben so irgendwie gar keine Ähnlichkeit mit dem Fund vom Sonntag.
Das der sehr veränderlich daherkommt wissen wir, aber den Geruch haben wir
förmlich noch in der Nase ;-)

Hallo nochmal,

ein Tipp vielleicht noch. Lasst mal den Geruch beiseite. Etwas angetrocknete
Exemplare riechen meist gar nicht. Junge Fruchtkörper kommen auch mal mit
aromatisch - angenehmen Gruch daher. Die gezeigten Exemplare erinnern mich eher
an die Variante squamosum. Das ist dann auch der Krux bei den Teilen.
Sie können extrem variabel daher kommen. Immerhin sind 4 - 6 Varietäten momentan
anerkannt. Keine Ahnung, ob das alles molekular abgesichert ist.
Möglicherweise stehen auch mehrere Arten dahinter.

Die Sejuncta Gruppe, wozu auch die Grünlingsarten gehören, sollte aber auszuschließen sein.
Dazu sind zu wenig Farben im Spiel. Einen Erdritterling mag ich auch nicht recht erkennen.

Übrigens - die Lamellen erinnern fast schon an Melanoleuca. Wenn da der Rest
nicht wäre. Versucht mal, nach ein paar Bildern zu googeln. Oder besorgt euch
Tricholoma von Riva. Ritterlinge kreuzen immer mal wieder auf.

*ggg* Ingo

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Re: Nicht viel, aber eine giftige Schönheit :-)

HoBi, (vor 6287 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,

haben mal nach squamosum gegoogled. Die Ergebnisse sind so, daß wir
uns vorstellen könnten, das er es ist. So rein makroskopisch ;-)
Wie gesagt, wir werden den Standort bei Zeiten nochmals aufsuchen und dann
nicht ohne Fruchtkörper wieder nach Hause kommen. Versprochen :-)
Wenn wir das richtig sehen, ist der Riva in italienisch?
Kommt man damit klar, wenn nur die Schlüssel in englisch und deutsch dabei sind?
Interessieren tät uns das schon!

Liebe Grüße von

Sabine & Holger

PS: Bis zum nächsten Ritterling ;-))

Hallo nochmal,
ein Tipp vielleicht noch. Lasst mal den Geruch beiseite. Etwas angetrocknete
Exemplare riechen meist gar nicht. Junge Fruchtkörper kommen auch mal mit
aromatisch - angenehmen Gruch daher. Die gezeigten Exemplare erinnern mich
eher
an die Variante squamosum. Das ist dann auch der Krux bei den Teilen.
Sie können extrem variabel daher kommen. Immerhin sind 4 - 6 Varietäten
momentan
anerkannt. Keine Ahnung, ob das alles molekular abgesichert ist.
Möglicherweise stehen auch mehrere Arten dahinter.
Die Sejuncta Gruppe, wozu auch die Grünlingsarten gehören, sollte aber
auszuschließen sein.
Dazu sind zu wenig Farben im Spiel. Einen Erdritterling mag ich auch nicht
recht erkennen.
Übrigens - die Lamellen erinnern fast schon an Melanoleuca. Wenn da der Rest
nicht wäre. Versucht mal, nach ein paar Bildern zu googeln. Oder besorgt euch
Tricholoma von Riva. Ritterlinge kreuzen immer mal wieder auf.
*ggg* Ingo

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Re: Nicht viel, aber eine giftige Schönheit :-)

Ingo, (vor 6287 Tagen) @ HoBi

Kommt man damit klar, wenn nur die Schlüssel in englisch und deutsch dabei
sind? Interessieren tät uns das schon!

Man kommt schon klar, vor allem wegen der übersichtlichen Dokumentation.
Vielleicht habt ihr ja Gelegenheit, das Werk irgenwdo vorher anzublättern.
Ich möchte es jedenfalls nicht missen.
Vielleicht hilft auch die Monographie von Marcel Bon erst mal weiter.
Die ist etwas preiswerter. Fragt mal bei Andreas G. nach.

Grüsslis Ingo