Hallo Rudi, hallo Andreas,
ich seh's wie Andreas. Die Farben sind meistens sehr unsicher. Gerade rote Pigmente können häufig weniger deutlich ausgeprägt werden. Das betrifft eben vor allem die Poren und den Stiel. Das muss aber nichts mit "lichter stehen" zu tun haben (kann aber! - man nehme einen schön rotstieligen Schönfußröhrling, sammle ihn und lasse ihn mal nen Tag im Licht liegen -> Stie ist nicht mehr rot, sonder blass braun...), sondern kann wohl auch genetisch fixiert sein ("Farbmutante"). So kenne ich eine Stelle, wo Boletus erythropus fast ohne Rot am Stiel seit Jahren standortstreu wächst... Es kann aber genauso gut überpigmentierte "Abarten" geben. Mich würde es daher auch nicht wundern, wenn es die immer wieder beschriebenen, rosagerandet-hütigen Satanspilze nicht auch geben sollte...).
Wenn alles andere passt (Geruch nach vollgepieselten Windeln, alt nach Aas, meist aber auch noch mit Urin vermischt, Fleisch sehr blass, Hut auf Druck schmutzig bräunlich verfärbend), warum nicht? Schau doch mal bei Gelegenheit nach, ob der Stiel nicht kleine, schmutzig bräunliche "Wasserflecken" hat. Ist im Rot (wenn's da wäre) meist doch auffällig... Auch das hat Bol. satanas sehr gerne...
Ciao, Christoph
Hallo Rudi,
dass kan genausogut auch die Erklärung dafür sein: Wenn sie nämlich lichter
standen als die anderen. Die Rotfärbung scheint zumindest wiederum beim
Schönfußröhrling) sehr labil gegenüber Licht zu sein.
Aber vielleicht findest Du ja außer der Stielfarbe doch noch andere
Trennmerkmale? Die helleren Stiele alleine würden mich beunruhigen.
Gruß,
Andreas