Pilze aus Osteuropa

Werner, (vor 9886 Tagen)

Ich gebe nur eine heute bei uns erschienene
Pressemeldung wortgetreu wieder:

Nürnberg(lb).Schlechte Nachricht für passionierte
Pilzesucher.Die Einfuhr in Tschechien oder Polen
gefundener Speisepilze,die für den privaten Ge -
brauch gesammelt wurden,wurde angesichts anhaltend
hoher Strahlenbelastung reglementiert,teilte die
Oberfinanzdirektion Nürnberg mit.Sie können nur
noch mit einem Ausfuhrzeugnis der Behörden vor Ort
und über bestimmte Grenzübergänge(Schirnding-Land-
straße,Waidhaus-Autobahn,Furth im Wald-Schaiberg
und über das Hauptzollamt am Münchner Flughafen)
nach Deutschland mitgebracht werden.
Wo wohl die in den Läden verkauften "Ostpilze"
herkommen?
Mahlzeit.
Ciao
Werner

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Re: Pilze aus Osteuropa

Birgit, (vor 9886 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,

Wo wohl die in den Läden verkauften "Ostpilze"
herkommen?

Waren sie besonders groß? Dann kamen sie wohl aus dem Süden Rußlands....

Zitiert aus meiner Tschernobyldoku:
Tschernobyl liegt nur 500 km von der polnischen Grenze entfernt. Es wehte ein Südostwind, so daß die Wolke nach Polen getrieben wurde, seit Samstag 26.4.86 brannte das Graphit, am Sonntag war die Wolke in Polen.
In Österreich wurden die höchsten Werte in Mitteleuropa gemessen, Tschechien liegt gleich um die Ecke.

Wenn man jetzt noch weiß, daß die Halbwertszeit von Cäsium 137 rund 30 Jahre beträgt, darf man sich eigntlich nicht wundern, daß die Belastungen noch so hoch sind. Ich wundere mich eher darüber, daß sie hier schon so niedrig sind. Eigentlich dürfte man Maronen immer noch nicht essen, ich tus trotzdem mit schlechtem Gewissen.

Servus

Birgit

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Re: Pilze aus Osteuropa

Werner, (vor 9886 Tagen) @ Birgit

Hallo Werner,

Wo wohl die in den Läden verkauften "Ostpilze"
herkommen?

Waren sie besonders groß? Dann kamen sie wohl aus dem Süden Rußlands....
Zitiert aus meiner Tschernobyldoku:
Tschernobyl liegt nur 500 km von der polnischen Grenze entfernt. Es wehte ein Südostwind, so daß die Wolke nach Polen getrieben wurde, seit Samstag 26.4.86 brannte das Graphit, am Sonntag war die Wolke in Polen.
In Österreich wurden die höchsten Werte in Mitteleuropa gemessen, Tschechien liegt gleich um die Ecke.
Wenn man jetzt noch weiß, daß die Halbwertszeit von Cäsium 137 rund 30 Jahre beträgt, darf man sich eigntlich nicht wundern, daß die Belastungen noch so hoch sind. Ich wundere mich eher darüber, daß sie hier schon so niedrig sind. Eigentlich dürfte man Maronen immer noch nicht essen, ich tus trotzdem mit schlechtem Gewissen.
Servus
Birgit

Hallo Birgit,

ich weiß aus sicherer Quelle,daß auch vor dem
Super-Gau die Maronen,aber auch andere Pilze sehr
stark verstrahlt waren,z.B.Morcheln.
Haben wir unbewußt alles gegessen!
Ciao
Werner

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Re: Pilze aus Osteuropa

Bruno, (vor 9886 Tagen) @ Werner

Hallo Birgit,
ich weiß aus sicherer Quelle,daß auch vor dem
Super-Gau die Maronen,aber auch andere Pilze sehr
stark verstrahlt waren,z.B.Morcheln.
Haben wir unbewußt alles gegessen!
Ciao
Werner

Hallo Werner,

d a s würde mich genauer interessieren.
Bruno

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Re: Pilze aus Osteuropa

huhngesicht, (vor 9886 Tagen) @ Bruno

ich denke wir haben wahrlich keine anderen Sorgen, wenn
wir strahlenbelastete Pilze beweinen.
Den Tag, an dem ich dieses hypochondrische Stadium erreiche, streiche ich mir rot im Kalender an
Huhngesicht

Hallo Birgit,
ich weiß aus sicherer Quelle,daß auch vor dem
Super-Gau die Maronen,aber auch andere Pilze sehr
stark verstrahlt waren,z.B.Morcheln.
Haben wir unbewußt alles gegessen!
Ciao
Werner

Hallo Werner,
d a s würde mich genauer interessieren.
Bruno

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Re: Pilze aus Osteuropa (an Bruno)

Werner, (vor 9885 Tagen) @ Bruno

Hallo Birgit,
ich weiß aus sicherer Quelle,daß auch vor dem
Super-Gau die Maronen,aber auch andere Pilze sehr
stark verstrahlt waren,z.B.Morcheln.
Haben wir unbewußt alles gegessen!
Ciao
Werner

Hallo Werner,
d a s würde mich genauer interessieren.
Bruno

Hallo Bruno,

dies ist eine längere Geschichte:
Ein Pilzvereinmitglied,Apotheker am Zentralklini-
kum Augsburg, war mit uns(Pilzverein Augsburg)und
Prof.Dr.Bresinsky von der Uni Regensburg am 1.Mai
des Tschernobyljahres in den Flussauwäldern des
Lechs(fließt durch Augsburg)beim "Anwandern"dabei.
Das Anwandern,heute Johann Stangl-Gedächtniswan-
derung,ist bei uns das erste gemeinsame Pilzesu-
chen des Jahres am 1.Mai.Wir fanden damals reich-
lich Morcheln,Verpeln und allerhand andere Klein-
pilze wie Cortinarien und Inocyben.Vom Supergau
hatte man ja zudiesem Zeitpunkt noch keine Ahnung.
Also trockneten wir unsere Morcheln wie jedes Jahr
zuvor auch.Als das Ausmaß der Katastrophe bekannt
wurde,entschloß sich der Apotheker,seine Bezieh -
ungen im Krankenhaus spielen zu lassen:Er füllte
getrocknete Morcheln des Vorjahres und frischge-
trocknete Morcheln in unterschiedliche Gläschen,
beschriftete diese von 1 bis 6 und gab sie in der
Strahlenabteilung ab.Nur wir wußten,welches Jahr sich hinter der Nummer verbirgt.Einige Tage später
kam der Strahlenmensch zu unserem Apotheker,fragte
ihn,ob er nun Pilze oder Atombomben zur Untersuch
ung bebracht habe.Die Belastungen waren erschreck-
end hoch - aber die vom Vorjahr.
Den gleichen Versuch machten wir mit dem gleichen
Ergebnis(3 Monate nach Tschernobyl)mit Maronen.
Genaue Werte habe ich aber keine mehr.
Ciao
Werner

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Re: Pilze aus Osteuropa (an Bruno)

Bruno, (vor 9885 Tagen) @ Werner

Lieber Werner, eine interessante Geschichte. Leider wurde vielleicht nicht mitgeteilt, was für eine Radioaktivität da gemessen worden ist. Man kann das nämlich je nach Aufwand sehr wohl differenzieren.
So erkläre ich mir diesen Vorfall damit, dass die vorjährigen Pilze vielleicht eine sekundäre Kontamination erfahren hatten (Hausstaub zB). Zufall , dass es 3 Monate später wieder geschah?
Bruno

Hallo Bruno,
dies ist eine längere Geschichte:
Ein Pilzvereinmitglied,Apotheker am Zentralklini-
kum Augsburg, war mit uns(Pilzverein Augsburg)und
Prof.Dr.Bresinsky von der Uni Regensburg am 1.Mai
des Tschernobyljahres in den Flussauwäldern des
Lechs(fließt durch Augsburg)beim "Anwandern"dabei.
Das Anwandern,heute Johann Stangl-Gedächtniswan-
derung,ist bei uns das erste gemeinsame Pilzesu-
chen des Jahres am 1.Mai.Wir fanden damals reich-
lich Morcheln,Verpeln und allerhand andere Klein-
pilze wie Cortinarien und Inocyben.Vom Supergau
hatte man ja zudiesem Zeitpunkt noch keine Ahnung.
Also trockneten wir unsere Morcheln wie jedes Jahr
zuvor auch.Als das Ausmaß der Katastrophe bekannt
wurde,entschloß sich der Apotheker,seine Bezieh -
ungen im Krankenhaus spielen zu lassen:Er füllte
getrocknete Morcheln des Vorjahres und frischge-
trocknete Morcheln in unterschiedliche Gläschen,
beschriftete diese von 1 bis 6 und gab sie in der
Strahlenabteilung ab.Nur wir wußten,welches Jahr sich hinter der Nummer verbirgt.Einige Tage später
kam der Strahlenmensch zu unserem Apotheker,fragte
ihn,ob er nun Pilze oder Atombomben zur Untersuch
ung bebracht habe.Die Belastungen waren erschreck-
end hoch - aber die vom Vorjahr.
Den gleichen Versuch machten wir mit dem gleichen
Ergebnis(3 Monate nach Tschernobyl)mit Maronen.
Genaue Werte habe ich aber keine mehr.
Ciao
Werner

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Re: Pilze aus Osteuropa (an Bruno)

Werner, (vor 9885 Tagen) @ Bruno

Lieber Werner, eine interessante Geschichte. Leider wurde vielleicht nicht mitgeteilt, was für eine Radioaktivität da gemessen worden ist. Man kann das nämlich je nach Aufwand sehr wohl differenzieren.
So erkläre ich mir diesen Vorfall damit, dass die vorjährigen Pilze vielleicht eine sekundäre Kontamination erfahren hatten (Hausstaub zB). Zufall , dass es 3 Monate später wieder geschah?
Bruno

Hallo Bruno,
dies ist eine längere Geschichte:
Ein Pilzvereinmitglied,Apotheker am Zentralklini-
kum Augsburg, war mit uns(Pilzverein Augsburg)und
Prof.Dr.Bresinsky von der Uni Regensburg am 1.Mai
des Tschernobyljahres in den Flussauwäldern des
Lechs(fließt durch Augsburg)beim "Anwandern"dabei.
Das Anwandern,heute Johann Stangl-Gedächtniswan-
derung,ist bei uns das erste gemeinsame Pilzesu-
chen des Jahres am 1.Mai.Wir fanden damals reich-
lich Morcheln,Verpeln und allerhand andere Klein-
pilze wie Cortinarien und Inocyben.Vom Supergau
hatte man ja zudiesem Zeitpunkt noch keine Ahnung.
Also trockneten wir unsere Morcheln wie jedes Jahr
zuvor auch.Als das Ausmaß der Katastrophe bekannt
wurde,entschloß sich der Apotheker,seine Bezieh -
ungen im Krankenhaus spielen zu lassen:Er füllte
getrocknete Morcheln des Vorjahres und frischge-
trocknete Morcheln in unterschiedliche Gläschen,
beschriftete diese von 1 bis 6 und gab sie in der
Strahlenabteilung ab.Nur wir wußten,welches Jahr sich hinter der Nummer verbirgt.Einige Tage später
kam der Strahlenmensch zu unserem Apotheker,fragte
ihn,ob er nun Pilze oder Atombomben zur Untersuch
ung bebracht habe.Die Belastungen waren erschreck-
end hoch - aber die vom Vorjahr.
Den gleichen Versuch machten wir mit dem gleichen
Ergebnis(3 Monate nach Tschernobyl)mit Maronen.
Genaue Werte habe ich aber keine mehr.
Ciao
Werner

Hallo Bruno,

es war kein Hausstaub!!
Es gab damals noch andere solche Messungen,aber
erst wenn ich noch Material darüber finden sollte,
teile ich das mit.
Ich habe mich damals und auch heute noch nicht
wegen der Verstrahlung irgenwo hineingemacht.
Als wir hier in Augsburg eine Bleivergiftung oder
Schwermetallvergiftung durch an der Autobahn A8
Parasolpilze hatten,die Leute die damals zur Pilz-
beratung in den Augsburger Stadtmarkt kamen,darauf
hinwiesen,daß ein halbes Pfund pro Woche reichen
würde,um seinen "Pilze-Gusto"zu beruhigen,lachten
sie.Maronis warfen sie,auf eventuelle Strahlung,
die wir ja nicht messen oder bestimmen konnten,
körbeweis in unsere Abfallkübel.
Ciao
Werner

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Re: Pilze aus Osteuropa

Markus H., (vor 9885 Tagen) @ Birgit

Hallo Werner,

Wo wohl die in den Läden verkauften "Ostpilze"
herkommen?

Waren sie besonders groß? Dann kamen sie wohl aus dem Süden Rußlands....
Zitiert aus meiner Tschernobyldoku:
Tschernobyl liegt nur 500 km von der polnischen Grenze entfernt. Es wehte ein Südostwind, so daß die Wolke nach Polen getrieben wurde, seit Samstag 26.4.86 brannte das Graphit, am Sonntag war die Wolke in Polen.
In Österreich wurden die höchsten Werte in Mitteleuropa gemessen, Tschechien liegt gleich um die Ecke.
Wenn man jetzt noch weiß, daß die Halbwertszeit von Cäsium 137 rund 30 Jahre beträgt, darf man sich eigntlich nicht wundern, daß die Belastungen noch so hoch sind. Ich wundere mich eher darüber, daß sie hier schon so niedrig sind. Eigentlich dürfte man Maronen immer noch nicht essen, ich tus trotzdem mit schlechtem Gewissen.
Servus
Birgit

Hallo Cs - Fans !

Zumindest kann ich euch sagen, wo die Ostpilze herkommen, die in Österreich verkauft werden:
Im Frühjahr aus Slowenien (Pfifferlinge), und im Sommer meist aus Tschechien!

Zum Thema Cs hat Bruno schon mal ausführlich hier gepostet!
Obwohl ich seine Meinung nicht ganz teile, denn Cs wurde bereits vor 5 Jahren in einigen Grund- u.v.a. Quellwässern festgestellt - es sinkt also doch im Boden ab, wenn auch nicht so schnell wie Schwermetalle oder Nitrat :-(
Klar ist das alles von der Durchlässigkeit des Bodens abhängig (sh. Granit, wo derzeit die noch höchsten Cs-Werte gemessen werden).

Also Halbwertszeit ist nicht gleich Halbwertszeit.

Und außerdem entfernen doch so viele Pilzesucher Maronis (und damit auch viel Cs) aus dem Wald.
(Und der Jäger trägt viel verstrahltes Wild aus dem Wald).

Da muß es doch allmählich weniger werden, außer irdendwer liefert noch immer Nachschub.

Ciao Markus H.

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Re: Pilze aus Osteuropa

Bruno, (vor 9885 Tagen) @ Markus H.

Und außerdem entfernen doch so viele Pilzesucher Maronis (und damit auch viel Cs) aus dem Wald.
(Und der Jäger trägt viel verstrahltes Wild aus dem Wald).
Da muß es doch allmählich weniger werden, außer irdendwer liefert noch immer Nachschub.
Ciao Markus H.

Aber der Jäger und die Pilzesammler machen in den Wald, wenn sie nicht mehr anders können. Dann hast Du Deinen Eintrag.
Bruno

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Re: Speicherung ??

Markus H., (vor 9884 Tagen) @ Bruno

Und außerdem entfernen doch so viele Pilzesucher Maronis (und damit auch viel Cs) aus dem Wald.
(Und der Jäger trägt viel verstrahltes Wild aus dem Wald).
Da muß es doch allmählich weniger werden, außer irdendwer liefert noch immer Nachschub.
Ciao Markus H.

Aber der Jäger und die Pilzesammler machen in den Wald, wenn sie nicht mehr anders können. Dann hast Du Deinen Eintrag.
Bruno

Hallo Bruno !

Ich esse auch keine Ostpilze (außer die im Osten von Österreich, wo ich wohne). Ich esse außerdem keine Pilze, die ich nicht selbst gesammelt habe, da ich persönlich etwas gegen dieses Wildpilzvermarktungsgewerbe habe !

Aber um nochmals auf das Cs zurückzukommen: Ich dachte eigentlich immer, daß das Cs deshalb so gefährlich sei, weil es der Körper speichert (und nicht ausscheidet)?

Kannst du mich da aufklären ?

Danke; Markus H.

PS: Mit Halbwertszeit ist nicht gleich Halbwertszeit meinte ich eigentlich den damals (zu Tschernobylzeiten) geprägten Begriffen von physikalischer und biologischer Halbwertszeit. Tut leid, wenn ihr mich da mißverstanden habt :-).

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Re: Pilze aus Osteuropa

Birgit, (vor 9885 Tagen) @ Markus H.

Zitiert aus meiner Tschernobyldoku:
Tschernobyl liegt nur 500 km von der polnischen Grenze entfernt. Es wehte ein Südostwind, so daß die Wolke nach Polen getrieben wurde, seit Samstag 26.4.86 brannte das Graphit, am Sonntag war die Wolke in Polen.

Pilze aus Polen wurde ich trotz Absinken des Cäsiums auch jetzt noch nicht essen, die waren einfach zu nah dran.

Obwohl ich seine Meinung nicht ganz teile, denn Cs wurde bereits vor 5 Jahren in einigen Grund- u.v.a. Quellwässern festgestellt - es sinkt also doch im Boden ab, wenn auch nicht so schnell wie Schwermetalle oder Nitrat :-(
Klar ist das alles von der Durchlässigkeit des Bodens abhängig (sh. Granit, wo derzeit die noch höchsten Cs-Werte gemessen werden).
Also Halbwertszeit ist nicht gleich Halbwertszeit.

Ja, das hoffe ich ja auch: Und hiermit verspreche ich, daß ich, wenn ich dieses Jahr nochmal die immense Menge von 250g Maronen finden werde, sie an das Umweltinstitut in München zum Messen schicken werde. Dann wissen wir näheres.

Grüße

Birgit

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Re: Pilze aus Osteuropa

Bruno, (vor 9885 Tagen) @ Birgit

Zuerst : ich betreibe hier keine Agitation gegen den Verzehr von irgendwelchen Pilzen. Das muß jeder mit sich selbst ausmachen. Aber die Probleme werden immer nur so punktuell gesehen. Deswegen melde ich mich zum einen oder anderen Posting zu Wort.

was Pilze aus Polen betrifft: ich esse grundsätzlich keine Pilze aus Polen, auch nicht aus Tschechien und kämen sie aus Schweden würde ich es auch nicht tun (dort hatte man den TschernobylFallout zuerst festgestellt übrigens). Und die Rentierschnitzel sollen den armen Lappen auch noch die Polarnacht erleuchten helfen (radioaktive Flechtennahrung).
Ich würde sie nicht essen, weil ich nicht wüßte, ob es zusammenmarodierte Wildpilze sind (die nur Fruchtkörperfraktion kümmert das sowieso nicht) oder irgendwelche gezüchtete (unter welchen Bedingungen: Substrat, Chemie).
Ich esse gern Pilze, weil ich selber welche sammeln kann. Da entscheide ich das Risiko. Wenns keine gibt und der Hieper bringt mich um, dann kauf ich mir höchstens ein paar deutsche. Hier bin ich vielleicht vor irgendwelchen Sauereien auch nicht gefeit, aber wir haben nun einmal eines der strengsten Lebensmittelgesetze Europas und wie der eine oder andere weiß, die piefigsten Gewerbeaufsichtsämter.

Halbwertszeit ist, soweit von ihr gesprochen wird, gleich Halbwertszeit.Und sie meint, die Zeit nach der von X nur noch aufgrund des Zerfalls x/halbe da ist.

Wenn Cäsium in Quellwässern auftaucht, heißt das noch lange nicht daß es nach unten wandert. Bei einer Quelle sollte man immer darauf achten, wo sie entspringt und durch was das Quellwasser zuvor geflossen ist: ein klüftiger Buntsandstein hat jede Menge Quellwasser (nach einem Regen), aber vermutlich keine große Reinigungsleistung. Das Wasser schießt hier durch die Klüfte wie in den berühmten Wasseradern der Wünschelrutengängern. Da reicht eine minimale Auslaugung oben drüber aus, um unten was zu finden.
Das kannst Du auch bei einem entsprechend tektonisch beeinflußten Granitpluton haben, zB im Odenwald.

Huhngesicht vertraut darauf, dass sowieso alles nur Panikmache ist.
Ich sage Maronen sind spezielle Cs-Sammler und so gern ichs täte, ich esse nicht soviel davon (gibt ja eh keine.
Der Werner hats schon die ganzen Jahre gegessen.

Birgit, wenn ich welche finden sollte, der Heilige Erasmus helfe mir dabei, lass ich sie auch mal testen.
Selbstverständlich auch den Boden, auf dem ich sie fand.

Bruno

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Re: Pilze aus Osteuropa

huhngesicht, (vor 9885 Tagen) @ Bruno

Ich moechte nicht missverstanden werden. Es handelt sich keineswegs um ignorantes Vetrauen.
Wenn man Lebensqualiteat aus uebervorsichtigem Verzicht gewinnt und genug Zeit und Energie hat, um
jeden Sievert zu zaehlen und daraus Schluesse auf gesund oder ungesund zieht, ist das sicher angenehm.
Meine Anmerkung gebiert die Verblueffung, dass man scheinbar keine anderen Probleme hat.
Ein sicherstellendes Huhngesicht

Zuerst : ich betreibe hier keine Agitation gegen den Verzehr von irgendwelchen Pilzen. Das muß jeder mit sich selbst ausmachen. Aber die Probleme werden immer nur so punktuell gesehen. Deswegen melde ich mich zum einen oder anderen Posting zu Wort.

was Pilze aus Polen betrifft: ich esse grundsätzlich keine Pilze aus Polen, auch nicht aus Tschechien und kämen sie aus Schweden würde ich es auch nicht tun (dort hatte man den TschernobylFallout zuerst festgestellt übrigens). Und die Rentierschnitzel sollen den armen Lappen auch noch die Polarnacht erleuchten helfen (radioaktive Flechtennahrung).
Ich würde sie nicht essen, weil ich nicht wüßte, ob es zusammenmarodierte Wildpilze sind (die nur Fruchtkörperfraktion kümmert das sowieso nicht) oder irgendwelche gezüchtete (unter welchen Bedingungen: Substrat, Chemie).
Ich esse gern Pilze, weil ich selber welche sammeln kann. Da entscheide ich das Risiko. Wenns keine gibt und der Hieper bringt mich um, dann kauf ich mir höchstens ein paar deutsche. Hier bin ich vielleicht vor irgendwelchen Sauereien auch nicht gefeit, aber wir haben nun einmal eines der strengsten Lebensmittelgesetze Europas und wie der eine oder andere weiß, die piefigsten Gewerbeaufsichtsämter.

Halbwertszeit ist, soweit von ihr gesprochen wird, gleich Halbwertszeit.Und sie meint, die Zeit nach der von X nur noch aufgrund des Zerfalls x/halbe da ist.
Wenn Cäsium in Quellwässern auftaucht, heißt das noch lange nicht daß es nach unten wandert. Bei einer Quelle sollte man immer darauf achten, wo sie entspringt und durch was das Quellwasser zuvor geflossen ist: ein klüftiger Buntsandstein hat jede Menge Quellwasser (nach einem Regen), aber vermutlich keine große Reinigungsleistung. Das Wasser schießt hier durch die Klüfte wie in den berühmten Wasseradern der Wünschelrutengängern. Da reicht eine minimale Auslaugung oben drüber aus, um unten was zu finden.
Das kannst Du auch bei einem entsprechend tektonisch beeinflußten Granitpluton haben, zB im Odenwald.
Huhngesicht vertraut darauf, dass sowieso alles nur Panikmache ist.
Ich sage Maronen sind spezielle Cs-Sammler und so gern ichs täte, ich esse nicht soviel davon (gibt ja eh keine.
Der Werner hats schon die ganzen Jahre gegessen.
Birgit, wenn ich welche finden sollte, der Heilige Erasmus helfe mir dabei, lass ich sie auch mal testen.
Selbstverständlich auch den Boden, auf dem ich sie fand.
Bruno

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Re: Pilze aus Osteuropa

Werner, (vor 9884 Tagen) @ huhngesicht

Ich habe die Pressemeldung über Pilze aus Ost-
europa weder polemisch noch angstmachend ins
Forum gestellt,nachdem immer wieder zweifelnde
Fragen über Radioaktivität von Pilzen gestellt
wurden.
Auch vertrete ich nach wie vor die Meinung,Strah-
lung hin oder her,eine vernünftige Menge pro Wo-
che(ca.250g)wird nicht schaden.
Lassen wir uns das Essvergnügen nicht nehmen und
essen nur selbstgesammelte Pilze.
Einen "Guten"
Ciao
Werner