Pilzplage in Wormser Kleingarten *PIC*

Pfalz-Pilz, (vor 5996 Tagen)

Hallo Forum

Hoffentlich führt dieser Beitrag im Forum nicht zu einer allgemeinen Entrüstung, aber es steht ein Problem an.

Meine Schwägerin in Worms wird jetzt im 2. Jahr von einer Pilzplage heimgesucht und hat mich um Rat gefragt. Diese Angelegenheit sprengt aber meine Kenntnisse und ich sagte Ihr „Ich kenn da jemand, der vielleicht helfen kann....“ :-))

Vorgeschichte
Vor 2 Jahren musste aus dem Kleingarten ein zu groß gewordener Tulpenbaum (etwa 20-25 Jahre alt) entfernt werden. Dieser wurde abgesägt, der Stumpf wurde in der Erde belassen.
Die kahle Stelle wurde neu bepflanzt und mit einem Sack Rindenmulch aus dem Bau-/Gartenmarkt verfüllt.
Letztes Jahr tauchten die ersten Pilze in großer Zahl an dieser Stelle auf. Da ich die Ursache im Rindenmulch sah, vertröstete ich die Schwägerin..."Wenn der Rindenmulch verbraucht ist, wird auch der Pilz verschwinden."
Denkste...., der Pilz kam dieses Jahr in noch größerer Zahl und die Schwägerin befürchtet ein Übergreifen auf andere Gartenbereiche, die auch gemulcht sind.
Hier die mir zur Verfügung gestellten Fotos der diesjährigen Anfangssituation.
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Die Pilzchen sind zwar sehr hübsch anzusehen, aber nach kurzer Zeit werden sie unansehnlich und unappetitlich und zwischendurch kommen immer wieder neue.

Bisherige Maßnahmen
Meine Schwägerin hat vor etwa einer Woche in Ihrer Not die komplette Ansammlung abgeflämmt. Aber Pustekuchen....., die Pilze sind jetzt wieder da. Sie hat mir gestern eine Plastikbrotdose mit Pilzen übergeben zur näheren Untersuchung und zur Klärung.
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Fragen
1. Wie könnte meine Schwägerin die Pilze loswerden, ohne Einsatz der chemischen Keule?
2. Für mich. Um welches Pilzchen, max. 1,5 cm Hutdurchmesser, handelt es sich da? Bei Bedarf kann auch die Sporengröße /-form mikroskopisch ermittelt werden.

Ich bin auf Eure Vorschläge (außer kompletten Erdaustausch, das ist schon meine Brachial-Idee) sehr gespannt.

Gruß aus der Pfalz
Dieter

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Re: Pilzplage in Wormser Kleingarten

Matthias, (vor 5996 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo Dieter,
das sieht mir nach dem Gesäten Tintling aus, ich denke wenn die Wurzelreste im Boden zersetzt sind wir es auch wieder verschwinden, ohne Chemie hilft wirklich nur der Bagger, aber man weiss halt nicht was man sich mit neuer Erde an frischen Pilzen in den Garten holt;o)
viele Grüsse
Matthias

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Re: Pilzplage in Wormser Kleingarten

Pfalz-Pilz, (vor 5996 Tagen) @ Matthias

das sieht mir nach dem Gesäten Tintling aus, ich denke wenn die Wurzelreste
im Boden zersetzt sind wir es auch wieder verschwinden,

Hallo Matthias
Wenn die Ursache die Wurzel ist, kann das noch Jahre dauern, oder kurzfristiger Einsatz des Einhandhebelbagger plus Axt und Säge. Ein richtiger Bagger kommt da nicht hin.
Gruß Dieter

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Re: Pilzplage in Wormser Kleingarten

Till, (vor 5996 Tagen) @ Pfalz-Pilz

... da hilft eigentlich nur eine sanfte Veränderung des Feindbilds und eine Abkehr von einer ebenso knallharten wie überholten "Mein-Garten-muss-sauber-bleiben"-Ideologie. Frisch sind diese absolut harmlosen Pilzchen doch ganz niedlich, und die kurze Phase des Vergammelns ist ein natürliches Phänomen, das in ein paar Tagen vorbei ist. Ärgernisse gibt es in unserer Welt definitiv schlimmere ...

Gruß, Till

Hallo Matthias
Wenn die Ursache die Wurzel ist, kann das noch Jahre dauern, oder
kurzfristiger Einsatz des Einhandhebelbagger plus Axt und Säge. Ein
richtiger Bagger kommt da nicht hin.
Gruß Dieter

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Re: Pilzplage in Wormser Kleingarten

McMuck, (vor 5996 Tagen) @ Till

... da hilft eigentlich nur eine sanfte Veränderung des Feindbilds und eine
Abkehr von einer ebenso knallharten wie überholten
"Mein-Garten-muss-sauber-bleiben"-Ideologie. Frisch sind diese
absolut harmlosen Pilzchen doch ganz niedlich, und die kurze Phase des
Vergammelns ist ein natürliches Phänomen, das in ein paar Tagen vorbei
ist. Ärgernisse gibt es in unserer Welt definitiv schlimmere ...

Dem ist nichts hinzuzufügen!

LG metalmucki

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Re: Pilzplage in Wormser Kleingarten

Ingo Wagner, (vor 5996 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo Forum
Hoffentlich führt dieser Beitrag im Forum nicht zu einer allgemeinen
Entrüstung, aber es steht ein Problem an.
Meine Schwägerin in Worms wird jetzt im 2. Jahr von einer Pilzplage
heimgesucht und hat mich um Rat gefragt. Diese Angelegenheit sprengt aber
meine Kenntnisse und ich sagte Ihr „Ich kenn da jemand, der vielleicht
helfen kann....“ :-))
Vorgeschichte
Vor 2 Jahren musste aus dem Kleingarten ein zu groß gewordener Tulpenbaum
(etwa 20-25 Jahre alt) entfernt werden. Dieser wurde abgesägt, der Stumpf
wurde in der Erde belassen.
Die kahle Stelle wurde neu bepflanzt und mit einem Sack Rindenmulch aus dem
Bau-/Gartenmarkt verfüllt.
Letztes Jahr tauchten die ersten Pilze in großer Zahl an dieser Stelle auf.
Da ich die Ursache im Rindenmulch sah, vertröstete ich die
Schwägerin..."Wenn der Rindenmulch verbraucht ist, wird auch der Pilz
verschwinden."
Denkste...., der Pilz kam dieses Jahr in noch größerer Zahl und die
Schwägerin befürchtet ein Übergreifen auf andere Gartenbereiche, die auch
gemulcht sind.
Hier die mir zur Verfügung gestellten Fotos der diesjährigen
Anfangssituation.

Die Pilzchen sind zwar sehr hübsch anzusehen, aber nach kurzer Zeit werden
sie unansehnlich und unappetitlich und zwischendurch kommen immer wieder
neue.
Bisherige Maßnahmen
Meine Schwägerin hat vor etwa einer Woche in Ihrer Not die komplette
Ansammlung abgeflämmt. Aber Pustekuchen....., die Pilze sind jetzt wieder
da. Sie hat mir gestern eine Plastikbrotdose mit Pilzen übergeben zur
näheren Untersuchung und zur Klärung.


Fragen
1. Wie könnte meine Schwägerin die Pilze loswerden, ohne Einsatz der
chemischen Keule?
2. Für mich. Um welches Pilzchen, max. 1,5 cm Hutdurchmesser, handelt es sich
da? Bei Bedarf kann auch die Sporengröße /-form mikroskopisch ermittelt
werden.
Ich bin auf Eure Vorschläge (außer kompletten Erdaustausch, das ist schon
meine Brachial-Idee) sehr gespannt.
Gruß aus der Pfalz
Dieter

Hallo Dieter!

Ich finde, dass das überhaupt kein Problem ist.
Der auch von mir vermutete Gesäte Tintling (C. disseminatus) wird noch ziemlich lange dort jedes Jahr wieder auftauchen. Er wird aber auf nichts "übergreifen" oder den Garten verseuchen.
Warum nur so eine Panik wegen ein paar Pilze? Unansehnlich beim Vergehen? Die zerfließen doch nicht mal und sind gammelig doch wirklich nur zu sehen, wenn man genau hinsieht.

Ich gehöre wohl doch eher zu denen, die du in deinem ersten Satz ansprichst. Ich kann eine solche Denkweise absolut nicht nachvollziehen.

Hoffentlich muss ein "guter Garten" in Zukunft nicht noch steril gemacht werden.

VG Ingo W

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Re: Pilzplage in Wormser Kleingarten

Guy Marson, (vor 5996 Tagen) @ Till

Hallo Till,

... da hilft eigentlich nur eine sanfte Veränderung des Feindbilds und eine
Abkehr von einer ebenso knallharten wie überholten
"Mein-Garten-muss-sauber-bleiben"-Ideologie. Frisch sind diese
absolut harmlosen Pilzchen doch ganz niedlich, und die kurze Phase des
Vergammelns ist ein natürliches Phänomen, das in ein paar Tagen vorbei
ist. Ärgernisse gibt es in unserer Welt definitiv schlimmere ...
Gruß, Till

Echt nett wie Du das formuliert hast, meine Worte wären um ein Haar wesentlich krasser geworden.
Ciao,
Guy

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Pflicht erfüllt + Danksagung

Pfalz-Pilz, (vor 5995 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo Forum

Ich halte fest:
Der Pilz ist der gesäte Tintling, der laut meiner Literatur auf Totholz gedeiht. Die Ursache für sein gutes Gedeihen dürfte also mit sehr großer Wahrscheinlichkeit der Wurzelstock des Tulpenbaums sein. Die Pilzchen auf Erdreich in der Brotdose sind mittlerweile alle, auch die Kleinen, eingegangen. Denen fehlt also das Totholz.
Damit habe ich meine verwandtschaftliche Pflicht erfüllt. Was meine Schwägerin, die übrigens diesen Beitrag mitliest, jetzt aus dieser Aussage macht, bleibt alleine ihr überlassen.
Vielleicht ändert sich auch ihr „Feindbild“ beim Lesen.

Zur allgemeinen Problematik
Das es hier zu Diskussionen kommt, war mir von vornherein klar.
Jeder Mensch hat ein anderes ästhetisches Empfinden, was auch akzeptiert werden muss. Wenn es, wie in anderen Dingen auch, bei allen Menschen gleich wäre, würde es sehr langweilig auf dieser Welt sein.
In meinem (größeren) Garten hätten diese Pilze eine Daseinsberechtigung.
Eine frisch gemulchte Ecke wurde kürzlich von mir sogar mit der Frühlingsmorchel geimpft. Sollte daraus was werden, wird das hier gemeldet.

Ich möchte mich ausdrücklich bei allen Diskussionsteilnehmern recht herzlich bedanken.

Gruß aus dem Pfälzerwald
Dieter

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Re: Pilzplage in Wormser Kleingarten

Werner2, (vor 5994 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Ich würde da nur Till wiederholen können.
"Hallo - in meinem Garten ist ein Traum von schönen, kleinen
Pilzchen zu bewundern".
Gruß Werner
.
.
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Hallo Forum
Hoffentlich führt dieser Beitrag im Forum nicht zu einer allgemeinen
Entrüstung, aber es steht ein Problem an.
Meine Schwägerin in Worms wird jetzt im 2. Jahr von einer Pilzplage
heimgesucht und hat mich um Rat gefragt. Diese Angelegenheit sprengt aber
meine Kenntnisse und ich sagte Ihr „Ich kenn da jemand, der vielleicht
helfen kann....“ :-))
Vorgeschichte
Vor 2 Jahren musste aus dem Kleingarten ein zu groß gewordener Tulpenbaum
(etwa 20-25 Jahre alt) entfernt werden. Dieser wurde abgesägt, der Stumpf
wurde in der Erde belassen.
Die kahle Stelle wurde neu bepflanzt und mit einem Sack Rindenmulch aus dem
Bau-/Gartenmarkt verfüllt.
Letztes Jahr tauchten die ersten Pilze in großer Zahl an dieser Stelle auf.
Da ich die Ursache im Rindenmulch sah, vertröstete ich die
Schwägerin..."Wenn der Rindenmulch verbraucht ist, wird auch der Pilz
verschwinden."
Denkste...., der Pilz kam dieses Jahr in noch größerer Zahl und die
Schwägerin befürchtet ein Übergreifen auf andere Gartenbereiche, die auch
gemulcht sind.
Hier die mir zur Verfügung gestellten Fotos der diesjährigen
Anfangssituation.

Die Pilzchen sind zwar sehr hübsch anzusehen, aber nach kurzer Zeit werden
sie unansehnlich und unappetitlich und zwischendurch kommen immer wieder
neue.
Bisherige Maßnahmen
Meine Schwägerin hat vor etwa einer Woche in Ihrer Not die komplette
Ansammlung abgeflämmt. Aber Pustekuchen....., die Pilze sind jetzt wieder
da. Sie hat mir gestern eine Plastikbrotdose mit Pilzen übergeben zur
näheren Untersuchung und zur Klärung.


Fragen
1. Wie könnte meine Schwägerin die Pilze loswerden, ohne Einsatz der
chemischen Keule?
2. Für mich. Um welches Pilzchen, max. 1,5 cm Hutdurchmesser, handelt es sich
da? Bei Bedarf kann auch die Sporengröße /-form mikroskopisch ermittelt
werden.
Ich bin auf Eure Vorschläge (außer kompletten Erdaustausch, das ist schon
meine Brachial-Idee) sehr gespannt.
Gruß aus der Pfalz
Dieter

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Re: Pilzplage in Wormser Kleingarten *PIC*

Alis ⌂, (vor 5992 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

im Nachbarort gibt es bei mir eine Grünanlage mit viel Rasen und auch allerlei Pilzen. Da hat der Gemeindearbeiter den Auftrag, alle Pilze zu vernichten, damit die Krabbelkinder vom benachbarten Kindergarten nicht gefährdet sind.
Mal abgesehen, dass die da nicht rumkrabbeln, halte ich Zigarettenkippen und Hundekacke für gefährlicher, solange die Düngerlinge nicht massenhaft verzehrt werden. Muss hier aufhören, sonst geht meine gute Grille flöten....
Am Donnerstag gab es da auf einem Quadratmeter wie "gesät" kleine Pilze.
Ich bin nicht gleich zum Mikroskopieren gekommen und wollte gestern nochmals frische holen. Nicht die geringste Spur mehr zu sehen.
Jetzt kann ich nur noch versuchen, an einem vertrockneten Winzling festzustellen, ob das nicht doch der Zwergfaserling war. (vermute aber eher Tintling)

Gruß Alis

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Re: Pilzplage in Wormser Kleingarten

Pfalz-Pilz, (vor 5992 Tagen) @ Alis

Ich bin nicht gleich zum Mikroskopieren gekommen und wollte gestern nochmals
frische holen. Nicht die geringste Spur mehr zu sehen.
Jetzt kann ich nur noch versuchen, an einem vertrockneten Winzling
festzustellen, ob das nicht doch der Zwergfaserling war. (vermute aber
eher Tintling)

Hallo Alis

Die sehen genau so aus wie die Wormser Pilzchen, Gesäte Tintlinge.

Nach Rücksprache mit meiner Schwägerin vergehen die zwar recht schnell, kommen aber nach fast jedem Regen in großer Zahl wieder. Das geht bis in den Herbst hinein.
Du kannst das ja bei Dir weiter beobachten. Wenn´s die Gleichen sind, hast Du für´s Mikro bald neues Frischmaterial.

Gruß aus der Pfalz
Dieter

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Re: Pilzplage in Wormser Kleingarten

radeberger, (vor 5992 Tagen) @ Werner2

Hallo Dieter,

diesen Tintling habe ich jährlich mehrmals im Garten. Vor Jahren habe ich einen unveredelten Pflaumenbaum (sächsisch: Sterniggl) im neuem Garten beseitigt, seitdem sehe ich gelassen der Invasion der Tintlinge entgegen. Ich denke, das dauert noch Jahre...

Gruß Volker!