Donner Teil 1 (16 PIC) *PIC*

Joschi Siembida ⌂, (vor 5889 Tagen)

Hallo Forum,

auf der Suche nach neuen Jagdgründen hat es mich mal wieder zum Donnersberg (687 m) verschlagen. Dort gibt es im Westen viele tief eingeschnittene Täler. Mein Ziel war ein steiler Westhang mit Eichen, Hainbuchen und Buchen und zumindest kalkhaltigem Untergrund.

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Los gehts mit den Röhrlingen!

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Nichts neues aber fotogen: Hainbuchen Rauhfuß Leccinum carpini

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Erstfund: Schwarzblauender Röhrling Boletus pulverulentus

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Anhängselröhrling Boletus appendiculatus cf
Im ganzen Gebiet sind mir nur vier Kiefern begegnet aber ausgerechnet hier mussten drei davon stehen. *arg* Daher erst mal nur cf.

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Steinpilz Boletus edulis

Und dann der Boletenhammer für mich:

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Ein Hang voller Schwarzhütiger Steinpilze Boletus aereus
Den hatte ich hier schon länger gehofft zu finden. Noch ein Erstfund.

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Sommersteinpilze Boletus reticulatus
Und einen Meter weiter dieser dann:

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Wie?!? Kiefernsteinpilz im reinen Eichenwald?
Aber des Rätsels Lösung:
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Wohl ein mit Schimmel befallener Sommersteinpilz.

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Hasenröhrling Gyroporus castaneus

Zum Abschluß noch ein Porling:

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An Eiche.

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An Hainbuche
Bisher nur im Harz gesehen, jetzt auch in der Pfalz: Glänzender Lackporling Ganoderma lucidum
Richtig? Da gibts doch glaube ich zwei. Einer mit weißer und einer mit gelblicher Zuwachszone.

So das wars. Blätter, Leisten und Korallen folgen.

Gruß Joschi

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Re: Donner Teil 1 (16 PIC)

Jürgen, (vor 5889 Tagen) @ Joschi Siembida

Sommersteinpilze Boletus reticulatus
Und einen Meter weiter dieser dann:
Wie?!? Kiefernsteinpilz im reinen Eichenwald?
Aber des Rätsels Lösung:
Wohl ein mit Schimmel befallener Sommersteinpilz.

Für mich ist das alles Boletus pinophilus - da hat sich der Pilz bzgl. seiner Baumpartnerwahl mal wieder nicht ans mykologische Regelwerk gehalten.

Grüße Jürgen

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Re: Donner Teil 1 (16 PIC)

Joschi Siembida ⌂, (vor 5889 Tagen) @ Jürgen

Hallo Jürgen,

Für mich ist das alles Boletus pinophilus

Danke für Deine Meinung. Die kamen mir schon etwas komisch vor.

Gruß Joschi

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Re: Donner Teil 1 (16 PIC)

Ronny, (vor 5888 Tagen) @ Jürgen

Für mich ist das alles Boletus pinophilus - da hat sich der Pilz bzgl. seiner
Baumpartnerwahl mal wieder nicht ans mykologische Regelwerk gehalten.
Grüße Jürgen

Ja, würde ich auch so sehen. Wobei ich noch nie gehört habe, das die auch unter Eichen fruktuizieren können, wohl aber gelegentlich unter Fichten. War ggf. eine Fichte in der Nähe???
Ronny

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Re: Donner Teil 1 (16 PIC)

Jürgen, (vor 5888 Tagen) @ Ronny

Wobei ich noch nie gehört habe, das die auch
unter Eichen fruktuizieren können

Z.B.:

Munoz (2005), Boletus, S. 334: "frecuente (!) bajo Fagus sylvatica, màs raramente bajo Castanea sativa y Quercus sp."

Galli (1998), I Boleti, S. 162: "cresce ... sia nei boschi di conifere (...) che in quelli di latifoglie (sopratutto Fagus, ma anche Castanea, Betula)"

Engel (1983), Dickröhrlinge, S. 52: "Selten kommt er auch in Laubwäldern unter Eichen (Quercus) vor. Auch in der CSSR wurde er einige Male unter Eichen gefunden. R. Maire sammelte ihn in Spanien unter Abies und Fagus."

Ich habe die Art selbst auch schon im reinen Laubwald (Buche) gefunden. Apodiktische Angaben wie "Mykorrhizapartner sind ausschließlich Nadelbäume" (Großpilze B-W, Bd. 2, S. 244), sind unzutreffend und führen bei Laubwaldkollektionen zwangsläufig zu Fehlbestimmungen.

Gruß, Jürgen

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Re: Donner Teil 1 (16 PIC)

Thomas Pruss, (vor 5888 Tagen) @ Joschi Siembida

Moin Joschi,
da hat sich deine Suche ja echt gelohnt – tolle Bilder. Aber: Klakhaltiger Untergrund am Donnersberg? Die Westseite mit dem Königsstuhl ist eigentlich aus Porphyr bzw. Rhyolith. Das ganze Gebiet ist vulkanischen Ursprungs, da sollte Kalk nix zu suchen haben.
Grüßlis
Thomas

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Re: Donner Teil 1 (16 PIC)

Jürgen, (vor 5888 Tagen) @ Thomas Pruss

da sollte Kalk nix zu suchen haben.

Dem entsprechen auch die gezeigten Arten. B. pulverulentus, B. edulis, B. pinophilus und G. castaneus sind sogar ausgesprochene Kalkflieher.

Grüße, Jürgen

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Re: Donner Teil 1 (16 PIC)

Joschi Siembida ⌂, (vor 5888 Tagen) @ Thomas Pruss

Hallo Thomas & Jürgen

war nicht direkt auf dem Donnersberg, sondern etwas westlicher und tiefer (Dreieck Imsbach - Winnweiler - Falkenstein). Der Untergrund ändert sich hier ständig. Sicher ist der Boden nicht überall kalkhaltig. Im Bereich der B. aereus finde ich aber Diptam und den Felsen-Ahorn (Acer monspessulanum) als Kalkzeiger.

Gruß Joschi