helvella elastica *PIC*

Nannette, (vor 5872 Tagen)

Hallo Pilzfreunde,
habe heute jede Menge helvella elastica (Elastische Lorchel) gefunden. Zum Speisewert ist in der Literatur verschiedentlich angegeben, dass man diese verfuttern kann.
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Hat jemand eine Idee, wie man die zubereitet? Eventuell trocknen und in der asiatischen Küche verwenden?

Gruss Nannette.

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Re: helvella elastica

Stephan Weißer, (vor 5872 Tagen) @ Nannette

Hallo Pilzfreunde,
habe heute jede Menge helvella elastica (Elastische Lorchel) gefunden. Zum
Speisewert ist in der Literatur verschiedentlich angegeben, dass man diese
verfuttern kann.

Als Pilzberater möchte ich dir ausdrücklich vom Essen von Lorcheln abraten. Wenn du für Wokgerichte was suchst, nimm lieber Judasohren oder Gallerttrichter.
Freundliche Grüße
Stephan

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Re: helvella elastica

Nannette, (vor 5872 Tagen) @ Stephan Weißer

Als Pilzberater möchte ich dir ausdrücklich vom Essen von Lorcheln abraten.

Vielen Dank Stephan,
dann werd ich mal die handvoll entsorgen. Habe ja nicht alle mitgenommen. Man ist ja genügsam. Aber gibt es einen bestimmten Grund, fürs Abraten, weil nicht nur die elastische, sondern auch die Herbst- und Grubenlorchel als essbar ausgezeichnet sind. Gibts da neuere Erkenntnisse?

Gruss Nannette.

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Re: helvella elastica

Stephan Weißer, (vor 5872 Tagen) @ Nannette

Lorcheln sind generell in Verruf wegen vermuteter Giftstoffe. Ich glaube, du wirst keinen Pilzberater finden, der das Haftungsrisiko auf sich nimmt, dir Lorcheln freizugeben. Wenn du mit Lorcheln experimentierst, geht das komplett auf deine Gefahr, und die ist so klein nicht.

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Re: helvella elastica *PIC*

Nannette, (vor 5872 Tagen) @ Stephan Weißer

Lorcheln sind generell in Verruf wegen vermuteter Giftstoffe. Ich glaube, du
wirst keinen Pilzberater finden, der das Haftungsrisiko auf sich nimmt,
dir Lorcheln freizugeben. Wenn du mit Lorcheln experimentierst, geht das
komplett auf deine Gefahr, und die ist so klein nicht.

Vielen lieben Dank nochmal. Hoffe, dass das auch in neueren Bestimmungsbüchern dann berücksichtigt wird. Es hat nicht jeder das Glück, dieses Forum zu kennen.
Also Dank nochmals. Dann verputzen wir halt die Ritterlinge und Reizker ;)

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Gruß aus Warburg.

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Re: helvella elastica

willihund2, (vor 5872 Tagen) @ Nannette

Liebe Nanette

Herbst- und Grubenlorcheln schmecken eigentlich
nach gar nichts und haben dazu noch eine eher
knorpelige Konsistenz. Ich habe sie schon einmal
probiert und kann nur abraten.
Übrigens gehören Viol. Rötelritterlinge nicht
zu den Ritterlingen.

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Re: helvella elastica

Andreas ⌂, (vor 5872 Tagen) @ Stephan Weißer

Lorcheln sind generell in Verruf wegen vermuteter Giftstoffe. Ich glaube, du
wirst keinen Pilzberater finden, der das Haftungsrisiko auf sich nimmt,
dir Lorcheln freizugeben. Wenn du mit Lorcheln experimentierst, geht das
komplett auf deine Gefahr, und die ist so klein nicht.

Hallo Stephan, Nannette,

tja, da muss ich mich dann wohl mal outen, dass ich zu den Pilzberatern gehöre, die Herbst- und Grubenlorchel freigeben. Ich konnte nirgendwo einen Hinweis finden, dass die Art gut erhitzt giftig sein soll. Thermolabile Giftstoffe sind in vielen Pilzen enthalten, daher natürlich auch immer die Betonung auf "gut erhitzt". Bedeutet mindestens 15 Minuten bei über 60°. Wer sein Wok-Gericht nicht so lange köcheln lassen will, der muss dann natürlich die Lorcheln vorher in kochendem Wasser entsprechend erhitzen.
Roh giftige Arten sind z.B. alle Scheidenstreiflinge, aber auch Hexenröhrling und Rotkappen, ebenso der Perlpilz. Sicherlich gibt es noch eine ganze Zahl weiterer Beispiele. Man kann das auch nicht mit dem Gyromitrin-Syndrom der Frühjahrs-Lorchel vergleichen, das ja ebenfalls thermolabil ist, aber entscheidend unangenehmere Wirkung hat (Lebergift). Lorcheln, Rotkappen, Perlpilz sind roh "nur" magen-darm-giftig, allerdings teils sehr heftig. In Amerika soll schon mal ein Todesfall wegen roher Rotkappe aufgetreten sein.

beste Grüße,
Andreas

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Re: helvella elastica

willihund2, (vor 5872 Tagen) @ Andreas

Ich bin genau Deiner Meinung. Endlich mal ein PV der bei dem
Namen Lorchel sofort auf seine mögliche Giftigkeit hinweist,
nur weil die Frühjahrslorchel giftig ist (die übrigenz in Skandinavien
noch immer viel gegessen wird).