Wie war das Pilzjahr 2010?

Gábor, (vor 5810 Tagen)

Hallo liebe Pilzfreunde,

mit erstaunen sehe ich, dass 3 bwz. 4 % der an der Umfrage Beteiligten der Meinung sind, das Pilzjahr sei schlecht oder sogar sehr schlecht gewesen.
Entweder handelt es sich hier um Protestwähler, oder sie haben die Frage vielleicht etwas missverstanden.

Vielleicht so in Richtung "Wie war das Pilzjahr 2010 in Niederländisch Papua-Neuguinea?"
:-))

LG, Gábor

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Re: Wie war das Pilzjahr 2010?

HARZPILZCHEN, (vor 5810 Tagen) @ Gábor

Hallo liebe Pilzfreunde,
mit erstaunen sehe ich, dass 3 bwz. 4 % der an der Umfrage Beteiligten der
Meinung sind, das Pilzjahr sei schlecht oder sogar sehr schlecht gewesen.
Entweder handelt es sich hier um Protestwähler, oder sie haben die Frage
vielleicht etwas missverstanden.
Vielleicht so in Richtung "Wie war das Pilzjahr 2010 in Niederländisch
Papua-Neuguinea?"
LG, Gábor

Hi GABOR

ich habe für Gut gestimmt, dabei mußte ich mich aber noch anstrengen. Von dem vielen Regen, aufgrund des Regenschattens des Harzes, haben wir immer recht wenig oder weniger abbekommen. Nicht umsonst heit das Gebiet hier Quedlinburger Trockengebiet. Dafür haben wir aber viele seltene Gasteromyceten. LG Hartmut

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Re: Wie war das Pilzjahr 2010? Frage @Georg

Andreas ⌂, (vor 5810 Tagen) @ Gábor

Hallo Gábor,

Hallo liebe Pilzfreunde,
mit erstaunen sehe ich, dass 3 bwz. 4 % der an der Umfrage Beteiligten der
Meinung sind, das Pilzjahr sei schlecht oder sogar sehr schlecht gewesen.
Entweder handelt es sich hier um Protestwähler, oder sie haben die Frage
vielleicht etwas missverstanden.
Vielleicht so in Richtung "Wie war das Pilzjahr 2010 in Niederländisch
Papua-Neuguinea?"

bestimmt die Leute, die von Juli bis Ende September Urlaub außerhalb Europas hatten.

Was mich aber auch mal interessieren würde (@Georg): Wie kommen 3% Rundungsungenauigkeit bei 5 Fragen zustande? Zähle ich alle Prozentangaben zusammen, dann komme ich nämlich nur auf 97%. Rundungsfehler kann es aber iegentlich nur bis 0,4 Prozentpunkte geben pro Frage. Macht bei 5 Fragen 2% maximal ....

beste Grüße,
Andreas

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Re: Wie war das Pilzjahr 2010? Frage @Georg

Georg, (vor 5809 Tagen) @ Andreas

Hi Andreas,


Was mich aber auch mal interessieren würde (@Georg): Wie kommen 3%
Rundungsungenauigkeit bei 5 Fragen zustande? Zähle ich alle Prozentangaben
zusammen, dann komme ich nämlich nur auf 97%. Rundungsfehler kann es aber
iegentlich nur bis 0,4 Prozentpunkte geben pro Frage. Macht bei 5 Fragen
2% maximal ....

ich verwende für die Umfrage ein uraltes Skript aus den 1990er-Jahren
und habe mir noch nicht genau angeschaut wie es funktioniert. Im Groben
stimmt es aber natürlich.

Georg

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Is ja auch net so wichtig ....

Andreas ⌂, (vor 5809 Tagen) @ Georg

Hallo Georg,

war jetzt nicht so gemeint, dass Du da irgendwelche Energie reinstecken solltest. An der Aussage ändern täte sich eh nix. War mir halt nur aufgefallen :-))

beste Grüße,
Andreas

Hi Andreas,
ich verwende für die Umfrage ein uraltes Skript aus den 1990er-Jahren
und habe mir noch nicht genau angeschaut wie es funktioniert. Im Groben
stimmt es aber natürlich.
Georg

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Re: Wie war das Pilzjahr 2010? Frage @Georg

Schnuffel, (vor 5809 Tagen) @ Andreas

Was mich aber auch mal interessieren würde (@Georg): Wie kommen 3%
Rundungsungenauigkeit bei 5 Fragen zustande? Zähle ich alle Prozentangaben
zusammen, dann komme ich nämlich nur auf 97%. Rundungsfehler kann es aber
eigentlich nur bis 0,4 Prozentpunkte geben pro Frage. Macht bei 5 Fragen
2% maximal ....

Hallo Andreas,

Rundungsfehler könnte es natürlich bis 0,5 Prozentpunkte geben und damit maximal 2,5 %.
Es ist aber ganz einfach: Georgs Programm rundet überhaupt nicht, sondern wirft einfach nur die Nachkommastellen ab.

Gruß - Schnuffel

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Re: Wie war das Pilzjahr 2010?

Melli, (vor 5810 Tagen) @ Gábor

Lieber Gábor,

na gut, ich oute mich. Ich habe "schlecht" angeklickt. Zugegeben, ich war dieses Jahr beruflich, familiär und irgendwie global intergalaktisch so eingespannt, dass ich nicht so häufig in den Wald gekommen bin wie ich gerne gegangen wäre. Aber dennoch ist es nicht etwa so, dass ich nur deshalb nicht viele Pilze gesichtet hätte, weil ich nicht vor die Haustür gekommen wäre. Immer wenn ich es dann geschafft habe und voll freudiger Erwartung (aufgrund der schier unglaublichen Pilzsichtungen, die ich hier im Forum wenigstens virtuell mitbekommen habe) ganz real in den von der Haustür gelegenen Taunus gestürmt bin, wurden die Erwartungen enttäuscht. Weder fand ich dann besonders viele noch besonders seltene Pilze. Ehrlich. Und das bei zwar nicht allzu häufigen, aber doch über den ganzen Sommer und Herbst verteilten Pilzspaziergängen. Das war ziemlich frustrierend! Zwischendurch habe ich mir schon überlegt, ob ich nicht mal wieder den Augenarzt aufsuchen sollte. Die Pilze und ich, wir haben dieses Jahr einfach nicht zueinander gefunden - und das ausgerechnet in einem offensichtlich so bombastischen Jahr. Aber eben nicht hier im Vordertaunus. Und dann kam endlich der jährliche heiß ersehnte Pilzurlaub im Oktober bei Andreas - und dann war Oberhof schon fest in der Hand der ersten Winterfröste *grrrrr*. Es war trotzdem ein sehr schöner und sehr lehrreicher Kurs, gar keine Frage, aber die große Pilzwelle haben wir auch im Thüringer Wald komplett verpasst. Hat nicht sollen sein. Aber nächstes Jahr dann, ich seh´s schon kommmen - große Flaute in ganz Deutschland, aber hier in den Frankfurter Stadtparks, Ochsenröhrlinge zuhauf, und Kaiserlinge, und leuchtende Ölbaumpilze... ;-) (Man wird ja noch träumen dürfen...)

Ganz herzliche Grüße
von der Protestwählerin
Melanie

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Re: Wie war das Pilzjahr 2010?

Jochen Girwert, (vor 5810 Tagen) @ Gábor

Hallo,

der Pilzsommer war gewaltig, das stimmt schon. So einen werden wir nicht so schnell wieder erleben. Das reißt in der Erinnerung viel raus. Die Morchelsaison war von der Artenausbeute her gut, von der Menge her schlecht. Der Frühsommer war in jeder Hinsicht schlecht. Dann kam der beeindruckende Hochsommer. Danach schwächelte das Pilzaufkommen ab und war wohl ab Mitte September unterdurchschnittlich. Auch der Besuch der Pilzberatung war ziemlich verhalten. Dann trocken bleibend mit einer wohl allenfalls durchschnittlichen Wiesenpilzsaison im Spätherbst. Da es in dieser Zeit aber unsere Wiesenpilztage im Kyffhäuser mit vielen lieben Pilzkolleginnen und -kolleginnen gab, war diese Zeit doch besonders erfreulich und ergiebig.

Alles Gute, Jochen.

Hallo liebe Pilzfreunde,
mit erstaunen sehe ich, dass 3 bwz. 4 % der an der Umfrage Beteiligten der
Meinung sind, das Pilzjahr sei schlecht oder sogar sehr schlecht gewesen.
Entweder handelt es sich hier um Protestwähler, oder sie haben die Frage
vielleicht etwas missverstanden.
Vielleicht so in Richtung "Wie war das Pilzjahr 2010 in Niederländisch
Papua-Neuguinea?"
LG, Gábor

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Re: Wie war das Pilzjahr 2010?

Georg, (vor 5809 Tagen) @ Gábor

Hi Gabor,
ich habe mit "Gut" gestimmt. Früh- und Hochsommer waren schlecht durch
trockenen und heißen Juni und Juli. Ab etwa 10. August und generell September
extrem pilzreich inklusive eines Risspilzaspektes wie ich ihn lange nicht
gesehen habe. Ab Anfang Oktober aber schnell nix mehr. Von daher
Gesamtnote "Gut".

Georg

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Re: Wie war das Pilzjahr 2010?

Stephan Weißer, (vor 5809 Tagen) @ Gábor

Hallo zusammen,
ich kann mal schildern, wie sich mir dieses Pilzjahr darstellte:
- April regional gut, mit kiloweise Morcheln am Rhein und nichts bei uns in Hohenlohe
- Mai regnerisch und insgesamt gut mit einem ca. zweiwöchigen starken Rindenmulchpilzaspekt (Ackerling, Waldfreundrübling, Scheidling & Co.), in Hohenlohe auch reichlich Maipilze
- erste Hälfte des Juni einige seltene Täublinge und Risspilze in den Parks und Friedhöfen, aber nicht sensationell
- im Juli während der Hitzeperiode keine Pilze mit Hut und Stiel, dafür aber ein Sommertrüffelwahnsinn (Tuber aestivum) mit fünf neu entdeckten Fundstellen, die allesamt ganz unspektakulär aussahen: Parkwiesen, Vorgarten, Minigolfplatz
- um den 10. August herum im Schwäbisch-Fränkischen Wald eine Steinpilzwelle sondersgleichen
- Mitte August in Kärnten/Österreich große Enttäuschung: nach langer Trockenheit relativ pilzarme Wälder
- ab Ende August bis Mitte September in Baden-Württemberg außerordentlich hohe Vorkommen an Phlegmacien, Ramarien und Stachelingen - absolut sensationell
- aber ab Ende September bis Ende November (Wintereinbruch), unserer eigentlichen Pilzhauptzeit in Hohenlohe, dann nicht mehr so gut: es gab schon immer noch mal was Nettes, aber man merkte doch sehr, dass sich die Natur zu diesem Zeitpunkt schon verausgabt hatte

Ich habe dennoch mit "sehr gut" gestimmt, denn ich hatte viele persönliche Erstfunde, nach denen ich schon lange gesucht hatte:
Ziegenfußporling, Morchelbecherling, Märzschneckling, Wohlriechender Korkstacheling. Ganz zu schweigen von den vielen seltenen Täublingsarten, die sonst nur in irgendwelchen Büchern vorkommen, die mir dieses Jahr bewiesen, dass es sie auch tatsächlich gibt.

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Das Pilzjahr 2010 um Kölle *PIC*

Gábor, (vor 5809 Tagen) @ Gábor

Hallo an alle,

zugegeben, der Frühling ließ wie bereits im Vorjahr wieder ziemlich lange auf sich warten.
Dafür waren aber Herbst und Winter umso schneller da :-)

Tatsächlich hatte ich überraschend frühe Funde, z.B. fand ich bereits am 3.Juni Boletus calopus in der Wahner Heide:
Beitrag 183981

Ich denke, kurz nachdem ich Anfang August Dirk in Bochum besuchte:
Beitrag 188199
ging es anschließend (zumindest hier bei Köln) mit Gewalt zur Sache.

Das Aufkommen war nicht nur von der Menge an Pilzfruchtkörpern her beeindruckend, vielmehr hatte ich auch diverse seltene Erstfunde zu verzeichnen:
[image]
Polyporus umbellatus (Eichhase)

[image]
Pulveroboletus lignicola (Nadelholzröhrling) parasitiert auf Phaeolus spadiceus (Kiefern-Braunporling)

[image]
Pseudoboletus parasiticus (Schmarotzerröhrling) auf Scleroderma citrinum (Dickschaliger Kartoffelbovist)

[image]
Nyctalis asterophora (Stäubender Zwitterling)

[image]
Sowerbyella radiculata (Dottergelber Wurzelbecherling)

[image]
Gyrodon_lividus (Erlengrübling)

Das Spektakel zog sich bis weit in den September hinein.
Wann hat man schon mal das Vergnügen, knietief in Leptonien zu waten?
[image]
Entoloma corvinum (Rabenschwarzer Zärtling)

Dann noch ein weiteres Highlight vom 1. November:
[image]
Rhodotus palmatus (Orangerötlicher Adernseitling)

Das nur mal so als kleiner Bruchteil meiner Neufunde für dieses Jahr.
Viele der schönen Neuheiten freilich hätte ich ohne die Hilfe kundiger Pilzfreunde weder finden, noch bestimmen können.
Dafür noch mal vielen Dank!

Von mir gab es übrigens ein "sehr gut".
Einziger Wermutstropfen war vielleicht eine schon bald aufkommende Frustration angesichts der schnell ausgeschöpften Kapazitäten für Bestimmlinge im Kühlschrank :-)

LG, Gábor

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Re: Das Pilzjahr 2010 um Kölle

Rudi, (vor 5808 Tagen) @ Gábor

Hallo Gábor,

Dann noch ein weiteres Highlight vom 1. November:
Rhodotus palmatus (Orangerötlicher Adernseitling)

Wo hast du denn den gefunden? Vom dem träum ich, wenns wieder nur Boleten gibt.
Da hab ich heuer nicht aufgepasst, der ist mir wieder durch die Lappen gegangen...
Absolut toll!!! Gibts noch ein paar Bilder davon?

LG Rudi

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Re: Das Pilzjahr 2010 um Kölle

Gábor, (vor 5808 Tagen) @ Rudi

Hallo Rudi,

Rhodotus palmatus hat uns Hans Bender gezeigt.
Der Standort lag gänzlich unspektakulär im Gestrüpp unmittelbar neben einer lärmenden Autobahn.

Leider ist das mein einzig halbwegs gelungenes Foto, denn der Ansturm der Pilz-Paparazzi war groß an dem Tag :-)

LG, Gábor

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Entolomen-Waten

interhias ⌂, (vor 5808 Tagen) @ Gábor

Hallo Gabor,

Entoloma corvinum - ein Traum! Der geht mir auch noch ab - wie so viele.
Durch welche Leptonien bist du denn sonst so gewatet?

Danke fürs Zeigen!

Grüße aus München
Hias

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Re: Entolomen-Waten

Gábor, (vor 5808 Tagen) @ interhias

Servus Hias,

auf meinem Rechner habe ich massenweise Bildmaterial, das noch unbedingt aufbereitet werden will.
Ich sehe aber zu, dass ich noch heute für Dich ein kleines Entolomen-Potpourri zusammenstelle...

LG, Gábor

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Re: Entolomen-Waten

interhias ⌂, (vor 5807 Tagen) @ Gábor

Servus Hias,
auf meinem Rechner habe ich massenweise Bildmaterial, das noch unbedingt
aufbereitet werden will.
Ich sehe aber zu, dass ich noch heute für Dich ein kleines
Entolomen-Potpourri zusammenstelle...
LG, Gábor

Prima, ich werd die Tage auch noch ein paar Entolömchen vorstellen.

Grüße
Hias

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Re: Wie war das Pilzjahr 2010?

willihund2, (vor 5809 Tagen) @ Gábor

Ich habe nur mit gut stimmen können, da es bei mir ab Mitte September plötzlich mit dem Grossteil der Pilze vorbei war. Und der zeitige Wintereinbruch hätte mich fast noch veranlasst auf mittelmässig zu stimmen. Dafür war aber der Rest zu phänomenal.

Viele Grüsse

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Re: Kind hat Stück vom Kahlen Krempling gegessen

Mison, (vor 5807 Tagen) @ Gábor

Hallo Gabor und alle,

habe eben auch (nur) mit "gut" gestimmt, und selbst das is ne schwierige Kiste. Bei uns (ich wohne in Bremen) war die Hauptsaison fantastisch, arten- und überhaupt pilzreich ... aber etwas kurz. Anfang Oktober war hier schon nur noch relativ wenig los, was in früheren Jahren anders war. Und mein Eindruck, den ich hauptsächlich aus der regelmäßigen Verfolgung dieses Forums ziehe, ist der, dass es, wie immer, weiter südlich deutlich längere Phasen der pilzlichen Exzesse gab. Ergo: Ein paar Wochen war ich höchst entzückt von "meinen" Wäldern, und danach flaute es merklich ab. Aber die paar Wochen haben doch für das besch. Pilzjahr 2009 entschädigt - deshalb "gut".

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Re: Wie war das Pilzjahr 2010?

hansuwe, (vor 5806 Tagen) @ Gábor

Liebe Pilzfreunde und Umfrageteilnehmer,
zu den 3 bzw, 4% der unten genannten Beteiligten gehöre ich.
Wie so oft ist das Pilzwachstum regional in Deutschland, vermutlich auch in Niederländisch Papua Neuguinea sehr unterschiedlich.
In meinen Wäldern rund um Leonberg / Württemberg war das Pilzjahr sehr schlecht.
Es gab nur 2x ein paar kurze Wachstumsperioden im Mai und Juni. Die Artenvielfalt war unterdurchschnittlich.
Eine Umfrage wäre aussagefähiger, wenn sie nach Regionen und Ländern, wie z. B. Baden Württemberg, Papua Neuguinea usw. gegliedert wäre.
Pilzige Grüsse
hansuwe

Hallo liebe Pilzfreunde,
mit erstaunen sehe ich, dass 3 bwz. 4 % der an der Umfrage Beteiligten der
Meinung sind, das Pilzjahr sei schlecht oder sogar sehr schlecht gewesen.
Entweder handelt es sich hier um Protestwähler, oder sie haben die Frage
vielleicht etwas missverstanden.
Vielleicht so in Richtung "Wie war das Pilzjahr 2010 in Niederländisch
Papua-Neuguinea?"
LG, Gábor

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Re: Wie war das Pilzjahr 2010?

Mani walter, (vor 5806 Tagen) @ hansuwe

Liebe Pilzfreunde

Fasse kurz zusammen für das allerdings ausserhalb von GER liegende Graubündner Rheintal:

Frühjahrspilze viele Arten sehr gut
Mitsommer ordentlich So-Steinpilze doch wenig Eierschwämme
Sommer-Herbst: Wenig Agaricaceae, aber doch einige der besonderen, unbekömmlichen Arten; wenig Täublinge
Herbstpilze wie Cort. lilaceae, Canth. lutescens, Crat. cornucopioides, Sarcodon imbricatus, Lact. scrobiculatus, Russula chloroides auffallend gut

Herrensteinpilze eine Woche lang gut, dann tote Hose bis Ende Jahr

Pilzevielfalt befriedigend
Frische Luft und Erholung bestens

LG. Mani

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Das Pilzjahr 2010 - In allen belangen Top! *PIC*

Thüringer-Holz, (vor 5806 Tagen) @ Gábor

Liebe Pilzfreunde,

ich habe dieses Jahr mit "sehr gut" gestimmt!
Ein sehr gut ist auf mein persönliches Jahr allerdings untertrieben,
wäre da eine Option zur Steigerung ich hätte diese gewählt!

Ich hatte das Glück in diesem Jahr von einem Highlight ins nächste
zu rutschen. Angefangen im März mit schönen Fruchtkörpern
von Urnula craterium,
im April ging es weiter mit raren Frühjahrs-Groß-Ascos
(Microstoma protracta und Co.) aus dem Raum
Borna in Sachsen.
Anfang Mai brummte der Sand über 4 Wochen in Hannover mit diversen Lorcheln
und vor allen vielen Risspilzen (u.a. Inocybe aeruginascens).
Ende Mai erinnere mich noch gut an dir Tour mit Robin am Mittellandkanal (27.05.)
bei der wir schon einen
richtigen Großpilzaspekt hatten.
Anfang Juni ging es mit tollen Pilzen auf diversen Friedhöfen weiter (z.B. Inocybe melanopus).
Ende Juni gab es die ersten "Fahlen",
doch dann war erst mal Schluss mit oberirdischen Fruchtkörpern!
Die folgenden Wochen verfiel ich in einen regelgerechten "Kratz-Wahn" wobei mir wirklich
spitzen Hypogäen durch den "Dreizack" rutschten (Genea sphaerica, Sclerogaster compactus....)!
Das Scharren steckte den einen oder anderen Pilzfreund an meiner
Seite regelgerecht an, so dass auch im Umland von
Hildesheim tolle Funde gemacht wurden (Morcheltrüffel).
Das Pilze-Pilze-Forum-Treffen bei Freund Harzi sowie
der sensationelle Kratz-Samstag mit Ulla Täglich & Gunnar Hensel bei Leinefelde waren die
Höhepunkte im sonst trockenen Juli.
Anfang August gleich das nächste Highlight mein 4 Stunden "Alleingang" am
Erdsternweg Schloss Goseck!
Es folgten in Höver neue Dickröhrlingsstandorte für den Raum Hannover
(Satansröhrling, B.depilatus,...) gefolgt vom Filz-Röhrlingswahnsinn und der ersten
Täublingsschwemme auf dem Seelhorster Friedhof.
Ab dem 18.08. begann dann der absolute Pilz-Exodus -
Traumaspekte von Entoloma, Inocybe und Russula³ bescherten mir und
meinen Mitstreitern tolle Erlebnisse.
Mein persönlicher "Fungi-Porno" startete in Hannover
und verlief die folgenden 5 Wochen über die Stationen Leipzig, Erfurt, Hildesheim.
Den Abschluss bildete die
Russula - Tagung in Belgien (Anfang September),
mit meiner bis heute wohl "geilsten" Exkursion bei
Mariembourg im engsten mykologischen Freundeskreis
und einer Namhaften Uni-Arbeitsgruppe aus Gent.
Wie oft wollte ich in dieser Zeit ein Zelt im Wald aufschlagen!
Auch in diese Zeitspanne vielen die "Ausnahme-Exkursionen"
mit Jesko Kleine (Leipzig,Nohra), Robin (Erfurt, Schlosspark GTH) und HoBi's.

Egal wo ich war überall rockte es im Wald.
Ende September ging es dann nahtlos in den Herbstaspekt über und
die Phlegmacien drückten leider viel zu früh!
Die Landespilzausstellung am 2.und 3. Oktober in Erfurt bescherte mir
bei der Suche für diese diverse Ramarien und Microglossum viride.
(Stichwort: „Die Pilze sprechen sich ab“)
Zu diesem Zeitpunkt standen auch die "Wiesenpilze" (Clavulinopsis und Co.) rasig im Wald.
Mitte Oktober dann die Wiesenpilztagung im Kyffhäuser wo mich neben den
tollen Funden vor allen der "Familiäre Aspekt" dieser Veranstaltung beeindruckt
hat. Von Anfang November bis zum 22.11. "Wiesenpilzwahnsinn Teil II" auf den
sauren und extrem armen sandigen Heidetrockenrasen hier in und um Hannover.

Den krönenden Abschluss dieser Saison habt ihr hier vor ca. 3 Wochen auf diesem
Sender begutachten können - Gabor zeigte erst gestern seine "bekannten" Verwandten.

Nicht nur die Pilze begeisterten in 2010,
zusätzlich haben sich neue tolle Freundschaften entwickelt,
bestehende vertieft und zusätzlich gingen neue
Türen und Tore für mich auf!

Zum Jahresende gehen nun auch,
mich teilweise krank machende, 3,5 Jahre Working@Hannover zu Ende!
Zeit wird’s!

back to hometown - back to life!

In diesem Sinne
einen schönen Jahresausklang
Felix

Einen ersten Kracher unter den unzähligen noch nicht untersuchten Trocken-Tauben füge ich euch an. (Leipzig, 18.08.2010)

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