Cortinarius-Frage *PIC*

Wolfi ⌂, (vor 5800 Tagen)

Hallo liebe Pilzfreunde,

kann mir jemand bei der Bestimmung dieses auffälligen Cortinarius einen Tip geben,
hier die Daten, die ich habe:

Biotop: Laubwald, Buche,Hainbuche,Eiche

Sporen: ca. 7,4-10,1 x 6,1-8

Fleisch: weiß

Geruch: leicht würzig, pilzig

Geschmack: mild

Stiel: bis 9 cm lang und 1,5 cm breit,

Andeutung eines Stielrings, darüber braune Velumgürtel

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Viele Grüße

Wolfgang

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Cortinarius luteocingulatus ...

Jesko, (vor 5800 Tagen) @ Wolfi

... oder welches Synonym oder Nichtsynonym man auch immer verwenden möchte. Ein durch die großen Sporen und das gelbe Velum auffallender Vertreter der anomalus-Gruppe, das erste Mal wahrscheinlich bei Bresadola als C. alboviolaceus abgebildet.
Das ist mein erster Eindruck, eventuell wäre mit anderen Vertretern des genannten Formenkreises zu vergleichen, der leider taxonomisch und demzufolge auch nomenklatorisch noch weit davon entfernt ist, entworren zu sein.

Grüße

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Jesko, (vor 5800 Tagen) @ Wolfi

ich meine nur cingulatus, ohne das Gelb ... die Erinnerung kann schon manchmal trügen. Also Cortinarius cingulatus (Vel.) R. Henry.

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Re: Cortinarius luteocingulatus ...

Andreas ⌂, (vor 5800 Tagen) @ Jesko

Hallo,

hmmm, also ich hatte Cortinarius cingulatus während der Cortinarientagung im Saarland. Das war aber ein deutlich massigerer Pilz, auch mit deutlicher gelben Velumgürteln. Die Velumfarbe war augenfällig anders als bei den "normalen" anomalus den man so allgemein findet, insbesondere im jungen Fichtenwald. Ich hab meine Unterlagen nicht greifbar, aber aus der Erinnerung heraus meine ich, dass die Sporen auch noch etwas größer waren.
Also ich sehe auf den ersten Blick keinen rechten Unterschied zu C. anomalus.

beste Grüße,
Andreas

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Re: Cortinarius luteocingulatus ...

Jesko, (vor 5800 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

mit Deinen Argumenten bezüglich cingulatus (Sporengröße, Velum) könntest Du gut recht haben. Was nun ein normaler anomalus ist, weiß ich allerdings nicht. Die 2 bis 4 Arten, die wir gemeinhin so bestimmen, haben Sporen, die normalerweise max. 9 mü lang sind, und i.d.R. auch eine nicht so stark verschleimende Huthaut. Der anomalus aus dem jungen Fichtenwald ist wohl das, was in AdC IV als C. azureovelatus var. subcaligatus beschrieben ist (dürfte übrigens nicht viel mit azureovelatus zu tun haben, weder ss. Bidaud & al. noch - mutmaßlich - ss. Orton). Der Fichtenwald-anomalus hat jedenfalls kleinere Sporen.
Für cingulatus wären die angegebenen Maße nun wieder ein kleines bisschen zu klein. Eine Literaturreferenz, die so ziemlich genau der vorgestellten Kollektion zu entsprechen scheint, ist C. lebretonii in AdC IV mit seinen intermediären Sporen zwischen den "normalsporigen" Anomali und dem großsporigen cingulatus. Vermutlich ist das jedoch nicht der lebretonii in FN ...

Das ist alles verwirrend genug.

Grüße