Inocybe dunensis *PIC*

interhias ⌂, (vor 5747 Tagen)

zum Schluss der kleinen Inocyben-Reihe noch ein Schmankerl vom sandigen Isarufer:

Inocybe cf. dunensis P. D. Orton var. paucicystidiosa Bon, gefunden bei Kiefer und Weide, übrigens vergesellschaftet mit I. inodora. Zum Glück liegt der Fundort in einem Naturschutzgebiet.

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Pleurozystiden: breit fusoid bis keulig, auch subutriform, lang gestielt, nie lageniform, stark beschopft, dickwandig (Wandstärke am Bauch ca. 1-4, am Hals ca. 1,5-4), 60-80 x 17-28:

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Sporen: in der Regel stark irregulär, kartoffelsackartig, irregulär wellig bis kantig, auch mit Höckern, selten ideal breit ellipsoid, Apex variabel, mal zugespitzt oder fast papilliert, mal breit gerundet oder sogar gerade, mit Bläschen gefüllt, bisw. wie bei I. vulpinella, Maße: 11,7 x 7,5 (9,5-15 x 6-9), Q=1,56 (1,40-1,69)

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Zur Bestimmung: Am ehesten passt wohl I. dunensis var. paucicystidiosa; die Schwammerln, die Stangl am Lech und die Schweizer an einem anderen Flussufer im Sand gefunden haben, passen ganz vernünftig, allerdings weicht die doch recht dunkel braune Hutfarbe und die geschlossen befaserte Hutbedeckung meiner Kollektion etwas von den Beschreibungen ab; I. decipiens scheint nahe verwandt, wird jedoch mit mehr flaschenförmigen Zystiden und zum Schuppigwerden neigendem, ockerbraunem Hut beschrieben;

Eine komplette Beschreibung und weitere Fotos zu dieser Kollektion findet ihr auf meinen Inocybe-Seiten unter Koll. Nr. 16.

Grüße aus München
Hias

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Re: Inocybe dunensis

Helmut, (vor 5746 Tagen) @ interhias

Servus Hias,

das ist wirklich ein Schmankerl! Von dunensis hatte ich bisher nur Exsikkate in Händen, die var. paucicystidiosa kenne ich nur aus der Literatur.

Mikroskopisch passt ja alles hervorragend zur Darstellung bei Stangl, vor allem die eckigen (entolomoiden) bis fast unregelmäßig glatten Sporen, die kaum je einen Höcker haben.

In der Literatur gibt es noch eine Art, die mikroskopisch übereinstimmt und makroskopisch noch besser zu Deinem Fund passt: I. suboreina Moenne-Loccoz et al. 1990. Werde ich demnächst mal einscannen. Allerdings habe ich meine Zweifel, ob die wenigen makroskopischen Unterschiede tatsächlich eine Trennung von dunensis var. paucicystidiosa rechtfertigen.

I. decipiens ist etwas anderes.

Gruß

Helmut

zum Schluss der kleinen Inocyben-Reihe noch ein Schmankerl vom sandigen
Isarufer: Inocybe cf. dunensis P. D. Orton var. paucicystidiosa Bon,
gefunden bei Kiefer und Weide, übrigens vergesellschaftet mit I. inodora.
Zum Glück liegt der Fundort in einem Naturschutzgebiet.

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Re: Inocybe dunensis *PIC*

Andreas 2, (vor 5746 Tagen) @ interhias

Hallo Hias,

ich kenne dunensis auch aus dem Binnenland über Sandboden im lichten Kiefernforst. Makroskopisch waren die Frk. deutlich gedrungener und mit auffällig orange-rosa getöntem Stiel (Dia-Repro). Mikroskopisch aber analog wie bei Stangl. Ich hab dann noch ein paar zugesendete Koll. aus den Küstengebieten. Leider alle ohne Bild bzw. makroskopische Notizen.

Die var. paucicystidiosa habe ich aber leider auch noch nie zu Gesicht bekommen.

Beste Grüße
Andreas

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