Asco auf Fichtenzapfen

Jürgen Endres, (vor 5665 Tagen)

Hallo zusammen!

Nach einer längeren Pause hab ich mich am Ostermontag mal wieder aufgemacht nach den Pilzen zu schauen.
Ich hab erst gar nicht darüber nachgedacht, die Hoffnung auf Gemörchel aufkommen lassen soll, sondern bin schnurstracks in mein Weidenwälden marschiert um nach Becherchen zu graben. Witzigerweise hab ich das Interessanteste in den Fichtenplantagen auf dem Weg dorthin gefunden: Zwei verschiedene Becherchen auf Fichtenzapfen und Lachnum? in einer Kieferwunde.

In den Antworten erstmal die Beschreibung des ersten Becherchens.

Das kommt Hymenoscyphus lutescens recht nahe. Die Sporen sind ein wenig anders, und das Excipulum. Was meint ihr?

lg vezi

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Re: Asco auf Fichtenzapfen *PIC*

Jürgen Endres, (vor 5665 Tagen) @ Jürgen Endres

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Re: Asco auf Fichtenzapfen *PIC*

Jürgen Endres, (vor 5665 Tagen) @ Jürgen Endres

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Re: Asco auf Fichtenzapfen *PIC*

Jürgen Endres, (vor 5665 Tagen) @ Jürgen Endres

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Re: Asco auf Fichtenzapfen

Ingo Wagner, (vor 5665 Tagen) @ Jürgen Endres

Das kommt Hymenoscyphus lutescens recht nahe. Die Sporen sind ein wenig
anders, und das Excipulum. Was meint ihr?
lg vezi

Hallo Jürgen!

Dürfte Ombrophila tetracladia sein. In welcher Region hast du den gefunden?

VG Ingo W

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Re: Asco auf Fichtenzapfen

DirkW, (vor 5664 Tagen) @ Ingo Wagner

hallo ingo,

könnte das nicht auch schlicht und einfach hymenoscyphus imberbis sein?
lg

dirk

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Re: Asco auf Fichtenzapfen

Jürgen Endres, (vor 5664 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo!

Gefunden hab ich den Zapfen in Mittelfranken/Bayern auf etwa 460m Höhe in einem Bächleinsgeflecht zwischen einem kleinen Weidendickicht und einem älteren Fichtenbestand.

Etwa hier: 49.244416,10.847529

Ich habs versäumt in den Obrophiloideae-Ordner reinzuschauen. Da haben sich also die Becherchen versteckt, die auf Nadelholzzapfen wachsen können!
Aber so richtig "einrasten" tut es beim Vergleich mit O.tetracladia nicht. Sporen und Asci sind ein bischen kleiner und mit Öltropfen.
Zotto hat da ein Bild gemalt von einem Porus eines Ascus in dem Sporen sind. Das sieht bei mir ganz anders aus, und zwar wird der Porus bei reifen Asci komplett zusammengequetscht, so daß kein blauer Punkt mehr sichtbar ist.
Ist das wichtig, oder liegt das nur am Reifegrad?

Gruß, Jürgen

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Re: Asco auf Fichtenzapfen

Ingo Wagner, (vor 5664 Tagen) @ Jürgen Endres

Hallo Ingo!
Gefunden hab ich den Zapfen in Mittelfranken/Bayern auf etwa 460m Höhe in
einem Bächleinsgeflecht zwischen einem kleinen Weidendickicht und einem
älteren Fichtenbestand.
Etwa hier: 49.244416,10.847529
Ich habs versäumt in den Obrophiloideae-Ordner reinzuschauen. Da haben sich
also die Becherchen versteckt, die auf Nadelholzzapfen wachsen können!
Aber so richtig "einrasten" tut es beim Vergleich mit O.tetracladia
nicht. Sporen und Asci sind ein bischen kleiner und mit Öltropfen.
Zotto hat da ein Bild gemalt von einem Porus eines Ascus in dem Sporen sind.
Das sieht bei mir ganz anders aus, und zwar wird der Porus bei reifen Asci
komplett zusammengequetscht, so daß kein blauer Punkt mehr sichtbar ist.
Ist das wichtig, oder liegt das nur am Reifegrad?
Gruß, Jürgen

Hallo Jürgen!

Dirks Gedanke scheint mir beinahe der bessere, denn Hymenoscyphus-imberbis-Sporen neigen dazu, älter andeutungsweise spindelig zu werden, auch die Tröpfchenverteilung in den Sporen passt besser.

Hymenoscyphus imberbis läuft allerdings schon beinahe beim Scharfangucken rot an. Nichts aufgefallen?
Dein gemessener Asci wäre nach wie vor zu groß.

Zotto hat da ein Bild gemalt von einem Porus eines Ascus in dem Sporen sind.
Das sieht bei mir ganz anders aus, und zwar wird der Porus bei reifen Asci
komplett zusammengequetscht, so daß kein blauer Punkt mehr sichtbar ist.

Da interpretierst du was falsch!
Das Bild (auf das sich deine Aussage bezieht) beschreibt die Ascus-Form und wie er von den Sporen ausgefüllt wird. Dass er blau reagiert, steht ja daneben schon.

Du könntest den imberbis-Gedanken festigen, indem du mal einen Schnitt machst mit sämtlichen Basalzellen, denn die reagieren mit Lugol blau.

Ein bessees Bild des Porus-Typs bringt wahrscheinlich eher wenig.

VG Ingo W

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Re: Asco auf Fichtenzapfen

DirkW, (vor 5663 Tagen) @ Ingo Wagner

hallo zusammen,

die ombrophila-art kenne ich nicht, aber auch die paraphysen mit stark lichtbrechenden vakuolen scheinen mir sehr typisch für imberbis.

viele grüße

dirk

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Re: Asco auf Fichtenzapfen

Jürgen Endres, (vor 5663 Tagen) @ DirkW

Hallo!

Ich denke, es wird H. imberbis sein. Die Sporen in meinem Fund sind dafür zwar recht gros, aber nicht im unmöglichen Bereich.
Ansonsten schaut alles gut aus. Vor allen das Excipulum mit den wuseltröpfchengefüllten Endzellen!

Ich hab grad gar keine Zeit, aber heute abend werde ich versuchen noch einen kompletten Schnitt zu machen und ein bischen mit KOH und Lugol herumpanschen.

Eine Rötung der Fruchtkörper ist mir allerdings beim Arbeiten nicht aufgefallen. Alles war hübsch weis. Allerdings habe ich es nicht überprüft, was ich bei dieser "Sorte von Pilzen" hätte machen sollen. -.-

Viele Grüße
Jürgen

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Re: Asco auf Fichtenzapfen

DirkW, (vor 5663 Tagen) @ Jürgen Endres

hallo jürgen,

deine sporen passen wunderbar.

hier einmal die angaben aus dem (provisorischen) schlüssel von b. deqlerc:

8 Apothecia turbinate to scutellate, disk plano-convex, whitish to pale ochraceous yellow, 1-2(4) mm diam.,
shortly stipitate. Asci 60-95x7-9 µm, arising from croziers. Spores ovoidaseptate, sometimes 1sept. before
germinating, 8-13(16)x3-4,5(5) µm, with a few minute guttules at both poles, OCI = (0)1-2. Paraphyses
with strongly refractive guttules. Excipulum basally pale brown. On fallen dead twigs, branches and woody
debris in wet places. Phen.: (III)V-XI(XII).
Phaeohelotium imberbe (Bull.: Fr.) Svrcek

es würde mich allerdings sehr wundern, wenn die apos jetzt immer noch unverändert weiß wären ...

beste grüße

dirk

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Re: Asco auf Fichtenzapfen *PIC*

Jürgen Endres, (vor 5663 Tagen) @ DirkW

Hallo nochmal!

Leider konnte ich keine Rötung an den Pilzen feststellen.
Unten ein Bild von dem Pilz der mir mein Untersuchungsmaterial gestellt hat. Das Schneiden war vor 2 Tagen, das Foto ist von heute. Das ist kein echtes Reinweiss mehr, aber eine Rötung aufgrund von Verletzung kann ich nicht erkennen.

Auch beim "Anfärben" der Basalzellen mit Lugol hatte ich keinen Erfolg.
In den Antworten poste ich noch zwei Vorher-Nachher-Bilder. Beim zweiten habe ich Kontrast runter und Sättigung rauf gestellt. Möglicherweise ist da mit viel gutem Willen und Einbildungskraft unten ein bläulicher Schimmer zu erkennen.

Da bleibt nur noch ein
"Vielleicht H.imberbis, aber nicht sicher bestimmbar."
übrig, oder?

Viele Grüße Jürgen

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Re: Asco auf Fichtenzapfen *PIC*

Jürgen Endres, (vor 5663 Tagen) @ Jürgen Endres

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Re: Asco auf Fichtenzapfen *PIC*

Jürgen Endres, (vor 5663 Tagen) @ Jürgen Endres

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