vier weitere Bestimmungshilfen erbeten *PIC*

Konrad Schultz, (vor 5528 Tagen)

Hallo Pilzfreunde,

ich bitte um Hilfe bei der Bestimmung der folgenden vier Pilzarten.

Vielen Dank und viele Grüße.

Konrad

Nummer 1: Coprinus lagopus?

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Nummer 2: ??? also das einzige was mir pers. dazu einfällt wäre Sektion "echte Ritterlinge" ?

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Begleitbäume: Espe, Kiefer, Eiche (und einige sehr junge Buchen)

Geruch: unangenehm! schwierig das ins Wort zu fassen; ich sage mal wie Stinkwanze

Fleisch: sehr fest

Nummer 3: diese Koralle wächst an Kiefernwaldrändern.

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(durch den Blitz ist sie etwas aufgehellt sonst anthrazit)

Nummer 4: Kann mir jemand den Namen dieses kleinen Bovists sagen? Oder zumindest Arten, die in Frage kommen?

Also: Das Exemplar auf dem Bild hat mit ca. 4cm seinen maximalen Durchmesser schon erreicht.
Bei kleineren Exemplaren ist die Außenhaut einheitlich glatt und weiß. Sie wachsen auf Sandboden.
Die Fruchtkörper erscheinen schon im Frühsommer und es bilden sich bis in den Herbst hinein immer Neue.

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Re: vier weitere Bestimmungshilfen erbeten

Gábor, (vor 5528 Tagen) @ Konrad Schultz

Hallo,

ich denke, Nr.3 ist Thelephora palmata (Stinkende Lederkoralle).

LG, Gábor

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Re: vier weitere Bestimmungshilfen erbeten

Hexenröhrling, (vor 5528 Tagen) @ Konrad Schultz

Hallo sehe mal Zwerg -Bovist Bovista-pusilla das könnte mit ? ganz gut passen Gruß Werner

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Re: vier weitere Bestimmungshilfen erbeten

Konrad Schultz, (vor 5528 Tagen) @ Hexenröhrling

Hallo Werner,

ja passen tut der gut (obgleich ich nicht sehr viel darüber finde). Ich hab nur nicht die geringste Übersicht über die Bovista Arten... da kann ich mich selber nich auf eine Art festlegen.. Möglicherweise gibs ja nichts ähnliches? Dann wäre der Fall also klar
Danke für die Antwort!

Viele Grüße
Konrad

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Re: vier weitere Bestimmungshilfen erbeten

jesko, (vor 5528 Tagen) @ Konrad Schultz

Hallo Konrad,

Nummer 2: ??? also das einzige was mir pers. dazu einfällt wäre Sektion
"echte Ritterlinge" ?
Begleitbäume: Espe, Kiefer, Eiche (und einige sehr junge Buchen)
Geruch: unangenehm! schwierig das ins Wort zu fassen; ich sage mal wie
Stinkwanze
Fleisch: sehr fest

Ja, das ist ein Ritterling der Sektion Albobrunnei, so viel ist sicher. Ich nehme an, mit dem Stinkwanzengeruch meinst Du das, was allgemein als "Mehlgeruch" bezeichnet wird. Vielleicht ist Gurke ein besserer Vergleich. Dann brauchten wir noch den Geschmack (mild oder bitter), der ist für die Ritterlingsbestimmung immer ein wichtiges Merkmal. Wenn er mild ist, sitzen wir hier im Dilemma Tricholoma populinum oder Tricholoma pessundatum, da sowohl Pappeln als auch Kiefern am Standort waren. Vielleicht kann Ingo das dann erkennen, ich hatte immer nur Kollektionen, wo entweder Pappel oder Kiefer dabei stand.

Viele Grüße.

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Re: vier weitere Bestimmungshilfen erbeten

Werner E., (vor 5528 Tagen) @ Hexenröhrling

Servus Werner und Konrad,

ich würd' da eher mit Bovista nigrescens und B. plumbea vergleichen.

Gruaß Werner

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Re: vier weitere Bestimmungshilfen erbeten

Stephan Weißer, (vor 5528 Tagen) @ Konrad Schultz

Nummer 2: ??? also das einzige was mir pers. dazu einfällt wäre Sektion
"echte Ritterlinge" ?

Riva gibt die Huthautfarben der "verdächtigen" Arten wie folgt an:
T. pessundatum: kastanienbraun, schwärzlichbraun (also ähnlich einer Marone)
T. populinum: fleischbraun (incarnat, d.h. mit schmutzigen Rosatönen), fuchsig braun

Leider haben beide keine abgegrenzte Pseudoringzone, lassen sich also so nicht unterscheiden. Riva hat beim Geschmack für T. populinum nicht ausdrücklich bitterlich ("amarognolo") vermerkt, bei T. pessundatum schon. Aber ich habe typische T. populinum selber schon probiert, die waren bitterlich.

Geruch: unangenehm! schwierig das ins Wort zu fassen; ich sage mal wie
Stinkwanze

;-) BANAUSE ;-) Hoffentlich gibt es bald wieder Ritterlinge, damit ich diesen herrlichen Duft wieder erleben kann ;-) (nachdem es dieses Jahr bei uns keine Maipilze gab...) ;-)

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Re: vier weitere Bestimmungshilfen erbeten

Konrad Schultz, (vor 5528 Tagen) @ Stephan Weißer

Hallo jesko und Stephan,

;-) BANAUSE ;-) Hoffentlich gibt es bald wieder Ritterlinge, damit ich diesen
herrlichen Duft wieder erleben kann ;-) (nachdem es dieses Jahr bei uns
keine Maipilze gab...) ;-)

Also ich tue mich zugegeben etwas schwer bei der Charakterisierung von Gerüchen in diesem Zusammenhang, aber der roch wirklich unanagenehm ( Mehl und Gurken da stell ich mir was dezentes/ neutrales vor?) und ich war nich der Einzige, dessen Reaktion "geh mir weg damit" war... =)

Was den Geschmack betrifft das werd ich dann nochmal überprüfen - kein Problem.

Jedenfalls Vielen Dank für die Mühe

Grüße
Konrad

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Danke schön! und liebe Grüße *oT*

Konrad Schultz, (vor 5528 Tagen) @ Gábor

- kein Text -

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Tricholoma populinum... (?) *PIC*

Konrad Schultz, (vor 5527 Tagen) @ Konrad Schultz

Hallo nochmal,

Zu der Tricholoma Art:

Der Geschmack ist mild. Nicht bitter - nicht mal im Nachgeschmack.

Auf Grund des Wuchsortes tendiere ich nun zu T. populinum - Sie wachsen wirklich in Mitten von Espen auch wenn man die abseits davon stehenden Kiefern nicht wegdiskutieren kann...

außerdem wachsen sie wirklich büschelig was ich nur bei T. populinum gelesen habe.

Und ich habe nochmal ein besseres Bild der Hutoberfläche gemacht.

vllt kann jmd. anhand dessen das nun korregieren oder absegnen...

Viele Grüße Konrad

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Re: Tricholoma populinum... (?)

Ingo, (vor 5526 Tagen) @ Konrad Schultz

Hallo Konrad,

je länger ich mir diese Bild ansehe, um so mehr kommen mir Zweifel,
ob es sich überhaupt um eine Art aus der Sektion albobrunnea handelt.
Der Hut passt nach meinem Geschmack eher zu einem jungen T. vaccinum.
Bei T. populinum habe ich eine solche Hutbeschaffenheit noch nie gesehen.
Und ich hatte bereits hunderte davon vor der Optik.
Falls der Geruch nicht mehlig war, dann beschreibe doch bitte, woran er
am ehesten erinnerte. Der Hinweis, dass der Duft auch an Melone oder
Grüne Gurke erinnert, halte ich für nicht hilfreich. Das tut er nämlich nicht.
Nasses oder vergammeltes Mehl ist bei T. pessundatum und Verwandten eher
zutreffend. Mitunter sogar mit leicht stechender Komponente.
Maipilze sind schon ein guter Vergleich. Besser noch Clitocybe sinopica, wer
die kennt. Ich kenne jedenfalls Leute, die bei diesem Geruch angewidert
zurückzucken. Ich finde den natürlich toll. ;-))

Grüßlis Ingo

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Re: Tricholoma populinum... (?)

Konrad Schultz, (vor 5526 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo!

Erstmal danke, dass du dich bemühst mir zu helfen!

(Ich will das jetz wissen (= ! )

Ja also da muss ich dich enttäuschen: Ich hab mir den Geruch nochmal zu Brust (bzw Nase) genommen und kam zum Ergebnis, dass Gurke schon hinkommt, wenngleich der Geruch weniger dezent und nahe drann auch wirklich intensiv ist (für mich auch leicht penetrant (Stinkwanze??)) - so leid es mir tut, mit der Mehlsache kann ich nichts anfangen...

Der Geschmack war wie gesagt mild und leicht nach Gurke (sorry mir fällt nix besseres ein).

Was die Hutoberfläche angeht, war ich auch etwas überrascht von diesen Schuppen, naja aber du hast ja auch die andern Bilder bestimmt gesehn da ist das nicht so pregnant....

aber T. vaccinum ich weiß nicht wenn man sich das ältere Exemplar aus der Ursprungsnachricht ansieht..

Lange rede kurzer Sinn: Ich mache heute einfach noch mehr Fotos! schaden kann es ja nicht.

Jedenfalls danke und Bilder folgen!

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Hier nochmal die Unterseite zum letzten Bild *PIC*

Konrad Schultz, (vor 5526 Tagen) @ Ingo

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Tricholoma xy ungelöst Bilderparade *PIC*

Konrad Schultz, (vor 5525 Tagen) @ Ingo

Hallo,

Hier Material um sich ein besseres Bild zu machen:

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halb aufgerissen bzw geschuppt??:
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von allen Seiten:
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Alter FK:
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Nicht sonderlich geschuppt:
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noch eine etwas abseitige Idee

Stephan Weißer, (vor 5525 Tagen) @ Konrad Schultz

Auf einigen der Bilder sind Hüte mit stark eingerollten Rändern zu sehen. Jetzt meine Idee: Tricholoma acerbum kann das nicht sein, oder? Wer hat T. acerbum schon mal gesehen und kann was dazu sagen?

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Re: Tricholoma xy ungelöst Bilderparade

Rudi, (vor 5525 Tagen) @ Konrad Schultz

Hallo Konrad,

für mich schauts jetzt schon nach populinum aus...

LG Rudi

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Tricholoma populinum vs. T. pessundatum

Ingo, (vor 5525 Tagen) @ Konrad Schultz

Hallo Konrad, Jesko, Stephan, Rudi und alle anderen Interessenten,

erst einmal vielen Dank, dass hier Keiner mehr mit T. albobrunneum
ankommt. Nachdem ich die Materie seit gut fünf Jahren gezielt beobachtete,
komme ich zu dem Schluß, dass bei diesem Thema eine digitale Lösung nicht
wirklich zielführend sein kann.

Unter Schwarz-und Kulturpappeln, truppweise bis büschlig und dazu ab Oktober
gehe ich mit jedem mit, der das Pappelritterling nennt.

Ab Mitte September, in reinen Kiefernschonungen, mit kahler Huthaut und
hellbraun- orangen Farbtönen (ausnahmsweise auch mal dunkelbraun), sollte
man auch mit T. pessundatum richtig liegen.

Geruchs- und Geschmacksunterschiede, wie in der Literatur angegeben,
sollte man getrost vergessen. Da hatte ich schon Pappelritterlinge, die
bitter schmeckten und an anderen Stellen milde. Bei Tricholoma pessundatum
konnte ich registrieren, dass junge, noch nicht aufgegangene Fruchtkörper
bitter schmeckten. Je ausgewachsener die FK waren, desto mehr verschwand
die Bitterkeit. Vom Geruch her empfinde ich beide Arten als identisch.

Was ist aber mit Kollektionen, die in Kiefernwäldern mit untermischten
Espen auftreten? Hier sehe ich ein Problem. An diesen Standorten fand
ich Kollektionen, die truppweise, aber niemals büschelig auftauchten.
Allerdings auch immer wieder Einzelexemplare. Entscheidend könnte hier die
Beschaffenheit der Huthaut sein. Allerdings gibt es eben an diesen
Standorten die wildesten Mischformen. Von aalglatt bis faserig und schorfig aufgerissen.

Was mir vor allem bei eindeutigen Pessundaten immer auffiel, ist dar Umstand,
dass der Hutrand bei ausgewachsenen Exemplaren (fast immer) rippt.
Ein eindeutiges Unterscheidungskriterium ist es allerdings nicht, da ich dies
bei T. populinum (seltener) auch schon beobachten konnte.

Vielleicht sollte man auch der Tatsache Rechung tragen, dass es einige "reine"
Kiefernritterlinge geschafft haben, die Espe als Ersatzwirt zu gewinnen.
Bei Grünlingen ist das ja mittlerweile ein alter Hut. Aus Sachsen und
Thüringen sind aber neuere Funde bekannt, wo sogar Halsbandritterlinge mit
Espen können. Stimmt's Jeko?

Man sollte daher annehmen können, dass auch andere, ehemals als reine
Kiefensymbionten geltende, Arten diesen Sprung vollzogen haben.

Marcel Bon nennt die Espenbegleiter in seiner Monographie Tricholoma populinum
var. campestre und gestattet denen ein früheres Erscheinungsdatum, als den
astreinen Pappelritterlingen. Unterscheidungsmerkmal hier vor allem rötendes
Fleisch unter der Hutscheibe. Allerdings geht der Riva da nicht mit.

Nach meiner Meinung gibt es noch mindestens zwei andere braune Ritterlingsarten,
die in diese Sippe gehören.

Einer sollte dieser hier sein.
Der würde, bei eingestreuten Espen, hierzulande sicher als Pappelritterling durchgehen.

Die andere Art hat streifige Huthaut und sieht aus wie ein Mischling von Tricholoma stans,
mit der Figur (und Größe) von T. pessundatum.

Ich befürchte, dass hier mikroskopische Unterschiede nur marginal sein werden
und das letzte Wort der Genanalyse vorbehalten sein wird.

Aber vielleicht hilft es ja, die Augen weiter offen zu halten und soviele
Kollektionen wie möglich zu finden und zu beschreiben.

Grüßlis Ingo