Re: Leccinum aurantiacum ss.orig.? (L. populinum)

jesko, (vor 5516 Tagen) @ Jürgen

Hallo Jürgen,

vielen Dank für Deine weiterführenden Anmerkungen. Bei Gelegenheit sollte ich die Sporen mal nachmessen. Leider habe ich die betreffende Publikation von Korhonen nicht. Hierzu ist freilich zu sagen, dass dann, wenn der einzige Unterschied zwischen L. populinum und L. aurantiacum ss. orig.? (= L. quercinum) in den Sporenmaßen bestehen soll (da das Habitat ja entfällt, wie Du ausführst), eine Abtrennung auf Artebene - vorbehaltlich neuer Erkenntnisse - nicht gerechtfertigt ist.

... Mir ist unbegreiflich, wie DEN BAKKER &
NOORDELOOS (2005) durch eine (Zitat S. 536) "careful
examination" der Publikation von DÖRFELT & BERG (1990) zu der
geradezu abenteuerlichen Konsequenz gelangen konnten, Leccinum
leucopodium im Sinne dieser Autoren (der weißstielige Espenbegleiter) sei
mit L. aurantiacum in ihrem Sinne (der rotschuppige Begleiter diverser
Laubbäume, de facto die bisherige "Eichen"-Rotkappe)
gleichzusetzen. Damit verkehren sie die Dörfelt-Bergsche Argumentation
(Zitat S. 567: "Es besteht kein Zweifel, daß die gegenwärtig als
Espen- oder Pappelrotkappen bezeichneten Pilze, die meist Leccinum rufum
oder L. aurantiacum genannt werden, von PERSOON als Boletus leucopodius
beschrieben wurden.") ins glatte Gegenteil.

Es ist freilich so ziemlich egal, wie Dörfelt und Berg als Umkombinierer Leccinum leucopodium aufgefasst haben. Maßgeblich ist die Beschreibung Persoons. Da er den Pilz aber leucopodius (weißstielig) genannt und - wie Du zeigst - recht eindeutig beschrieben hat, darf man wohl davon ausgehen, dass er die Espenrotkappe gemeint hat.
Danke für diese Anmerkungen (dieses Problem war mir noch nicht bewusst) - zumindest den Namen albostipitatum werde ich in Zukunft entsprechend zu werten wissen.

Viele Grüße.

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