Xerocomus cf. ripariellus *PIC*

Werner E., (vor 5513 Tagen)

Servus beinand',

diese außerordentlich kleinen Filzröhrlinge fand ich am Samstag nur etwa 1,5m vom Ufer eines Baggersees am Rande der Münchner Schotterebene entfernt.
Der größte FK hatte nur ca. 4,5 cm.
Der See wurde schon vor 40 Jahren ausgebaggert, wodurch die Uferzonen recht natürlich wirken.
Die Pilze wuchsen im Gras unter einer solitären Schwarzerle, an der er auch dranhängen muß.
In der Nähe befindet sich sonst nur eine Rosskastanie.
Auffallend ist der weinrote, filzige und nur am Rand leicht aufreissende Hut, und der kurze, immer basal zuspitzende Stiel, der bei allen Exemplaren im unteren Stieldrittel sowohl außen als auch im Fleisch dunkel-weinrot bis fast schwarz ist.
Das Fleisch verfärbt sich erst nach Minuten im Hut und auch im nicht dunklen Stielbereich blau.
Das angehängte Schnittfoto wurde nach ca. 10 Minuten gemacht.
Die Huthaut ist noch nicht mikroskopiert.
Was meint Ihr?
Hab' ich hier X. ripariellus gefunden?
X. rubellus würde ich eigentlich ausschließen.

An liab'n Gruaß aus München, Werner

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2.Bild *PIC*

Werner E., (vor 5513 Tagen) @ Werner E.

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3.Bild *PIC*

Werner E., (vor 5513 Tagen) @ Werner E.

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Schnittbild *PIC*

Werner E., (vor 5513 Tagen) @ Werner E.

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Re: Schnittbild

Jürgen, (vor 5513 Tagen) @ Werner E.

Hallo Werner,

das sollte hinkommen. Um X. dryophilus (ss. auct. europ.), der ebenfalls ausgeprägt weinrotes Fleisch in der Stielbasis aufweist, sicher auszuschließen, müsstest du noch die Sporenbreite nachmessen (bei dryophilus im Mittel um 6 µ, bei ripariellus um 4,5 µ). Es existiert zudem noch X. fennicus, der an ähnlichen Standorten wächst, sich aber durch trunkate Sporen unterscheidet.

Gruß, Jürgen

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Re: Schnittbild

Werner E., (vor 5510 Tagen) @ Jürgen

Griasdi Jürgen,

das sollte hinkommen. Um X. dryophilus (ss. auct. europ.), der ebenfalls
ausgeprägt weinrotes Fleisch in der Stielbasis aufweist, sicher
auszuschließen, müsstest du noch die Sporenbreite nachmessen (bei
dryophilus im Mittel um 6 µ, bei ripariellus um 4,5 µ). Es existiert zudem
noch X. fennicus, der an ähnlichen Standorten wächst, sich aber durch
trunkate Sporen unterscheidet.

besten Dank für Deine Antwort.
Wenn ich mir die Referenzbilder so ansehe, scheint mir X. dryophilus fast noch wahrscheinlicher.
Ja, dann muß ich wohl mein Mikroskop wieder mal rauskramen, und die Sporen checken.
Ich hab' den Fund gut dokumentiert und eingetütet.

An liab'n Gruaß aus München, Werner