Hallo Josef,
Bis auf die Ausnahme der sehr kleinen Laubmoose
Genau die meinte ich, die gehören auch zu denen, die oft etwas schwerer zu bestimmen sind, was sonst bei Moosen ja eher ein Spaziergang - im Vergleich zu komplizierteren Pilzgattungen - ist.
bekommt man ziemlich sicher
und einfach Blättchenquerschnitte, wenn man: 1) den ganzen Sproß unter der
Fingerspitze zusammendrückt (z. B. auf einem Objektträger), so dass alle
Blättchen übereinanderliegen,
2) durch einen Schnitt die Blättchen alle auf die gleiche Länge bringt und
dann
3) mit der Rasierklinge mehrmals möglichst feine Streifen
ab"hobelt".
So mache ich das bei grösseren Blättchen auch immer, klappt sehr gut.
Dadurch, dass mehrere Blättchen übereinanderliegen, schneidet man immer
gleich einige Scheiben ab, und mit ein ganz klein bisschen Übung ist
eigentlich immer ein passender Schnitt dabei. Alternativ kann man bei
blattarmen Moosen auch mehrere Sprosse übereinander legen.
Was den Tip mit dem Holundermark angeht: ich habe ein Handmikrotom für Rasierklingen - sowas ähnliches: http://www.laborplan.de/bio/pm_desc.php?datum=200310
Damit geht das hervorragend. Ich benutze allerdings nach einem Tip von jemand (kann mich momentan nicht erinnern, wer das war) Gelbe Rüben statt Holunder. Holunder muß man ja einerseits erst suchen und im richtigen Zustand finden sowie zuschneiden etc. - Styropor ruiniert die Rasierklingen unheimlich schnell. Mit dem Handmikrotom schaffe ich auch die Winzlinge mit 0,3 mm usw.
Gruß,
Werner