Inocybe phaeodisca var. geophylloides *PIC*

interhias ⌂, (vor 5354 Tagen)

und jetzt noch eine Art, die ich bislang noch gar nicht hatte:

Inocybe cf. phaeodisca var. geophylloides Kühner (Cremerandiger Risspilz)

[image]

[image]

Steckbrief: Glattsporige Cortinata mit zweifarbigem Hut und cremeweißen, dicht überfasertem Stiel ohne echte Kaulozystiden.

Zur Bestimmung: unklar; nach Kuyper-Schlüssel kommen nur I. albovelutipes und I. phaeodisca var. geophylloides infrage. Makroskopisch passen die kleinen, zweifarbigen, vor allem am Scheitel kaum wollig-filzigen Fk viel besser zu Zweiterer; die zumindest am Bauch dünnwandigen Hymenialzystiden würden besser zu I. albovelutipes passen; ein interessantes Merkmal ist auch das im oberen Stielbereich rotbraune Fleisch, das bei Kuyper für beide Varietäten von I. phaeodisca erwähnt wird und auch bei einer eigenen Kollektion der Typusvarietät von 2007 beschrieben ist;

Funddaten: 17.09.2011; MTB 8135-4-1-1, 720 m; D - By - Dietramszell, Zeller Wald südlich Maria Elend, Mischwald (Tanne, Fichte, Buche), an der Böschung eines schottrigen Pfades bei riesiger Tanne und riesiger Buche, unter Buchenjungwuchs; gesellig (3 Fk);

Pleurozystiden: meist subutriform, auch breit fusoid, utriform, sublageniform, normal beschopft, in KOH hyalin, prinzipiell sehr dünnwandig, nur ganz am Apex Wandverdickungen bis 1,5 oder auch mal 2 beobachtet, Maße 52-65 x 16-20, Wandstärke am Bauch nie über 0,5, am Apex 0,5-2:
[image]

[image]

Cheilozystiden: schütter, überwiegend utriform, komplett dünnwandig (kaum über 0,5), nur spärlich oder nicht beschopft; Parazystiden sehr zahlreiche, gut differenziert und mittelgroß bis groß:
[image]

Sporen: sehr breit amygdaloid, nur vereinzelt mit lateraler Delle, Apex meist konisch, seltener subkonisch, spitz, Maße: 8,7 x 5,5 (7,5-10 x 5-6), Q=1,59 (1,45-1,82):
[image]
Komplette Doku.

Beste Grüße
Hias

Eintrag gesperrt
11 Aufrufe

Re: Inocybe phaeodisca var. geophylloides

Helmut, (vor 5354 Tagen) @ interhias

Servus Hias,

da gehe ich konform mit Dir. Meine Eigenfunde waren ähnlich zierlich. Die Mikroskopie passt auch mit Ausnahme der Sporen, die ein wenig klein sind. Nach Stangl und nach Eigenfunden sollten sie ca. 9-11 µm lang sein.

Gruß

Helmut