Unbestimmter Rötling *PIC*

interhias ⌂, (vor 5328 Tagen)

Hallo nochmal,

hier noch ein Zärtling, den ich nicht bestimmen kann. Vielleicht hat jemand von euch eine Idee dazu?

Entoloma spec.

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HDS in KOH
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Cheilozystiden in KOH:
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Sporen in KOH:
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Zur Bestimmung: Diese stattliche Leptonia kann ich nicht schlüsseln, obwohl sie sehr gute Merkmale hat: ungeriefter, schuppiger, hygrophaner Hut, große, voluminöse Cheilozystiden und relativ kleine Sporen; in den Schlüsseln (Gröger,FE5a) versandet man bei E. mediterraneense, poliopus, porphyrogriseum; am ehesten könnten man noch auf E. poliopus var. parvisporigerum kommen, aber mit meinen anderen Funden dieser Art hat diese Kollektion kaum Ähnlichkeit;

Funddaten: 20.09.2011; MTB 7735-4-3-1, 490 m; D - By - München, Fröttmaninger Heide (Magerwiese auf Kalkschotter, von Schafen beweidet), auf der Wiese an eher langgrasiger Stelle; gesellig (>10 Fk);

Link zur kompletten Doku.

Grüße aus München
Hias

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Re: Unbestimmter Rötling

Wolfgang P., (vor 5328 Tagen) @ interhias

Hallo nochmal,
hier noch ein Zärtling, den ich nicht bestimmen kann. Vielleicht hat jemand
von euch eine Idee dazu?
Entoloma spec.

Hallo Hias,

ich halte das für mutabilipes, auch wenn bei Dir die Sporen im Mittel leicht unter 10 my sind.

Die Art scheint in der Hutfarbe sehr variabel von fast schwarz über braun bis rein weiß, und hat vergängliche Blautöne am Stiel.

Der genabelte Hut mit dunklerer Mitte, die sterile Schneide und die mittelgroßen Sporen würden aber ganz gut passen.

Grüße,

Wolfgang

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E. mutabilipes und sodale

interhias ⌂, (vor 5327 Tagen) @ Wolfgang P.

Hallo Wolfgang,

leider kenne ich E. mutabilipes nicht (bzw. habe ich ihn heuer zum ersten Mal bestimmt - vgl. Kollektion Nr. 8 auf meiner Dokuseite), aber laut Literatur handelt es sich um einen schmächtigen Pilz mit durchscheinend gerieften Hüten, der an E. exile erinnert - das kann man von dieser Kollektion nicht gerade behaupten - wegen der Sporenmaße würde ich mir keine Gedanken machen.

Aber deine Einschätzung bringt mich noch auf eine andere Idee. Warum nicht einfach E. sodale? Das Foto in FE5a Nr. 267 passt ziemlich gut dazu. Wegen der kleinen Sporen war ich gar nicht auf die Idee gekommen, aber Ludwig bringt im Kompendium zwei ähnlich kleinsporige Kollektionen. Dazu würden auch die sehr voluminösen Cheilozystiden gut passen.

Ich werde mal beide Möglichkeiten im Auge behalten.

Beste Grüße und vielen Dank!
Hias

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Re: E. mutabilipes und sodale

Wolfgang P., (vor 5327 Tagen) @ interhias

Hallo Wolfgang,
leider kenne ich E. mutabilipes nicht (bzw. habe ich ihn heuer zum ersten Mal
bestimmt - vgl. Kollektion Nr. 8 auf meiner Dokuseite), aber laut
Literatur handelt es sich um einen schmächtigen Pilz mit durchscheinend
gerieften Hüten, der an E. exile erinnert - das kann man von dieser
Kollektion nicht gerade behaupten - wegen der Sporenmaße würde ich mir
keine Gedanken machen.
Aber deine Einschätzung bringt mich noch auf eine andere Idee. Warum nicht
einfach E. sodale? Das Foto in FE5a Nr. 267 passt ziemlich gut dazu. Wegen
der kleinen Sporen war ich gar nicht auf die Idee gekommen, aber Ludwig
bringt im Kompendium zwei ähnlich kleinsporige Kollektionen. Dazu würden
auch die sehr voluminösen Cheilozystiden gut passen.
Ich werde mal beide Möglichkeiten im Auge behalten.
Beste Grüße und vielen Dank!
Hias

Hallo Hias,

bei mir wächst eine relativ kräftige, fast weiße Leptonie, die von Noordeloos als mutabilipes bestimmt wurde. Das prägt natürlich mein Bild der Art. Aber Du hast natürlich Recht: sodale passt in Deinem Fall viel besser. Zu mutabilipes sollte ich mich eher an der Originalbeschreibung orientieren.

"sodale" ist aus meiner Sicht ein Aggregat, bei dem die genaue Aufteilung noch völlig ungeklärt ist. Da Ludwig teilweise ein von Noordeloos abweichendes Artkonzept verfolgt, sollte bei der Bestimmung die Angabe des Schlüssels erfolgen, und man sollte sehr vorsichtig sein, die Daten verschiedener Autoren zu vermischen.

Die blaustieligen Entolomen haben's echt in sich!

Grüße,

Wolfgang

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Re: E. mutabilipes und sodale

interhias ⌂, (vor 5326 Tagen) @ Wolfgang P.

Hallo Hias,
bei mir wächst eine relativ kräftige, fast weiße Leptonie, die von Noordeloos
als mutabilipes bestimmt wurde. Das prägt natürlich mein Bild der Art.
Aber Du hast natürlich Recht: sodale passt in Deinem Fall viel besser. Zu
mutabilipes sollte ich mich eher an der Originalbeschreibung orientieren.
"sodale" ist aus meiner Sicht ein Aggregat, bei dem die genaue
Aufteilung noch völlig ungeklärt ist. Da Ludwig teilweise ein von
Noordeloos abweichendes Artkonzept verfolgt, sollte bei der Bestimmung die
Angabe des Schlüssels erfolgen, und man sollte sehr vorsichtig sein, die
Daten verschiedener Autoren zu vermischen.
Die blaustieligen Entolomen haben's echt in sich!
Grüße,
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

da kann ich dir nur recht geben, es ist oft schwierig mit diesen Zärtlingen. Als "sodale" bekommt diese Kollektion auf jeden Fall ein ganz dickes cf., denn ich habe inzwischen 7 recht homogene Kollektionen dieser Art und alle haben im Schnitt um mindestens 1,2 µm größere Sporen - das kann man nicht einfach ignorieren, denke ich, ganz abgesehen davon, dass diese wuchtigen, völlig ungerieften Fruchtkörper auch makroskopisch etwas abweichen.

Grüße
Hias

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Re: E. mutabilipes und sodale

KARL, (vor 5323 Tagen) @ interhias

Hallo Hias

Als "sodale" bekommt diese Kollektion auf jeden Fall ein ganz
dickes cf., denn ich habe inzwischen 7 recht homogene Kollektionen dieser
Art und alle haben im Schnitt um mindestens 1,2 µm größere Sporen - das
kann man nicht einfach ignorieren, denke ich, ganz abgesehen davon, dass
diese wuchtigen, völlig ungerieften Fruchtkörper auch makroskopisch etwas
abweichen.

Dem kann ich mich nur anschließen. Ich habe drei sichere Funde von E. sodale, die
ziemlich genau zu Deiner E. sodale Nr. 3 passen.

LG Karl