Hallo Pilzfreund,
als Kenner nordamerikanischer Boleten würde ich mich zwar nicht bezeichnen,
aber ich versuche es mal: David L. Spahr: " Edible and Medicinal
Mushrooms of New England and Eastern Canada " schreibt auf Seite 106
von einem Boletus variipes, der nach Alexander H. Smith und Harry D.
Thiers: " The boletes of Michigan " (S. 369) unter anderem einen
graulichen blass gelb-braunen (grayish buff) Ton haben kann. Außerdem soll
er einen stärker netzigen und zylindrischen Stiel besitzen. Hier gibt es
einige Bilder von der Art. Das Netz scheint mir aber zu schwach zu sein.
Dann gibt es noch Boletus barrowsii, eine wärmeliebende Art unter Nadelbäumen
(v. a. Pinus ponderosa), die aber offenbar insgesamt recht blass gefärbt
ist. Würde ich auch weniger denken.
Ich würde deinen Fund daher für den Fichtensteinpilz (Boletus edulis) halten.
Viele Grüße
Steffen
Vielen Dank Steffen! Wir scheinen uns einig zu sein! Die Grösse war jedoch recht beeindruckend, die Konsistenz sehr viel trockener und fester als Boletus edulis der Alpen...!
Der Pilz hat den Transport nach San Francisco leider nicht überstanden, der Papiersack war völlig verklebt nach der Ankunft - ich war denkbar schlecht auf diesen Fund vorbereitet! Hätte nicht gedacht, derart schöne Boleten auf dieser Höhe gleich neben dem Wandertrail zu finden... Schade!
Hat irgendjemand einen weiteren Tipp?