schwierig zu bestimmender Ritterling *PIC*

Stephan Weißer, (vor 5219 Tagen)

... von heute aus Karlsruhe, gewachsen in einem größeren Garten unter alter Eiche im Rasen. In diesem Garten stehen ca. 20 m entfernt auch einige alte Birken.

Beschreibung:
- Habitus wie ein Risspilz
- Hut des m. E. voll ausgewachsenen Exemplars ca. 5 bis 6 cm breit, stark radialfaserig wie viele Risspilze, gegen die Hutmitte hin feinschuppig, Farbe incarnat-rosabräunlich, Hutrand mehrfach tief eingerissen, Hutmitte stumpfbucklig
- Lamellen leuchtend reinweiß, gegen den Rand hin graubräunlich verfärbt, stark untermischt, Lamellen ziemlich brüchig-splitternd, "Burggraben" bildend
- Stiel 0,7 cm dick, 4 cm lang, weiß, Stielbasis bräunlich wie der Hut
- Fleisch weiß, Geruch mehlig mit ranzig-seifiger Komponente, ähnlich wie beim Seifenritterling, Geschmack mild-mehlig, auch nach längerem Kauen keine Schärfe oder Bitternis

Mein Verdacht wäre T. argyraceum var. inocybeoides, den ich schon einmal woanders unter einer Birke gefunden habe, dessen Hutoberfläche aber nahezu weiß war und dessen Fleisch nicht so stark roch.

Könnte mir jemand die Art bestätigen oder widerlegen?

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hier noch ein Foto von der Unterseite *PIC*

Stephan Weißer, (vor 5219 Tagen) @ Stephan Weißer

... auf dem man die Lamellenverfärbung sieht.

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Re: hier noch ein Foto von der Unterseite *PIC*

Xcalibur, (vor 5219 Tagen) @ Stephan Weißer

Hallo Stephan

hatte gestern auch einen Ritterling der nach Rißpilz aussah und nach Mehl roch.

Gruß Peter

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Re: hier noch ein Foto von der Unterseite

Stephan Weißer, (vor 5217 Tagen) @ Xcalibur

Hey, der sieht perfekt so aus wie meiner!

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Re: hier noch ein Foto von der Unterseite

Werner E., (vor 5218 Tagen) @ Stephan Weißer

Griasdi Stephan,

für mich ist das ein Gilbender Erdritterling.
Der Mehlgeruch passt und gilben wird er auch noch.
Wenn man T. scalpturatum und T. argyraceum trennt, dann sollte der zu T. argyraceum gehören.

Gruaß Werner

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Re: hier noch ein Foto von der Unterseite

Stephan Weißer, (vor 5217 Tagen) @ Werner E.

Danke dir, Werner, für deine Einschätzung!

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Re: schwierig zu bestimmender Ritterling

Huperzia ⌂, (vor 5219 Tagen) @ Stephan Weißer

Geruch mehlig mit ranzig-seifiger Komponente, ähnlich wie
beim Seifenritterling,

....warum denn eigentlich nicht?

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Re: schwierig zu bestimmender Ritterling

Stephan Weißer, (vor 5219 Tagen) @ Huperzia

....warum denn eigentlich nicht?

Radialfaserige Hutoberfläche und reinweiße Lamellen müssten noch in mein Schema vom Seifenritterling integriert werden. Aber du hast schon recht, was ist bei dieser Art eigentlich nicht möglich?

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Re: schwierig zu bestimmender Ritterling

Ingo, (vor 5218 Tagen) @ Stephan Weißer

was ist bei dieser Art eigentlich nicht möglich?

Hallo Stephan,

ich denke mal, das Teil hat auch seine Grenzen. So variabel die
Hutoberfläche auch sein mag - die Lamellen sehen bei T. saponaceum
doch etwas eigen aus. Für mich passt es in die Varietätsbreite
von T. scalpturatum spec.
Wer zweifelsfreie Seifenritterlinge mit Mehlgeruch findet, möge sich
hier bitte umgehend melden. ;-))

Grüßlis Ingo

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Re: schwierig zu bestimmender Ritterling

Stephan Weißer, (vor 5217 Tagen) @ Ingo

Danke, Ingo!
Gibts bei dir eigentlich schon Tricholomen? So wie der Nordosten Deutschlands angeblich "abgesoffen" ist?

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Re: schwierig zu bestimmender Ritterling

Ingo, (vor 5217 Tagen) @ Stephan Weißer

Danke, Ingo!
Gibts bei dir eigentlich schon Tricholomen? So wie der Nordosten Deutschlands
angeblich "abgesoffen" ist?

Hallo Stephan,

das angeblich kann man örtlich streichen. An einigen Messpunkten in Ostbrandenburg
hat es momentan sogar positive Wasserbilanz. Also mehr Niederschlag als Verdunstung in 2012.
Meßstation Frnkfurt / Oder z. B. bisher 133 l/m² im Juli.
Was ich aber im vergangenen Jahr schon feststellte: der Regen allein tut's nicht.

Von den Ritterlingen sind, jahreszeitlich bedingt, auf Sandböden einzig die
gilbenden Erdritterlinge anwesend. Die anderen kommen erst, wenn es dauerhaft
Tiefsttemperaturen (Nachts) von unter 10°C gibt. Also nicht vor Anfang September.

Interessant wäre es im Moment, sich die Filzröhrlinge näher anzuschauen.
Hier könnten aktuell wieder Funde mit rötender und/oder blauender Fleischverfärbung auftauchen.
Bei mir war's bislang nur ein einsamer Rubellus.

Grüßlis Ingo

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Schließe mich vorbehaltlos Ingo an *oT*

jesko, (vor 5217 Tagen) @ Ingo

- kein Text -