Probleme mit Violettmilchling *PIC*

Georg, (vor 9119 Tagen)

Hi Pilzfans,
am Wochenende habe ich in 'meinem' Kalkbuchenwald noch einige interessante
(wenn auch tiefgefrorene) Pilze gefunden. Unter anderem folgenden Milchling
mit violetter Milch. Leider habe ich nur dieses eine etwas dürftige Bild:

[image]

Die Sporen sind 9-10 x 7-8 µ gross und grobwarzig. Der Fruchtkörper milchte
(nach Auftauen) stark violett. Was könnte das sein?
Nach 'Grosspilze Baden-Württembergs' komme ich auf Lactarius violascens
(für L. uvidus war er zu wenig schleimig und ausserdem stimmt die Ökologie nicht).
Zotten am Hutrand hat er m.E. auch nicht also auch kein L. flavidus, oder
etwa doch?
Exsikkat ist gemacht. Wenn sich also ein Milchlingsexperte daran vergehen will.... Nur zu.

Georg

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Re: Probleme mit Violettmilchling

Andreas Gminder, (vor 9119 Tagen) @ Georg

Hi Pilzfans,
am Wochenende habe ich in 'meinem' Kalkbuchenwald noch einige interessante
(wenn auch tiefgefrorene) Pilze gefunden. Unter anderem folgenden Milchling
mit violetter Milch. Leider habe ich nur dieses eine etwas dürftige Bild:
Die Sporen sind 9-10 x 7-8 µ gross und grobwarzig. Der Fruchtkörper milchte
(nach Auftauen) stark violett. Was könnte das sein?
Nach 'Grosspilze Baden-Württembergs' komme ich auf Lactarius violascens
(für L. uvidus war er zu wenig schleimig und ausserdem stimmt die Ökologie
nicht).
Zotten am Hutrand hat er m.E. auch nicht also auch kein L. flavidus, oder
etwa doch?
Exsikkat ist gemacht. Wenn sich also ein Milchlingsexperte daran vergehen
will.... Nur zu.
Georg

Hallo Georg,

interessant! Vielleicht ist Peter Reil interessiert, frag ihn doch mal direkt.

L. violascens ist das nicht, den kenn' ich aus dem Jura. Ein dunkel violettbrauner, kompakter Pilz, etwas ähnlich mit stämmigen blennius oder wie zu dunkle Hainbuchen-Milchlinge.
L. uvidus kann zwar im Laubwald vorkommen, aber kaum auf Kalk.
L. flavidus ss. str. (non Korhonen) ist eine Kalk-Laubwaldart und kommt vom Bild her Deinem Fund auch nahe. Habe die Art allerdings nie gesehen, nur flavidus ss. Korhonen. Wenn Dein Pilz ein eher junges Exemplar ist, dann sieht er ihm sehr ähnlich, im Alter wird er flacher. Wäre sicher ein höchst seltener Fund!
L. aspideus kommt wegen der Ökologie (Feuchtbiotope unter Salix) wohl kaum in Betracht.

Gruß,
Andreas

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Re: Probleme mit Violettmilchling

Udo, (vor 9119 Tagen) @ Georg

Hallo Georg,

für mich ist das klar Lactarius flavidus. Dabei handelt es sich um einen zwar wenig verbreiteten, aber - wie bei uns (Jena) - ortshäufigen Laubwaldpilz (Hainbuche, Buche) auf Kalkboden.

L. flavidus besitzt nur in frühester Jugend einen wenig auffallenden "Flaum" (keineswegs "Zotten", das Schlüsselmerkmal in "Großpilze Baden-Württembergs" und einigen anderen, nicht allen!, Werken ist m.E. irreführend) am Hutrand. L. flavidus ist durch die ökologischen Ansprüche, die Hutfärbung (L. violascens/luridus sind viel düsterer gefärbt), die relativ großen Sporen und die starke Violettverfärbung eindeutig charakterisiert.

Gruß
Udo

Hi Pilzfans,
am Wochenende habe ich in 'meinem' Kalkbuchenwald noch einige interessante
(wenn auch tiefgefrorene) Pilze gefunden. Unter anderem folgenden Milchling
mit violetter Milch. Leider habe ich nur dieses eine etwas dürftige Bild:
Die Sporen sind 9-10 x 7-8 µ gross und grobwarzig. Der Fruchtkörper milchte
(nach Auftauen) stark violett. Was könnte das sein?
Nach 'Grosspilze Baden-Württembergs' komme ich auf Lactarius violascens
(für L. uvidus war er zu wenig schleimig und ausserdem stimmt die Ökologie
nicht).
Zotten am Hutrand hat er m.E. auch nicht also auch kein L. flavidus, oder
etwa doch?
Exsikkat ist gemacht. Wenn sich also ein Milchlingsexperte daran vergehen
will.... Nur zu.
Georg

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Re: Probleme mit Violettmilchling

Birgit, (vor 9119 Tagen) @ Georg

Hi Georg,

am Wochenende habe ich in 'meinem' Kalkbuchenwald noch einige interessante
(wenn auch tiefgefrorene) Pilze gefunden. Unter anderem folgenden Milchling
mit violetter Milch. Leider habe ich nur dieses eine etwas dürftige Bild:
Die Sporen sind 9-10 x 7-8 µ gross und grobwarzig. Der Fruchtkörper milchte
(nach Auftauen) stark violett. Was könnte das sein?
Nach 'Grosspilze Baden-Württembergs' komme ich auf Lactarius violascens
(für L. uvidus war er zu wenig schleimig und ausserdem stimmt die Ökologie
nicht).
Zotten am Hutrand hat er m.E. auch nicht also auch kein L. flavidus, oder
etwa doch?

Hab mal in meinen Winkler geguckt, da steht bei L. flavidus nix von Zotten am Hutrand, da ist auch ein Bild drin, was deinem Bild zumindestens nicht widerspricht.

Um die Verwirrung komplett zu machen bring ich noch nen Namen, der bisher nicht im Spiel war (Andreas wird sicher gleich erklären welche Varietät welchen violettmilchenden Reizkers ich damit meine ;-)). Der violettmilchende Zottenreizker L. repraesentaneus scheint es mir nicht zu sein, den hab ich selbst schon mal gefunden und der hatte richtig lange Zotten, von der Farbgebung her würde er allerdings einigeermaßen passen. Ich hab ihn damals im sauren Milieu (in Hornberg auf der Goitsche) unter Fichten gefunden, aber scheinbar gibts ihn auch im Laubwald.

Herrscht bei den violettmilchenden Milchlingen auch so ein Durcheinander? ;-)

liebe Grüße

Birgit

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Re: Probleme mit Violettmilchling

Andreas Gminder, (vor 9119 Tagen) @ Birgit

Hi Georg,
Hab mal in meinen Winkler geguckt, da steht bei L. flavidus nix von Zotten am
Hutrand, da ist auch ein Bild drin, was deinem Bild zumindestens nicht
widerspricht.
Um die Verwirrung komplett zu machen bring ich noch nen Namen, der bisher
nicht im Spiel war (Andreas wird sicher gleich erklären welche Varietät
welchen violettmilchenden Reizkers ich damit meine ;-)). Der
violettmilchende Zottenreizker L. repraesentaneus scheint es mir nicht zu
sein, den hab ich selbst schon mal gefunden und der hatte richtig lange
Zotten, von der Farbgebung her würde er allerdings einigeermaßen passen.
Ich hab ihn damals im sauren Milieu (in Hornberg auf der Goitsche) unter
Fichten gefunden, aber scheinbar gibts ihn auch im Laubwald.
Herrscht bei den violettmilchenden Milchlingen auch so ein Durcheinander? ;-)
liebe Grüße
Birgit

Hallo Birgit,

bin ich echt so schlimm ???

Der violettmilchende Zottenreizker hat eine faserfilzige Huthaut, genau wie der Grubige Milchling. Er sieht diesem auch zum Verwechseln ähnlich, auch was die Größe betrifft. Der Pilz von Georg hat eine glatte Hutoberfläche und höchstens am Hutrand etwas Fasern, ebenso die anderen angesprochenen Arten. Das ist der prinzipielle Unterschied zwischen der Gruppe mit flavidus-aspideus-uvidus-violascens und andererseits dem repraesentaneus.
L. repraesentaneus gibt's nicht im Laubwald, wo hast Du diese (Fehl-)Information her? Er kommt nur im sauren, montanen Nadelwald vor, in Skandinavien recht häufig.

Gruß,
Andreas

Ach ja, bei den violettmilchenden herrscht ausnahmsweise mal kein Durcheinander. Höchstens bei 2-3 alpin-arktischen Arten unter Zwergweiden mag ein wenig die Diskussion sein wieviele Arten in den Büchern und wieviele in der NAtur existieren ...

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Re: Probleme mit Violettmilchling

Birgit, (vor 9119 Tagen) @ Andreas Gminder

Lieber Andreas,

bin ich echt so schlimm ???

nein, laß dich doch nicht ärgern...;-) konnte mich halt nicht zurückhalten ein bißchen zu triezen, tschuldige.

Der violettmilchende Zottenreizker hat eine faserfilzige Huthaut, genau wie
der Grubige Milchling. Er sieht diesem auch zum Verwechseln ähnlich, auch
was die Größe betrifft.

richtig.... :-( ich hab die auch schon mal verwechselt, aber ehrlich einen so zottigen grubigen Milchling hatte ich noch nie gesehen, ich war also doch ziemlich skeptisch ob das ein grubiger Milchling war (ja,ja ich weiß die Milch...).

Hab grade nochmal Bücher gewälzt und langsam verzweifel ich noch.... Was gibts denn auf höchstens oberflächlich versauertem Boden unter Fichte noch für einen stark zottigen Milchling???? Bei Bon und Winkler ist L. citriolens stark zottig (stärker als L. scrobiculatus) und wächst im Laubwald auf Kalk und beim Laux hat L. citriolens keine Zotten und wächst unter Tannen auf Kalkböden???? Who is who??? Hatte dieses Jahr auch schon mal einige sehr "blassen" und glatte "angebliche" L. scrobicluatus gesehen, von denen ich eigentlich dachte, daß es L. citriolens (=inetermedius???) wäre, die Milch verfärbte sich praktisch sofort gelb, bei meinen bisherigen L. scrobiculatus dauerte das immer länger (aber das scheint wohl nicht so ein ausschlaggebendes Zeichen zu sein).

Der Pilz von Georg hat eine glatte Hutoberfläche
und höchstens am Hutrand etwas Fasern, ebenso die anderen angesprochenen
Arten. Das ist der prinzipielle Unterschied zwischen der Gruppe mit
flavidus-aspideus-uvidus-violascens und andererseits dem repraesentaneus.

Danke. Ich hab ja auch nicht gedacht, daß er es ist.

L. repraesentaneus gibt's nicht im Laubwald, wo hast Du diese
(Fehl-)Information her? Er kommt nur im sauren, montanen Nadelwald vor, in
Skandinavien recht häufig.

Steht im Winkler 2000 Pilze, von sauer steht da auch nix. Ich hatte ihn allerdings ja auch im Sauren gefunden.

Ach ja, bei den violettmilchenden herrscht ausnahmsweise mal kein
Durcheinander. Höchstens bei 2-3 alpin-arktischen Arten unter Zwergweiden
mag ein wenig die Diskussion sein wieviele Arten in den Büchern und
wieviele in der NAtur existieren ...

Schön :-)

Danke nochmal

Birgit

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Nachtrag

Birgit, (vor 9119 Tagen) @ Birgit

Weißt du eigntlich ob der gezonte Violettmilchhling (L. violascens) in Deutschhland wirklich so selten ist wies im Bon steht (angeblich RL0, gilt als verschollen)?

Birgit

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Re: Probleme mit Violettmilchling

Peter, (vor 9118 Tagen) @ Andreas Gminder

Hallo Georg,

bin am Exsikkat interessiert.

Kannst es mir gerne zusenden. (Adresse hast du ja)

Grüße

Peter

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Re: Nachtrag

Andreas Gminder, (vor 9118 Tagen) @ Birgit

Weißt du eigntlich ob der gezonte Violettmilchhling (L. violascens) in
Deutschhland wirklich so selten ist wies im Bon steht (angeblich RL0, gilt
als verschollen)?
Birgit

Hallo Birgit,

also vom "Aussterben bedroht" fände ich gerechtfertigt, aber "verschollen" stimmt nicht. In Ba.-Wü. haben wir immerhin zwei Nachweise aus jüngerer Zeit, einmal Mitte der 80er-Jahre und der andere aus 1997. Aber die anderen drei bis vier Funde sind zwischen 1874 und 1950 gemacht worden und in den jeweiligen Gebieten nie mehr aufgetaucht (trotz mehrfacher Suche von Krieglsteiner).

Ich halte ihn schon für eine der seltensten Milchlingsarten in der BRD.
Am ehesten könnte ich ihn mir noch in Udo's Revieren vorstellen, also um Jena oder in der Freyburger-Naumburger Gegend.
Ich kenne ihn selbst nur aus dem französischen Jura bei Arbois, wo er 1998 in einer Lindenallee mit etwa 50 Exemplaren vorkam. Zusammen mit einer Fülle an weiteren Schätzen wie alleine rund 30 verschiedenen Phlegmacium-Arten (darunter etwa 30 Fruchtkörper der Schleiereule ...), Russula aerina, Amanita beckeri etc. EIN TRAUM !!!!

Gruß,
Andreas

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Re: Probleme mit Violettmilchling

Andreas Gminder, (vor 9118 Tagen) @ Birgit

Lieber Andreas,
nein, laß dich doch nicht ärgern...;-) konnte mich halt nicht zurückhalten
ein bißchen zu triezen, tschuldige.

Hab' ich doch auch nicht ernst aufgefasst.

richtig.... :-( ich hab die auch schon mal verwechselt, aber ehrlich einen so
zottigen grubigen Milchling hatte ich noch nie gesehen, ich war also doch
ziemlich skeptisch ob das ein grubiger Milchling war (ja,ja ich weiß die
Milch...).

Stimmt, beim repraesentaneus stehen die Zotten richtig ab, dass man meint man könne sich dran piecksen. Bei scrobiculatus liegen sie flach an.

Hab grade nochmal Bücher gewälzt und langsam verzweifel ich noch.... Was
gibts denn auf höchstens oberflächlich versauertem Boden unter Fichte noch
für einen stark zottigen Milchling???? Bei Bon und Winkler ist L.
citriolens stark zottig (stärker als L. scrobiculatus) und wächst im
Laubwald auf Kalk und beim Laux hat L. citriolens keine Zotten und wächst
unter Tannen auf Kalkböden???? Who is who???

Bei Laux ist L. intermedius abgebildet und als "ohne Zotten" und "unter Weisstanne" beschrieben, nicht L. citriolens. Er gibt allerdings den Hinweis auf die Synonymie mit "L. citriolens var. intermedius". Bei Anmerkungen schreibt er "steht dem sehr seltenen, in Laubwäldern wachsenden FRANSEN-MILCHLING (L. citriolens) sehr nahe".
L. citriolens ist schon stärer zottig als scrobiculatus, aber nur am HutRAND. Die Hutoberfläche finde ich kahler als bei scrobiculatus. Intermedius ist wiederum sowohl am Hutrand als auch auf der Oberfläche nahezu kahl.
Unter Fichten wächst nur scrobiculatus, stets auf besseren Böden, wenn auch nicht unbedingt kalkfordernd wie die anderen beiden Arten. L. scrobiculatus kommt im Schönbuch vor, aber nicht intermedius obwohl genügend Weisstannen da wären (und auch L. salmonicolor).

Hatte dieses Jahr auch schon

mal einige sehr "blassen" und glatte "angebliche" L.
scrobicluatus gesehen, von denen ich eigentlich dachte, daß es L.
citriolens (=intermedius???) wäre, die Milch verfärbte sich praktisch
sofort gelb, bei meinen bisherigen L. scrobiculatus dauerte das immer
länger (aber das scheint wohl nicht so ein ausschlaggebendes Zeichen zu
sein).

Mir ist nicht bekannt, dass die Milchverfärbung einen Bestimmungshinweis geben würde. Aber das kann man ja mal im Auge behalten, vielleicht gibt das auch einen guten Hinweis.
Bei Dir müßte L. intermedius auch vorkommen, als warum sollen Deine "blassen scrobiculatus" keine gewesen sein ....

Herzliche Grüße,
Andreas

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Re: Nachtrag

Udo, (vor 9118 Tagen) @ Andreas Gminder

Hallo Andreas,
violascens ist im Saale-Gebiet bei Jena in den letzten 50 Jahren erst zweimal sicher gefunden worden. Ich habe in den letzten Jahren Milchlings-Belege im Pilzherbarium der Uni Jena revidiert; keiner der mit violascens bezeichneten Exsikkate gehörte wirklich zu dieser Art (meist Fehlbestimmungen von uvidus). Also aus meiner Sicht extrem selten (zumindest hier)!
Eigene Funde habe ich bisher nur bei Liestal/Basel (CH) gemacht.

Gruß
Udo

Hallo Birgit,
also vom "Aussterben bedroht" fände ich gerechtfertigt, aber
"verschollen" stimmt nicht. In Ba.-Wü. haben wir immerhin zwei
Nachweise aus jüngerer Zeit, einmal Mitte der 80er-Jahre und der andere
aus 1997. Aber die anderen drei bis vier Funde sind zwischen 1874 und 1950
gemacht worden und in den jeweiligen Gebieten nie mehr aufgetaucht (trotz
mehrfacher Suche von Krieglsteiner).
Ich halte ihn schon für eine der seltensten Milchlingsarten in der BRD.
Am ehesten könnte ich ihn mir noch in Udo's Revieren vorstellen, also um Jena
oder in der Freyburger-Naumburger Gegend.
Ich kenne ihn selbst nur aus dem französischen Jura bei Arbois, wo er 1998 in
einer Lindenallee mit etwa 50 Exemplaren vorkam. Zusammen mit einer Fülle
an weiteren Schätzen wie alleine rund 30 verschiedenen Phlegmacium-Arten
(darunter etwa 30 Fruchtkörper der Schleiereule ...), Russula aerina,
Amanita beckeri etc. EIN TRAUM !!!!
Gruß,
Andreas

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Identifzierung L. vioalscens - Karl bitte melden!

Birgit, (vor 9118 Tagen) @ Andreas Gminder

Hi Andreas,

also vom "Aussterben bedroht" fände ich gerechtfertigt, aber
"verschollen" stimmt nicht. In Ba.-Wü. haben wir immerhin zwei
Nachweise aus jüngerer Zeit, einmal Mitte der 80er-Jahre und der andere
aus 1997. Aber die anderen drei bis vier Funde sind zwischen 1874 und 1950
gemacht worden und in den jeweiligen Gebieten nie mehr aufgetaucht (trotz
mehrfacher Suche von Krieglsteiner).

Ich frag deswegen so genau, weil Karl Keck oder ich (wir wissens nicht mehr so genau ;-)) doch letztes Jahr im Ammerseegebiet mal einen potentiellen L. violascens gefunden haben. Das wär ja immerhin im Jahr 2000 gewesen. Vielleicht kannst du dich ja an den Thread noch erinnern, hab sie unten mal als Links reingestellt.

http://209.61.155.156/cgi-bin/webbbs/parchive2000.pl?read=8183

http://209.61.155.156/cgi-bin/webbbs/parchive2000.pl?read=8279

Mein letzter Informationsstand ist der, daß der exsikkierte Pilz wohl noch nicht zweifelsfrei identifiziert ist, was schade ist. Vielleicht kann Karl ja noch mal was dazu sagen. Ich denke wenn der so selten ist, wärs schon wichtig jemanden zu finden, der ihn zweifelsfrei identifizieren kann, so daß er auch in die Kartierung eingehen kann.

Ich halte ihn schon für eine der seltensten Milchlingsarten in der BRD.
Am ehesten könnte ich ihn mir noch in Udo's Revieren vorstellen, also um Jena
oder in der Freyburger-Naumburger Gegend.
Ich kenne ihn selbst nur aus dem französischen Jura bei Arbois, wo er 1998 in
einer Lindenallee mit etwa 50 Exemplaren vorkam. Zusammen mit einer Fülle
an weiteren Schätzen wie alleine rund 30 verschiedenen Phlegmacium-Arten
(darunter etwa 30 Fruchtkörper der Schleiereule ...), Russula aerina,
Amanita beckeri etc. EIN TRAUM !!!!

Schön!

Lieber Gruß

Birgit

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Exsikkat an Chr. Hahn geschickt

Karl Keck ⌂, (vor 9117 Tagen) @ Birgit

Mein letzter Informationsstand ist der, daß der exsikkierte Pilz wohl noch
nicht zweifelsfrei identifiziert ist, was schade ist. Vielleicht kann Karl
ja noch mal was dazu sagen. Ich denke wenn der so selten ist, wärs schon
wichtig jemanden zu finden, der ihn zweifelsfrei identifizieren kann, so
daß er auch in die Kartierung eingehen kann.

Bei der Pilzausstellung in München habe ich Christoph Hahn von dem Fund des vermeintlichen Lactarius violascens bei Andechs am 23.08.2000 erzählt. Er hat mich gebeten, ihm das Exsikkat zu schicken. Wenn die Diskussion im Forum jetzt nicht gekommen wäre, hätte ich glatt vergessen, das zu tun. Nun bin ich gespannt, was Christoph herausbekommt.
Gruß Karl