Wolfgang Schössler hat mir dieses per Email geantwortet: "Zu deiner
Frage bezüglich des Schwefelritterlings zitiere ich aus dem gerade
erschienen 3. Band des Pilzkompendiums von Ludwig: "Nach jüngsten
molekulargenetischen Untersuchungen ist T. bufonium nicht einmal als Forma
abtrennbar und absolut konspezifisch."
Hallo Dieter,
das hatte ich hier auch schon mal berichtet. Nach einem Vortrag von E. Ludwig
Anfang 2008 bei der PABB hatte ich das Thema bereits mit E. L. diskutiert.
T. bufonium als Art ( dt. Krötenritterling) wäre somit tatsächlich
nicht haltbar. Soweit waren A. Riva und M. Bon in der Monographie von 1999
(supplemento) auch schon.
Allerdings konnte ich inzwischen beobachten, dass einzelne Kollektionen,
an bestimmten Standorten, konstante Makromerkmale aufweisen, die eben doch
verschieden von der Typusaert T. sulphureum sind.
Da wären einerseits die Hutfärbung, ohne Übergangsformen zur rein schwefelgelben
Form, die zumindest die Forma bufonium rechtfertigen würden.
Andererseits weist diese Form auch einen eindeutig verschiedenen, arttypischen
Geruch auf, verglichen mit T. sulphureum. Wenn dieses Merkmal konstant wäre.
hätten wir mindestens zwei makroskopische Unterscheidungsmerkmale beisammen,
was dann sogar die Varietät rechtfertigen würde.
So gesehen ist zumindest der Anhang fo. oder var. nicht ganz falsch.
Auch wenn die Pilze molukelar identisch sind. Ich erinnere nur an die diversen
Varietäten vom Seifenritterling, wo das auch so gehandhabt wird.
Grüßlis Ingo