Gute Nacht Gruss ... *PIC*
... wieder ohne Zweizeiler. :O)
Wer Lösungsvorschläge bringen will, voran ! Kategorie: extrem schwer !!!
n8i Harzi
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n8i Harzi
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Hallo Hartmut,
wohl ein Myxo, vielleicht Physarum vielleicht conglomeratum?
LG, Jens
wohl ein Myxo, vielleicht Physarum vielleicht conglomeratum?
Hallo Jens
Vielen Dank für deinen sehr naheliegenden Vorschlag. Die Spiralbänder lassen selbstverständlich an einen Myxo denken, es handelt sich dabei aber um Elateren und nicht um Capillitium. Nun müßte man noch schauen, wo man Elateren findet.
Es handelt sich hiermit um "Substrate", auf denen noch viel seltenere Schönheiten parasitieren, die Marcel aus dem Urlaub mitbrachte und von Torsten bestimmt wurden. Hier noch ein weiteres, leider ungestacktes Foto.
LG Hartmut
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O Hartmut, und ich dachte schon, Du hättest Dein Mikroskop ein bisschen nachgerüstet, und die spiralförmigen Dinger wären eine DNA-Helix gewesen 
Dann kriegen wir bestimmt bald auch was von den Parasiten zu sehen?!
Viele Grüße, Jesko
Dann kriegen wir bestimmt bald auch was von den Parasiten zu sehen?!
Moin Jesko
Leider vorerst nicht, da diese Pilze publiziert werden sollen. Ich kann nur sagen, diese gefundene Lamprospora hat die schönsten Sporen, die ich je gesehen habe. Somit steht auch fest, das es sich beim Raetselobjekt um ein Moos handelt.
LG Hartmut
Hallo Hartmut,
Leider vorerst nicht, da diese Pilze publiziert werden sollen. Ich kann nur
sagen, diese gefundene Lamprospora hat die schönsten Sporen, die ich je
gesehen habe. Somit steht auch fest, das es sich beim Raetselobjekt um ein
Moos handelt.
Ich glaube einfach, die Wirte haben zu viel getrunken, so was soll ganz schön auf die Leber gehen, das öffnet Parasiten Tür und Tor. Aber bei der Substratsbestimmung habe ich ja schon manchmal mit großen Bäumen so meine Schwierigkeiten.
Viele Grüße,
Jesko
Liebe Pilz und Moosfreunde, ich gebe Torsten Richter das Wort:
Wer Moosbecherling mag, sollte auch in die Moose verliebt sein!
Portugal-Hamburg- Rehna-Gernrode- eine winterliche Geschichte von einem der auszog Moosbecherlinge zu suchen.
Ganz nach diesem Motto empfing ich mit weit geöffnetem Herz wieder eine dieser berüchtigten „transnationalen“ Lamprosporasendung von meinem noch berüchtigteren Pilzfreund Marcel.
Portugal hatte er einige Tage unsicher gemacht und was soll ich sagen, natürlich mit (erwartetem) Erfolg.
Nun ja da lagen sie wieder einmal vor mir, die kleinen orangen Lamprosporas, deren Name schon längst geknackt war.
Was blieb waren die Moose und diese waren diesmal wirklich eine Herausforderung. Ein thallöses Lebermoos hatten die portugiesischen Moosbecher überfallartig in Beschlag genommen. Und welch ein Glück, der Moosgott „Mooses“ hatte die Pflänzchen mit Sporogonen ausgestattet.
Eine Bestimmung war also möglich und so buddelte ich tief aus den verstaubten Reihen meiner Bücherregale die „Die Lebermoose Europas“ von K.MÜLLER (1951-1958) hervor. Ein Werk von immerhin 1365 Seiten! Dazu noch was Aktuelles von A.J.E.SMITH (1990) „The Liverworts of Britain & Ireland“ und schon ging die lebervermooste Tour los. Es ging zügig vorwärts und die Landung in der schönen Gattung Fossombronia war weich. Nun wurde es ernst.
Violette bis dunkelviolette, 15- 20 µm breite Rhizoiden (Moose haben keine Wurzeln) wurden durch Freispülen mit Quellwasser aus Rehna sichtbar. Die rotbraunen Sporen waren ungefeldert und dicht mit einzeln stehenden Stacheln besetzt. Die Sporen waren 45- 52 µm groß und die Stacheln waren 5- 7 µm hoch. Die Stacheln waren gerade, unter sich frei, an den „Spitzen“ breit abgestutzt und flächenförmig. Vereinzelt nahmen die stumpfen Stacheln auch über eine gelbliche Lamelle „Kontakt“ zueinander auf, man könnte sagen sie waren verbunden.
Zu guter Letzt noch die Elateren. 150-200 µm lang und 8- 10 µm im Durchmesser galt es zu vermessen. In der Regel beständen die Elateren mit „DNA“ Outfit aus zwei spiralig gewundenen, bernsteinfarbenen Einzelsträngen.
Der geniale Hartmut machte wunderbare Fotos von den Mikrofakten und so war der Steckbrief detailverliebt und das zur Fahndung ausgeschriebene Moos konnte in „Ketten“ gelegt und die benachbarten Verfolger wie Fossombronia angulosa und husnotii „freigesprochen“ werden.
Das Lebermoos war umzingelt und mit erhobenen Sporogonen nannte es seinen Namen: Fossombronia caespitiformis (=F.angulosa var. caespitiformis). In Deutschland wohnt das Moos nicht, aber im südlichen und atlantischen Teil Europas (auch in Portugal) hat es sein zu Hause. Kalkhaltige Böden werden bevorzugt und wir können uns wieder zur Ruhe begeben. Ach so......der Moosbecher heißt übrigens Lamprospora maireana.
Schöne Arbeitswoche und bis demnächst. Torsten Richter aus Octosporahausen
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