Re: Geopyxis majalis vs. G. foetida vs. G. alpina.

UweL, (vor 4847 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas,
wirklich weiterhelfen kann ich Dir auch nicht; zumindest aber weiß ich, dass mehrere Forscher an dem Geopyxis majalis/G. foetida/G. alpina-Komplex arbeiten, nicht nur morphologisch, sondern auch mit DNA-Analysen. Hier scheint sich wohl eine Identität der drei Arten, trotz teilweise recht beträchtlicher morphologischer Unterschiede, abzuzeichnen.
Ein zweites, davon allerdings keineswegs unabhängiges Problem ist: man weiß nicht wirklich, was G. majalis ist. In dem vom Dir erwähnten ZMykol-Artikel wird ja die Problematik um den Fries'schen Typus aufgezeigt. Solange der nicht sequenziert ist, wird man wohl keine Gewissheit darüber haben, ob die späteren als G. majalis bestimmten Funde tatsächlich mit dem Typus identisch sind.
Also, es heißt also leider weiter im Trüben fischen...
Beste Grüße
Uwe

Hallo zusammen,
nach Anschauen div. Beiträge in Foren, Vergleich von Makros und nicht sehr
vielen auffindbaren Mikros und
Beschreibungen, mehrfachen Lesens des ZFM 57-Artikels, weiß ich immerhin eine
Sache sicher: Ich habe so
gut wie nichts aus diesem majalis-foetida-alpina-Komplex kapiert.
Gibt es inzwischen zu diesem Thema neuere Erkenntnisse (die ich verstehen
könnte)?
Ich muss nachträglich anfügen, dass die Kollektion aus diesem Jahr absolut
geruchlos ist.
An exakt der selben Stelle fand ich die Pilze im August 2012 - zu dieser Zeit
verbreiteten sie allerdings
einen derart abartig stinkenden, fauligen Geruch, dass ich vermutete, dass
sie "vergammelt" wären oder sich
Exkremente irgendwelcher Art darauf befunden hatten.
Die Fundstelle befindet sich ganz grob zwischen Niedernhausen und Kronberg im
Taunus, Höhe irgendwo um
300-350 ü. NN. Mit dieser Höhe das Wort "alpin(a)"
zusammenzubringen, fällt mir schwer, wo ich kürzlich
erst in sub- bis alpinen Zonen war.
Allerdings ist im genannten ZFM-Artikel lediglich bei G. alpina eine 1µm
dicke Schleimhülle um die Sporen
erwähnt (bei meinen hatte ich 1,5-2µm gemessen, bevor sie anfingen, sich
abzulösen).
Die Sporenform passt wiederum gut zur dort gezeigten G. foetida, allerdings
fand ich bisher in 4 Apos
unterschiedlichen Alters auffallend konstante Sporengrößen.
Beim Vergleich der Excipulum-Zellen sehe ich bei meinen FK eine Mischung aus
Fig. 4/2 und Fig. 4/4, also der
"G. cf. majalis" und der "G. spec." Medullär sind bei
meinem Fund häufig stark aufgeblasene Zellen wie bei
Fig. 4/2 zu finden, ansonsten passt die Zeichnung von Fig. 4/4 im
Gesamteindruck besser.
Darf die G. majalis den mal stinken (oder auch mal nicht)?
Hat ja jemand zusätzliche Infos?
Grüße
Klaas

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