Ein pilzreiches Jahr…

Thomas Pruß, (vor 9061 Tagen)

… 2002 wünsche ich allen Forumsteilnehmern und auch all denen, die „nur kiebitzen“ (und das sind gar nicht wenige). Dazu Glück und vor allem Gesundheit.

Mein Pilzjahr 2002 begann am 1. Januar mit einer Wanderung durch die Feldmark zwischen Seeth und Friedrichstadt. Obwohl dort nur wenige Bäume stehen (Treenemarsch) fand ich gut 1 Pfund Pilze: Samtfußrüblinge in rauen Mengen, dazu Austerseitlinge und Judasohren. Alles gepflückt bei - 6° C. Also gar nicht erst lange auftauen lassen sondern gleich im gefrorenen Zustand geputzt und ab in die Tiefkühltruhe. Die Pilze gab es dann einen Tag später zu meinem Geburtstag zu Züricher Geschnetzeltem. Es war ein Gedicht, zu dem auch die weniger pilzbegeisterten Gäste nur lobende Reime fanden. Nachahmung unbedingt empfohlen!!
Grüsslis
Thomas

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Re: Wie bitte?

Gottfried, (vor 9061 Tagen) @ Thomas Pruß

Hallo Thomas,
da hat ja Dein Pilzjahr zum frühest möglichen Zeitpunkt angefangen.
Etwas verwundert bin ich von den Judasohren. Ich habe zwar noch nie solche Pilze in der Natur gefunden aber nach meinen Literaturquellen müßten diese von IV- IX fruktifizieren. Wahrscheinlich wissen die das noch nicht ...!
Auf welchen Wirten (Holzarten) warst Du bei den drei Arten fündig?
Gruß G.

… 2002 wünsche ich allen Forumsteilnehmern und auch all denen, die „nur
kiebitzen“ (und das sind gar nicht wenige). Dazu Glück und vor allem
Gesundheit.
Mein Pilzjahr 2002 begann am 1. Januar mit einer Wanderung durch die Feldmark
zwischen Seeth und Friedrichstadt. Obwohl dort nur wenige Bäume stehen
(Treenemarsch) fand ich gut 1 Pfund Pilze: Samtfußrüblinge in rauen
Mengen, dazu Austerseitlinge und Judasohren. Alles gepflückt bei - 6° C.
Also gar nicht erst lange auftauen lassen sondern gleich im gefrorenen
Zustand geputzt und ab in die Tiefkühltruhe. Die Pilze gab es dann einen
Tag später zu meinem Geburtstag zu Züricher Geschnetzeltem. Es war ein
Gedicht, zu dem auch die weniger pilzbegeisterten Gäste nur lobende Reime
fanden. Nachahmung unbedingt empfohlen!!
Grüsslis
Thomas

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Re: Sprachdetail

Lorenz, (vor 9061 Tagen) @ Thomas Pruß

… 2002 wünsche ich allen Forumsteilnehmern und auch all denen, die „nur
kiebitzen“ (und das sind gar nicht wenige). Dazu Glück und vor allem
Gesundheit.
Mein Pilzjahr 2002 begann am 1. Januar mit einer Wanderung durch die Feldmark
zwischen Seeth und Friedrichstadt. Obwohl dort nur wenige Bäume stehen
(Treenemarsch) fand ich gut 1 Pfund Pilze: Samtfußrüblinge in rauen
Mengen, dazu Austerseitlinge und Judasohren. Alles gepflückt bei - 6° C.
Also gar nicht erst lange auftauen lassen sondern gleich im gefrorenen
Zustand geputzt und ab in die Tiefkühltruhe. Die Pilze gab es dann einen
Tag später zu meinem Geburtstag zu Züricher Geschnetzeltem. Es war ein
Gedicht, zu dem auch die weniger pilzbegeisterten Gäste nur lobende Reime
fanden. Nachahmung unbedingt empfohlen!!
Grüsslis
Thomas

Es ist ja ein Sprachdetail, aber bei der Form "züricher" hat mich das i allzu sehr gestört. Ist diese Form in Deutschland verbreitet ? Hier in der Schweiz und ganz speziell in Zürich, wo ich wohne, sagt man üblicherweise "zürcher".
Na ja, es ist zwar nur ein Buchstabe, aber der störte mich nun wirklich.
Viele Grüsse und nichts für Ungut

Euer zürcher Lorenz

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Re: Wie bitte?

Klaus, (vor 9061 Tagen) @ Gottfried

Hallo Thomas,
da hat ja Dein Pilzjahr zum frühest möglichen Zeitpunkt angefangen.
Etwas verwundert bin ich von den Judasohren. Ich habe zwar noch nie solche
Pilze in der Natur gefunden aber nach meinen Literaturquellen müßten diese
von IV- IX fruktifizieren. Wahrscheinlich wissen die das noch nicht ...!
Auf welchen Wirten (Holzarten) warst Du bei den drei Arten fündig?
Gruß G.

Hallo Gottfried,
Judasohren fruktifizieren bei uns im Garten schon seit ewiger Zeit ganzjährig. Es muss nur feucht genug sein. Substrat ist in dem Fall Schwarzer Holunder, der immer genügend Totholz aufweist. Die wachsen aber auch an allen möglichen anderen Substraten.
Dir, lieber Thomas, noch nachträglich alles Gute zum Geburtstag, und auf dem Kuhfladen fruktifiziert auf jeden Fall noch mindestens ein Pyrenomyzet (cf. Schizothecium), der bislang aber leider immer noch unreif ist.
Schöne Grüße
Klaus

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Re: Sprachdetail

Thomas Pruß, (vor 9060 Tagen) @ Lorenz

Moin Lorenz,
ist ja hochinteressant. Du hast ja schon mitbekommen, dass ich Redakteur bin, und als solcher interessieren mich natürlich solche Sprachfeinheiten sehr. Aber ich muss dir sagen, dass man in D immer „Züricher“ schreibt. Ist vielleicht die Eindeutschung des schwyzerdeutschen „Zürcher“?! Was sagt der Schweizer Duden dazu?
Grüsslis
Thomas

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Subtrate

Thomas Pruß, (vor 9060 Tagen) @ Gottfried

Moin Gottfried,
Die Judasohren wachsen auf Holunder (Totholz), die Samtfüße fast ausschließlich auf Weide, manchmal auf Silber-Pappel oder Erle und die Austerpilze auf Pappel und Weide.
Tiefgefrorene Judasohren muss man äußerst vorsichtig pflücken, sonst bröseln sie weg wie ein trockenes Laubblatt.
Grüsslis
Thomas

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Re: Subtrate

Christoph ⌂, (vor 9060 Tagen) @ Thomas Pruß

Hallihallo zusammen...

Judasohren wachsen nicht nur auf Holler (Holunder), sondern mindestens so häufig auch an Buche... (ist vermutlich deutschlandweit das Hauptsubstrat, da Buchen häufiger als Holler sind....), und an allen möglichen anderen Laubhölzern

Ciao, Christoph

Moin Gottfried,
Die Judasohren wachsen auf Holunder (Totholz), die Samtfüße fast
ausschließlich auf Weide, manchmal auf Silber-Pappel oder Erle und die
Austerpilze auf Pappel und Weide.
Tiefgefrorene Judasohren muss man äußerst vorsichtig pflücken, sonst bröseln
sie weg wie ein trockenes Laubblatt.
Grüsslis
Thomas

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Re: Sprachdetail

Galadriel, (vor 9060 Tagen) @ Thomas Pruß

Aber ich muss dir sagen, dass man in D immer „Züricher“ schreibt. Ist
vielleicht die Eindeutschung des schwyzerdeutschen „Zürcher“?!

Hi Thomas

und anstatt basler Chemie schreibt ihr auch immer baseler Chemie!
Einfach fürchterlich :)

gruss galadriel

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Re: Sprachdetail

Karl Keck ⌂, (vor 9060 Tagen) @ Galadriel

und anstatt basler Chemie schreibt ihr auch immer baseler Chemie !
Einfach fürchterlich :)
gruss galadriel

Umgekehrt finde ich fürchterlich, wenn Ihr Schweizer schreibt: Gruss statt Gruß. Noch schlimmer finde ich aber Massstab statt Maßstab oder bei B & K: Sporenmasse. Ist da die Masse oder sind da die Maße gemeint?
Bei uns im Süden von Baden-Württemberg (nur 60 km Luftlinie von der Schweizer Grenze) habe ich bisher fast immer "Zürcher Geschnetzeltes" gelesen.
Gruß Karl

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Substrate des Judasohrs

Karl Keck ⌂, (vor 9060 Tagen) @ Christoph

Hallihallo zusammen...
Judasohren wachsen nicht nur auf Holler (Holunder), sondern mindestens so
häufig auch an Buche... (ist vermutlich deutschlandweit das Hauptsubstrat,
da Buchen häufiger als Holler sind....), und an allen möglichen anderen
Laubhölzern
Ciao, Christoph

G. J. Krieglsteiner schreibt in "Die Großpilze Baden-Württembergs", Band 1: "Insgesamt wurde der Pilz in Baden-Württemberg an 30 Baum- und Straucharten (...) festgestellt, darunter ist auch eine Nadelbaumart (Fichte)."
Ich selbst habe das Judasohr Anfang Januar bei - 10° C an einem toten Stamm des Schwarzen Holunder gefunden. An Holunder finde ich es am häufigsten, an Buche gelegentlich und einmal fand ich es in Riedlingen am Stamm eines alten Eschenblättrigen Ahorn (Acer negundo).
Gruß Karl

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Re: Sprachdetail

Galadriel, (vor 9059 Tagen) @ Karl Keck

Hi Karl

Umgekehrt finde ich fürchterlich, wenn Ihr Schweizer schreibt: Gruss statt
Gruß. Noch schlimmer finde ich aber Massstab statt Maßstab

Also da muss ich dir gestehen, dass ich nicht einmal weiss mit welcher
Tastenkombination man dieses Zeichen für "doppel-S" macht.
Kannst du mir auf die Sprünge helfen?

Bei uns im Süden von Baden-Württemberg (nur 60 km Luftlinie von der Schweizer
Grenze) habe ich bisher fast immer "Zürcher Geschnetzeltes" gelesen

Das ist natürlich sehr löblich! ;-)

gruss galadriel