Keine Steinpilze in Brandenburg?! *PIC*

Ingo, (vor 4779 Tagen)

Hallo Pilzfreunde,

mittlerweile scheint sich der Pilzherbst als einer der Besseren zu entpuppen. Mal schauen, ob sich das in einem Monat
auch noch so sagen lässt. Die Wälder sind überfüllt mit Leuten. Vor allem in Sichtweite der Straßenränder,
wo die edlen Karossen geparkt sind. In diesen Bereichen sind tatsächlich fast alle Pilze umgedreht.
Es könnten ja noch welche mit Schwamm darunter sein. Vor allem Lactarius rufus und etliche Täublinge mit rötlich-braunen Kappen.
Sogar die Roten Heringstäublinge wurden reihenweise umgemäht. Was haltet ihr übrigens von dieser Kollektion hier
- sind es welche, oder doch wer Anderes?

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Geht man etwas weiter in die Wälder rein, wird es sportlich. Zumindest, wenn man versucht, auf keinen
Maronenröhrling zu treten. Zum Glück hatte ich im Juli Trainingsstunden in den Harzer Quellmooren genommen. ;-)

An gewissen Strassenrändern in unserer Gegend stehen doch tatsächlich Eichen. In Tateinheit mit dem
Sanduntergrund ruft das gewisse Arten auf den Plan, die mir bislang durch die Lappen gegangen sind.

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Nachdem dieser mild schmeckende Täubling am Stiel zu bräunen begann, wusste ich, in welcher Sektion
der Zuhause sein sollte. Mit typischem Heringsgeruch kam mir da eigentlich nur Russula graveolens,
der Fleischviolette Heringstäubling, in den Sinn. OK?

Ebenfalls im Bereich der Eichen gab es truppweise Riesenporlinge zu sehen. So vielen war ich bisher
noch nie begegnet. Gut 15 Exemplare an drei verschiedenen Standorten

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M. giganteus

Recht merkwürdig fand ich diesen Fund hier auf Birkenstumpf:

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Ich würde den als Laubholzknäueling (Glatter Knäueling) ablegen wollen. Die violetten Farben an Hut und
Stiel sind zwar hier und da beschrieben - nur selbst gesehen hatte ich das so noch nie.

Falls hier Jemand auf irgendwelche Ritterlinge scharf ist. Bitte sehr:

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Tricholoma focale - Halsbandritterling - Wenn das keine Bilderbuchexemplare sind. ;o)

Im gleichen Gelände, wie in jedem Jahr:

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Bankera fuligineoalba - Der Rötende Schmutzstacheling. Der hatte schon bessere Jahre.
Insgesamt gab es acht Exemplare an vier Standorten zu sehen.

Einen für mich sensationellen Fund gab es dann auch:

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Nach gut 15 Jahren die erste Birkenrotkappe - Leccinum versipelle.
Und das, obwohl Unmengen von Birken im Pilzrevier stehen. Möglicherweise passen die Bodenverhältnisse nicht so ganz.
Espenrotkappen hingegen sind unvergleichlich häufiger.
An dieser Stelle nochmal zurück zu meinem Harzfund. Die meisten hier hielten die Rothaut seinerzeit auch für eine Versipelle.
Ein Detail hatte ich aber unteschlagen - dürfen die auch hellrosa anlaufen?

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Wollen wir hoffen, dass die leichten Fröste der kommenden Nächte keinen allzu großen Schaden anrichten.
Die Dahlien blühen gerade so schön!

Grüßlis Ingo

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Re: Keine Steinpilze in Brandenburg?!

Thomas Pruss, (vor 4778 Tagen) @ Ingo

Moin Ingo,
wunderbare Bilder. Aber dass bei euch in der Sandbüchse Steinpilze und Rotkappen so selten sind, will mir auch nicht so in den Sinn.
Aber: Was trollst du im Wald rum, ich wähnte dich an der Küste?! Da brummt es nämlich gar gewaltig bei dem auflandigen Wind.
Oder des Nächtens am Teleskop – Ison gucken!
Grüßlis
Thomaqs

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Re: Keine Steinpilze in Brandenburg?!

Ingo, (vor 4778 Tagen) @ Thomas Pruss

Moin back!

Kann ich die Überschrift noch mal ändern? Mit Steinpilzen gibt es
momentan keine Probleme in Ostbrandenburg.
Wer unbedingt welche möchte und etwas Zeit investiert kann sich
innerhalb einer Stunde sein Kilo (madenfreie!) Steini holen.
Man muss nicht mal die Stellen kennen. Einfach quer durch den
Kiefernwald. Am besten immer nach Maronenpilzen als Anzeiger
schauen. Dort war in der Regel noch Niemand, ausser vielleicht ich. ;-)
Birkenrotkappen allerdings sind extremst selten. Weitaus seltener als Halsbandritterlinge!

p.s. Zum Brandungsangeln geht's am Wochenende. Den auflandigen Wind gibt
es wohl gerade an den Ostküsten von OH? Da fahren wir aber nicht hin.
Für den Kometen dürfte bald der Feldstecher ausreichen.

Grüßlis Ingo

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Re: Wind Ostsee OT

Ingo, (vor 4778 Tagen) @ Thomas Pruss

Schnarchlappenwind am WE:

Hallo Thomas,

egal! Wir sind seit 15 Jahren immer am Feiertagswochenende anangeln gewesen.
Bis auf voriges Jahr. Da rollte der erste richtige Herbststurm durch.
Die Ostseeleoparden sind sowieso unberechenbar.
Manchmal beißen die bei 18° Wassertemperatur, Flaute und Vollmond.
An anderen Tagen bei steifer Brise von vorn und tiefster Dunkelheit - NADA!
Man bekommt es nur herraus, indem man hinfährt und auch angelt.

GR Ingo

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Re: Keine Steinpilze in Brandenburg?!

marrrrkus, (vor 4778 Tagen) @ Ingo

Die Birkenrotkappen kommen bei mir (Niederösterreich) auch grade wieder.

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Re: Keine Steinpilze in Brandenburg?!

Stephan Weißer, (vor 4778 Tagen) @ Ingo

Was haltet ihr
übrigens von dieser Kollektion hier
- sind es welche, oder doch wer Anderes?

Na, wenn du schon so fragst, sind es bestimmt R. badia ;-)

kam mir da eigentlich
nur Russula graveolens,
der Fleischviolette Heringstäubling, in den Sinn. OK?

Da gehe ich mit. Eiche war ja in der Nähe.

Falls hier Jemand auf irgendwelche Ritterlinge scharf ist. Bitte sehr:
Tricholoma focale - Halsbandritterling - Wenn das keine Bilderbuchexemplare
sind. ;o)

Hoppla, die sind aber früh dran. Bei uns strecken jetzt T. vaccinum, T. argyraceum, T. sciodes, T. fulvum, T. pseudonictidans und T. saponaceum die Köpfchen raus - heute morgen alle gesehen.

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Re: Keine Steinpilze in Brandenburg?!

Ingo, (vor 4778 Tagen) @ Stephan Weißer

Hoppla, die sind aber früh dran.

Hallo Stephan,

eigentlich fast immer Ende September, vor Grünling, Pessundatum und Co.
T. stans war auch da. Und T. joachimii.

Grüßlis Ingo

p.s.: R. Badia stimmt natürlich!

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Re: Keine Steinpilze in Brandenburg?!

Jens ⌂, (vor 4777 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,
da noch keiner was dazu geschrieben hat - ja den merkwürdigen auf Birkenstumpf kannst Du als Laubholzknäueling, Panus conchatus ablegen.

Wunderschöne Bilder.

Gruß Jens

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Re: Keine Steinpilze in Brandenburg?!

Ingo, (vor 4777 Tagen) @ Jens

Hallo Ingo,
da noch keiner was dazu geschrieben hat - ja den merkwürdigen auf
Birkenstumpf kannst Du als Laubholzknäueling, Panus conchatus ablegen.

Hallo Jens,

schön mal wieder was von dir zu lesen.
Und vielen Dank für den Tipp. So kannte ich die Dinger noch nicht.

LG Ingo