Re: 2.Versuch: Frostfrage

pilzgotti, (vor 4768 Tagen) @ Schwarzwaldpilzbub

Da ich außer von ck (herzlichen Dank dir dafür!) sonst keine Antworten
erhalten habe, vermute ich, dass meine Frage unverständlich formuliert
war.
Darum jetzt der 2. Versuch: bin ja jetzt schon einige Jährchen in den Pilzen
und hab mich aufgrund der
leicht veränderten (bspw. farblich, Festigkeit, ...) Konsistenz der Pilze bei
Nachtlufttemperaturen um die 1 bis -2 Grad immer wieder gefragt, ob die
ansonsten ja leckeren Waldbewohner, die evtl. schon (zumindest leicht)
angefroren und dann tagsüber, bei steigenden Temperaturen wieder aufgetaut
sind, überhaupt noch gesundheitlich unbedenklich genießbar sind. Die Pilze
waren übriges kurz vor den frostigen Temperaturen noch jung, d.h. gerade
am Kommen, wären also bei anhaltenden + Graden absolut genießbar gewesen.
Bei kälteren Nachttemperaturen als -2 Grad gehe ich eh davon aus, das die
Pilze (vor allem Röhrlinge) beim ersten Mal schon ungenießbar werden. Wie
sieht es aber im o.g.genannten Temperaturbereich aus???
Am Waldboden muss es ja nicht unbedingt gleich Frostschäden geben, wenn die
Lufttemperaturen im leichten Minusbereich liegen, oder??? Im Wald wird es
am Boden doch nicht so schnell frostig, denke ich, wie z.B. an den
Waldrändern.
Die Pilze sahen damals jedenfalls im Korb noch recht frisch aus und fühlten
sich knackig an, aber beim Putzen zu Hause wurden sie zunehmend
"lummeliger" und wässriger, und hatten plötzlich dann nicht mehr
die Konsistenz wie in frostfreien Zeiten.
Klar ist, dass vor allem Röhrlinge durch Frostschaden schnell ungenießbar
werden. Aber wie sieht es mit Hallimasch, Rötelritterlingen,
Trompetenpfifferlingen u.ä. Herbstpilzen aus, wenn Frostschäden drohen?
Halten die auch Temp. bis - 2 Grad aus, ohne ungenießbar zu werden?
Finde im Internet keine befriedigenden Antworten.
Darf ich jetzt auf Anworten hoffen? Würde mich sehr freuen.
Es grüßt euch alle herzlich. Frankie

Hallo Frankie,
als passionierter Hobbykoch würde ich folgendes sagen wollen.

Die Beobachtung, welche Du gemacht hast......beim Putzen lummelig, deutet eindeutig darauf hin, dass hier die Zellstruktur Schaden genommen hat.
Deshalb wird der Pilz weich, gerade weil eben Schaden genommen.

Ich habe auch schon Pilze gesammelt nach leichter Frostnacht.
Maronen, Stonis und auch andere Röhrlinge waren nicht mehr zu gebrauchen, da diese nach dem Braten völlig lappig geworden wären.

Deshalb sollen ja Röhrlinge nicht im Ganzen tiefgefroren werden, sondern in Scheibchen auf Backpapier eingefrostet und danach in Tüten gepackt werden.

Nicht auftauen lassen, sondern tiefgefroren in die Pfanne, das Ergebnis lässt sich sehen, ist aber nicht meine erste Wahl.

Ich mag sie halt am liebsten aus dem Wald in die Pfanne, auf den Tisch.

Ich hoffe Du kannst mit meinem Statement etwas anfangen.

Gruß
Jörg

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