Zeigerpflanzen Saftlingswiesen

Irrlicht, (vor 4763 Tagen)

Hallo,

da ich auch gerne mal wieder ein paar Saftlinge finden würde, habe ich mich
gefragt wie ich Saftlinshabitate bzw. Wiesen erkennen kann (denn einfach auf
jeder Wiese lossuchen klingt nicht sehr motivierend). Gibt es Zeigerpflanzen (bei
den Pflanzen kenne ich mich wenigstens besser aus als bei den Pilzen) bzw.
spezielle Bodenansprüche?
Ich lese immer von mageren Wiesen (vorallen N-arm) und Halbtrockenrasen usw. -
solcherlei gibt es bei uns viel allerdings scheint die ganze Gegend
saftlingsbefreit zu sein? Was ist da los? Viele meiner Magerrasen sind auf Sand -
ist das kontraproduktiv?

Danke und VG
Konrad

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Re: Zeigerpflanzen Saftlingswiesen

Peter Reiter, (vor 4763 Tagen) @ Irrlicht

Hallo,
da ich auch gerne mal wieder ein paar Saftlinge finden würde, habe ich mich
gefragt wie ich Saftlinshabitate bzw. Wiesen erkennen kann (denn einfach auf
jeder Wiese lossuchen klingt nicht sehr motivierend). Gibt es Zeigerpflanzen
(bei
den Pflanzen kenne ich mich wenigstens besser aus als bei den Pilzen) bzw.
spezielle Bodenansprüche?
Ich lese immer von mageren Wiesen (vorallen N-arm) und Halbtrockenrasen usw.
-
solcherlei gibt es bei uns viel allerdings scheint die ganze Gegend
saftlingsbefreit zu sein? Was ist da los? Viele meiner Magerrasen sind auf
Sand -
ist das kontraproduktiv?
Danke und VG
Konrad

hallo Konrad,
wenn du im Netz unter Zeigerpflanzen googelst wirst du viele Infos bekommen. Wenn die ganzen Wiesen voller Glatthafer, Löwenzahn und Scharfer Hahnenfuß stehen wirst du darauf kaum Saftlinge finden, da diese Pflanzenarten aspektbildend auf sehr nährstöffreichen Böden wachsen (Fettwiesen). Eine typische Grasart der Magerwiese ist beispielsweise die Aufrechte Trespe. Die Augentrost-Arten und viele Orchideen sind beispielsweise auch Magerkeitszeiger.

Gruß
Peter

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Re: Zeigerpflanzen Saftlingswiesen

CK, (vor 4763 Tagen) @ Peter Reiter

kurz gehaltene naturbelassene Rasenflächen sind schon mal ein guter Anfang, die Rasenwege in unseren kleinen Gartenverein sind ein richtiges Saftlingseldorado

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Re: Zeigerpflanzen Saftlingswiesen

Wolfgang P., (vor 4763 Tagen) @ Irrlicht

Ich lese immer von mageren Wiesen (vorallen N-arm) und Halbtrockenrasen usw.
solcherlei gibt es bei uns viel allerdings scheint die ganze Gegend
saftlingsbefreit zu sein? Was ist da los? Viele meiner Magerrasen sind auf
Sand - ist das kontraproduktiv?

Hallo Konrad,

in welcher Gegend bist Du denn zu Hause?

Auch auf Sand gibt es hier ein paar Saftlinge, aber die Artenzahl ist nicht mit einem Borstgrasrasen oder Halbtrockenrasen zu vergleichen.

In meiner Gegend (Rheinland-Pfalz) stehen fast alle Flächen, die m.E. wegen Saftlingen schützenswert wären, schon wegen Orchideen etc. unter Naturschutz. In den (Mittel-)gebirgen gibt es mehr geeignete Biotope.

Ansonsten guck' mal an beweideten Hängen, besonders wo es für den Jauche-wagen zu steil geworden ist.

An Pflanzen kannst Du noch nach Rhinanthus (Klappertopf) und Thymus schauen.

Grüße,

Wolfgang

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Re: Zeigerpflanzen Saftlingswiesen

Andreas ⌂, (vor 4762 Tagen) @ Irrlicht

Hallo Konrad,

ich weiß ja nicht wo du herkommst, daher ist es schwierig zu sagen, welceh Biotope bei Dir erfolgsversprechend sein könnten.
Sie müssen jedenfalls beweidet sein, und zwar mit einem schwachen Viehbesatz. Also bei Schafbeweidung durchziehende Schafherden und keine Pferchhaltung. Bei Großsäugern ein entsprechend geringer Besatz pro Hektar. Man erkennt es daran, dass die Weiden nicht golfrasenartige gleichmäßig und kurz abgefressen sind, sondern "schlampig" gegrast wurde.
Auf sauren Böden in den höheren Lagen sind das in erster Linie beweidete Borstgrasrasen. Polygala vulgaris, Cirisium acaule, Meum athamanthicum sind ganz gute Zeiger. Arnika natürlich auch, aber wo gibt's das noch ...
Auf Kalk sind es halt Halbtrockenrasen, aber die sind oft derart auf die Orchideen hingegärtnert, dass dort kaum was anderes wächst.

Beweidung muss sein, sonst verfilzt die Wiese. Mähren geht auch, aber die Viecher könnens besser weil durch das ungleichmäßige Abgrasen immer wieder Grasinseln stehen bleiben und dies das Mikroklima auf den Wiesen positiv beeinflusst.

beste Grüße,
Andreas

Hallo,
da ich auch gerne mal wieder ein paar Saftlinge finden würde, habe ich mich
gefragt wie ich Saftlinshabitate bzw. Wiesen erkennen kann (denn einfach auf
jeder Wiese lossuchen klingt nicht sehr motivierend). Gibt es Zeigerpflanzen
(bei
den Pflanzen kenne ich mich wenigstens besser aus als bei den Pilzen) bzw.
spezielle Bodenansprüche?
Ich lese immer von mageren Wiesen (vorallen N-arm) und Halbtrockenrasen usw.
-
solcherlei gibt es bei uns viel allerdings scheint die ganze Gegend
saftlingsbefreit zu sein? Was ist da los? Viele meiner Magerrasen sind auf
Sand -
ist das kontraproduktiv?
Danke und VG
Konrad

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Danke für eure Meinungen

Irrlicht, (vor 4762 Tagen) @ Andreas

Hallo,

meine Gegend ist Mecklenburg. Hier sieht es schlecht aus mit Borstgrasrasen,
höheren Lagen und Hängen. Orchideen findet man hier höchstens in
Niedermoorbereichen... Außerdem ist die intensive Landwirtschaft hier oben sicher
auch nicht hilfreich (der flachen Landschaft geschuldet kommt es wohl zu einer
weitflächigen Eutrophierung und Zerstückelung solcher Habitate, die dann meist
nur noch kleinflächig sind).
Es gibt hier wie gesagt viele Sandmagerrasen aber aus meiner Erfahrung ist da in
dieser Hinsicht nicht viel zu holen.
Ich werde wohl die Augen nach Halbtrockenrasen auf halten, auch wenn viele der
typischen Arten hier eher exotisch sind.

VG und Dank
Konrad

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Re: Zeigerpflanzen Saftlingswiesen *PIC*

CK, (vor 4761 Tagen) @ Irrlicht

so könnt es da ausschauen

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