Multiclavula mucida wieder da!

Christoph ⌂, (vor 9032 Tagen)

Hallo zusammen,

letzte Woche bin ich dank des schönen Wetters mal wieder raus gekommen. Kurzer Spaziergang ins Naturwaldreservat Weiherbuchet südl. von München, und siehe da, Multiclavula mucida, die "Holz-Flechtenkeule" ist wieder da. Ich fand sie schon letztes Jahr im zeitigen Frühjahr.
Auch Freunde von mir haben sie inzwischen an anderen Stellen südl. von München gefunden. Die Art scheint wohl gerne in den ersten warmen Wochen zu fruktifizieren.
Es handelt sich um einen Keulenpilz, der mit Algen assoziiert ist und mit diesen eine Symbiose eingeht, also um den seltenen Fall einer Basidiomyceten-Flechte. Die Fruchtkörper wachsen daher auf einem grünen "Schlaz", sind aber ganz typische kleine Keulchen.
Abbildung in Ryman / Holmasen S. 122.

Schaut doch mal raus und sucht altes, morsches, durchnässtes Totholz (Laubholz)... wer weiß, vielleicht ist die Art ja sogar richtig häufig...?

Grüße, Christoph

Eintrag gesperrt

Fotolink

Werner2, (vor 9032 Tagen) @ Christoph

Hallo,
hier als Ergänzung ein Fotolink, damit man sich die
Fruchtkörper der Art besser vorstellen kann.

http://www.mykoweb.com/CAF/photos/Multiclavula_mucida(bm-02).jpg

Was Breitenbach und Kränzlin im Band 2 unter Lentaria mucida etwas unscharf abbilden, dürfte im Übrigen das gleiche sein.
Hübsches kleines Ding, welches ich bisher allerdings nur aus den östereichischen Alpen kenne.

Gruss Werner2

Hallo zusammen,

letzte Woche bin ich dank des schönen Wetters mal wieder raus gekommen.
Kurzer Spaziergang ins Naturwaldreservat Weiherbuchet südl. von München,
und siehe da, Multiclavula mucida, die "Holz-Flechtenkeule" ist
wieder da. Ich fand sie schon letztes Jahr im zeitigen Frühjahr.
Auch Freunde von mir haben sie inzwischen an anderen Stellen südl. von
München gefunden. Die Art scheint wohl gerne in den ersten warmen Wochen
zu fruktifizieren.
Es handelt sich um einen Keulenpilz, der mit Algen assoziiert ist und mit
diesen eine Symbiose eingeht, also um den seltenen Fall einer
Basidiomyceten-Flechte. Die Fruchtkörper wachsen daher auf einem grünen
"Schlaz", sind aber ganz typische kleine Keulchen.
Abbildung in Ryman / Holmasen S. 122.
Schaut doch mal raus und sucht altes, morsches, durchnässtes Totholz
(Laubholz)... wer weiß, vielleicht ist die Art ja sogar richtig häufig...?
Grüße, Christoph

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Re: Fotolink

Christoph ⌂, (vor 9032 Tagen) @ Werner2

Was Breitenbach und Kränzlin im Band 2 unter Lentaria mucida etwas unscharf
abbilden, dürfte im Übrigen das gleiche sein.

Stimmt. Wollte dieses "schlechte" Bild aber nicht als Referenz angeben.

Hübsches kleines Ding, welches ich bisher allerdings nur aus den
östereichischen Alpen kenne.

Scheint gar nicht sooo selten zu sein, jedenfalls nicht im zeitigen Frühjahr, wenn das morsche Holz noch von der Schneeschmelze durchnässt ist...

Grüße, Christoph

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Re: Multiclavula mucida wieder da!

Lothar, (vor 9031 Tagen) @ Christoph

Hallo Christoph,
Glückwunsch zu Deinem Standort von Multiclavula (Lentaria) mucida. Ich kenne die Art nur aus den Alpen sowie von einem spärlichen Fund vor vielen Jahren aus dem Schwäbischen Wald.
Ganz sicher ist die Art zumindest in den meisten Regionen zumindest außerhalb des Alpenraumes sehr selten, wenn sie überhaupt vorkommt. In der Rhön konnte ich sie auch (noch?) nicht finden.
Es grüßt Dich (auf bald? mal wieder in MÜnchen)
Lothar

Hallo zusammen,
letzte Woche bin ich dank des schönen Wetters mal wieder raus gekommen.
Kurzer Spaziergang ins Naturwaldreservat Weiherbuchet südl. von München,
und siehe da, Multiclavula mucida, die "Holz-Flechtenkeule" ist
wieder da. Ich fand sie schon letztes Jahr im zeitigen Frühjahr.
Auch Freunde von mir haben sie inzwischen an anderen Stellen südl. von
München gefunden. Die Art scheint wohl gerne in den ersten warmen Wochen
zu fruktifizieren.
Es handelt sich um einen Keulenpilz, der mit Algen assoziiert ist und mit
diesen eine Symbiose eingeht, also um den seltenen Fall einer
Basidiomyceten-Flechte. Die Fruchtkörper wachsen daher auf einem grünen
"Schlaz", sind aber ganz typische kleine Keulchen.
Abbildung in Ryman / Holmasen S. 122.
Schaut doch mal raus und sucht altes, morsches, durchnässtes Totholz
(Laubholz)... wer weiß, vielleicht ist die Art ja sogar richtig häufig...?
Grüße, Christoph