Xerocomus bubalinus *PIC*

Werner E., (vor 4797 Tagen)

Servus beinand,

Ich hatte mich mit dem Fund meines Vereinskollegen Robert Tardino 2011 schon mal an die Forumsgemeinde gewandt.

Beitrag 213396

Allerdings mit unzureichenden Handyfotos.
Der Pilz fruktifiziert jedes Jahr mehrmals mit vielen Fruchtkörpern.

Anbei ein paar Fotos dieser erst kürzlich beschriebenen Art.

An liab'n Gruaß, Werner

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Bild 2 *PIC*

Werner E., (vor 4797 Tagen) @ Werner E.

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Bild 3 *PIC*

Werner E., (vor 4797 Tagen) @ Werner E.

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Bild 4 *PIC*

Werner E., (vor 4797 Tagen) @ Werner E.

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Re: Xerocomus bubalinus

Ingo, (vor 4797 Tagen) @ Werner E.

Hallo Werner,

die Verfärbung ist schon extrem und beinahe untypisch für X. b.
Könnest du vielleicht noch Angeben zu den Wirtsbäumen machen!?
Eventuell käme auch X. erubescens s.l. in Frage. Oder was ganz
Anderes.

GR Ingo

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Re: Xerocomus bubalinus

Werner E., (vor 4797 Tagen) @ Ingo

Griasdi Ingo,

die Verfärbung ist schon extrem und beinahe untypisch für X. b.
Könnest du vielleicht noch Angeben zu den Wirtsbäumen machen!?
Eventuell käme auch X. erubescens s.l. in Frage. Oder was ganz
Anderes.

Die näheren Angaben hatte ich damals schon gepostet.
Es kommt nur Linde und Pappel infrage.

Beitrag 213396

Gruaß, Werner

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Re: Xerocomus bubalinus

Ingo, (vor 4796 Tagen) @ Werner E.

Hallo Werner,

den Rest kannst du dir bestimmt selbst zusammen reimen.
Rein makroskopisch käme X. bubalinus hin. Auch der Begleitbäume wegen.
Die Gruppe um X. engelii ist aber mittlerweile so problematisch,
dass es auch hier ohne mikroskopische Absicherung nicht mehr zu gehen scheint.

Grüßlis nach Bayern - Ingo

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Re: Xerocomus bubalinus

Till, (vor 4791 Tagen) @ Ingo

Hallo Werner,

unter Linden beim Bahnhof in Freilassing wächst seit Jahren so ein Rosaverfärber, den ich vorläufig mal als X. bubalinus bezeichnet habe. Könnte Deine Art sein.

LG, Till

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Re: Xerocomus bubalinus *PIC*

Rudi, (vor 4726 Tagen) @ Werner E.

Servus Werner und co,

Ich hab da im August auch sowas unter Linden gefunden.
Am nächsten Tag waren die Schnittflächen völlig rotbraun geworden.

LG Rudi

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Re: Xerocomus bubalinus

Andreas ⌂, (vor 4726 Tagen) @ Rudi

Servus Werner und co,
Ich hab da im August auch sowas unter Linden gefunden.
Am nächsten Tag waren die Schnittflächen völlig rotbraun geworden.
LG Rudi

Hallo Rudi,

das ist kein bubalinus, was Du da zeigst. Ich würde es sogar für ganz normalen chrysenteron halten. Aber wie auch immer, bubalinus ist es nicht. Die Art der Stieloberfläche und -farbe passt nicht, die utfarbe passt schelcht, und vor allem die Fleischfarbe im Hut passt gar nicht.

beste Grüße,
Andreas

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Re: Xerocomus bubalinus *PIC*

Ingo, (vor 4726 Tagen) @ Rudi

Hallo Rudi,

ich glaube auch nicht, dass das Bubalinus ist. Die Rosaverfärbung unterhalb der
Huthaut tritt meist unmittelbar nach dem Schnitt ein. Nach einigen Stunden
sind die Schnittflächen wieder farbfrei. Auch die Blautöne oberhalb der Röhren
waren fort. Im Übrigen sollte die Art am ehesten unter Pappeln, auf Sand zu finden sein. Linden wurden aber auch schon berichtet.

Grüßlis Ingo

ein Fund von 2011 anbei

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Ent-Täuschung

Rudi, (vor 4725 Tagen) @ Rudi

Danke euch.
Muss ich halt weiter suchen...

LG Rudi

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Re: Ent-Täuschung

Jürgen, (vor 4725 Tagen) @ Rudi

Hallo Rudi,

anders als Andreas sehe ich hier nicht chrysenteron, sondern einen Pilz aus dem rubellus-Aggregat.

Falls Du noch den Beleg hast: am besten HDS und Sporen checken.

Grüße, Jürgen

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Re: Ent-Täuschung

Andreas ⌂, (vor 4725 Tagen) @ Jürgen

Hallo Rudi,
anders als Andreas sehe ich hier nicht chrysenteron, sondern einen Pilz aus
dem rubellus-Aggregat.
Falls Du noch den Beleg hast: am besten HDS und Sporen checken.
Grüße, Jürgen

Hallo,

ja, dem beuge ich mich gerne. Es war mir eigentlich vor allem wichtig, meine Meinung kundzutun, dass es nicht bubalinus ist.

beste Grüße,
Andreas

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Re: Ent-Täuschung

Rudi, (vor 4725 Tagen) @ Jürgen

Hallo Jürgen

Ich werde mal buddeln

LG Rudi

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Re: Ent-Täuschung

Ingo, (vor 4725 Tagen) @ Rudi

Hallo Rudi,

ich möchte dann auch nochmal.;-)) Leider ist bei deinen Fotos der Schnitt
unterhalb der Huthaut nicht so gut zu sehen. Mit einem anders abgeglichenen
Monitor vermeinte ich da einen kleinen Bereich zu erkennen, wo ein eher rötlicher
Schimmer zu sehen ist. Ich fürchte, du hast momentan keine anderen Schnittbilder
am Start, oder?

Momentan gehe ich davon aus, dass die Art (X. bubalinus) wohl gar nicht so selten
ist wie angenommen. Leider hatte sich Jesko nicht mehr zu seiner Fundstelle
geäußert. Mittlerweile, der Diskussionsthtread ist ja zwei Jahre her, sollte er
an seiner Stelle eventuell neue Fruchtkörper gesehen haben.

Also - ich ziehe nun offiziell zurück und gebe deiner Bestimmung für X. bubalinus
eine neue Chance. Tipp: meine Kollektion verhielt sich seit dem Erstfund absolut
standorttreu. In gut durchwässerten Sommern erschienen die da bereits drei mal.
Ich hoffe, es hilft dir weiter.

Grüßlis Ingo

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Schnitt *PIC*

Rudi, (vor 4725 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo

Schnitte hab ich schon noch, auch a bisserl rot:

LG Rudi

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Schnitt zum zweiten *PIC*

Rudi, (vor 4725 Tagen) @ Rudi

LG Rudi

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Re: Schnitt zum zweiten

Ingo, (vor 4725 Tagen) @ Rudi

LG Rudi

Hallo Rudi,

tausend Dank - warum nicht gleich so!? ;o)
Damit ist für mich jedenfalls alles klar. Mal sehen, was Jürgen dazu meint.

GR Ingo

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p.s.

Ingo, (vor 4725 Tagen) @ Rudi

Hallöchen Rudi nochmal,

das nächste mal schneidest du besser den kleinen, stämmigen entzwei.
Da hätte man sich bestimmt einige Zeilen ersparen können.

ggg Ingo

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Re: Schnitt zum zweiten

Jürgen, (vor 4725 Tagen) @ Rudi

Hallo,

ich verstehe das, was derzeit allgemein unter X. bubalinus eingeordnet wird - auch Rudis Fund - als Teil des rubellus-Aggregats, und habe nach wie vor Probleme, dieses Taxon v.a. gegenüber X. communis/engelii befriedigend abzugrenzen. Ich bin da wohl auch nicht der einzige.

http://boletales.com/genera/xerocomus/x-bubalinus/
http://boletales.com/genera/xerocomus/x-communis/

Grüße, Jürgen

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Re: Xerocomus bubalinus

TR, (vor 4724 Tagen) @ Werner E.

Servus beinand,
Ich hatte mich mit dem Fund meines Vereinskollegen Robert Tardino 2011 schon
mal an die Forumsgemeinde gewandt.
Beitrag 213396
Allerdings mit unzureichenden Handyfotos.
Der Pilz fruktifiziert jedes Jahr mehrmals mit vielen Fruchtkörpern.
Anbei ein paar Fotos dieser erst kürzlich beschriebenen Art.
An liab'n Gruaß, Werner

X. bubalinus grenzt sich nach Ladurner & Simonini über den l/b-Quotienten der Sporen >2,5 von engelii/rubellus ab. Allerdings habe ich auch Belege, die man für bubalinus halten könnte, die aber einen Quotienten 2,5 und rosa Verfärbung im Hutfleisch schon bubalinus zuordnen. Wie die Amplitude dieser Art wirklich ist, bleibt aber noch zu untersuchen. Solange wird vieles unbestimmt bleiben müssen.

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Re: Xerocomus bubalinus

Toffel, (vor 4724 Tagen) @ TR

Hallo Thomas,

was mir und laut Literatur noch zumindest ein Anhaltspunkt zu sein scheint ist die Rissigkeit der Hutoberfläche. Was lässt sich dazu sagen?

Viele Grüße
Steffen

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Re: Xerocomus bubalinus

Ingo, (vor 4724 Tagen) @ TR

Wie die Amplitude dieser Art wirklich ist, bleibt aber noch zu untersuchen.
Solange wird vieles unbestimmt bleiben müssen.

Hallo Thomas,

vielen Dank für diese Auskunft. Deine Arbeiten im Tintling zum Thema Xerocomus
habe ich mit Freude "aufgesaugt". Dass die Punktierung in der Stielbasis kein
sicheres Trennmerkmal mehr ist, war mir bereits bekannt.
Die Frage, die sich mir nun stellt ist, ob die Rosaverfärbung unterhalb der
Huthaut auch bei nachweislichen X.engelii/rubellus beobachtet wurde.

Ausserdem scheint es noch weitere Ansichten zum Thema zu geben. So teilte
mir W. Klofac vor zwei Jahren mit, dass Unterschiede in der Zellstruktur
der HDS gefunden wurden. Ich weiß leider nicht, ob das momentan noch
als belastbar gilt.

Grüßlis aus Berlin - Ingo

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Re: Xerocomus bubalinus

Jürgen, (vor 4724 Tagen) @ TR

Ich glaube, man kann Aufsammlungen bei Tilia/Populus mit Quotient > 2,5 und rosa Verfärbung im Hutfleisch schon bubalinus zuordnen.

Hallo,

ein Blick in weitere Literatur lehrt für den Sporen-Quotienten bei X. bubalinus allerdings:

- Assyov & Stoykov (2011:1585): "ratio (2,2-) 2,4 +/-0,1 (-3,0)" (http://boletales.com/wp-content/uploads/2011/12/Xerocomus_bubalinus.pdf)

- Funga Nordica (2008:178): "Q = ca. 2.4"

- Lannoy & Estadès (2001:66): "Q = 2,3"

Vorausgesetzt, diesen Autoren lag tatsächlich der Oolbekkink-Duinsche Pilz vor -
woran man angesichts der signifikant niedrigeren Sporen-Q-Werte durchaus Zweifel haben kann -, dann ist dieses Merkmal für die Abgrenzung zu communis/rubellus schlichtweg unbrauchbar.

Grüße, Jürgen

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Re: Xerocomus bubalinus

TR, (vor 4723 Tagen) @ Jürgen

Hallo,
ein Blick in weitere Literatur lehrt für den Sporen-Quotienten bei X.
bubalinus allerdings: - Assyov & Stoykov (2011:1585): "ratio
(2,2-) 2,4 +/-0,1 (-3,0)"
(http://boletales.com/wp-content/uploads/2011/12/Xerocomus_bubalinus.pdf)
- Funga Nordica (2008:178): "Q = ca. 2.4"
- Lannoy & Estadès (2001:66): "Q = 2,3"
Vorausgesetzt, diesen Autoren lag tatsächlich der Oolbekkink-Duinsche Pilz
vor -
woran man angesichts der signifikant niedrigeren Sporen-Q-Werte durchaus
Zweifel haben kann -, dann ist dieses Merkmal für die Abgrenzung zu
communis/rubellus schlichtweg unbrauchbar.
Grüße, Jürgen

Das Problem ist, daß viel geschrieben wird, aber signifikante Abweichung gegenüber der Originialbeschreibung z.B. beim l/b-Quotienten (2,7 +/- 0,2 - also über 2,5) nicht diskutiert werden, bzw. bisher keine Untersuchungen auf Basis sequenzierter Kollektionen publiziert werden (mir jedenfalls nicht bekannt). Die Rissigkeit der Huthaut bzw. die Huthautstruktur halte ich nicht für geeignet, weil auch bei den Filzröhrlingen diesbezüglich immer eine gewisse Variationsbreite zu beobachten ist. Ich halte eher den Standort für ein gutes Merkmal.

Irgendwann werden wir schlauer sein.