Re: Frühjarslorcheln im Spätsommer?
Hallo alle,
ich habe R.u. schon oft gesehen, aber immer nur auf Brandflächen. Da nun aber - zumindest in RP - in den Wäldern nichts mehr verbrannt wird, ist sie wie viele andere carbophile Arten selten geworden. Ich habe das schon mit lokalen Förstern besprochen, aber die scheinen die Weisung "von oben" zu haben, nach Arbeiten im Wald alles liegen zu lassen und nichts mehr zu verbrennen.
Beste Grüße, Heinz Ebert
Hallo Ingo,
die Wurzellorchel muss es in früheren Zeiten z. T. sogar massenweise gegeben
haben, denn sie ist als Parasit, der ganze Kiefernschonungen ausrotten
kann, aus der Forstwirtschaftsliteratur bekannt. So hatte ich das mal
gelesen, als ich die zum ersten Mal gefunden hatte. Mein erster Fund war
so ein Massenvorkommen. Wir machten in den Masuren Urlaub und in den
weiten Wäldern begegnete mir der mir bis dahin ubekannte Pilz nahezu auf
Schritt und Tritt. Ich sprach da mit Waldarbeitern und die erzählten mir,
dass sie mit dem Pilz dort in der Waldwirtschaft ständig zu tun haben. Der
Pilz bevorzugt Kahlflächen und ist ein Brandrodungsnachfolger. Mglw. ist
er, da es solche Rodungen ja bei uns nicht mehr gibt, deshalb so stark
zurückgegangen.
Wäre Mal ein interessantes Thema für Forschungsarbeiten in älterer
Waldwirtschaftsliteratur.
Beste Grüße - Peter