Hallo Andreas und Werner,
erst einmal vielen Dank für Eure Antworten.
Andreas hat mich mit Galerina wieder auf die richtige Schiene gehoben.
Mein Hauptfehler war wohl die vorschnelle Festlegung auf eine Gattung und die
Ignorierung von Fakten die dagegen sprechen.
Deshalb sind die Angaben auch so spärlich ausgefallen.
Dass ich durch Aufschlüsselung mehrfach bei Galerina gelandet bin und sie
trotzdem wieder verworfen habe ärgert mich etwas, zeigt mir aber auch,
dass meine Vorgehensweise bei der Bestimmung ausbaufähig ist.(Was ich auch
tun werde.)
Gestern habe ich also nochmals ein Exsikkat mikroskopiert und dann auch eine
feine Punktierung der Sporen feststellen können.
Mit weiteren dazu passenden Merkmalen und Reaktionen würde ich sie jetzt eher
zu den auf Torfmoos wachsenden Galerinen stellen, was ja auch zum Standort
passt.
Herzliche Grüße
Oktober
Hallo Oktober,
was meinst Du mit "weiteren dazu passenden Reaktionen"?
Für mich ist das keine der Sphagnum-gebundenen Arten, erstens wegen fehlendem Sphagnum und zweitens wegen der entfernten Lamellen. Bestenfalls die kaum bekannte G. hybrida käme entfernt in Betracht, aber wie gesagt, ich glaube nicht an eine Sphagnum gebundene Art.
Du solltest zur Bestimmung auf jeden Fall folgende Angaben machen können: Mehlgeruch ja/nein, Hutfarbe frisch, Hutriefung frisch (Länge), Velumverhältnisse jung und alt, Ökologie (Sphagnum ja/nein, Holz ja/nein, Laubmoose ja/nein). Ferner brauchst Du an Mikrodaten folgende Merkmale: Schnallen ja/nein, Cystidenform, Pleurocystiden ja/nein, Hutcystiden ja/nein, Sporengröße und -ornamentation, Plage ja/nein, Sporen kalyptrat ja/nein.
Ohne Kenntnis all dieser Merkmale würde ich den Fund gar nicht erst bearbeiten, wobei die Mikromerkmale ja nachträglich im Exsikkat erhoben werden können. Aber ohne Frischbeschreibung: Zeitverschwendung!!
Gruß,
Andreas