Zubereitung Lepista personata und sicheres Kennzeichen für Agaricus Arvensis?

Birgit, (vor 9869 Tagen)

Hallo ihr,

Wie bereitet man den Lilastiel-Rötelritterling am besten zu? Tut ihm Braten gut?

Champignonfund auf der Wiese: feinfaseriger, leicht bräunlich angelaufener Hut schon bei geschlossenen Exemplaren. Stielbasis nicht zugespitzt. Scheitel auch bei jungen Exemplaren nicht abgeflacht. Nicht gilbend, wenn aufgeschnitten oder gedrückt. Sieht eindeutig ganz anders aus und ist größer als die auch vorhandenen Wiesenchampignons. Ganz leichter Anisgeruch. Ring hängend, unterseits zahnradartig aufgespaltet.

Resultat: ein Agaricus Arvensis, der nicht gilbt, keinen reinweißen Hut und keinen abgeflachten Scheitel hat? Welche Merkmale in den Pilzbüchern müssen eigentlich zwingend erfüllt sein, welche nicht?

Wiesenchampignons denken z.B. auch nicht immer dran über den Lamellen zu röten, bei mir tun sie das nur, wenn sie gut durchfeuchtet sind.

Etwas entnervt

Birgit

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Champignons

Boris, (vor 9868 Tagen) @ Birgit

Hallo ihr,
Wie bereitet man den Lilastiel-Rötelritterling am besten zu? Tut ihm Braten gut?
Champignonfund auf der Wiese: feinfaseriger, leicht bräunlich angelaufener Hut schon bei geschlossenen Exemplaren. Stielbasis nicht zugespitzt. Scheitel auch bei jungen Exemplaren nicht abgeflacht. Nicht gilbend, wenn aufgeschnitten oder gedrückt. Sieht eindeutig ganz anders aus und ist größer als die auch vorhandenen Wiesenchampignons. Ganz leichter Anisgeruch. Ring hängend, unterseits zahnradartig aufgespaltet.
Resultat: ein Agaricus Arvensis, der nicht gilbt, keinen reinweißen Hut und keinen abgeflachten Scheitel hat? Welche Merkmale in den Pilzbüchern müssen eigentlich zwingend erfüllt sein, welche nicht?
Wiesenchampignons denken z.B. auch nicht immer dran über den Lamellen zu röten, bei mir tun sie das nur, wenn sie gut durchfeuchtet sind.
Etwas entnervt
Birgit

Hi, Birgit! Champignons sind leider auch nicht einfach zu bestimmen, es gibt etwa 60 Arten. Irgendeine Art passt immer aber oft braucht man viel Geduld zum Bestimmen. Ich kenne auch nur etwa 10 der 60 Arten gut. Es ist zwar gerade noch moeglich mit jahrelanger Erfahrung Champignons ohne Mikroskop zu bestimmen, aber schwer. Selbst mit Mikroskop ist es eine Geduldsarbeit. Also lass dich nicht entmutigen, in der (Sammel-)Praxis genuegt es die schwach giftigen Arten auszugrenzen.
Gruss, Boris

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sicher keine Karbolchampignons

Birgit, (vor 9868 Tagen) @ Boris

Hi, Birgit! Champignons sind leider auch nicht einfach zu bestimmen, es gibt etwa 60 Arten. Danke Boris, mir schwante schon so was ähnliches, weils keine Antworten gab ;-)).
Also lass dich nicht entmutigen, in der (Sammel-)Praxis genuegt es die schwach giftigen Arten auszugrenzen.

Nachdem ich aber leider noch nie Karbolchampignons gefunden hatte und daher auch nicht wußte, wie sicher deren Kennzeichen in meinem Buch sind, war ich immer noch etwas nervös. Meiner Nase traue ich auch nicht so ganz.

Aber heute habe ich Gott sei Dank im Wald ein richtiges Nest mit Karbolchampignons gefunden. Leider nur einen ganz alten großen und unzählige kleine geschlossene, weiße und leicht graubraun angelaufene. Aber alle haben beim Durchschneiden in der Stielbasis stark gegilbt, außen gerieben wurde die Stielbasis auch richtig gelb. Und den Karbolgeruch konnte man auch bei den Kleinen schon deutlich erkennen.

Karbolchampignons scheinen das auf der Wiese also sicher nicht zu sein. Ein kleiner Hinweis vielleicht noch, ich hatte letztes Jahr schon welche von der Sorte. Nach der Kunstdüngeaktion unseres Bauern waren zwei große Hexenringe da, die größten Exemplare hatten sicher 15 cm Durchmesser und waren auch in dieser Größe noch perfekt halbkugelig. Ich hab noch keinen von der Sorte im ausgebreiteten Zustand gesehen.

Gruß

Birgit

Gruss, Boris

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Re: anderer Champignon

Markus H., (vor 9868 Tagen) @ Birgit

Nachdem ich aber leider noch nie Karbolchampignons gefunden hatte und daher auch nicht wußte, wie sicher deren Kennzeichen in meinem Buch sind, war ich immer noch etwas nervös. Meiner Nase traue ich auch nicht so ganz.
Aber heute habe ich Gott sei Dank im Wald ein richtiges Nest mit Karbolchampignons gefunden. Leider nur einen ganz alten großen und unzählige kleine geschlossene, weiße und leicht graubraun angelaufene. Aber alle haben beim Durchschneiden in der Stielbasis stark gegilbt, außen gerieben wurde die Stielbasis auch richtig gelb. Und den Karbolgeruch konnte man auch bei den Kleinen schon deutlich erkennen.
Karbolchampignons scheinen das auf der Wiese also sicher nicht zu sein. Ein kleiner Hinweis vielleicht noch, ich hatte letztes Jahr schon welche von der Sorte. Nach der Kunstdüngeaktion unseres Bauern waren zwei große Hexenringe da, die größten Exemplare hatten sicher 15 cm Durchmesser und waren auch in dieser Größe noch perfekt halbkugelig. Ich hab noch keinen von der Sorte im ausgebreiteten Zustand gesehen.
Gruß
Birgit

Hallo Birgit !

Es könnte natürlich auch ein Großsporiger Champignon sein (A.macrosporus).
Der riecht nur leicht anisartig, und er gilbt im Schnitt und auf Druck nicht.
Der müßte dann aber an der Stielbasis gelblich verfärben.

Mahlzeit

Markus H.

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Re: anderer Champignon

Birgit, (vor 9868 Tagen) @ Markus H.

Hallo Markus,

Es könnte natürlich auch ein Großsporiger Champignon sein (A.macrosporus).
Der riecht nur leicht anisartig, und er gilbt im Schnitt und auf Druck nicht.
Der müßte dann aber an der Stielbasis gelblich verfärben.

An den hab ich auch schon gedacht, sollte aber auch rein weiß sein. Allerdings habe ich mir gestern so eine ganz leichte Bittermandelkomponente eingebildet, und das könnte dann ja auch zutreffen. Die nächsten werden fotografiert. Ich glaub ja immer noch, daß das Agaricus arvensis ist, auf den Bildern vom Marktamt ist nämlich auch kein Gilben zu erkennen.

Gruß

Birgit

Mahlzeit: Gegessen habe ich sie gestern schon, hab sie auch letztes Jahr ohne Schaden gegessen.
Markus H.

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Re: anderer Champignon

Mark Obrembalski, (vor 9865 Tagen) @ Birgit

An den hab ich auch schon gedacht, sollte aber auch rein weiß sein. Allerdings habe ich mir gestern so eine ganz leichte Bittermandelkomponente eingebildet, und das könnte dann ja auch zutreffen. Die nächsten werden fotografiert. Ich glaub ja immer noch, daß das Agaricus arvensis ist, auf den Bildern vom Marktamt ist nämlich auch kein Gilben zu erkennen.

Ich habe auch schon ziemlich viele Champignons gefunden, die nicht oder kaum verfaerben. Darunter waren auch einige, die ich trotzdem fuer Schafschampignons halte (macrosporus passte aus anderen Gruenden nicht). Sogar einen Karbolchampignon hatte ich schon, der auch an der Sielbasis nur leicht gilbte. Naja, der Geruch war unverkennbar...

Gruss,
Mark

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Lepista personata (Synonym: L. saeva)

Birgit Weisel, (vor 9868 Tagen) @ Birgit

Kann mir eigentlich káum vorstellen, daß ich hier die einzige sein soll, die sowas schon probiert hat, so selten sind die auch nicht.

Aber hier der (Selbst)erfahrungsbericht: Habe die beiden Exemplare zusammen mit Champignons knusprig gebraten. Sie fielen in keiner Weise negativ auf (waren auch nicht mehr von den Champignonteilen zu unterscheiden). Also Urteil empfehlenswert, auch wenn sie roh etwas parfümiert und süßlich riechen.

Gruß

Birgit

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Re: Zubereitung Lepista personata und sicheres Kennzeichen für Agaricus Arvensis?

Harry, (vor 9868 Tagen) @ Birgit

Hallo ihr,
Wie bereitet man den Lilastiel-Rötelritterling am besten zu? Tut ihm Braten gut?
Champignonfund auf der Wiese: feinfaseriger, leicht bräunlich angelaufener Hut schon bei geschlossenen Exemplaren. Stielbasis nicht zugespitzt. Scheitel auch bei jungen Exemplaren nicht abgeflacht. Nicht gilbend, wenn aufgeschnitten oder gedrückt. Sieht eindeutig ganz anders aus und ist größer als die auch vorhandenen Wiesenchampignons. Ganz leichter Anisgeruch. Ring hängend, unterseits zahnradartig aufgespaltet.
Resultat: ein Agaricus Arvensis, der nicht gilbt, keinen reinweißen Hut und keinen abgeflachten Scheitel hat? Welche Merkmale in den Pilzbüchern müssen eigentlich zwingend erfüllt sein, welche nicht?
Wiesenchampignons denken z.B. auch nicht immer dran über den Lamellen zu röten, bei mir tun sie das nur, wenn sie gut durchfeuchtet sind.
Etwas entnervt
Birgit

Hallo Birgit,

Ich habe einige Rezepte für Lepista nuda und Lepista personata die ich dir morgen im Forum
übermitteln werde.(bzw. heute nachmittag ).

Was deinen Agaricusfund angeht kann ich Boris nur beipflichten.Auch wenn man sie vor sich liegen hat geben einem die Brüder oft Rätsel auf.
Auf eine Fernbestimmung kann sich hier im Forum eigentlich niemand einlassen.

Wenn du aber Interesse hast und mit Bestimmungsschlüsseln umgehen kannst, übermittle
ich dir gerne per Mail einen sehr umfangreichen
Agaricusschlüssel den du mit Word öffnen kannst.

Ciao Harry

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Re: Pilzbestimmung

Birgit, (vor 9867 Tagen) @ Harry

Hallo Harry,

Was deinen Agaricusfund angeht kann ich Boris nur beipflichten.Auch wenn man sie vor sich liegen hat geben einem die Brüder oft Rätsel auf.
Auf eine Fernbestimmung kann sich hier im Forum eigentlich niemand einlassen.

Ich erwarte eigentlich auch keine Fernbestimmung. Was mich ärgert ist, daß im Pilzbuch (Der große BLV Pilzführer, E.Gerhardt) z.B. beim Wiesenchampignon drinsteht, daß er im Schnitt schwach rötet. Das ist bis auf sehr wenige Ausnahmen einfach nicht zutreffend. Überspitzt gesagt: Wenn jemand keine Ahnung von Champignons hat, würde er die guten Wiesenchampignons wegwerfen, weil sie eben im Schnitt nicht röten. Daß bei mir auf der Wiese nur andere Arten stehen, glaube ich nicht. Was ich vermisse ist, daß bei Kennzeichen klar abgegrenzt wird: Diese Kennzeichen müssen sein, diese können sein.
Bei Agaricus arvensis eben evtl. das Gilben: Schau dir mal das Bild vom Marktamt (Wien) (adresse in den Pilzlinks) an, da is nix vom Gilben zu sehen. Dafür steht da drin, daß die Lamellen bei jungen Pilzen gelblich-grau sein sollen, in meinem Buch sollen sie rosa-grau sein (aargh!).

Wenn du aber Interesse hast und mit Bestimmungsschlüsseln umgehen kannst

Leider nicht, trotzdem Danke für das Angebot.

Gruß

Birgit

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Re: Gib Melissa keine Chance !

MUFTI, (vor 9866 Tagen) @ Harry

Agaricusschlüssel den du mit Word öffnen kannst.

Nicht vergessen:
Worddokumente immer im .rtf-Format
statt im .doc-Format verschicken.
Das kann man anklicken bei "speichern unter".

Das .doc-Format hat verschiedene
schwere Schwaechen. Unter anderem
gibt es Probleme mit Binaermuell aus
dem Speicher deines Rechners (so dass
vertrauliche Informationen nach aussen
dringen koennten) und am allerschlimmsten:
Das .doc-Format ist eine Plattform
fuer Macroviren.

Ein RTF-File hat alle diese
Schwaechen nicht, wird aber genau
von Word (und sogar noch einigen
Konkurrenzprodukte) unterstuetzt.

Safer Word. Benutzt RTF !
Gib Melissa keine Chance 8-)