Hab heute zum ersten Mal einen Riesenträuschling gefunden. Identifizieren
konnte ich den Pilz auf Grund der Super Pilz Galerie dieser Site. Wie ich
aus meiner Pilzliteratur entnehmen konnte ist der Pilz zwar als Kulturpilz
oft angeboten, jedoch in freier Natur eher selten. hat sonst noch jemand
den Pilz in freier Natur gefunden ( speziell im Oberrheintal ) ???
CV
Hallo,
gerade im Oberrheingebiet nicht gerade selten. Vor einigen Jahren habe ich ihn entlang dem Aurtobahnzubringer Freiburg-Mitte auf mehreren Kilometern gefunden, ebenfalls im Mai und zusammen mit Agrocybe praecox und Volvariella gloiocephala.
Hier der Auszug aus Ba.-Wü. Großpilze Band 4:
9.13 Stropharia rugosoannnulata Farlow in Murrill 1922
Stropharia eximia Benedix 1960
Stropharia ferrei Bresadola 1926
Kulturträuschling, Riesen-Träuschling
Morphologie: Hut 8-15 (25) cm breit, schwach schmierig, blaß graubraun, gelbbraun, rostbaun, kastanienbraun, graublau. Lamellen grauockerlich bis graubraun, nie schleimig, aber mit schleimen Wärzchen, schnell abtrocknend, Rand anfangs stark eingerollt. Lamellen grau- bis schwarzviolett, eng, dünn, auffallend kurz. Stiel weißlich, später weißbräunlich, 7-16 (20) x 2-2,5 cm, trocken, kahl, zuletzt hohl, am Grund mit auffallend langen, verzweigten Wurzelstängen. Ring ± doppelt.
Variabilität: Manche Autoren trennen Stropharia eximia (= S. ferrei) als eigenständige Art. Wir betrachten sie lediglich als Variatät. Sie unterscheidet sich durch mehr trockenen, feinschuppigen, weißlichen Hut. Selten treten von Anfang an gelbhütige Kollektionen auf (Südwestdeutsches Voralpenland, 7924/2, Biberach, Hochdorf-Wettenberg, 19.09.1995, LAUX).
Ökologie: Ruderalplätze, Gärten und Anlagen, Straßenböschungen, Wegränder. Saprobiont auf verrottendem Stroh, Strohmieten,Schilfhäckseln, Rindenmulch, Holzmull, Schälrinde, pflanzlichen Abfällen (Detritus), Humus und N-reicher Erde, Abfallhaufen.
Phänologie: Frühjahr und Herbst, mit ausgeprägter Fruktifikationslücke im Sommer.
Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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Verbreitung in Baden-Württemberg: Im Oberrheingebiet und im Südwestdeutschen Voralpenland sehr zerstreut, sonst selten bis sehr selten (Schwäbische Alb, Gäulandschaften).
Vertikale Verbreitung: Planar bis montan.
1000
12 9 19 4 - -
Der tiefste Fundort liegt im nördlichen Oberrheingebiet bei Mannheim und Ladenburg auf 90 m NN (Mannheimer AK), der höchste im Baar-Wutach-Gebiet in der Umgebung von Hüfingen auf etwa 780 m NN (KÜHNL).
Bestand und Bedrohung: Derzeit anthropogen verurursacht in Ausbreitung begriffen. Keine Gefährdung.
Erstnachweis: Keuper-Lias-Land, Schwäbisch-Fränkischer Wald, 7026/1, Adelmannsfelden, Gemüsefeld, 23.09.1975, KNÖDLER, KROK.
Allgemeine Verbreitung: Holarktisch-subatlantisch. Asien (Japan), Nordamerika (USA, Kanada), Südamerika (Argentinien), Europa. Berichtet aus Süd- (Italien), West- (Frankreich, Niederlande, Großbritannien), Mittel- (Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Ungarn, Deutschland, Tschecheslowakei, Polen) und Nordeuropa (Norwegen, Schweden). In Deutschland im Norden und Nordwesten zerstreut, sonst eher selten.
Seit 1970 in Kultur.