Nebelkappen

Thilo, (vor 9867 Tagen)

Hallo.
Ich habe von meinem gestrigen Streifzug durch den Taunus einige Nebelkappen, 'Lepista nebularis' mitgebracht. Ich habe den Pilz letzes Jahr öfters in grossen Mengen gesehen. Er wächst oft in Hexenringen von 2m Durchmesser und 20-30 Pilze, einige 10-15cm im Durchmesser. Bisher habe ich sie immer stehen gelassen, da ich sie nicht kannte. Jetzt habe ich sie also zum ersten Mal gesammelt, bin mir aber immer noch nicht ganz sicher. Was gibt es bei diesem Pilz zu beachten, und hat er event. gefährliche Doppelgänger? Wie bereitet ihr Nebelkappen zu? In meinem Pilzbuch ist davon die Rede, das einige Leute in schlecht vertragen. In einem älteren Buch ist er gar als nur 'bedingt essbar klassifiziert'.

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Re: Nebelkappen

Birgit, (vor 9867 Tagen) @ Thilo

Hallo.
Ich habe von meinem gestrigen Streifzug durch den Taunus einige Nebelkappen, 'Lepista nebularis' mitgebracht
In meinem Pilzbuch ist davon die Rede, das einige Leute in schlecht vertragen. In einem älteren Buch ist er gar als nur 'bedingt essbar klassifiziert'.

Hallo Thilo,
schau mal ganz unten hier im Forum unter Lepista nuda, da war auch von der Nebelkappe die Rede. Boris und Leonie haben glaub ich was dazu gesagt. Beide haben abgeraten.

Gruß

Birgit

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Re: Nebelkappen silieren?

Boris, (vor 9867 Tagen) @ Birgit

Hallo.
Ich habe von meinem gestrigen Streifzug durch den Taunus einige Nebelkappen, 'Lepista nebularis' mitgebracht
In meinem Pilzbuch ist davon die Rede, das einige Leute in schlecht vertragen. In einem älteren Buch ist er gar als nur 'bedingt essbar klassifiziert'.

Hallo Thilo,
schau mal ganz unten hier im Forum unter Lepista nuda, da war auch von der Nebelkappe die Rede. Boris und Leonie haben glaub ich was dazu gesagt. Beide haben abgeraten.

Hallo, zusammen. Das Problem mit diesem Pilz ist der Geruch den 3 von 4 Leuten als unangenehme empfinden (dazu gehoer ich). Ich habe auch noch keine Moeglichkeit gefunden ihn von dieser Eigenschaft zu befreien. Es gibt Leute, die sagen dass er zum Silieren geeignet sei, siehe Birgits Vorschlaege zum Silieren von Reizkern. Waere vielleicht einen Versuch wert...

Sayonara, Boris

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Vermutlich keine Silier-, sondern nur Einlegerezepte!

Birgit, (vor 9867 Tagen) @ Boris

Es gibt Leute, die sagen dass er zum Silieren geeignet sei, siehe Birgits Vorschlaege zum Silieren von Reizkern. Waere vielleicht einen Versuch wert...
Sayonara, Boris

Müßt doch dann eher Doswidanje heißen, oder? ;-))

Achtung: Sprachprobleme mit meinem russischen Bekannten, haben dazu geführt, daß er meinte die unten aufgeführten Rezepte seien Silierrezepte. Eigentlich sind wir jetzt nach Rücksprache mit einem weiteren Russen, Eugen aus Sibirien, zu der Überzeugung gelangt, daß die Rezepte von unten zwar typisch russisch sind, aber eigentlich nur eingelegte Salzpilze sind. Nichtsdestotrotz sind sie für Reizker sicher eine gute Wahl. Durch das Kochen gibts in den Pilzen a) keine Milchsäurebakterien mehr und b) vermutlich nix mehr, was die lieben Tierchen umwandeln könnten. Zumindestens sind alle Silierrezepte, die ich kenne, nur für rohes Gemüse.
Eugen siliert die Reizker nach 1 Woche wässern, roh nur mit Salz, Gewürzen (Dill, Knoblauch,....), ohne Wasser in einer Schüssel im Kühlschrank. Schimmel gäbs dabei angeblich nicht. Genaueres Rezept war nicht rauszukriegen.
Wenn die eingelegten/silierten Pilze nicht schmecken, liegt es sicher am falschen Getränk, Wodka gehört selbstverständlich dazu. ;-))

Nastrowje

Birgit

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Re: Nebelkappen - Verwechslung

Boris, (vor 9867 Tagen) @ Thilo

Hallo.
Ich habe von meinem gestrigen Streifzug durch den Taunus einige Nebelkappen, 'Lepista nebularis' mitgebracht. Ich habe den Pilz letzes Jahr öfters in grossen Mengen gesehen. Er wächst oft in Hexenringen von 2m Durchmesser und 20-30 Pilze, einige 10-15cm im Durchmesser. Bisher habe ich sie immer stehen gelassen, da ich sie nicht kannte. Jetzt habe ich sie also zum ersten Mal gesammelt, bin mir aber immer noch nicht ganz sicher. Was gibt es bei diesem Pilz zu beachten, und hat er event. gefährliche Doppelgänger? Wie bereitet ihr Nebelkappen zu? In meinem Pilzbuch ist davon die Rede, das einige Leute in schlecht vertragen. In einem älteren Buch ist er gar als nur 'bedingt essbar klassifiziert'.

Zum Thema Verwechslung: Mir faellt nur ein klassischer Doppelgaenger ein: Der Riesenroetling. Im Gegensatz zur Nebelkappe hat dieser seltene, auf Kalkboden wachsende Pilz keine herablaufenden Lamellen sondern gerade angewachsene, die von den Sporen roetlich gefaerbt werden. Vor allen bei noch unreifen Pilzen soll die Aehnlichkeit gross sein. Aber der Pilz ist wie gesagt recht selten und tritt auch mehr im Sommer auf. Er hat nicht den widerlich parfuemartigen Geruch der Nebelkappe, sondern soll nach Mehl riechen. Wenn man den Gestank der Nebelkappe erst mal im Kopf hat, kann man sie wohl sogar mit geschlossenen Augen bestimmen... :-)

Gruss, Boris

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Re: Nebelkappen - Verwechslung

Markus H., (vor 9867 Tagen) @ Boris

Hallo.
Ich habe von meinem gestrigen Streifzug durch den Taunus einige Nebelkappen, 'Lepista nebularis' mitgebracht. Ich habe den Pilz letzes Jahr öfters in grossen Mengen gesehen. Er wächst oft in Hexenringen von 2m Durchmesser und 20-30 Pilze, einige 10-15cm im Durchmesser. Bisher habe ich sie immer stehen gelassen, da ich sie nicht kannte. Jetzt habe ich sie also zum ersten Mal gesammelt, bin mir aber immer noch nicht ganz sicher. Was gibt es bei diesem Pilz zu beachten, und hat er event. gefährliche Doppelgänger? Wie bereitet ihr Nebelkappen zu? In meinem Pilzbuch ist davon die Rede, das einige Leute in schlecht vertragen. In einem älteren Buch ist er gar als nur 'bedingt essbar klassifiziert'.

Zum Thema Verwechslung: Mir faellt nur ein klassischer Doppelgaenger ein: Der Riesenroetling. Im Gegensatz zur Nebelkappe hat dieser seltene, auf Kalkboden wachsende Pilz keine herablaufenden Lamellen sondern gerade angewachsene, die von den Sporen roetlich gefaerbt werden. Vor allen bei noch unreifen Pilzen soll die Aehnlichkeit gross sein. Aber der Pilz ist wie gesagt recht selten und tritt auch mehr im Sommer auf. Er hat nicht den widerlich parfuemartigen Geruch der Nebelkappe, sondern soll nach Mehl riechen. Wenn man den Gestank der Nebelkappe erst mal im Kopf hat, kann man sie wohl sogar mit geschlossenen Augen bestimmen... :-)
Gruss, Boris

Hallo !

Der Riesenrötling ist, sogar in unseren kalkigen Breiten, sehr selten.
Ich fand einige Exemplare auf kalkreichem Dolomit im lichten Fichtenwald mit Strauchbuchen.

Ciao
Markus H.

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Re: Nebelkappen

Wolfgang Barina ⌂, (vor 9867 Tagen) @ Thilo

Kann zwar nicht sagen warum, aber wir haben noch nie Nebelkappen gesammelt oder gegessen. Vielleicht ist das einfach so ein Mechanismus, wie manche Leute auch nicht zu ALDI gehn (ich geh mal in mich), die Teile haben einfach nicht die exklusive Aura von Steinpilz, Totentrompete etc. Zu viel, es gibt sie immer und jeder findet sie ....
Spaß beiseite: Den Geruch find ich selbst nicht unangenehmen. Habe aber von einer befreundeten Familie gehört, die 4 Menschen hoch nach einer abendlichen reinen Nebelkappen-Mahlzeit wg. Magenkneifens die ganze Nacht nicht geschlafen haben. Und davor warnen ja wohl die Abrater: schwere Verdaulichkeit. Ich hab nach diesem Bericht erst gar nicht versucht.

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nicht so schlecht wie ihr Ruf

Thilo, (vor 9864 Tagen) @ Wolfgang Barina

Hallo Wolfgang,
ich habe sie probiert, gut vertragen, (siehe weiter oben im Forum) und ich kann nichts schlechtes sagen. Probier es einfach auch mal.
Gruss Thilo