Hallo Werner,
das kommt drauf an, was du vor hast... 5%iges KOH ist fürs Mikroskopieren meist ausreichend. Es gibt aber so was wie nen Trick 17.
Hast du altes Herbarmaterial, das nicht mehr in KOH aufquellen will (den Schnitt gibt man meist in 5% KOH), so ist das zum Verzweifeln.
Solche Problemobjekte lege ich zunächst in einen Wassertrofen auf dem Objektträger, so dass der Schnitt am Rand des Tropfens liegt. Jetzt gebe ich einen kleinen Tropfen 20% KOH dazu. Und zwar dort, wo dieser Schnitt liegt. Das heißt, der Schnitt kommt zunächst (als "Schockmoment") mit höher konzentriertem KOH in Berührung. Dann ploppen die Zellen meist doch wieder auf... allerdings wird durch den Wassertropfen das KOH schnell verdünnt... man gibt noch a bisserl Wasser dazu, sodaß man als Mischungsverhäkltnis am Ende doch wieder so ca. 5% KOH hinbekommt. So kann man Artefakte verhindern, aber auch uraltes Material noch irgendwie gebrauchen.
Einmal habe ich für einen völlig kaputten Typus eines tropischen Pilzes sogar 50% KOH verwendet und dann noch mit Ammoniak "durchgepustet". Das Material war so hinüber, das fast nix mehr ging. Die paar Sekunden in der "Horrorlösung" 50% KOH haben aber Wunder bewirkt. Man konnte wenigsten einige Septen erkennen und wieder nach Schnallen suchen. Der Ammoniak machte das Objekt transparenter, hilft übrigens auch beim aufploppen der Zellen. Dann noch Kongorot in Amoniak durchziehen... und schon konnte man mit gutem Gewissen Schnallen suchen und entsprechend den Typus noch ein wenig gebrauchen...
Also kann es auch sinnvoll sein, höher konzentriertes KOH zu besitzen. 20% KOH ist noch "pflegleicht". Mit hochkonzentrierten Laugen ist aber nicht zu spaßen..
Grüße, Christoph
Hallo,
habe mal gelesen, dass fuer manche Zwecke 20%iges KOH benutzt wird. Ich habe
aber nur 5%iges. Reicht das z.B. fuer diesen Zweck und ist es wirklich
noetig, 20%iges KOH zu haben?
Dasselbe wuerde mich auch in Hinblick auf Saeuren (insbesondere HCl)
interessieren.
MfG,
Werner