Ein Röhrling weiß und klein, - was mag das nun sein?

Holger, (vor 9866 Tagen)

Hier mein dieswöchiger Beitrag zum Röhrlingsraten:

HUT: 1-3cm weißlich bis hellgrau/ samtig bis glatt aber auch feucht nicht schmierig.
RÖHREN: helloliv, ausgebuchtet, sehr fein.
FLEISCH: hell, fest, Geschmack unangenehm süßlich-dumf.
STIEL: 1-3cm, glatt bis leicht geflockt, massiv.
STANDORT: Unter Kiefern auf Sandboden.

Was Röhrlingsbraten angeht: Z.Zt. jede Menge kleine Maronenröhlinge auf Sandstein. Ab Mittwoch sollte das richtig lohnen! Fichtensteinpilze ebenfalls juv./ Birkenpilze ausgewachsen, Fichtenrotkappe ebenso.

8-)) Holger

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Re: Ein Röhrling weiß und klein, - was mag das nun sein?

gudrun, (vor 9866 Tagen) @ Holger

Hier mein dieswöchiger Beitrag zum Röhrlingsraten:
HUT: 1-3cm weißlich bis hellgrau/ samtig bis glatt aber auch feucht nicht schmierig.
RÖHREN: helloliv, ausgebuchtet, sehr fein.
FLEISCH: hell, fest, Geschmack unangenehm süßlich-dumf.
STIEL: 1-3cm, glatt bis leicht geflockt, massiv.
STANDORT: Unter Kiefern auf Sandboden.
Was Röhrlingsbraten angeht: Z.Zt. jede Menge kleine Maronenröhlinge auf Sandstein. Ab Mittwoch sollte das richtig lohnen! Fichtensteinpilze ebenfalls juv./ Birkenpilze ausgewachsen, Fichtenrotkappe ebenso.
8-)) Holger

hallo Holger,
es könte ein Elfenbeinröhrling sein, wächst unter 5-nadeliger
Weihmutskiefer. Schau mal in der Dähncke nach.
Gruss Gudrun

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Re: Ein Röhrling weiß und klein, - was mag das nun sein?

Markus H., (vor 9866 Tagen) @ Holger

Hier mein dieswöchiger Beitrag zum Röhrlingsraten:
HUT: 1-3cm weißlich bis hellgrau/ samtig bis glatt aber auch feucht nicht schmierig.
RÖHREN: helloliv, ausgebuchtet, sehr fein.
FLEISCH: hell, fest, Geschmack unangenehm süßlich-dumf.
STIEL: 1-3cm, glatt bis leicht geflockt, massiv.
STANDORT: Unter Kiefern auf Sandboden.
Was Röhrlingsbraten angeht: Z.Zt. jede Menge kleine Maronenröhlinge auf Sandstein. Ab Mittwoch sollte das richtig lohnen! Fichtensteinpilze ebenfalls juv./ Birkenpilze ausgewachsen, Fichtenrotkappe ebenso.
8-)) Holger

Hallo Holger !
Leider kann ich dir bei deinem Röhrling nicht gut helfen (der Standort machts schwer).
Ein Kornblumenröhrling od. Wurzelnder Bitterröhrling könnte es ja nicht sein?
Und B.carpinaceus wächst ja unter Hainbuchen.
Aber du könntest mich aufklären, was denn bitte eine Fichtenrotkappe ist.

Liebe Grüße
Markus H.

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Re: Ein Röhrling weiß und klein, - was mag das nun sein?

Holger, (vor 9865 Tagen) @ Markus H.

Hallo Holger !
Leider kann ich dir bei deinem Röhrling nicht gut helfen (der Standort machts schwer).
Ein Kornblumenröhrling od. Wurzelnder Bitterröhrling könnte es ja nicht sein?
Und B.carpinaceus wächst ja unter Hainbuchen.
Aber du könntest mich aufklären, was denn bitte eine Fichtenrotkappe ist.
Liebe Grüße
Markus H.

Hallo Markus,

mit der Abgrenzung der Rotkappen (Leccinum) habe ich zugegebenermaßen meine Probleme, da ich Pilze leider nur makroskopisch bestimme und dieses Wochenende auch keine Kalilauge zur Hand hatte. Mit Fichtenrotkappe meine ich L. piceinum eventuell auch L. testaceoscabrum (Heiderotkappe). In jedem Fall also einen Pilz mit orangerotem Hut, grauschwarz beflocktem Stiel und gräulichen, feinen Röhren, die bei unseren Exemplaren leicht röteten. Standort unter Fichten (keine Espe weit und breit, sonst wäre auch L. rufum möglich). Hutgröße 8-15cm, Höhe max ca. 25cm. Geschmack zusammen mit kleinen Steinpilzen sehr gut ;-)). Zur Zeit scheint Leccinum insgesamt gerne zu wachsen, bei Freunden gibt's Birkenpilze im Garten.

Beste Grüße, Holger

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Elfenbeinröhrling !

Thilo, (vor 9864 Tagen) @ Holger

Hallo Holger,

das klingt, wie auch Gudrun vermutet, sehr nach Elfenbeinröhrling. Ich habe selber noch keinen gefunden, jedoch steht in meinem Pilzbuch, dass er bei uns eher selten ist. Allerdings steht da auch, dass er keine besonderen Ansprüche an seine Umgebung stellt. Passt also alles auf deinen Fund.
Gruss Thilo

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Re: L.vulpinum

Markus H., (vor 9864 Tagen) @ Holger

Hallo Markus,
mit der Abgrenzung der Rotkappen (Leccinum) habe ich zugegebenermaßen meine Probleme, da ich Pilze leider nur makroskopisch bestimme und dieses Wochenende auch keine Kalilauge zur Hand hatte. Mit Fichtenrotkappe meine ich L. piceinum eventuell auch L. testaceoscabrum (Heiderotkappe). In jedem Fall also einen Pilz mit orangerotem Hut, grauschwarz beflocktem Stiel und gräulichen, feinen Röhren, die bei unseren Exemplaren leicht röteten. Standort unter Fichten (keine Espe weit und breit, sonst wäre auch L. rufum möglich). Hutgröße 8-15cm, Höhe max ca. 25cm. Geschmack zusammen mit kleinen Steinpilzen sehr gut ;-)). Zur Zeit scheint Leccinum insgesamt gerne zu wachsen, bei Freunden gibt's Birkenpilze im Garten.
Beste Grüße, Holger

Hallo!

Gibt es L.piceinum nun doch wirklich - ich war bisher eigentlich immer der Meinung es handle sich um L.vulpinum (Fuchsröhrling), der halt nicht immer unter Kiefer, sondern auch mal unter Fichte wächst.
In Skandinavien und Schottland gibt es anscheinend dann doch beide Arten - wäre interessant, ob jemand schon mal beide gefunden - und verglichen hat.

Liebe Grüße
Markus H.

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Re: L.vulpinum

Boris, (vor 9864 Tagen) @ Markus H.

Hallo!
Gibt es L.piceinum nun doch wirklich - ich war bisher eigentlich immer der Meinung es handle sich um L.vulpinum (Fuchsröhrling), der halt nicht immer unter Kiefer, sondern auch mal unter Fichte wächst.
In Skandinavien und Schottland gibt es anscheinend dann doch beide Arten - wäre interessant, ob jemand schon mal beide gefunden - und verglichen hat.
Liebe Grüße
Markus H.

Bei den Leccinum-Arten scheint es ja fliessende Uebergaenge zwischen den Arten zu geben (Wie bei den Morcheln), das erschwert die Bestimmung, insbesondere wenn mehrere Baumarten dabeistehen. Wieviele Arten es nun wirklich gibt, haengt wohl von der politischen Einstellung des Mykologen ab! (Morcheln: Etwa 40 Arten nach Breitenbach/Kraenzlin, 3 Arten nach Krieglsteiner!) ;-)

Stay cool, Boris

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Re: L.vulpinum

Holger, (vor 9863 Tagen) @ Boris

Hallo!
Gibt es L.piceinum nun doch wirklich - ich war bisher eigentlich immer der Meinung es handle sich um L.vulpinum (Fuchsröhrling), der halt nicht immer unter Kiefer, sondern auch mal unter Fichte wächst.
In Skandinavien und Schottland gibt es anscheinend dann doch beide Arten - wäre interessant, ob jemand schon mal beide gefunden - und verglichen hat.
Liebe Grüße
Markus H.

Bei den Leccinum-Arten scheint es ja fliessende Uebergaenge zwischen den Arten zu geben (Wie bei den Morcheln), das erschwert die Bestimmung, insbesondere wenn mehrere Baumarten dabeistehen. Wieviele Arten es nun wirklich gibt, haengt wohl von der politischen Einstellung des Mykologen ab! (Morcheln: Etwa 40 Arten nach Breitenbach/Kraenzlin, 3 Arten nach Krieglsteiner!) ;-)
Stay cool, Boris

Eine endgültige Abgrenzung der Arten kann m.E. nur eine Gen-Analyse bringen. Alle makroskopischen und z.T. auch mikroskopischen Merkmale sind anscheinend nicht sicher unabhängig von Standort und Symbiose-Partner. Aber wer macht so was schon bei Pilzen? Leccinum wäre dafür aber sicher interessant.

Holger

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Re: L.vulpinum

Boris, (vor 9862 Tagen) @ Holger

Eine endgültige Abgrenzung der Arten kann m.E. nur eine Gen-Analyse bringen.

Zweifelhaft. Einige höhere Pflanzen (und auch einige Pilze, Bakterien, Viren etc.) haben das Mutieren zu einer Überlebenskunst entwickelt. Der Löwenzahn z.B. hat eine genetisch erstaunliche Variabilität, man sehe sich nur die unterschiedlichen Phänotypen in Berg-, Tal- oder Sumpfgebieten an. Hier handelt es sich nicht um Standortvarianten, sondern um echte Mutanten, die aber zum Teil durchaus noch kreuzbar sind.

Ähnliche Beobachtungen macht man bei vielen Orchideen, den Brombeer- und Frauenmantelkomplexen, vielen Bakterien (das ist auch der Grund, warum die Biester immer wieder resistent werden), einigen Viren (AIDS..) usw.

Ich denke daher, auch die Genomanalysen eignen sich nicht als Kriterium zur Artabgrenzung, zumindest nicht als ausschließliches Kriterium, sonst gerät man schnell in chaotische Verhältnisse. Man sollte solch flexiblen Organismen wie Pilzen eine gewisse Variabilität zugestehen. Ich persönlich tendiere mehr zu den "Lumpern" als zu den "Splittern" und nehme kleinere phänotypische, aber auch genotypische, Abweichungen als Varianten hin.

Wenn die professionellen Mykologen sich zur Abwechslung mal selbst so verbissen mit den Elektronenmikroskopen traktieren würden wie sie es sonst nur mit den Pilzen tun, würden sie wahrscheinlich jedem menschlichen Individuum Artrang gewähren müssen... ;-)

Grüzi, Boris

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Re: Mutation bei Bakterien

MUFTI, (vor 9862 Tagen) @ Boris

Zweifelhaft. Einige höhere Pflanzen (und auch einige Pilze, Bakterien, Viren etc.) haben das Mutieren zu einer Überlebenskunst entwickelt.

[..]

Ähnliche Beobachtungen macht man bei [..] vielen Bakterien (das ist auch der Grund, warum die Biester immer wieder resistent werden), einigen Viren (AIDS..) usw.

AFAIK Falsch. Bakterien benutzen vor allem einen
anderen Trick: Sie tauschen Gene aktiv
untereinander aus. Das ist viel
effizienter, als auf eine Mutation (eine
zufaellige Veraenderung der Gene (z.B. durch
Strahlungsdefekte)) zu warten.

Dagegen mutieren manche Viren sehr schnell (z.B.
Grippeviren). Aber die koennen sowieso nicht
resistent werden (gegen was auch ?), sondern
umlaufen dadurch nur eine Immunisierung (z.B. Impfschutz)

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Re: Mutation bei Bakterien

Bruno, (vor 9862 Tagen) @ MUFTI

AFAIK

Was heißt denn das schon wieder?
bruno

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Re: Mutation bei Bakterien

MUFTI, (vor 9862 Tagen) @ Bruno

AFAIK
Was heißt denn das schon wieder?

As Far As I Know == Soweit ich weis.

Sorry...