Stockschwämmchen

Uli, (vor 8919 Tagen)

Hallo,
seit geraumer Zeit lese ich im Forum mit. Jetzt habe ich mal eine Frage. Am letzten Sonntag und schon mal vor ca. 3 Wochen habe ich Stockschwämmchen gefunden. Jedenfalls dachte ich mir, dass sie es sind. Ich bin allerdings reichlich unsicher geworden. In irgendwelchen Fundlisten tauchen sie im Forum nicht auf. Gibt es zur Zeit eine Verwechslungsmöglichkeit?
Den Unterschied zum Schwefelkopf kenne ich, glaube ich. Meine "Stockschwämmchen" haben einen deutlich geschuppten STiel, einen Ring, oberhalb von ihm sind die Stiele "kahl" und hell, darunter bräunlich. Gewachsen sind die einen an einem liegenden Weidenstamm (wahrscheinlich), die anderen in einem Mischwald an einem von mir nicht mehr zu erkennenden Baumstumpf. Kann mir jemand helfen?
Gegebenenfalls kann ich auch ein Bild zumailen.

Gruss Uli

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Re: Stockschwämmchen

Christoph ⌂, (vor 8919 Tagen) @ Uli

Hi Ulli,

mehrere Häublingsarten können dem Stockschwämmchen sehr ähnlich sehen, und die wären tödlich giftig. Schwefelköpfe sind so unähnlich, dass da kaum Verwechslungen passieren.
Giftige Häublinge (es gibtmehr als eine Art) wachsen entgegen von mancher Literatir sowohl auf Laub- wie Nadelholz. Sie können sogar mit Stockschwämmchen am selben Stock/Stumpf wachsen.
Daher kann ich nur sagen: Finger weg, wenn man nicht die Häublinge als solche erkennt, und exakt weiß, wie ein Stockschwämmchen aussieht.

Die Schüppchen am Stiel sind das einzig klare Unterscheidungsmerkmal. Aber als Ferndiagnose das zu bestätigen, wär mehr als fahrlässig. Ich rate dir, erst mal die giftigen Häublinge zu finden und zu erkennen (bzw. im gelände erklären zu lassen), und höchstens dann Stpckschwämmchen zu sammeln.

Ich habe in einem der letzten Tintlinge nen kurzen Beitrag darüber gebracht. Denn auch die Häublinge sind variabler als man glaubt. Drum sei lieber vorsichtig und sammle was "nahrhafteres", z. B. Sommersteinpilze ;-)

Grüße, Christoph

P.S., wenn du mir die Bilder zuschickst, kann ich sie ins Netz stellen und dir eventuell sagen (je nach Bildqualität), was es wohl ist.

Entweder an obige mail, oder an ch.j.hahn@t-online.de

Hallo,
seit geraumer Zeit lese ich im Forum mit. Jetzt habe ich mal eine Frage. Am
letzten Sonntag und schon mal vor ca. 3 Wochen habe ich Stockschwämmchen
gefunden. Jedenfalls dachte ich mir, dass sie es sind. Ich bin allerdings
reichlich unsicher geworden. In irgendwelchen Fundlisten tauchen sie im
Forum nicht auf. Gibt es zur Zeit eine Verwechslungsmöglichkeit?
Den Unterschied zum Schwefelkopf kenne ich, glaube ich. Meine
"Stockschwämmchen" haben einen deutlich geschuppten STiel, einen
Ring, oberhalb von ihm sind die Stiele "kahl" und hell, darunter
bräunlich. Gewachsen sind die einen an einem liegenden Weidenstamm
(wahrscheinlich), die anderen in einem Mischwald an einem von mir nicht
mehr zu erkennenden Baumstumpf. Kann mir jemand helfen?
Gegebenenfalls kann ich auch ein Bild zumailen.
Gruss Uli

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Re: Stockschwämmchen

Gottfried, (vor 8919 Tagen) @ Christoph

Hallo Ulli, Hallo Christoph,
ich identifiziere das Stockschwämmchen grundsätzlich nach seinem arteigenen, phantastischen Duft. Wenn man dieses Merkmal erst mal gespeichert hat, kann nichts mehr passieren:
Frag' also eine Pilzberater und präge Dir dann diesen Geruch ein, wenn es denn tatsächlich Stockschwämmchen sind. Viel Erfolg!
Gruß G.

Hi Ulli,
mehrere Häublingsarten können dem Stockschwämmchen sehr ähnlich sehen, und
die wären tödlich giftig. Schwefelköpfe sind so unähnlich, dass da kaum
Verwechslungen passieren.
Giftige Häublinge (es gibtmehr als eine Art) wachsen entgegen von mancher
Literatir sowohl auf Laub- wie Nadelholz. Sie können sogar mit
Stockschwämmchen am selben Stock/Stumpf wachsen.
Daher kann ich nur sagen: Finger weg, wenn man nicht die Häublinge als solche
erkennt, und exakt weiß, wie ein Stockschwämmchen aussieht.
Die Schüppchen am Stiel sind das einzig klare Unterscheidungsmerkmal. Aber
als Ferndiagnose das zu bestätigen, wär mehr als fahrlässig. Ich rate dir,
erst mal die giftigen Häublinge zu finden und zu erkennen (bzw. im gelände
erklären zu lassen), und höchstens dann Stpckschwämmchen zu sammeln.
Ich habe in einem der letzten Tintlinge nen kurzen Beitrag darüber gebracht.
Denn auch die Häublinge sind variabler als man glaubt. Drum sei lieber
vorsichtig und sammle was "nahrhafteres", z. B. Sommersteinpilze
;-)
Grüße, Christoph
P.S., wenn du mir die Bilder zuschickst, kann ich sie ins Netz stellen und
dir eventuell sagen (je nach Bildqualität), was es wohl ist.
Entweder an obige mail, oder an ch.j.hahn@t-online.de

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Re: Stockschwämmchen

Christoph ⌂, (vor 8919 Tagen) @ Gottfried

Hallo Gottfried,

ichhaöte das für etwas fahrlässig. Gifthäublinge können mit neben und zwischen Stockschwämmchen wachsen (wenn auch selten, aber wenns mal passiert... arme Leber!). Riechst du an jedem einzelnen Pilz. Ehrlich? Und wehe, es ist zu kalt, dann riecht kaum ein Pilz, oder Deine Nase ist mal wegen Schnupfen etwas verstopft.
Eindeutig ist wenn dann der fein schuppige Stiel und die Ringunterseite. Die Aussage, dass die giftigen Häublinge immer nach Mehl riechen ist nämlich nicht richtig.
Wer das Stockschwämmchen nicht exakt kennt, mit allen seinen Merkmalen, und ebenso die giftigen Häublinge (mehr als eine Art(!) - daher scheinbar variabel), der sollte lieber gar keine Stockschwammerl essen. Und wenn, dann nur alleine. Damit er nur seine eigene Leber und als Nebeneffekt nur einer die Krankenkassen belastet.

Klingt zwar zynisch, aber es ist gefährlich so ein wackliges Pauschalmerkmal als sooo einfach hinzustellen.
Warum meinst du, gibt es immer wieder Vergiftungen mit Maiglöckchen? Bärlauch riecht wirklich völlig anders. Aber wer riecht denn an jedem einzelnen Blatt? Und irgendwann riechen die Finger auch nach Knofel (bzw. in deinem Fall Stockschwämmchen), und den Geruch hat man in der Nase... Wer nicht weiß wie die Blätter von Maiglöckchen aussehen, sondern nur nach Geruch alles Grüne sammelt, der ist sogar hier in Lebensgefahr (zeigen ja die Statistiken).
Und der Stockschwämmchengeruch ist viel feiner als der starke Bärlauch"duft".

Das "es kann dann nichts mehr passieren" suggeriert, dass es einfacher sei als es in Wirklichkeit ist. Bis dann wieder was passiert. Nicht auszudenken, wenn jetzt viele Anfänger ihr Leben ihrer Nase anvertrauen würden, nur weil sie dein Posting hier im Forum gelesen haben.

Grüße, Christoph

Hallo Ulli, Hallo Christoph,
ich identifiziere das Stockschwämmchen grundsätzlich nach seinem arteigenen,
phantastischen Duft. Wenn man dieses Merkmal erst mal gespeichert hat,
kann nichts mehr passieren: Frag' also eine Pilzberater und präge Dir dann
diesen Geruch ein, wenn es denn tatsächlich Stockschwämmchen sind. Viel
Erfolg!
Gruß G.

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Re: Stockschwämmchen

Georg, (vor 8919 Tagen) @ Christoph

Hi Christoph,

Das "es kann dann nichts mehr passieren" suggeriert, dass es
einfacher sei als es in Wirklichkeit ist. Bis dann wieder was passiert.
Nicht auszudenken, wenn jetzt viele Anfänger ihr Leben ihrer Nase
anvertrauen würden, nur weil sie dein Posting hier im Forum gelesen haben.

Also ganz so krass sehe ich die Sache nicht. Gottfried hat schon recht
wenn er den typischen Duft für sich als Bestimmungsmerkmal heranzieht.
Er ist sich sicher, warum soll er es dann nicht tun? Da er nach wie vor hier
im Forum schreibt scheint die Methode ja zu funktionieren.
Ich denke auch dass ich Stockschwämmschen sicher von Galerinen unterscheiden
kann: Neben den üblichen Merkmalen ist gerade der Duft ein weiterer
wichtiger Hinweis.
Wenn ich mir unsicher bin bleiben die Pilze eben stehen oder werden
aussortiert. Anfänger sollten zwar über die Gefahren aufgeklärt werden
aber auch nicht mit zu viel Panikmache verunsichert werden.
Wann gab es denn den letzten ernsten Vergiftungsfall mit Galerina?

Georg

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Re: Stockschwämmchen

Pio, (vor 8919 Tagen) @ Uli

Ich habe dieses Jahr auch schon mehrfach Stockschwämmchen gefunden. Es ist immer das erste, was bei mir im Frühjahr ergiebige Erträge liefert. Der Geschmack ist phantastisch. Meist bereite ich daraus eine "Thüringer Stockschwämmchensuppe". Das Schöne ist, dass man diese Pilze fast das ganze Jahr über findet.

Identifizierung wäre für mich nur mit Photo möglich. Du findest mit Hilfe einer Suchmaschine, z.B. Google, massenhaft Bilder im Netz. Ich glaube, ich habe sogar auf dieser Web Site hier schon Fotos gesehen.

Typisch an Stockschwämmchen sind u.a. die honigfarbenen Hüte (alle Nuancen von Honig, von gelb bis dunkelbraun, je feuchter der Hut, desto dunkler), meist eine dunklere (weil feuchtere) Randzone und ganz dunkle rostbraune Sporen. Das Waschwasser wird dunkelbraun. Oft werden die tziefer wachsenden Pilze von den darüber wachsenden dunkelbraun überstäubt. Leg einfach ein Exemplar auf ein Blatt Papier und warte ein paar Stunden. Ich habe selten so viele tiefbraune
Sporen gesehen.

Gruß - Holger

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Re: Stockschwämmchen

Christoph ⌂, (vor 8919 Tagen) @ Georg

Hi Georg,

Wann gab es denn den letzten ernsten Vergiftungsfall mit Galerina?

Bei uns in Münche hats ne 6-köpfige Familie erwischt ghehabt (hab im Tintling drüber berichtet gehabt).

Und ich glaube ja, dass Gitfried seine Stockschwämmchen gut kennt. Ohne Frage. Ich bin nur um diejenigen besorgt, die wegen solcher Postigs jetzt doch wieder Stockschwämmchen sammeln, ohne sie genau zu kennen.
In unserer Pilzausstellung haben wir immer beide Arten. Solange die Galerinen schön frisch sind, fallen viele der "selbsternannten" Experten und Stockshwammerlsammler drauf rein.
Zum Glück wachsen die Gifthäublinge meist nicht so zahlreich, sodass gefährliche Vergiftungen zum Glück eher selten sind (sind sie das wirklich? Es wird immer von Knollenblätterpilzvergiftung ausgeganegn, wenn eine Amanitin-Vergiftung auftritt).
Selten aber gibts sogar die Häublinge in Unmengen und richtig groß (bis 8 cm Hutdurchmesser ist möglich). Und dann hat man den Salat. Da tuts mir immer um die armen Kinder leid, die mitessen "dürfen", die es am schlimmtsen erwischt und am wenigsten dafür können.

Vielleicht bin ich aber auch übervorsichtig. Aber es gibt so viel Essbares mit weniger gefährichen Doppelgängern.... aber das ist halt meine Meinung.

Grüße, Christoph

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Re: Stockschwämmchen im Bild

Gottfried, (vor 8919 Tagen) @ Pio

Hallo Holger,
ein typisches Stockschwämmchen- Bild habe ich neulich hier ins Forum stellen lassen. Schau mit Datum 08-05-2002 10.23 Uhr "Stockschwämmchen, von Gottfried" nach!
Gruß G.

Ich habe dieses Jahr auch schon mehrfach Stockschwämmchen gefunden. Es ist
immer das erste, was bei mir im Frühjahr ergiebige Erträge liefert. Der
Geschmack ist phantastisch. Meist bereite ich daraus eine "Thüringer
Stockschwämmchensuppe". Das Schöne ist, dass man diese Pilze fast das
ganze Jahr über findet.
Identifizierung wäre für mich nur mit Photo möglich. Du findest mit Hilfe
einer Suchmaschine, z.B. Google, massenhaft Bilder im Netz. Ich glaube,
ich habe sogar auf dieser Web Site hier schon Fotos gesehen.
Typisch an Stockschwämmchen sind u.a. die honigfarbenen Hüte (alle Nuancen
von Honig, von gelb bis dunkelbraun, je feuchter der Hut, desto dunkler),
meist eine dunklere (weil feuchtere) Randzone und ganz dunkle rostbraune
Sporen. Das Waschwasser wird dunkelbraun. Oft werden die tziefer
wachsenden Pilze von den darüber wachsenden dunkelbraun überstäubt. Leg
einfach ein Exemplar auf ein Blatt Papier und warte ein paar Stunden. Ich
habe selten so viele tiefbraune
Sporen gesehen.
Gruß - Holger

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Re: Stockschwämmchen

Joachim, (vor 8919 Tagen) @ Georg

Hallo Georg,
"Also ganz so krass sehe ich die Sache nicht. Gottfried hat schon recht
wenn er den typischen Duft für sich als Bestimmungsmerkmal heranzieht.
Er ist sich sicher, warum soll er es dann nicht tun? Da er nach wie vor hier
im Forum schreibt scheint die Methode ja zu funktionieren."

Findest Du das nicht ein wenig zynisch?
Bedenke doch Bitte, es gibt auf dem Forum auch viele Mitleser, die solche
Aussagen für bare Münze nehmen. Was ist wenn es nicht funktioniert?
Bei einen so schwer zu bestimmenden Pilz (für Laien) muss man unbedingt alle
Merkmale zur Bestimmung heranziehen. Fast jeder Pilzberater weis aus der Praxis
mit welchem Halbwissen manche Speisepilzsammler ihre Pilze bestimmen.
Zu mir kam einmal einer zur Pilzberatung und legte mir Pantherpilze auf den
Tisch. Sein Kommentar war: "Das sind doch Perlpilze, ich frage nur mal sicherheitshalber,
wenn es doch nur der Graue Wulstling ist, na ja den kann man ja auch essen, oder?"
Auf die Idee das er einen Giftpilz gesammelt hatte kam er überhaupt nicht.
Bemerkenswert war für mich die Tatsache das er den Grauen Wulstling kannte,
aber vom Pantherpilz wohl noch nie was gehört hatte.

"Wann gab es denn den letzten ernsten Vergiftungsfall mit Galerina?"

Diese Frage ist praktisch nicht zu Beantworten.
Es gibt in Deutschland keine Meldepflicht für Pilzvergiftungen.
Mit freundlichen Grüßen
Joachim

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Re: Stockschwämmchen

42, (vor 8919 Tagen) @ Pio

Hallo Holger,

Meist bereite ich daraus eine "Thüringer Stockschwämmchensuppe".

Wie 'geht' denn die? Rezept erbeten.

Gruß
Thomas

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Re: Stockschwämmchen

Rudi, (vor 8919 Tagen) @ 42

Hallo Holger,
Wie 'geht' denn die? Rezept erbeten.
Gruß
Thomas

Hallo, Thomas, seit wann gehörst denn du zu den mykophagen??? Oder solltest du das rezept leicht geändert zu bestimmten versuchen brauchen???
galerinöse grüße
rudi

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Henkersmahlzeit

Rudi, (vor 8919 Tagen) @ Christoph

Vielleicht bin ich aber auch übervorsichtig. Aber es gibt so viel Essbares
mit weniger gefährichen Doppelgängern.... aber das ist halt meine Meinung.
Grüße, Christoph

Hallo, Christoph, Georg u.a.!
ich habs schon mal gepostet, aber weils so aktuell ist:
ich hab vor ca zwei Jahren einen Patienten aus meinem Dorf interviewt, der gerade eine schwere amanitinvergiftung knapp überlebt hatte.
in der klinik haben sie ihn mit massiv erhöhten leberwerten und entsprechenden beschwerden zwar gerettet, aber den verursachenden pilz nicht bestimmt.
nach eingehendem gespräch mit frischpilzen und mehreren pilzbüchern war es wohl doch eine amanitaart- vermutlich phalloides. der gute kannte nur ein pilzbuch, darin gabs nur einen knolli, und zwar einen weißen. dass es auch u.a.grüne gibt, war dem guten mann, der immerhin seit ca40 jahren schwammerln suchte, nicht bekannt.
aber jetzt kommts erst:
er hat natürlich auch- und das seit jahren, stockschwämmchen gesucht. auch bei dem fast tödlichen mahl hatte er diese spezies heimgebracht. zum glück für ihn hat ihm seine frau nicht nur nicht getraut, sondern, wie immer (!) diese "Stockschwämmchen" nicht zubereitet, sondern weggeschmissen.
das war wohl sehr gut so:
ich hab ihm dann frisch gesammelte stockschwämmchen und galerina marginata vorgelegt und er hat sie auch fein säuberlich getrennt:
nur hätte er leider die stockschwämmchen weggeworfen und die häublinge gegessen.
P.S.: beim "Henkersmahl" haben weder seine Frau als auch die Enkelin, denen er die pilze auch angeboten hat, mitgegessen...
Grüße rudi

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Stielschüppchen einzig sicheres Merkmal

Birgit, (vor 8919 Tagen) @ Christoph

Hi Christoph,

Daher kann ich nur sagen: Finger weg, wenn man nicht die Häublinge als solche
erkennt, und exakt weiß, wie ein Stockschwämmchen aussieht.
Die Schüppchen am Stiel sind das einzig klare Unterscheidungsmerkmal.
Aber
als Ferndiagnose das zu bestätigen, wär mehr als fahrlässig. Ich rate dir,
erst mal die giftigen Häublinge zu finden und zu erkennen (bzw. im gelände
erklären zu lassen), und höchstens dann Stpckschwämmchen zu sammeln.

Ferndiagnose ist sicher fahrlässig, da stimme ich dir zu. Allerdings habe auch ich schon Stockschwämmchen gesammelt bevor ich die Giftäublinge kannte. Wie das geht: Ich sammele nur Stockschwämmchen mit Schüppchen am Stiel, sollten die Schüppchen nicht erkennbar sein, lasse ich sie stehen. Ich schaue jedes "einzelne" Exemplar, das ich sammele genau an und lasse auch die Stiele dran um sie daheim beim Putzen nochmal durchzugucken. Wenn der Stiel schuppig ist kanns nunmal sicher keine Galerina sein, da stimmst du mir doch zu oder? Natürlich müssen alle anderen Merkmale von Stockschwämmchen auch vorhanden sein, aber sie sind ja keine sicheren Unterscheidungsmerkmale (die Sporenfarbe ists auch nicht, da Galerinas auch irgendwie braune Sporen haben). Übrigens hab ich teilweise die (eigene) Erfahrung gemacht (und auch im Pilzverein), daß viel mehr als Galerina marginata angeschleppt wird, was in WIrklichkeit meist weder marginata noch überhaupt eine Galerina ist.

Was tut man dann eigentlich in der Pilzberatung? Stockschwämmchen ohne Stiel würden bei mir bedenkenlos durchfallen als Speisepilze, aber Hunderte von Stockschwämmchenstielen zu begutachten, kanns ja auch nicht sein. Gar nicht freigeben war da die offizielle Lehrmeinung dazu oder?

Ich habe in einem der letzten Tintlinge nen kurzen Beitrag darüber gebracht.
Denn auch die Häublinge sind variabler als man glaubt. Drum sei lieber
vorsichtig und sammle was "nahrhafteres", z. B. Sommersteinpilze
;-)

Gerne schick doch mal ein paar Exemplare Sommersteinpilze her ;-)), die sind bloß immer so wurmig.... Hier gibts aber auch keine Stockschwämmchen im AUgenblick. Vom Geschmack her würde ich allerdings behaupten, daß das Stockschwämmchen dem Sommersteinpilz mindestens ebenbürtig ist.

Gruß

Birgit Weisel

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es gibt verdammt viele Braunsporer

Birgit, (vor 8919 Tagen) @ Pio

Hi Holger,

Identifizierung wäre für mich nur mit Photo möglich. Du findest mit Hilfe
einer Suchmaschine, z.B. Google, massenhaft Bilder im Netz. Ich glaube,
ich habe sogar auf dieser Web Site hier schon Fotos gesehen.

Es gibt meines Wissens nach wenig wirklich gute Bilder im Net wo man die Stielschüppchen der Stockschwämmchen wirklich sieht.

Typisch an Stockschwämmchen sind u.a. die honigfarbenen Hüte (alle Nuancen
von Honig, von gelb bis dunkelbraun, je feuchter der Hut, desto dunkler),
meist eine dunklere (weil feuchtere) Randzone und ganz dunkle rostbraune
Sporen.

Alles keine sicheren Unterscheidungsmerkmale. In Hornberg lernten wir: Sporenpulverfarbe von Stockschwämmchen milchkaffeebraun (mit wenig Milch) und das Sporenpulver von Häublingen rostbraun, gerade so wie du es bei Stockschwämmchen angibst!!!! Farbempfinden ist häufig subjektiv daher ist das kein Unterscheidungsmerkmal. Es gibt noch ein Unterscheidungsmerkmal der Sporen unter Verwendung von Melzers Reagenz aber das steht ja nicht zur Debatte hier, man kann schließlich nicht jeden einzelnen Pilz aussporen lassen.

Das Waschwasser wird dunkelbraun. Oft werden die tziefer
wachsenden Pilze von den darüber wachsenden dunkelbraun überstäubt. Leg
einfach ein Exemplar auf ein Blatt Papier und warte ein paar Stunden. Ich
habe selten so viele tiefbraune
Sporen gesehen.

Wie gesagt auch Galerinasporen sind braun, auch Schwefelköpfe haben zum Teil braune Sporen und noch etliche andere kleine "bräunliche" Pilze.

Gruß

Birgit

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Re: An Christoph & Rudi

Gottfried, (vor 8919 Tagen) @ Uli

Hallo Christoph, Hallo Rudi,
mit Euren Beiträgen tragt Ihr nicht zur Pilzaufklärung sondern zur Verunsicherung der Forum- Teilnehmer bei.
Und ich bleibe dabei: Wer einmal intensiv den Duft des Stockschwämmchens verinnerlicht hat, kann problemlos das Stockschwämmchen von seinen giftigen Doppelgängern unterscheiden.
Gruß G.

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Re: An Christoph & Rudi

Andreas ⌂, (vor 8919 Tagen) @ Gottfried

Hallo Christoph, Hallo Rudi,
mit Euren Beiträgen tragt Ihr nicht zur Pilzaufklärung sondern zur
Verunsicherung der Forum- Teilnehmer bei.
Und ich bleibe dabei: Wer einmal intensiv den Duft des Stockschwämmchens
verinnerlicht hat, kann problemlos das Stockschwämmchen von seinen
giftigen Doppelgängern unterscheiden.
Gruß G.

Hallo Gottfried,

ich habe jedes Jahr mehrere Pilzführungen, meist mit relativen Laien, die ihre 5-10 Arten kennen.
Stockschwämmchen sind aber relativ vielen trotzdem bekannt, zumindest meinen sie das und viele sammeln sie sogar. Bestimmt die Hälfte davon hat vom Gift-Häubling noch nie was gehört und die andere Hälfte "kennt die Stockschwämmchen so gut, dass sie sie gar nicht verwechseln können". Wenn Du aber etwas genauer nachbohrst, dann kann kaum einer dir Merkmale des einen oder des anderen aufzählen! "Man sieht das halt". Der eine oder andere stellt dann verwundert fest, dass wir seine Stockschwämmchen Hallimasch nennen, der andere sammelt Stockschwämmchen nur im Herbst "weil die im Frühsommer immer bitter sind" (= Grünblättriger Schwefelkopf).
Und Du glaubst doch nicht im Ernst dass mein bei derartigem Kenntnisstand Leuten das Stockschwämmchen anhand des "eindeutigen Geruches" erklären sollte ?!?!
Natürlich nehme ich Dir sofort ab, dass Du Stockschwämmchen am Geruch erkennst. Ich persönlich würde mir zutrauen sie am Geschmack zu erkennen (mein Geruchssinn ist bei vielen Gerüchen nicht so toll) - aber das kann man doch bestenfalls als Zusatzinformation den Leuten mitgeben, niemals jedoch als sicheres Kennzeichen!

Und da hier auch Pilzfreunde im Anfängerstadium teilnehmen kann man meiner Meinung nach kaum vorsichtig genug sein, zumal es sich um einen schwer giftigwen Doppelgänger handelt, nicht nur um ein durch Gallenröhrlinge versautes Mittagessen!

Ich bin im übrigen mit Christoph der Meinung dass die Galerina marginata-Gruppe durchaus unerkannt Verursacher mancher Phalloidin-Vergiftungen sein kann. Und dass nicht mehr passiert liegt wohl nur daran, dass die kleinen Giftzwerge meist in nicht-sammelwürdiger Menge auftreten.

Gruß,
Andreas

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Re: Stielschüppchen einzig sicheres Merkmal

Christoph ⌂, (vor 8919 Tagen) @ Birgit

Hi Birgit,

in aler Kürze...:

Wenn der Stiel schuppig ist kanns nunmal sicher keine
Galerina sein, da stimmst du mir doch zu oder?

Stimmt... sagte ich ja, als EINZIGES sichers Merkmal...

Natürlich müssen alle

anderen Merkmale von Stockschwämmchen auch vorhanden sein, aber sie sind
ja keine sicheren Unterscheidungsmerkmale (die Sporenfarbe ists auch
nicht, da Galerinas auch irgendwie braune Sporen haben). Übrigens hab ich
teilweise die (eigene) Erfahrung gemacht (und auch im Pilzverein), daß
viel mehr als Galerina marginata angeschleppt wird, was in WIrklichkeit
meist weder marginata noch überhaupt eine Galerina ist.

Genau, und umgekehrt. Südlich von München ist die Galerina sooo häufig (und erst im BayerWald)

Was tut man dann eigentlich in der Pilzberatung? Stockschwämmchen ohne Stiel
würden bei mir bedenkenlos durchfallen als Speisepilze, aber Hunderte von
Stockschwämmchenstielen zu begutachten, kanns ja auch nicht sein. Gar
nicht freigeben war da die offizielle Lehrmeinung dazu oder?

Ich sortiere grundsätzlich alle mit abgegriffenem oder ohne Stiel raus...
Auch wenn die Leute schimpfen, das ist mir wurscht.

Gerne schick doch mal ein paar Exemplare Sommersteinpilze her

Des tät dir so passen, wie??? *grins*

Gruß zurück,

Christoph

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Du sagst es!!!

Christoph ⌂, (vor 8919 Tagen) @ Andreas

Hi Andreas,

ganz Deiner Meinung! Und wehe, wenn (wie von mir aus dem bayerWald beschrieben) man tausende (!) Häublinge mit deutlichem Ring und großer Gestalt (bis 6 cm kommt vor, laut Literatut sogar bis 8cm Hutdurchmesser)... dann erwischt es doch mal eine ganze Familie...

@Gottfried: was du machst nenne ich nicht Aufklärung, sondern eher Verharmlosung. Wenn du die hier von einigen anderen Diskussionsteilnehmern ebenfalls verwendete Vorsicht als "Verunsicherung" bezeichnest, dann verunsichere ich gerne die "Anfänger". Vielleicht erspart ihnen das die eine oder andere Spenderleber.
Das ist mir das wert.

Grüße, Christoph

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Re: Stielschüppchen einzig sicheres Merkmal

Birgit, (vor 8919 Tagen) @ Christoph

Hallo Christoph,

in aler Kürze...: Stimmt... sagte ich ja, als EINZIGES sichers Merkmal...

für mich stimmt das so, da mein Riechorgan nicht so gut ausgebildet ist. Am besten wär natürlich wenn beide Merkmale Stielschuppen und Geruch vorhanden sind und zur Unterscheidung herangezogen werden! Verlassen tu ich mich wie ich ja auch geschrieben habe auf die Stielschüppchen.

Genau, und umgekehrt. Südlich von München ist die Galerina sooo häufig (und
erst im BayerWald)

Ich hab deinen Artikel im Tintling gelesen.

Ich sortiere grundsätzlich alle mit abgegriffenem oder ohne Stiel raus...
Auch wenn die Leute schimpfen, das ist mir wurscht.

Schöner Spaß bei 2 kg Stockschwämmchen.... ;-)

Lieber Gruß

Birgit

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Re: Stockschwämmchen

Heinz.Ebert@dgfm-ev.de, (vor 8919 Tagen) @ Uli

An alle mit Empfehlungen:
wenn ich diese postings so lese (an einem Tag immerhin ca. 15 zu einem Thema), dann muss ich mich fragen, ob wir etwa nicht genügend informiert haben!
Bereits 1995, Heft 2 der Zeitschrift für Mykologie, Seite 55, habe ich die makroskopischen Merkmale der beiden Arten gegenübergestellt, die sich hauptsächlich am Stiel orientieren (der Artikel ist möglicherweise auf der DGfM-HP noch abrufbar, probierts). Dabei habe ich auf ein makroskopisches Merkmal hingewiesen, das in keinem Buch steht, natürlich auch auf die Merkmale, die ihr hier genannt habt.
Aber niemand scheint sich das eingeprägt zu haben! Es ist die Farbe des Stiel-Fleisches im Anschnitt: Häubling schwärzlich, Stockschwämmchen weißlich. Ihr müsst einfach mal versuchen, beide Arten nebeneinander zu sehen, ohne dran zu riechen, zu schmecken oder zu mikroskopieren (obwohl das natürlich optimal wäre, aber es geht auch ohne).
Da Galerina marginata in Ausbreitung begriffen ist (nur meine Meinung), ist die Chance der Gegenüberstellung ziemlich groß, zumindest in der Eifel.
Hutmerkmale, Geruch und Geschmack sind keine guten Merkmale! Die sind nur (!) am Stiel festzustellen:
1. Häubling filziger Ring, Stockschw. häutige Manschette
2. Häubling unterm Ring silbrig gefasert, Stockschw. geschuppt
3. Stielfleisch beim Häubling dunkel, beim Stockschw. hell
Im übrigen gibts noch ein Frühlings-Stockschwämmchen (K. vernalis), das m.W. nur bei den Schweizern abgebildet, mir aber unbekannt ist.
Mit Grüßen an alle, Heinz Ebert

Hallo,
seit geraumer Zeit lese ich im Forum mit. Jetzt habe ich mal eine Frage. Am
letzten Sonntag und schon mal vor ca. 3 Wochen habe ich Stockschwämmchen
gefunden. Jedenfalls dachte ich mir, dass sie es sind. Ich bin allerdings
reichlich unsicher geworden. In irgendwelchen Fundlisten tauchen sie im
Forum nicht auf. Gibt es zur Zeit eine Verwechslungsmöglichkeit?
Den Unterschied zum Schwefelkopf kenne ich, glaube ich. Meine
"Stockschwämmchen" haben einen deutlich geschuppten STiel, einen
Ring, oberhalb von ihm sind die Stiele "kahl" und hell, darunter
bräunlich. Gewachsen sind die einen an einem liegenden Weidenstamm
(wahrscheinlich), die anderen in einem Mischwald an einem von mir nicht
mehr zu erkennenden Baumstumpf. Kann mir jemand helfen?
Gegebenenfalls kann ich auch ein Bild zumailen.
Gruss Uli

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Re: Stockschwämmchen

Christoph ⌂, (vor 8919 Tagen) @ Heinz.Ebert@dgfm-ev.de

Hallo Heinz,

am Stiel festzustellen: 1. Häubling filziger Ring, Stockschw. häutige
Manschette

Es gibt auch Häublinge mti häutigem Ring. So richtig filzig? Hmm.

2. Häubling unterm Ring silbrig gefasert, Stockschw. geschuppt

Ganz genau!

3. Stielfleisch beim Häubling dunkel, beim Stockschw. hell

Bei jungen ja, aber bei alten?

Im übrigen gibts noch ein Frühlings-Stockschwämmchen (K. vernalis), das m.W.
nur bei den Schweizern abgebildet, mir aber unbekannt ist.
Mit Grüßen an alle, Heinz Ebert

K. vernalis (=K. myriadophylla) sieht aus wie eine Galerina autumnalis. Keine Schüppchen am Stiel, Hut gelifiziert...

Daher wird sie wohl meist als Häubling angesprochen (hab ich auch mal im gelände getan -> daheim mit Mikroskop ist aber alles klar).

Grüße, Christoph

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Thüringer Stockschwämmchensuppe

Pio, (vor 8919 Tagen) @ 42

Hallo Holger,
Wie 'geht' denn die? Rezept erbeten.
Gruß
Thomas

Hallo Thomas,

hier kommt das Originalrezept für Thüringer Stockschwämmchensuppe. Mache ich übrigens schon seit ein paar Jahrzehnten und ist eigentlich nach meinem Geschmack die beste Pilzsuppe, die ich kenne, vom typischen Geschmack her mit nichts ähnlichem zu vergleichen! Früher habe ich viel eingeweckt und u.a. immer zu Sylvester einen großen Topf gekocht zur allgemeinen Begeisterung meiner Fans.

(Die Mengenangaben sollte man nicht so genau nehmen. Ich mache immer alles nach Gefühl.)

-----------------------------------------------------------------------------
400 g Stockschwämmchenhüte (mit ein bisschen Stiel, die unteren Enden sind holzig)
50 g Speck (ist wichtig)
2 Zwiebeln
50 g Margarine
Salz, Pfeffer
80 g Mehl
1 l Brühe (ich nehme immer ein besseres Pulver, richtige Brühe wäre natürlich besser)
1 Eßlöffel gehackte Petersilie

Den gewürfelten Speck auslassen, darin die gewürfelten Zwiebeln andünsten und die Pilzhüte zugeben. 5 bis 8 min. dünsten, salzen, pfeffern. Inzwischen aus Margarine und Mehl eine braune Schwitze herstellen und mit Brühe glattrühren. Auffüllen, die gedünsteten Pilzhüte zugeben, durchkochen, nachwürzen und vor dem Servieren mit Petersilie bestreuen.

------------------------------------------------------------------------------

Ich habe in meiner Einsiedlerzeit meist aus Faulheit und um nicht so viel Geschirr abwaschen zu müssen oft das Mehl zwischen die Pilze gerührt - gibt einen schönen Mehlkleister - und anschließend alles unter ständigem Rühren in die heiße Brühe gekippt.

Viele Grüße - Holger

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Re: Stockschwämmchen

Heinz.Ebert@dgfm-ev.de, (vor 8919 Tagen) @ Christoph

Hi Christoph,
ich hatte noch nie 'nen häutigen Ring bei Galerina, die waren immer +- filzig. Ich habe hunderte von Stielen junger und alter Fk beider Arten längs durchge-
schnitten und finde, dass das Merkmal konstant ist. Bitte beobachte selber. Ich achte deine/eure Arbeit hoch, aber vielleicht solltet ihr die makroskopischen Merkmale - soweit sie konstant sind - höher bewerten.
Schau dir nur die vielen postings in diesem Forum an: noch nicht einmal die makroskopischen Merkmale werden optimal dargestellt. Meist findest du doch nur ein Foto ohne ökologische, mikroskopische und sensorische Angaben! Wir müssen in unseren Seminaren den Teilnehmern die vollständige Beschreibung beibringen! Und so hab ich in diesem Forum auch wieder was gelernt! (Obwohl mir das schon Heinrich Lücke zu Lebzeiten eingebläut hat.)
Herzliche Grüße, Heinz

Hallo Heinz,
Es gibt auch Häublinge mti häutigem Ring. So richtig filzig? Hmm.
Ganz genau!
Bei jungen ja, aber bei alten?
K. vernalis (=K. myriadophylla) sieht aus wie eine Galerina autumnalis. Keine
Schüppchen am Stiel, Hut gelifiziert...
Daher wird sie wohl meist als Häubling angesprochen (hab ich auch mal im
gelände getan -> daheim mit Mikroskop ist aber alles klar).
Grüße, Christoph

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Re: Stockschwämmchen

Christoph ⌂, (vor 8918 Tagen) @ Heinz.Ebert@dgfm-ev.de

Hallo Heinz,
ich achte eigentlich schon auf die Makroskopie *grins*

schau doch mal meinen Artikel im Tintling an, da sind ein paar Fotos, auch gerade von dem häutigen Ring...

Grüße, Christoph ;-)

Hi Christoph,
ich hatte noch nie 'nen häutigen Ring bei Galerina, die waren immer +-
filzig. Ich habe hunderte von Stielen junger und alter Fk beider Arten
längs durchge-
schnitten und finde, dass das Merkmal konstant ist. Bitte beobachte selber.
Ich achte deine/eure Arbeit hoch, aber vielleicht solltet ihr die
makroskopischen Merkmale - soweit sie konstant sind - höher bewerten.
Schau dir nur die vielen postings in diesem Forum an: noch nicht einmal die
makroskopischen Merkmale werden optimal dargestellt. Meist findest du doch
nur ein Foto ohne ökologische, mikroskopische und sensorische Angaben! Wir
müssen in unseren Seminaren den Teilnehmern die vollständige Beschreibung
beibringen! Und so hab ich in diesem Forum auch wieder was gelernt!
(Obwohl mir das schon Heinrich Lücke zu Lebzeiten eingebläut hat.)
Herzliche Grüße, Heinz

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Re: Hilfe erbeten

Gottfried, (vor 8918 Tagen) @ Heinz.Ebert@dgfm-ev.de

Hallo Heinz,
Deine Veröffentlichung in der ZfM interessiert mich schon sehr. Leider kann ich ihn nicht finden. Wie komme ich an ihn ran? Danke!
Gruß G.

An alle mit Empfehlungen: wenn ich diese postings so lese (an einem Tag
immerhin ca. 15 zu einem Thema), dann muss ich mich fragen, ob wir etwa
nicht genügend informiert haben!
Bereits 1995, Heft 2 der Zeitschrift für Mykologie, Seite 55, habe ich die
makroskopischen Merkmale der beiden Arten gegenübergestellt, die sich
hauptsächlich am Stiel orientieren (der Artikel ist möglicherweise auf der
DGfM-HP noch abrufbar, probierts). Dabei habe ich auf ein makroskopisches
Merkmal hingewiesen, das in keinem Buch steht, natürlich auch auf die
Merkmale, die ihr hier genannt habt.
Aber niemand scheint sich das eingeprägt zu haben! Es ist die Farbe des
Stiel-Fleisches im Anschnitt: Häubling schwärzlich, Stockschwämmchen
weißlich. Ihr müsst einfach mal versuchen, beide Arten nebeneinander zu
sehen, ohne dran zu riechen, zu schmecken oder zu mikroskopieren (obwohl
das natürlich optimal wäre, aber es geht auch ohne).
Da Galerina marginata in Ausbreitung begriffen ist (nur meine Meinung), ist
die Chance der Gegenüberstellung ziemlich groß, zumindest in der Eifel.
Hutmerkmale, Geruch und Geschmack sind keine guten Merkmale! Die sind nur (!)
am Stiel festzustellen: 1. Häubling filziger Ring, Stockschw. häutige
Manschette
2. Häubling unterm Ring silbrig gefasert, Stockschw. geschuppt
3. Stielfleisch beim Häubling dunkel, beim Stockschw. hell
Im übrigen gibts noch ein Frühlings-Stockschwämmchen (K. vernalis), das m.W.
nur bei den Schweizern abgebildet, mir aber unbekannt ist.
Mit Grüßen an alle, Heinz Ebert

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Re: Stockschwämmchen

Wolfgang F., (vor 8918 Tagen) @ Heinz.Ebert@dgfm-ev.de

An alle mit Empfehlungen: wenn ich diese postings so lese (an einem Tag
immerhin ca. 15 zu einem Thema), dann muss ich mich fragen, ob wir etwa
nicht genügend informiert haben!

Hallo Heinz,

die Frage ist ja nicht, ob die DGFM im Rahmen Ihrer Zielgruppe genügend informiert hat, sondern wen sie damit erreicht. Da ist die DGFM weit davon entfernt, die breite Masse der Pilzsammler zu erreichen. Das ist nicht nur Schuld der DGFM, da ja zu einer erfolgreichen Wissensvermittlung auch einer gehört, der zuhört und lernbereit ist. Und das sind viele Pilzsammler erst, wenn sie selbst einen fraglichen Pilz gefunden haben (oder noch später...).

Vielleicht ist da das Internet dafür das Medium der Zukunft, weil es in Deutschland schon fast immer und überall verfügbar ist. Aber eine Webseite, auf der alle gängigen Speisepilze ihren giftigen Doppelgängern gegenübergestellt wird (Mit Detailbildern der Merkmale!) ist mir nicht bekannt. Wäre doch 'mal ein gutes Projekt - oder?

Wolfgang

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Re: Stockschwämmchen

Joachim, (vor 8918 Tagen) @ Wolfgang F.

Hallo Heinz,
die Frage ist ja nicht, ob die DGFM im Rahmen Ihrer Zielgruppe genügend
informiert hat, sondern wen sie damit erreicht. Da ist die DGFM weit davon
entfernt, die breite Masse der Pilzsammler zu erreichen. Das ist nicht nur
Schuld der DGFM, da ja zu einer erfolgreichen Wissensvermittlung auch
einer gehört, der zuhört und lernbereit ist. Und das sind viele
Pilzsammler erst, wenn sie selbst einen fraglichen Pilz gefunden haben
(oder noch später...).
Vielleicht ist da das Internet dafür das Medium der Zukunft, weil es in
Deutschland schon fast immer und überall verfügbar ist. Aber eine
Webseite, auf der alle gängigen Speisepilze ihren giftigen Doppelgängern
gegenübergestellt wird (Mit Detailbildern der Merkmale!) ist mir nicht
bekannt. Wäre doch 'mal ein gutes Projekt - oder?
Wolfgang

Hallo Wolfgang,
da hast Du völlig Recht! Ich werde das Projekt in Angriff nehmen. So etwas braucht aber seine Zeit, es kann also nur Schritt für Schritt realisiert werden. Man muss sich aber darüber im klaren sein, dass Bilder im Internet, auch wenn sie noch so gut sind, nur ein grober Anhaltspunkt zur Bestimmung sein können. Aber es wäre schon gut wenn das Interesse über das Maronen Röhrlings und Steinpilzsammeln zum verantwortungsvollem Pilzsammler geweckt würde.
Dazu gehört auch zum Beispiel das Wissen zu vermitteln, dass nicht jeder Pilz der auf einem "Stock" wächst auch gleich ein Stockschwämmchen ist. Fast alle Pilzberater vermitteln dieses Wissen in Seminaren und bei der Pilzberatung.. Ideal wäre es über das Internet das Interesse für Pilze zu wecken, sei es auch "nur" über den Magen und dann dem interessierten Laien über Seminarangebote, Pilzexkursionen usw. zu einem verantwortungsvollem Pilzsammler hinzuführen. Eigentlich brauchen wir uns nur an unsere eigenen Erfahrungen als Pilzneulinge erinnern. Wir waren ja fast alle erst mal Speisepilzsammler (ich bin es heute auch noch *grins*) und haben so nach und nach ein Interesse für die Mykologie
Entwickelt.
Mit freundlichen Grüßen
Joachim

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Re: Stockschwämmchen

Marcus B., (vor 8918 Tagen) @ Joachim

Hallo Wolfgang und Joachim

Eure Idee ist sicher sehr gut, aber ich finde man sollte die betreffende Seite dann doch mit einem Warnhinweis versehen, das unbekannte oder nicht zweifelsfrei bestimmmbare Pilze bei einem Pilzberater kontrolliert oder - wenn das nicht möglich ist - nicht gegessen werden sollten, sowie das erst nach Übereinstimmung aller angegebenen Merkmale in der Beschreibung mit einem gefundenen Pilz dieser bestimmt sei.

Denn es ist durchaus anzunehmen, das einige Sammler eure Arbeit dazu nutzen werden um ihnen unbekannte Pilze zu bestimmen, was u.U. schwerwiegende Folgen haben kann.

Ich sehe sonst nämlich die Gefahr, das Leute sich bei der Bestimmung ihnen unbekannter Arten, trotz aller eurer Akribie und Mühe um korrekte Angaben,irren könnten und in wahrheit ungenießbare oder giftige Arten für eßbare Pilze halten könnten (z.B. wegen mangelnder Sorgfalt bei der Bestimmung oder weil sie felsenfest davon überzeugt das ihr Fund eßbar ist).

Gruß

Marcus B.

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Re: Stockschwämmchen

Joachim, (vor 8918 Tagen) @ Marcus B.

Hallo Wolfgang und Joachim
Eure Idee ist sicher sehr gut, aber ich finde man sollte die betreffende
Seite dann doch mit einem Warnhinweis versehen, das unbekannte oder nicht
zweifelsfrei bestimmmbare Pilze bei einem Pilzberater kontrolliert oder -
wenn das nicht möglich ist - nicht gegessen werden sollten, sowie das erst
nach Übereinstimmung aller angegebenen Merkmale in der Beschreibung mit
einem gefundenen Pilz dieser bestimmt sei.
Denn es ist durchaus anzunehmen, das einige Sammler eure Arbeit dazu nutzen
werden um ihnen unbekannte Pilze zu bestimmen, was u.U. schwerwiegende
Folgen haben kann.
Ich sehe sonst nämlich die Gefahr, das Leute sich bei der Bestimmung ihnen
unbekannter Arten, trotz aller eurer Akribie und Mühe um korrekte
Angaben,irren könnten und in wahrheit ungenießbare oder giftige Arten für
eßbare Pilze halten könnten (z.B. wegen mangelnder Sorgfalt bei der
Bestimmung oder weil sie felsenfest davon überzeugt das ihr Fund eßbar
ist).
Gruß
Marcus B.

Hallo Marcus,
meinst Du die selben Leute die ihre Pilze mit einem Pilzbestimmungsbuch für 5,50 Euro (86 Arten für den Pilzkenner) bestimmen? *grins*
Scherz beiseite Marcus, es soll in erster Linie auf Verwechslungen von Speisepilzen mit ähnlichen Giftpilzen hingewiesen werden. Das Internet kann selbstverständlich keine Pilzberatung ersetzen. Es spricht aber auch nichts dagegen wenn die wichtigsten Speisepilze erklärt werden und mit Bildern auf besonderst wichtige Details und sogenannte Doppelgänger eingegangen wird.
Mit freundlichen Grüßen
Joachim

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"Pilzbuch online"

Christoph ⌂, (vor 8918 Tagen) @ Joachim

Hallo Joachim,

das ist aber genau der springende Punkt. So sparen sich die Leute vielleicht sogar die 5,50 Euro, weil es doch uch im netz "eindeutige" Abildungen gibt.

Die Idee ist sicher nicht schlecht, aber es ist viel Arbeit, denn die Bilder sollten dochmit entsprechendem Text unterlegt sein. Sprich ei Pilzbuch online. Ohne Text würden zu viele Leute meinen, dass irgendwelche Sonderheiten der Bilder "typisch" für die giftigen Arten seien. So nach dem Motto "ne, dass kann net der Häubling sein, denn auf dem Bild ist der scho a bisserl schmächtiger als des Stockschwammerl" (Originalton Süd).

Und ein Buch kann man wenigstens ins Gelände mitnehmen und was draus lernen. Trotzdem: ich finde die idee an sich gut. Aber man kann viel Unheil damit anrichten...

Grüße, Christoph

Hallo Marcus,
meinst Du die selben Leute die ihre Pilze mit einem Pilzbestimmungsbuch für
5,50 Euro (86 Arten für den Pilzkenner) bestimmen? *grins*
Scherz beiseite Marcus, es soll in erster Linie auf Verwechslungen von
Speisepilzen mit ähnlichen Giftpilzen hingewiesen werden. Das Internet
kann selbstverständlich keine Pilzberatung ersetzen. Es spricht aber auch
nichts dagegen wenn die wichtigsten Speisepilze erklärt werden und mit
Bildern auf besonderst wichtige Details und sogenannte Doppelgänger
eingegangen wird.
Mit freundlichen Grüßen
Joachim

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Re: Hilfe erbeten

Heinz.Ebert@dgfm-ev.de, (vor 8917 Tagen) @ Gottfried

Hallo Gottfried,
leider ist mir der Artikel als Datei durch PC-Wechsel verlorengegangen. Du musst dir also die zitierte Zeitschrift ausleihen, und in den "gelben" (damels aber blau/grünen) Seiten nachschlagen. Ich hoffe, du hast Zugriff auf die Zeitschrift, wenn nicht, mailde dich bei mir.
Grüße, Heinz

Hallo Heinz,
Deine Veröffentlichung in der ZfM interessiert mich schon sehr. Leider kann
ich ihn nicht finden. Wie komme ich an ihn ran? Danke!
Gruß G.

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Re: Hilfe erbeten

Gottfried, (vor 8917 Tagen) @ Heinz.Ebert@dgfm-ev.de

Hallo Heinz,
diese Zeitschrift ist mir nicht verfügbar. Ich versuche aber, diesen Beitrag über Fernleihe zu bekommen. Wenn das nicht klappen sollte, melde ich mich bei Dir.
Gruß G.

Hallo Gottfried,
leider ist mir der Artikel als Datei durch PC-Wechsel verlorengegangen. Du
musst dir also die zitierte Zeitschrift ausleihen, und in den
"gelben" (damels aber blau/grünen) Seiten nachschlagen. Ich
hoffe, du hast Zugriff auf die Zeitschrift, wenn nicht, mailde dich bei
mir.
Grüße, Heinz

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Re: Danke an Pio und Rudi

42, (vor 8917 Tagen) @ Rudi

Hallo, Thomas, seit wann gehörst denn du zu den mykophagen??? Oder solltest
du das rezept leicht geändert zu bestimmten versuchen brauchen???

@Pio: danke für das Rezept.
@Rudi: psssst - nicht so laut! Man wird als 'Pilzler' immer so unglaubwürdig,
wenn man zugeben muss, dass man keine Pilze essen mag (obwohl ich hier
bestimmt nicht der einzige bin).
Und was die Versuche angeht: ich mag meine Schwiegermutter!

Thomas