Lieber Werner,
mir ist nichts über ein mögliches Paxillus-Syndrom bei Hygrophoropsis bekannt. Wurde das nicht nur indirekt aus der Verwandtschaft geschlossen???
Hygrophoropsis aurantiaca ist viel näher mit den corticioid wachsenden Coniophoraceae verwandt (bzw. gehört da wohl mit rein). Ist auch den Boletales zuzurechnene, klar, aber eben eher eine Schwestergruppe der Paxillaceae.
Wenn schon, dann sollte man Gyrodon lividus meiden, denn Gyrodon ist die zu Paxillus s. str. nächst verwandte Gattung. Und dann noch Melanogaster...
Der Samtfußkrempling z. B. hat nichts mit Kremplingen zu tun und steht verwandtschaftlich sehr weit von denen entfernt (Tapinellaceae, Tapinelloideae, eigene Unterordnung in den Boletales).
Ich denke, man kann sich am Falschen Pfifferling höchstens den Magen etwas verderben, aber giftig? Glaub ich kaum.
Grüße, Christoph
Lieber Georg
ohne schulmeisterlich wirken zu wollen, den Speisewert
vom falschen Pfifferling als essbar anzugeben, halte ich
persönlich als sehr gewagt, zumal neuste Erkenntnisse
darauf schliessen lassen,dass er das Paxillus-Syndrom
bewirken kann.
Also nichts für ungut
mfG Oswald Werner, Mitglied der Arge Österr. Pilzberater