hygrophoropsis aurantiaca

oswald werner, (vor 8879 Tagen)

Lieber Georg

ohne schulmeisterlich wirken zu wollen, den Speisewert
vom falschen Pfifferling als essbar anzugeben, halte ich
persönlich als sehr gewagt, zumal neuste Erkenntnisse
darauf schliessen lassen,dass er das Paxillus-Syndrom
bewirken kann.
Also nichts für ungut
mfG Oswald Werner, Mitglied der Arge Österr. Pilzberater

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Re: hygrophoropsis aurantiaca

Georg, (vor 8879 Tagen) @ oswald werner

Hallo Oswald,

ohne schulmeisterlich wirken zu wollen, den Speisewert
vom falschen Pfifferling als essbar anzugeben, halte ich
persönlich als sehr gewagt, zumal neuste Erkenntnisse
darauf schliessen lassen,dass er das Paxillus-Syndrom
bewirken kann.

Danke für den Hinweis.
Dass H. aurantiaca nah verwandt mit den Kremplingen ist war mir bekannt,
aber Paxillus-Syndrom? Kannst Du mir Referenzen nennen?
Ich werde die Einstufung bei nächster Gelegenheit ändern.

Georg

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Re: hygrophoropsis aurantiaca

Christoph ⌂, (vor 8874 Tagen) @ oswald werner

Lieber Werner,

mir ist nichts über ein mögliches Paxillus-Syndrom bei Hygrophoropsis bekannt. Wurde das nicht nur indirekt aus der Verwandtschaft geschlossen???

Hygrophoropsis aurantiaca ist viel näher mit den corticioid wachsenden Coniophoraceae verwandt (bzw. gehört da wohl mit rein). Ist auch den Boletales zuzurechnene, klar, aber eben eher eine Schwestergruppe der Paxillaceae.

Wenn schon, dann sollte man Gyrodon lividus meiden, denn Gyrodon ist die zu Paxillus s. str. nächst verwandte Gattung. Und dann noch Melanogaster...

Der Samtfußkrempling z. B. hat nichts mit Kremplingen zu tun und steht verwandtschaftlich sehr weit von denen entfernt (Tapinellaceae, Tapinelloideae, eigene Unterordnung in den Boletales).

Ich denke, man kann sich am Falschen Pfifferling höchstens den Magen etwas verderben, aber giftig? Glaub ich kaum.

Grüße, Christoph

Lieber Georg
ohne schulmeisterlich wirken zu wollen, den Speisewert
vom falschen Pfifferling als essbar anzugeben, halte ich
persönlich als sehr gewagt, zumal neuste Erkenntnisse
darauf schliessen lassen,dass er das Paxillus-Syndrom
bewirken kann.
Also nichts für ungut
mfG Oswald Werner, Mitglied der Arge Österr. Pilzberater

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Re: hygrophoropsis aurantiaca

oswald werner, (vor 8873 Tagen) @ Christoph

Lieber Werner,
mir ist nichts über ein mögliches Paxillus-Syndrom bei Hygrophoropsis
bekannt. Wurde das nicht nur indirekt aus der Verwandtschaft
geschlossen???
Hygrophoropsis aurantiaca ist viel näher mit den corticioid wachsenden
Coniophoraceae verwandt (bzw. gehört da wohl mit rein). Ist auch den
Boletales zuzurechnene, klar, aber eben eher eine Schwestergruppe der
Paxillaceae.
Wenn schon, dann sollte man Gyrodon lividus meiden, denn Gyrodon ist die zu
Paxillus s. str. nächst verwandte Gattung. Und dann noch Melanogaster...
Der Samtfußkrempling z. B. hat nichts mit Kremplingen zu tun und steht
verwandtschaftlich sehr weit von denen entfernt (Tapinellaceae,
Tapinelloideae, eigene Unterordnung in den Boletales).
Ich denke, man kann sich am Falschen Pfifferling höchstens den Magen etwas
verderben, aber giftig? Glaub ich kaum.
Grüße, Christoph

Servus Christoph,

irgendwann in den 90iger Jahren waren wir zusammen bei Walter Pätzold
in Hornberg. Vage kann ich mich noch erinnern, wie aus Tremiscus helvelloides
garniert mit Zwiebeln, Essig, Öl etc.ein Pilzsalat entstanden ist, den du
unbedingt konsumieren wolltest. Geschadet hat es dir offensichtlich nicht,
denn wenn ich deinen mykologischen Werdegang über die Jahre verfolgt habe,
kann ich nur sagen "Chapeau".
Bei Hygrophoropsis aurantiaca hast du sicher in allen Punkten recht.
Meine Quellen über schwere Vergiftungen stammen aus Kärnten, leider
nur telefonisch u. somit ohne fundierte Referenzen.
Kryptisch könnte man sagen warum nicht, wer wusste es bei Tricholoma equestre
bei Lyophyllum connatum......
Mach so weiter, vielleicht ergibt sich einmal eine Gelegenheit zum Wiedersehen.

Herzliche Grüsse aus Vorarlberg
Werner Oswald