Fundbericht Rothaargebirge + Frage

Frank, (vor 8865 Tagen)

Hallo zusammen,

da bei uns im Ruhrgebiet zur Zeit pilzmäßig außer ein paar vereinzelten
Pfifferlingen total tote Hose ist, haben wir uns am letzten Wochenende
auf den Weg ins Rothaargebirge gemacht, in der Hoffnung dort ein wenig
erfolgreicher zu sein. Zumindest hatten wir die leise Hoffnung, fürs Abendessen
ein ausreichende Menge Pfifferling zu finden. Soviel vorweg: Pfifferlinge
haben wir auch im Rothaargebirge nur vereinzelt gefunden und wenn meist
viel zu klein um den Weg in unseren Topf zu finden. Deshalb blieben die
meisten auch im Wald.

Als wir dann eine wie wir meinten geeignete Stelle gefunden hatten, fanden wir schon nach wenigen Metern am Waldrand unter Lärchen ein beträchtliche Anzahl an Goldröhrlingen und wenige Meter daneben die ersten Perlpilze.

Von diesem ersten Erfolg beflügelt, machten wir uns dann auf den weitern Weg in einen vielversprechend aussehenden Fichtenwald mit moos- bzw. grassbewachsenen Rändern in sonniger Hanglage.

Mit dem was wir dort direkt am Wegesrand fanden, hätten wir vorher nie gerechnet. Fichten-Steinpilze in bestem Zustand und in bester Größe.
Wenn überhaupt, dann nur leicht von Schnecken angefressen und bis auf wenige
Außnahmen auch frei von Madenbefall. Ich hab gedacht ich guck nicht richtig.
Zusätzlich fanden wir noch 3 Ziegenlippen, 1 Rotfussröhrlinge und sogar 2 wunderschöne Maronen. Nebenbei gab es noch massenhaft Perlpilze/graue Wulstlinge. Nach einer knapp 5 stündigen Wanderungen konnten wir ca. 10
Steinpilze in unserem Korb zählen.

Bei einem Röhrling hatten wir allerdings Schwierigkeiten eine eindeutige
Bestimmung vorzunehmen (leider hatten wir keine Kamera dabei)
Gesamtaussehen: ähnlich wie Steinpilz (kräftiger Hut und Stamm)
Hut: hellgrau und ein bischen wie Leder
Stiel: kräftig und ausgeprägtes Netzmuster- nach oben feiner werdend.

-Farbe: unten dunkelrot nach obenhin langsam gelb
Röhren: bei jungen Exemplaren kräftig gelb bei älteren blassgelb
Fleisch: bei Verletzung tritt eine langsame Blaufärbung ein

Wir vermuten das es sich um einen Schönfussröhrling (od. Dickfussröhrling)
handelt. Könnte dass zutreffen???

Da ich das Forum regelmäßig (eigentlich täglich) verfolge, möchte ich mich einmal bei allen Forumsteilnehmern für die zum Teil sehr informativen Beiträge bedanken durch die wir schon eine Menge lernen konnten und die unser liebstes Hobby schon so manches Mal bereichert haben.

Bis dahin
Viele Grüsse aus dem Ruhrgebiet
Frank

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Re: Fundbericht Rothaargebirge + Frage

Joachim, (vor 8865 Tagen) @ Frank

Bei einem Röhrling hatten wir allerdings Schwierigkeiten eine eindeutige
Bestimmung vorzunehmen (leider hatten wir keine Kamera dabei)
Gesamtaussehen: ähnlich wie Steinpilz (kräftiger Hut und Stamm)
Hut: hellgrau und ein bischen wie Leder
Stiel: kräftig und ausgeprägtes Netzmuster- nach oben feiner werdend.
-Farbe: unten dunkelrot nach obenhin langsam gelb
Röhren: bei jungen Exemplaren kräftig gelb bei älteren blassgelb
Fleisch: bei Verletzung tritt eine langsame Blaufärbung ein
Wir vermuten das es sich um einen Schönfussröhrling (od. Dickfussröhrling)
handelt. Könnte dass zutreffen???

Hallo Frank,
Deine Beschreibung passt genau auf den Schönfußröhrling (Boletus calopus).
Es ist meiner Meinung nach ein wunderschöner Röhrling, aber ungenießbar
weil er extrem bitter ist.
Bei uns im Odenwald ist er sehr häufig und ich freue mich jedes Mal wenn ich ihn sehe.
Noch eine Info, Dickröhrlinge nennt man auf Deutsch die Gattung Boletus, dazu gehört auch zum Beispiel der Schönfußröhrling.
Mit freundlichen Grüßen
Joachim

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Re: Fundbericht Rothaargebirge + Frage *PIC*

Gelbfieber, (vor 8865 Tagen) @ Frank

Hallo Frank,

auf Deine Beschreibung passt der Schönfußröhrling Boletus calopus.
Schau mal, ob es der „bunte“ im Anhang ist.

Liebe Grüße ins Ruhrgebiet
Gelbfieber

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