Gefunden im Odenwald

Wanderer, (vor 8853 Tagen)

Hallo Pilzfreunde,

ich war heute Morgen zum Wandern im Odenwald unterwegs, und dabei sind mir doch einige Pilze über den Weg gelaufen, die ich nicht alleine im Wald lassen wollte.

Folgende Exemplare standen direkt am Wegrand (ich habe nicht suchen müssen), und liegen nun auf meine Tisch:
- ca. 25 flockenstielige Hexenröhrlinge (es gab noch mehr, die lies ich aber stehen)
- 6 Kiefernsteinpilze
- 3 Fichtensteinpilze
- und eine Marone

Welches Menü würdet Ihr aus dieser Sammlung machen?
Gibt es Rezepte, die speziell für die Flocki's zu empfehlen sind?

Beste Grüße
der Wanderer

Eintrag gesperrt

Re: Rezepte für Odenwaldpilze:

elfi ⌂, (vor 8853 Tagen) @ Wanderer

Hallo Wanderer,

für Flockis gebe ich immer das Pilzschnitzel als bestes Rezept an.
Wenn man sie in ca. 1 cm dicke Scheiben schneidet (von Kopf nach Fuß)
salzt und mit Ei und Semmelbrösel paniert, kann man sie in der Pfanne
rausbraten oder auf ein gefettetes Backblech legen und im Backrohr mit
aufgesetzten Butterflöckchen und mit einmal wenden backen.
Beim Backen verdunstet viel Wasser, die Pilze werden knuspig, sie
brauchen auch nicht so viel Fett wie in der Pfanne und geben ihren
herrlichen Pilzgeschmack preis ;-)). Dazu etwas Zitronensaft
und Kartoffelsalat.

Heute habe ich ein Rezept für ein Pilzrisotto gehört, das sich äusserst verlockend finde:

Zwiebel, Stangensellerie, Möhren in kleine Würfel schneiden und in ein wenig
Butter dünsten, Reis dazu geben leicht mitrösten und mit einem Glas trockenem
Weisswein einköcheln.
Inzwischen die geschnittenen Pilze extra ebenfalls dünsten mit bisschen Butter
und Salz.
Die Reis-Gemüsepfanne mit Gemüsebrühe angießen und die Pilze dazugeben
(Gemüsebrühe nach Reismenge bemessen). Mit kleiner Hitze und zwischendurch
Umrühren den Reis garziehen lassen.

Meine nächste Pilzbeute werde ich so verarbeiten und geniesen!

Grüße
elfi

Eintrag gesperrt
ein View

Re: Rezepte für Odenwaldpilze:

Wanderer, (vor 8852 Tagen) @ elfi

Hallo elfi,

vielen Dank, das hört sich wirklich gut an, mir läuft schon das Wasser im Mund zusammen. Doch leider ist meine Pilzfund auf ein Minimum geschrumpft. Äußerlich war alles OK, doch nach dem Aufschneiden ...
Maden ohne Ende :-(
Den Rest hat meine bessere Hälfte mit Eier, Zwiebel und ??? in die Pfanne gehauen. Es hat aber auch wunderbar geschmeckt.

Auch heute am Sonntag war ich wieder unterwegs, und habe ca. 12 – 15 Steinpilze gefunden. Ohne Ausnahmen waren sie jedoch jung und schon verschimmelt, oder in gutem bis noch brauchbaren Alter und sahen aus wie ein Sieb (wieder die Maden). Ist das normal? Ich kenne so etwas nur von Funden im späten Herbst, Richtung Winter.

Viele Grüße
der Wanderer